Zusätzliche Brauchwasser WP

Hallo, ich habe unterm Dach eine GT mit separatem 300l BW incl. Solar. Meine Idee ist es, im Keller eine zusätzliche BWWP an die vorhanden Rohrleitungen anzuschließen um im Sommer die GT komplett abzustellen.

Vorhanden ist, Kalt / Warmwasser und eine Ringleitung.

Frage: Funktioniert das überhaupt unter Beibehaltung der Bestandanlage? Falls ja, wie muss dann die BWWP angeschlossen werden und wie würde eine notwendige Steuerung dann aussehen?

Gruß Volle

Hallo

Wenn du deine Warmwasserzeugung unter dem Dach hast, liegen denn dann im Keller überhaupt eine Leitungen für Warmwasser?

Der Leitung selbst ist es egal in welche Richtung das Wasser fliesst.

Um das vorhandene Ausdehnungsgefäß für die Warmwassererzeugung weiter nutzen zu können, darf die Warmwasserleitung an der Gastherme nicht abgedreht werden.

Wenn im Sommer der Solarstrom reichlich vorhanden ist, ist zu überlegen, ob nicht ein einfacher Elektroboiler neben der Gastherme den gleichen Zweck mit weniger Aufwand erfüllt.

mit freundlichen Grüßen

Thomas

Mit Ringleitung meinst du Zirkulation ? Was meinst du mit "incl. Solar" ? Solarthermie

Stell doch mal eine Zeichnung der Hydraulik hier ein.

@leverkusen3

Hallo Thomas, danke für deine Feedback, ja ich habe alle Leitungen im Keller. Mit dem Solar habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Es ist keine PV sondern eine Solaranlage direkt am 300l BW angeschlossen. Denke ich bräuchte mal einen Hydraulikplan wie man das ganze verwirklichen könnte. Eventuell wäre sogar eine Priorisierung- Steuerung wegen der Hydraulik notwendig.

Jeder Tipp ist willkommen...

Gruß Volle

@rasti

Ja genau, Ringleitung=Zirkulation und Solar=Solarthermie direkt am 300l BW angeschlossen.

Also du hast einen einzigen Solarthermie-Brauchwasserspeicher, in dem ein Wärmetauscher für Solar und ein Wärmetauscher für die Gastherme drin ist ?

Hallo

Beim Ersatz der Heizung des Warmwassers durch ein anderes System muss man die Beheizung des Vorhandenen Speichers durch die Gastherme abstellen.

Dafür ist es nötig, die Programmierung zu Ändern. Sonst ist ein Heizungsbetrieb immer mit der Heizung des Warmwassers verbunden. Ein vollständiges abschalten der Gasheizung sobald aus der PV genug Strom für Warmwasser kommt ist nicht hilfreich.

Ob das überhaupt bei der in deinem Haus verbauten Therme geht, musst du selbst herausfinden. Die Anleitung hast hoffentlich noch.

Am einfachsten bleibt die Umstellung des vorhandenen Warmwasserspeichers auf elektrische Beheizung, durch Nachrüstung eines Elektroheizstabes.

Ab wann der Strom bekommt, kann z.B. mit dem CerboGX über den Relaisausgang gesteuert werden.

mitfreundlichen Grüßen

Thomas

Genau, in Summe 300l

OK. Ich gehe mal davon aus, dass du keine Zirkulationsleitung hast oder diese stillegen willst .....

Google mal nach Ochsner Mini. Das sind Brauchwasserwärmepumpen ohne den Wassertank....d.h. die benötigen noch einen Brauchwasserbehälter aber den hast du ja schon.

Dieses Teil klemmst du an den Kaltwassereingang und den Zirkulationsanschluss deines 300l Behälters und steckst den Stecker in die Steckdose. Fertig.

Nix Steuerung umprogrammieren.

Steuerung geht dann so =>

Fall a: Gasheizung komplett aus

Steuerung im Sommer, wenn Solarthermie ausreichend ist : Stecker der Brauchwasserpumpe raus

Steuerung in der Übergangszeit, wenn Solarthermie nur teilweise ausreicht : Stecker der Brauchwasserpumpe rein

Fall b: Gasheizung eingeschaltet (nur zum Heizen)

Dann nehme ich mal an, dass du dein Warmwasser nicht mehr mit Gas machen willst. Also Stecker der Stecker der Brauchwasserpumpe rein.

