Grundsätzlich könnte man das auch ganz abstellen. Du wirst bei der Korrektur dieses Fehlbalancings aber froh sein, dass es dann dabei hilft. Andernfalls müßtest Du den Pack wahrscheinlich 10 - 20 h über 3.4 V halten.
Du solltest heute den Pack möglichst lange so halten, dass die Zelle 11 über 3.4 V bleibt. Nach ~ 30 min sollte ein neuer korregierter Zielwert fürs Nightbalancing abgeleitet worden sein, der dann in der nächsten Nacht die Zelle 11 zur Korrektur deutlich entläd.
Dass das funktioniert hat, kannst du heute Abend ( bzw. sobald alle Zellen unter 3.4 V sind ) ganz einfach kontrollieren, weil dann nur noch Zelle 11 gebalanced werden sollte.
Mit weiterer Hilfe von Nimbus4 hier ein kurzer Zwischenstatus.
Das Night-Balancing hat sich heute, nachdem die Balancingschwelle von 3,4 Volt für mehr als 30 Minuten (ca. 4 Std.) überschritten wurde, neu an den aktuellen Zellstatus angepasst. Zelle 11 wird nun gebalanced. Morgen oder übermorgen könnte sich mein Malhuer aufgelöst haben.
Hinreichend Geduld, für das BMS-eigene Balancing hatte ich leider nicht. Den notwendigen Spannungsausgleich habe ich mit der “Glühlampen-Methode” bis auf 4 mV Delta unterstützt und danach die Spannung eine Stunde über 3,41 Volt gehalten, damit sich der errechnete Balancingbedarf des BMS erneuert.
Nun stimmt die Balacingstatistik nicht mehr. Aber da diese auf einen Kabelbruch mit anschließendem Fehlbalancing beruhte, war mir dies nicht wichtig. Eigentlich würde ich die bestehende Statistik für BMS 1507 gerne löschen, um von nun an eine neue Basis zu haben.
Mangels PV-Leistung der vergangenen Tage wurden die parallel geschalteten Batterien weitgehend entladen. Dies habe ich genutzt um durch weiteres Entladen eine SoC Kalibrierung auf 2 % bei 3,00 Volt auszulösen.
Für die Batterie mit dem AHED-BMS 1505 wurde dabei eine Kapazität von 323 Ah ermittelt - und der SoC wurde um 1 % korrigiert. Für die Batterie mit dem AHED-BMS 1507 wurden mit der erstmaligen “3,0 Volt” 327 Ah Kapazität ermittelt, der SoC wurde um ca. 4 % korrigiert.
Eine bequeme High-Level Funktion gibt es dafür im Moment leider nicht.
( Für Wünsche zu FW/SW Funktionen habe ich übrigens schon vor einiger Zeit einen Thread eingerichtet und für die HW gibt es auch einen )
Beim Entwickeln ist es mir aber bei meinen Packs früher mal passiert, dass ich die Statistik korrumpiert habe. Deswegen gibt es auf der “Console” low-level Befehle mit denen man die Statistik einzelner Zellen patchen kann. Wenn Du möchtest kann ich Dir solche Befehle per PM schicken.
Zur Einordnung wäre es super, wenn Du die Richtung der Korrektur und die Zeit seit der letzten 100% Kalibrierung mit angeben könntest. Ich vermute stark, dass die Korrektur nach unten erfolgt ist, also die SOC-Schätzung z.B. von 3 % auf 2% runtergesprungen ist.
Bei den 100 Ah Packs, die ich in den letzten Monaten in Betrieb genommen habe, sieht man recht eindeutig, dass es am Anfang der Zellnutzung zu einer relativ starken Kapazitätsabnahme ( bei 100 Ah, z.B von ~103 Ah auf ~101 Ah ) in den ersten ~ 50 -100 äquivalenten Vollzyklen kommt, genau wie es aus Diagrammen zur Kapazitätsabnahme über die Zyklenzahl der Hersteller auch zu erwarten ist.
Wenn man eine möglichst genaue Kapazitätsschätzung erzielen möchte, empfiehlt es sich natürlich, unmittelbar davor eine 100% Kalibierung durchzuführen.
Ja, es ging nach unten. Bezüglich des Zeitraums bin ich unsicher. Entsprechend der HA Aufzeichnung vermute ich die vorangegangene 100 % Kalibrierung etwa 4 Wochen davor.
Ich hatte im letzten Jahr ein Pack mit JK-BMS gebaut und bereits angedeutet, dass ich ein weiteres Pack bauen werde. Das Projekt werde ich nun fortsetzen und zwei neue Packs aufbauen.
Du hattest angeboten, dafür (eventuell) Hardware zur Verfügung zu stellen - natürlich gegen Kostenerstattung. Ich würde gerne Vergleichstests mit dem vorhandenen System machen und später das erste Modell auf die andere Hardware umbauen.
Ich verwende das YIXIANG Gehäuse und je 16S MB31 von EVE. Somit müsste ich vermutlich einen 150A-200A MOS-Switch verbauen.
