AHED_BMS: Nutzerfeedback & Musteranfragen (2)

So, hier nun eine erste Rückmeldung von mir. Inbetriebnahme eines großen Akkus aus 16 Zellen MB56 mit dem AHED-BMS. Im Moment läuft es "provisorisch", weil die Kiste des Akkus erst 95% fertig ist, aber ich war halt schon mal neugierig.

  1. BMS kam perfekt verpackt an
  2. Anschluß lief gemäß der Anleitung von Alexander problemlos. Für die Verschraubung der Kabelschuhe liegen Unterlegscheiben mit 18mm Außendurchmesser bei. Auf der Kabelschuhseite kommen die bei mir gefährlich nahe ans Kühlblech, ich habe daher zwischen Schraubenkopf und Kabelschuh kleinere U-Scheiben verwendet. Auf der anderen Seite der Platine, wo die U-Scheibe direkt auf der Platine aufliegt, reicht es vom Freiraum (denn die U-Scheibe sitzt da ja nicht auf Höhe des Kühlblechs, sondern direkt auf der Platine).
  3. Bluetooth-Verbindung zur Diagnose-Konfigurations-Webseite hat auch sofort geklappt. An den Voreinstellungen habe ich noch nichts geändert, sogar die Nennkapazität war schon mit 600Ah voreingestellt. Wird die IST-Kapazität dann später von selbst errechnet, wenn einmal sowohl die Voll-Erkennung als auch die Leer-Erkennung erreicht wurde, oder muß ich die eingeben?

Ich habe den Akku dann zunächst ohne CAN-Verbindung nur über meine beiden MPPT-Lader geladen. Vielleicht 30 Minuten lang, also nicht bis voll. Alles funktioniert und wird mit passenden Werten angezeigt.

  1. Dann CAN-Verbindung zu Victron hergetellt, hat auf Anhieb geklappt. BMS wird in der Cerbo-Liste angezeigt, Messewerte stimmen. Aber: das Laden hat nun gestoppt. CCL steht auf 0 Ampere. Ist das, weil das BMS vor seiner ersten Voll-Erkennung noch SOC-Werte >100 anzeigt und daher das BMS an den Cerbo meldet, der Akku sei schon voll, also Ladung stoppen? Muß ich also bis zur ersten Voll-Erkennung ohne CAN laden? Oder einfach dem Cerbo sagen, dass das BMS zwar Werte überträgt, aber diese (noch) nicht zur Steuerung herangezogen werden sollen?

Ich habe jetzt die CAN-Verbindung erst mal wieder getrennt und lade mit den MPPT-Parametern, bis der Akku das erste Mal voll ist. Das mache ich dann am Samstag oder Sonntag unter Aufsicht, morgen bin ich nicht zuhause und lasse die Anlage aus.

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Danke für den Hinweis, zukünftig sollte ich dann für auf dem Kabelschuh kleinere Scheiben beilegen

Die wird immer beim Unterschreiten einer minimalen Zellspannung von ~ 3000 mV automatisch aktualisiert. Bei der Erstinbetriebnahme ist dabei die implizite Annahme, dass vor dem ersten vollständigen Entladen einmal vollgeladen wird ( inkl. initialem Balancing ).

Das Starten mit 100% SOC und damit beim typischen Lieferzustand der Zellen ein Hochlaufen beim ersten Laden auf bis zu 170 - 180 % SOC ist etwas, das ich möglicherweise zukünftig noch anpassen muss, weil andere Geräte davon irritiert werden könnten.

Ich denke aber eher nicht, dass das selber hier zum Ladeabbruch führt. Ich habe in den letzten Wochen selber 8 Packs an einem Deye ( mit Kommunikation über CAN ) in Betrieb genommen. Da wurde auch bei >> 100 % weitergeladen.

Das ist vermutlich für den Moment die einfachste Lösung. Nach der ersten 100% SOC Kalibrierung hat sich das ja erledigt.

Das ist sehr vernünftig. Eine solche Erstinbetriebnhame würde ich auch selber nie ohne Aufsicht durchführen.