Klingt interessant. Da ich aber schon eine OpenDTU-oB zur Steuerung des Huawei nutze und sowieso nicht so der Hardware-Mensch bin, war die schnelle Lösung per Software über ein richtig bestücktes curl-Kommando auf dem Prompt die passendste Lösung.
Nicht lieber die "floating Voltage"? Diese Defaultspannung kann ja u.U. viele Stunden anliegen, z.B. wenn zu Beginn der Nacht ein kurzer Stromausfall stattfindet oder wenn man tagsüber unterwegs ist. Da wäre mir die Ladeschlussspannung zu heikel.
Aber ein bisschen Saft zu geben, damit der Akku im Zweifelsfall nicht in die Tiefentladung rutschen kann, ist vermutlich gar nicht dumm. (Dann stelle ich für meinen Pylontech mal 49.0V und 1.0A als Default ein.)
Die DTU-ob ist bei mir auch geblieben. Habe den D1mini mit dem Projekt nur kurz an den CAN vom Huawei gehangen um die Werte einmalig zu setzten. Eine Integration in DTU-ob wäre bestimmt nicht verkehrt. Könntest ja auch eine Anfrage auf Github erstellen
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Nicht lieber die "floating Voltage"? Diese Defaultspannung kann ja u.U. viele Stunden anliegen, z.B. wenn zu Beginn der Nacht ein kurzer Stromausfall stattfindet oder wenn man tagsüber unterwegs ist. Da wäre mir die Ladeschlussspannung zu heikel.
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Kannst du natürlich auch machen. Mit Ladeschlussspannung meine ich deine persönliche Grenze und nicht absolute von 3,65V/Zelle.
Persönlich habe ich 3,40V/Zelle eingestellt, denn wenn der Fall eintritt und der Akku recht voll sein sollte, damit das Huawei dann immer das höhere Potenzial besitzt.
Der Strom würde ja dann eh beim erreichen der eingestellten Spannung bis auf 0A singen
Der Curl-Befehl war ja nur möglich, weil das Huawei an der OpenDTU-oB hing und darüber gesteuert werden konnte. Insofern würde es reichen, in der Doku einen Hinweis zu geben, wie man nach Anschließen des Huawei an die OpenDTU-oB per Kommandozeile die Defaultwerte setzen kann.
Hi @linos,
das Setup ist recht ähnlich zu meinem. Bis auf dsas JK-BMS, stattdessen habe ich einen Pylontechakku. Gehe mal davon aus, das das JK-BMS auch über CAN angebunden wird.
Dann wird es auf jeden Fall schwierig. Ich habe es mit einem Olimex ESP32 ISO POE versucht.
Für den HM600 brauchst DU ein NRF24L01+ Funktomodul, dass 1 SPI belegt und damit 6 GPIOs braucht
Für den CAN Controller des Huawei einen weitern SPI und 5 GPIOs
Wenn man für das JK-BMS denselben CAN COntroller verwenden kann, wie für den Pylontech, dann belegt der 2 GPIOs
Relais braucht nur 1 GPIO
Das Ethernet belegt dann zusätzliche GPIOs (je nach Board), iirc dann sind das 4 GPIO. Die sind dann echt zusätzlich. Man nutzt dann ja das WLAN des ESP32 gar nicht, es belegt aber trotzdem Resourcen.
Das Problem ist dann, dass man ja nicht jeden GPIO nach belieben verwenden kann, manche können nur Inbound, manche nur Outbund.
Ich habe bei mir das Olimex ESP32 POE ans Laufen bekommen mit
HM600
Pylontech
Relais
Ethernet
Den Huawei CAN Controller habe ich nicht zum Laufen bekommen, bin aber nicht sicher, woran das genau lag. Ich war der Meinung, dass ich alle GPIOs für das Huawei entsprechend ihrer Spezifikationen verwendet hatte, aber es hat nicht funktioniert. Da war es für mich dann einfacher, doch auf WLAN zu setzen. Dafür habe ich dann einen ESP32 mit einem externen Antennenanschluss genommen (z.B. ein esp32-wroom-32u, wichtig ist das "u"). Damit ist der WLAN Empfang bei mir ausreichend.
Das Setzen der permanenten Limits geht nach meinem Verständnis auch ganz ohne CURL direkt über die GUI von OpenDTU oB:
Einfach in dem Dialog für die Huawei Limits die gewünschten Werte eintragen und dann den Schalter "Set limit, CAN bus not connected" drücken. Das ruft dann genau dieselbe Methode auf und setzt die Limits die gelten sollen, wenn das Netzteil offline ist, d.h. keine CAN Connection hat.
Danke für deine gute und ausführliche Erklärung. Also dann ist ein WT32-ETH01 ist völlig raus
Wenn ich es richtig verstehe, kann es sein das wir mit unserem Setup + LAN 3x SPI bräuchten (LAN/CAN/NRF)?
Ich bin da jetzt nicht so bewandert aber müsste man nicht an einem SPI-Bus mehrere Gerate betreiben können??
Nach meinen Beobachtungen sind diese Einstellungen nur aktuell solange das Huawei seitens AC und oder DC versorgt wird. Nach einem Neustart der PSU, sprich AC & DC waren getrennt, sind die Einstellungen weg.
Das ist zumindest anders, als hier erläutert: https://www.beyondlogic.org/review-huawei-r4850g2-power-supply-53-5vdc-3kw/, siehe "Modes of operation". Da wird explizit beschrieben, dass die offline Werte verwendet werden, wenn das Netzteil eingeschaltet wird. Und das dort beschriebene CAN Frame Format 0x108180FE kennt auch kein Datenfeld, um zwischen "Huawei im Betrieb und CAN offline" und "Huawei reboot und CAN offline" zu trennen. Es gibt nur je 1 Feld für offline Voltage und für offline Current.
