(Die Brauchwasser-Erwärmung von Gas auf Strom umzustellen verliert in meinen Augen an Sinn, wenn man den Strom nicht selber erzeugen kann. Ob nun Gas oder Strom, in beiden Fällen hängt man doch an der "Leitung" und ist der Willkür unserer jeweiligen politischen "Entscheidungsträger" ausgeliefert. Da würde ich eher über eine unabhängige Wärmequelle, wasserführender Kaminofen oder sowas nachdenken. Ist aber nur meine Ansicht, und soll hier nicht vom Thema wegführen.)
Dann sehe ich das so, wie Rasti oben schon geschrieben hat:
Mit dem T-Stück hast du recht. Aber warum ist das Wasser im oberen BW kälter wenn vom BWWP Ausgang 55 Grad nach oben gepumpt werden und zwar nur dann wenn man über ein Thermoelement feststellt, dass die obere Wassertemperatur abgefallen ist. Auch heute läuft die Zirkulationspumpe ja nicht ständig sondern nur bei Bedarf....,
Die BWWP brauche ich als backup. Gehe davon aus, dass der ober Speicher nach 23Jahren in die Jahre gekommen ist und möchte nicht kurzfristig dann nach einer Lösung suchen. Klar wenn der obere Speicher mal defekt ist brauche ich noch eine alternative Heizmöglichkeit, im Moment habe Klima WP als backup und für die Übergangszeit.
Oben ist es (ohne Zirkulationspumpe) am wärmsten und das warme Wasser wird dann oben entnommen wenn du die ZP anschaltest und es kommt dann kälteres Wasser nach.
Was vielleicht Sinn macht ist sowas (aber das impliziert wieder die Stillegung der alten Zirkulationsleitung vom Dach/Heizraum zum T-Stück der Zapfstelle.)
Ok, sehe das Schichtungsproblem, die Frage wäre wie die Tatsächlichen Auswirkungen sind. Mit welcher delta Temp. kann man denn zwischen der oberen und mittleren Schicht rechnen? Denke die Solarthermie heizt ja bisher auch nur die mittlere Schicht und das hat bisher im Sommer auch ohne GT geklappt.
Kann sein, dass ich was überlesen habe und ich wiederhole hier jetzt etwas.
Auch ich sehe ein Problem in der Schichtung des Warmwassers beim Betrieb eines zweiten Speichers. Vielleicht denke ich zu theoretisch. Außerdem werden die Verluste über die Zirkulation nicht unerheblich sein, das würde ich auch mal bedenken.
Dein 300l Speicher wird doch bivalent sein, also 2 Wärmetauscher haben. Aktuell den unteren für die Solarthermie, den oberen für die GT zur Nachheizung.
Auch mir fehlt hier die Erfahrung, aber kann man nicht eine Mini-BWWP am oberen Wärmetauscher (im Heizwasser) sinnvoll verwenden, der auch eine Legionellen-Funktion haben sollte. Die GT kann ja "parallel" (mit Absperrungen o.ä.) dazu installiert bleiben ggf. für den Winter oder als Back-Up.
Ist das so sinnvoll?
Hallo,
neben der Schichtung sollte auch die Hygiene beachtet werden.
Wenn ein Speicher über Monate nicht richtig durchspült wird dann fängt das Wasser schon einmal mit 'Leben' an.
Und damit meine ich nicht nur Legionellen sondern auch anderes 'Getier' . Soooo sauber ist das Trinkwasser dann
doch nicht (leider).
oder man hat den schichtspeicher so ver-rohrt, das dieser garnicht erst das trinkwasser beinhaltet sondern ein reiner speichertank ist.
d.h. wärmetauscher für wärme aus und in den trank zu bringen, also heizschlangen im speicher und das frischwasser geht nur durch die schlange bzw drangehängten wärmetauscher, nichts an frischwasser kommt direkt aus dem tank, der ist nur speicherflüssigkeit.
schon hat man nurnoch das hygieneproblem im wärmetauscher bzw der heizschlange im speicher nicht den speicherinhalt selbst.
das erleichtert auch das aufwärmen mit heizung, solarthermie oder sonstwas.
welches flüssige medium ist eigentlich für heizungsthermen geeignet und hat eine höhere wärmekapazität als wasser?
zb sonnenblumenöl? wenn dem so ist, könnte man auch das in den tank füllen, wenn der dann mehr wärme speichern kann. -nur so ein laut gedachter gedanke......
Nach Internet ist die Rangfolge Wasserstoff mit ~14 kJ/kgK , gefolgt von Helium mit ~ 5,2 kJ/kgK und dann kommt schon Wasser mit 4,19 kJ/kGK .
Öle sind mit ~ 2kJ/kgK angegeben.
Grundsätzlich kann ein spezieller Pufferspeicher verwendet werden (da sind die Wärmetauscher entsprechend positioniert und ausgelegt). Die sind nicht billig.
Ja, auch ein 'normaler' Speicher kann im Prinzip genutzt werden. Mit großen Nachteilen.
Der Wärmetauscher zum Aufheizen befindet sich in der kalten Zone vom Speicher und die Entnahme ist oben an der wärmsten Stelle im Speicher.
Anders angeschlossen ist der Wirkungsgrad deutlich geringer, just wegen der Schichtung im Speicher. Da dann vielleicht doch besser mit einem externen Plattenwärmetauscher arbeiten. Bis ein solches System wirklich gut funktioniert ist dann viel viel viel Einstellung notwendig.
Der Durchfluss muss in einem bestimmten Verhältnis zur Temperatur und Temperaturdifferenz stehen. Die E-Techniker kennen das als 'Leistungsanpassung' .
Ein anderes Medium als Wasser, z.B. Öl kann ggf. eine Temperatur >100°C 'vertragen' und damit die Energiemenge steigern ( J je K ).
Wenn es dann auf Wasser 'zurückgeführt' werden soll (wir wollen ja warmes Trinkwasser haben ...) wird es spannend wegen der möglichen Dampfschläge.
Gerade im Bereich Wärmepumpe sind einige 'Exoten' verfügbar / in Entwicklung die als 'Phasenwechselspeicher' die Schmelz bzw. Verdampfungsenergie nutzen.
Stichwort 'Eisspeicher' . Das ist dann aber weit weg von DIY.
Zusammenfassend möchte ich sagen, man kann einiges machen, sollte jedoch keine Wunder erwarten. Entscheidend ist die Zeit die man zur Verfügung hat und wie man an das 'Rohmatereal' kommt. Wer gute Beziehungen zu einer Heizungsfirma hat kann da sicher mal den einen oder anderen Wärmetauscher zum basteln für einen kleinen Beitrag in die Kaffeekasse erwerben. Damit lässt sich was tun ...