Die WW-Soll-Temperatur für die Ochsner.Mini-Wärmepumpe stellst du dann auf z.B. 55°C und die WW-Soll-Temperatur der Gastherme auf z.B. 32°C

Dann macht die Gastherme garantiert nie mehr Warmwasser, weil die Wärmepumpe vorher schon aktiv war.

Es gibt solche Mini-BWWP auch von anderen Herstellern.

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@rasti

Super Idee, wie gesagt möchte ich eine zusätzliche BWWP mit Speicher im Keller aufbauen. Die Zirkulationsleitung sowie Kalt und Warmwasser Anschlüsse wären dort auch vorhanden. Wie könnte man dort den Anschluss realisieren?

Volle

Wozu der zusätzliche Speicher ? Du kannst diese Mini-WP auch im Keller aufstellen....die Leitungen nach oben hast du doch ?

Aber gut, wenn du nun 600 Liter haben willst :

OK also du hast deine bisherige Anlage auf dem Dachboden stehen und von da gehen die Warmwasser und Kaltwasserleitungen in den Keller.

Dann könntest du im Keller halt die Brauchwasser-WW hinstellen, eingangsseitig ans Kaltwasser und ausgangsseitig Warmwasser und Zirkulation mit extra Zirkulationspumpe. Mit ein paar Absperrhähnen könntest du dann manuell zwischen Dach - Solar und Keller-BWWP umschalten. Geht, ist aber blöd, weil entweder der eine oder der andere große Speicher voll Wasser lange Zeit rumstehen, also Legionellengefahr etc.

Wenn du auf die blöde Zirkulationsleitung verzichten kannst und still legst, dann könnest du die BWWP einfach im Keller hinter den 300l-Speicher im Dach anschliessen.

Das KW-Wasser durchfliesst dann den Speicher im Dachboden, wird ggf. mit Solarthermie vorgewärmt und durchfliesst dann die BWWP im Keller.

Der Gastherme gaukelst du vor, dass die WW-Temperatur auf 60° ist z.B. einfach den Fühler durch einen entsprechenden Festwiderstand ersetzen, dann geht die Gas-WW-Bereitung nie an. Wenn deine Solarhermie und Gasheizung eine gemeinsame Steuerung haben, muss da evtl. was umprogrammiert werden. Wenn das nicht geht, dann könntest du deiner Solarthermie eine eigene autarke Regelung verpassen, sowas gibt es für unter 100€ fertig zu kaufen.

@rasti

Super Info's. Als nicht Fachmann mal eine Frage, könnte man die BWWP im Keller nicht einfach an die Zirkulationsleitung anschließen?

Meinst du die Mini ohne Tank oder die "normale" mit Tank ?

Und wie willst du die anschliessen um was zu erreichen ?

@rasti

Mit Tank, dann hätte ich doch beide Speicher in Reihe, könnte dann noch mit Sensoren die Zirkulationspumpe steuern um in beiden Speichern die gleiche Temperatur zu haben, oder wo ist mein Denkfehler?

Wenn du keine Zirkulation hättest und beide Speicher in Reihe dann solle es so gehen wie ich es oben beschrieben habe.

Aber wie du dir das mit der Zirkulation und Temperatur überall gleich gedacht hast versteh ich noch nicht.

Zu deinem Gedanken "überall gleiche Temperatur" : Grundsätzlich bildet sich in jedem Wasserspeicher sich eine Temperaturschichtung aus, also WW oben KW unten. Zwischen KW und WW gibt es eine nur wenige Zentimeter dicke Übergangsschicht. Hier mal zur Verdeutlichung eine Solarthermiebeladung (an einem Tag Ende September).

Da siehst du oben die Temperaturen oben, mitte, unten in meinem 1000l Puffer. Die Temperatur oben und mitte sind quasi immer gleich und unten niedriger und igendwo zwischen Mitte und unten ist eine "harte Grenze", wobei ganz unten der Solarwärmetauscher sitzt der diese Schicht erstmal stört, weil er das Wasser um sich rum aufheizt, dieses wärme Wasser wandert aufgrund geringerer Dichte nach oben, irgendwann ist die Schichtung wieder sauber.

Oben ist das Warmwasser was entnommen wird.