Modes of Operation
The power supply can operate in two different modes – we call this on-line and off-line.
Off-line is when there is no CAN communications – i.e. the power supply is operating in standalone mode. Off-line values are non-volatile and also used as the default value when the power supply first powers up.
On-line is when there is valid CAN communications addressed to the power supply. This mode will time-out approximately 60 seconds after the last CAN message and will be indicated on the front panel via a flashing yellow alarm indicator.
On-line values are volatile and set to the default values upon entry into this mode.
Therefore, if you send a command to set the on-line output voltage (0x00), the output voltage should be reflected immediately. If no further messages are sent (to any valid CAN ID), the output voltage will return to the default off-line voltage after approximately 60 seconds. Provided a valid CAN message is sent within the timeout period, the output should remain equivalent to the on-line output voltage parameter.
To date, I’m unaware how to read the above parameters back. If you know more, please leave us a comment below.
@cacu15
Soweit ich das beurteilen kann gebe ich dir vollkommen recht, dann wäre für mich die Schlussfolgerung das bei mir wiederhol beim setzten von CAN_offline etwas nicht geklappt hat.
Kurz zum Hintergrund...
Nach dem ich das Huawei erhalten habe habe ich dieses erstmal stand alone laufen lassen mit und ohne einer elektronischen Last und verschiede Szenarien durchgespielt. Interessiert hat mich unteranderen das Rückstromverhalten, Ac_off, DC_off usw. Erhalten habe ich die PSU mit der offline Einstellung 48V und >25A. Nach der Anbindung an openDTU-oB konnte ich wie gewünscht die online/offline Werte (zB 55V) setzten und testen/via mqtt sehen (offline: CAN getrennt, Spannung hat sich zum offline Wert verändert (ca 1min)). Sobald ich AC und DC getrennt hatte, kehrte die PSU bei AC start (DC noch immer getrennt) wieder auf die 48V zurück. Abhilfe habe ich gefunden, indem iich mir einen D1mini mit dem Projekt Esp-HuaweiR4850-Controller geflasht habe und hier die offline Werte eingeben hatte. Damit hat es dann bei mir funktioniert und die offline Werte haben einen Neustart (ohne CAN) überlebt.
Weshalb wurde ein Updateinterval der PSU von 2.5 s in openDTUonBattery gewählt ? Welche Gründe sprechen gegen ein kleineres Updateinterval von z.B. 1 s?
ich gebe zu, ich habe nicht alle 40 Seiten gelesen, bin aber über die Suchfunktion auch nicht weiter gekommen…
Kann jemand eine Aussage zur Verträglichkeit/Langlebigkeit zwischen Pylontech (US5000) und Hoymiles WR (HM1500) machen?
Es heisst der MMPT des WR könnte den Pylontech durch die ständigen kurzen hohen Ströme beim Suchen schädigen und der Pylontech könnte durch seinen hohen maximalen Strom den MPPT schädigen…???
Das würde jetzt irgendwie mein gesamtes Projekt über den Haufen werfen… oder sollte man an dieser Stelle einfach nicht zu pingelig sein?
Zur Langlebigkeit kann Dir vermutlich niemand eine belastbare Aussage geben, weil das niemand wirklich über mehrere Jahre in Betrieb hat. Aber es gibt auf jeden Fall mehrere, die genau diese Kombination betreiben. Ich selbst habe einen HM600, keinen HM1500. Bei mir läuft das seit ca 1 Jahr ohne Probleme.
Meines Wissen betreibt MalteS genau Deine Kombi und anscheinend funktioniert das auch bei ihm ohne Probleme.
Aber in den Handbüchern der Hoymiles steht explizit, dass man einen Akku NICHT direkt an den WR anschließen kann/soll.
In sofern wird Dir keiner garantieren, dass das auf lange Sicht funktioniert. Aber in der Praxis sieht es ganz gut aus ...
wenn dein HM seine eingestellte max Leistung erreicht hat macht er kein MPPT und läuft konstant da hin. MPPT macht er wenn er seine max Leistung nicht erreicht. An einer Batterie/BMS angeschlossen die deine >1500W Entladeleistung bringen kann wird der MPPT nicht laufen. Anders als an PV-Modulen mit Wölkchen.
Wenn du ein Labornetzteil besitzt kannst du das über die Stromaufnahme an den Moduleingängen sehr schön sehen
Da ich vor dem Aufbau eines Test-Setups stehe wollte ich mich nochmal versichern, was derzeit und ggf. in naher/ferner Zukunft in Kombination möglich ist. Laut Wiki besteht ja die Einschränkung
Currently the SPI bus host is hardcoded to number 2. This may change in future. Please note: Using the Huawei AC charger in combination with the CMT2300A radio board is not supported at the moment.
Ich würde einen LAN-gebundenen ESP bevorzugen (kein PoE erforderlich). Huawei ist auch gesetzt. Ein Speicher/BMS ist geplant. Folglich bleiben als WR derzeit nur die aus der HM-Serie. Hätten HMS/HMT außer der wohl besseren Reichweite weitere Vorteile?
Existiert ein ESP mit zwei getrennten SPI und LAN-Anschluss?
Danke für eure Antworten... das klingt ja erstmal "ganz nett", aber irgendwie reicht mir das noch nicht glaube ich.
Kannst du dieses Verhalten des MPPT nochmal irgendwie belegen?
Das mit dem Labornetzteil klingt interessant und wenn ich es tatsächlich messen und ablesen könnte, dass der MPPT "ruhig" bleibt würde das mein im Moment noch unwohles Gefühl beruhigen, ich habe aber leider kein Labornetzteil.