Wenn Du einen Screenshot gemacht hast, findest Du die Info im Feld “time since SOC100”
Wenn ich Kapazitätsmessung durchführe, die ich für Vergleiche nutzen möchte, versuche ich möglichst am Tag davor noch eine 100% SOC Kalibrierung zu machen. Dann hat man die beste Vergleichbarkeit.
Meine Prognose ist, dass, wenn Du in den nächsten Monaten hin und wieder eine Kapazitätsmessung durchführst, Du eine kontinuierliche Kapazitätsreduktion sehen wirst. Aus den Erfahrungen mit meinen 100 Ah Packs würde ich ~ 3 % in den ersten 6 Monaten erwarten.
Anfangs scheint mir auch der Balancingbedarf höher zu sein, was auf leicht unterschiedliches SEI-Wachstum in den Zellen hindeutet.
Du hattest damals geschrieben, dass Du CAN Kommunikation mit Victron benötigst und das für den Zellanschluss 75 cm ausreichen. Ich gehe davon aus, das ist weiter der Fall.
Damals hatten wir auch das Thema “Mischen ( JK und mein BMS) an einem CAN“. Hast Du dafür inzwischen eine Lösung?
Du kannst weiterhin gerne ein kostenloses Muster von mir haben.
Das hängt davon ob, welche Ströme pro Pack bei Dir realistisch über längere Zeit auftreten können.
Das physikalische Stromlimit bei meinem BMS ist vorwiegend thermisch und weniger “elektrisch”. Die thermische Zeitkonstante liegt eher im Bereich Minuten. Wenn man die Strom-Limits entsprechend konfigurieren würde, hätte auch die 150 A Version kein grundsätzliches Problem mit 200A für einige Sekunden.
Ich habe aber auch noch einige 200A Muster hier, so dass Du ein solches haben kannst, wenn das für Deine Anwendung Sinn macht.
Auf einen solchen Vergleich wäre ich natürlich gespannt.
... und das für den Zellanschluss 75 cm ausreichen. Ich gehe davon aus, das ist weiter der Fall.
Die Kabellänge wird auf jeden Fall ausreichen.
Damals hatten wir auch das Thema “Mischen ( JK und mein BMS) an einem CAN“. Hast Du dafür inzwischen eine Lösung?
Für den Anschluss habe ich mir einen isolierten CAN-Adapter beschafft, nennt sich DSD TECH SH-C30G, Damit kann ich einen zusätzlichen CAN-Anschluss an das GX übergeben.
Das hängt davon ob, welche Ströme pro Pack bei Dir realistisch über längere Zeit auftreten können.
Ich habe für den Pack 1C Akkus mit ca. 310AH bereits hier. Von daher wären eine 200A Variante schon ein großer Vorteil.
Möchtest Du zwei Packs in einem Rutsch aufbauen?
Ja, die Akkus habe ich bereits und Gehäuse kommen diese Woche.
Und wie erfolgt dann das Aggregieren? Oder wählst Du dann ein BMS ( also entweder das JK oder meines ) als “regelnden Master” aus und das andere läuft dann einfach “passiv” mit?
Ich werde leider frühestens am Wochenende Zeit haben, etwas für Dich zusammenzustellen.
Schicke mir bitte per PM eine Email-Adresse, dann schicke ich Dir schon einmal eine Installationsanleitung.
Wie sieht es mit dem Display aus? Ist das von Relevanz für Dich?
Hast Du schon einen konkreten Plan, wie du mein BMS in dem Gehäue montieren wirst?
Für alle die noch mit den kleinen Balancer Kontakten kämpfen, habe ich auf dem Grabbeltisch im örtlichen Ramschladen erstaunliches gefunden, was es sogar online gibt:
Richtig, schade und sorry. Ich hatte mit einer PH Variante Glück. Die Online Version ist die 100 mil Variante. Aber es macht bei dem Verkäufer keinen Sinn nachzufragen ob er noch mehr herkriegt. Das metrische Sortiment lag in dem Laden zwischen Schaumstoff-Schulterpolstern und Bratpfannen.
Ich werde versuchen, dass mit den verfügbaren Aggregatoren zu probieren. Allerdings habe ich mittlerweile auch einen Victron Shunt eingeschleift, über den ich mir den Gesamtüberblick verschaffe.
Später würde ich gern die anderen Packs auf deine Lösung umrüsten - sofern von deiner Seite her möglich.
Diese Messung stammt vom Deye und ist als output eben negativ. Die zweite Batterie wird von einem JK kontrolliert, JK-Current hat nicht mehr auf das Bild gepasst.
Von meiner Seite spricht überhaupt nichts dagegen.
Im Moment gibt es die “kleine” Display-Einheit. Hier finden sich auch einige Zeichnungen dazu.
Für die neuere Revision des BMS gibt es eine abgewandelte Version, die auch die CAN-Anschlüsse an RJ45-Buchsen führt. Für Gehäuse, die für ein JK gedacht sind, dürfte das aber auch nicht wirklich passen. Wenn man in größerer Anzahl in solche Gehäuse einbauen möchte, wäre eigentlich eine Variante, die zu den Öffnungen und Bohrungen paßt sinnvoll.