Wenn du nun die Mini-BWWP anschliesst macht man das in der Mitte und unten, damit die Schichtung oben (also WW was entnommen wird) erhalten bleibt, also nicht mit einströmenden Wasser verwirbelt wird. Mit der Zeit wandert wames Wasser dann von selbst nach oben. Sieh dir das Hydraulik der Ochsner Mini an, die wird auch in der Mitte und nicht oben angeschlossen.

Du musst bei deiner Hydraulik also dafür sorgen, dass zum einen nicht die oberste Warmwasserschicht da wo du letztenendes WW entnimmst nicht wieder durcheinanderwirbelst (und abkühlst) UND du musst beachten dass sich diese Schichtung in jedem deiner beiden Speicher ausbildet. Eine Zirkulationsleitung ist da eh schon kontraproduktiv, wie dann noch 2 Speicher damit verschalten willst weiss ich nicht.

Da musst du mal aufzeichnen wie da die Hydraulik ist.

@rasti

Versuche es nächste Woche mal zu zeichnen, für dieses Jahr ist erst mal Schluss :slight_smile:

@rasti

Hallo, anbei habe ich mit meinen Kenntnissen mal gezeichnet was ich meine.

Ja, so ähnlich läuft das bei mir auch, ebenfalls über die Zirkulationsleitung.

Allerdings nicht mit Brauchwasserwärmepumpe, sondern mit Boiler. Der hat 1500W und nur 30l. Damit heize ich PV-Überschuss ab.

Es genügt, die Zirkulationspumpe einzuschalten, nach wenigen Minuten schaltet sich der Boiler ein, da er kälteres Wasser über die Zirkulationsleitung bekommt..

Das nun stetig mit 1500W beheizte Brauchwasser lasse ich über die Zirkulation in den Brauchwasserspeicher meiner Zentralheizung zurückfließen.

Wenn alles etwa die am Boiler eingestellte Temperatur hat, schaltet der wieder aus, bzw. beginnt in großen Intervallen zu takten, je nach Wärmeverlust und Entnahme.

Bin bisher sehr zufrieden damit. Im Sommer kann die Zentralheizung somit ganz ausbleiben. Im Winter konnte ich die HZG-Vorlauftemperatur deutlich senken, da die Brauchwassererwärmung nicht mehr ständig mitgeführt werden muss.

Rasti hat natürlich schon recht, mit der thermischen Schichtung. Und je größer der Pufferspeicher ist, um so wichtiger ist es, das zu beachten.

Bei mir geht das ganz gut ohne Schichtung, da die Speicher nicht besonders groß sind.

Nachtrag und vielleicht ein wesentlicher Unterschied: alle Verbraucher hängen am Boiler. Die 30l @ 60°C reichen für den kurzfristigen WW-Bedarf.

@Opa Volle, bei mir ist alles im EG... wenn du Dachraum und Keller verbindest, und deine Verbraucher am oberen Speicher angeschlossen sind, brauchst du u.U. gar keine Zirkulationpumpe. Das könnte auch per Schwerkraftzirkulation funktionieren. Und du hättest wieder deine thermische Schichtung.

@saugnapf

Leider kann ich keine PV montieren, könnte mir auch noch vorstellen an den Kaltwassereingang am BWWP die Zirkulationsleitung anzuschließen und am Warmwasserausgang des BWWP wieder raus dann wäre das mit der Schichtung auch geringer. Aber dafür bin ich für jeden Hinweis von euch dankbar....

Auch mein Ziel ist es im Sommer die GT abzustellen...

Das T-Stück in deiner Zeichnung, also da wo gelbe und rote Linie zusammenlaufen, befindet sich doch nicht bei dir unter dem Dach, sondern irgendwo im Haus in der Nähe der Warmwasserzapfstelle. Wenn du das so lässt, dann heizt du mit deiner Brauchwasser-Wärmepumpe das Haus, weil ständig heisses Wasser vom Dach über die Zapfstelle(n) in den Keller und wieder ins Dach fliesst.

Zudem machst du die Schichtung im oberen Speicher kaputt, d.h. oben im Speicher da wo WW abgeht, ist nicht mehr die Stelle wo das Wasser am wärmsten ist, weil die die Zirkulationspumpe das heisse Wasser da permanent rauszieht und kälteres von unten nachpumpt.