Zugelassene Kältemittel

Ich beschäftige mich Gedanklich mit der Klimatisierung eines Wohnmobils. Dabei ist mir aufgefallen, dass, so wie ich es verstehe, R290 =Propangas zugelassen ist, R600a =Butangas aber nicht.

Ist das tatsächlich so und wenn ja, warum?

Wenn Du ein Gerät entwickelst und dann verkaufst, kannst Du da vermutlich rein füllen was Du willst, solange Du für die entsprechende Sicherheit sorgst. Ich glaube nicht, daß es da eine gesetzlich festgesetzte Liste an zugelassenen Stoffen gibt. Es gibt aber verbotene Stoffe, wenn sie zu klimaschädlich sind z.B.

Butan wird sogar eingesetzt: R600a Kältemittel | Isobutan für Gewerbekälte

Wenn Du allerdings kein Gerät selbst entwickeln willst, sondern ein fertiges kaufst, dann solltest Du das Kältemittel verwenden, für das das Gerät entwickelt wurde.

Kann auch einen technischen Hintergrund haben, weil R290 die besseren Eigenschaften für Klimageräte hat.

Wie kommst du darauf, dass das eine zugelassen wäre, das andere nicht? Quellen?

Quelle?

Das allgemeine Internet-wirwar.

Und nein, ich möchte das nicht gewerblich auf den Markt bringen, sondern nur für mein Motorhome was gescheites zusammen basteln.

Ist denn R600a zugelassen für Klimaanlagen im Wohnbereich? Oder in KFZ? Jenseits von Kühl und Gefriergeräten?

Überhaupt, wo finde ich zuverlässige Infos darüber was zulässig ist, vielleicht auch noch morgen zulässig sein wird, jenseits des inzwischen immer unerträglicher werden KI-gestammels?

Du möchtest Dir Deine eigene Klimaanlage bauen? Du traust Dir das zu, obwohl Du nichtmal herausfinden kannst, welche Kältemittel zugelassen sind, bzw. ob Kältemittel überhaupt so etwas wie eine Zulassung benötigen? Wenn ich Du wäre, würde ich erstmal die üblichen, nicht-explosiven Kältemittel benutzen, und wenn Deine Anlage läuft, erst dann ggf. auf gefährlichere umsteigen. Und das auch nur, wenn Du keine Nachbarn in der Nähe hast, oder Mitbewohner, die Du mit ins Unglück reissen könntest.

Die Chemikalien-Klimaschutzverordnung, die z.B. R32 Kältemittel verbietet, wurde vom Umweltbundesamt erarbeitet. Ich würde mich an Deiner Stelle also an die wenden, um herauszufinden, ob es so etwas wie Zulassungen bei Kältemitteln gibt, und was das für Butan (R600) für Dich bedeutet. Vielleicht können sie Dir zumindestens sagen, an wen Du dich wenden musst.

Was genau hast du da vor? Mit R290/R600 würde ich nicht basteln. Meine langjährige Bastelerfahrung sagt mir, da geht immer irgendwas schief. Deshalb sollte man nur an Dingen basteln, wo man sich bei einem Fehler nicht gleich umbringt oder andere Menschen gefährdet. Das scheint hier nicht gegeben.

Schade, ich hatte fachlichen Input erhofft...

Isobutan ist aus technischer Sicht keine gute Lösung für diese Anwendung und von daher aus dem Rennen, interessiert hätte es mich trotzdem.

Welche Deiner Fragen wurde denn nicht beantwortet?

Hier nochmal:

Antwort:
1.R600a ist ein bekanntes Kältemittel, was so auch benutzt wird, ist also vermutlich daher auch "zugelassen"
2. nach meinem Verständnis gibt es keine "Zulassungen" für Kältemittel, sondern lediglich Verbote. Das solltest Du als erstes prüfen, bevor Du eine völlig falsche Fährte verfolgst.
3. Ich habe Dir gesagt, an welches Ministerium Du Dich am besten wenden kannst für eine Klarstellung. Du wirst hier im Forum keine Anwälte mit Fachgebiet Kältemittelrecht finden, falls das Deine Hoffnung für "fachlichen Input" war.

Ich kann auch nur spekulieren: Hätte R600a denn Vorteile gegenüber R290, dass Hersteller darauf setzen sollten? Mit R290 inkl der ganzen Sicherheitsfragen hat man vermutlich auch einfach mehr Erfahrung und selbst das ist ja noch recht neu. Für Kühlschränke mit deutlich geringeren Mengen wird R600a ja wohl auch da genutzt.

Hab mal die KI gefragt: R600a ist technisch nicht geeignet, weil die volumetrische Kälteleistung seh viel geringer ist. Man bräuchte dann sehr große Verdichter und große Rohrquerschnitte für hohen Volumenstrom. Das ist alles ungünstig.

Bei Kühlschränken ist es nicht so relevant, weil die Leistung sehr viel geringer.

Sag doch nochmal etwas konkreter, was du da überhaupt basteln willst.

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Er fragt nach einer rechtlichen Einschätzung (Zulassung), nicht nach einer technischen.

Er scheint genug Wissen zu haben, danach eine Klimaanlage oder Wärmepumpe selbst zu bauen:

Meine Frage, ob er sich das tatsächlich zutraut, hat er nicht beantwortet, daher gehe ich davon aus daß er es kann, und eine Antwort nur unter seiner Würde war:

Meine Fragestellung war tatsächlich außschlieslich der rechtlichen Natur gewidmet. Wenn das keiner weiß ist ist das doch völlig OK. Die Regeln ändern sich ja auch ständig da der Gesetzgeber so langsam auf den Trichter kommt, dass es Alternativen zu den F-Gasen gibt.

Was es werden soll: Eine Splittklimaanlage, wobei ich keinen Platz für eine Klassische Außeneinheit habe. Wie sich die Außeneinheit einbauen lässt, bin ich noch am eruieren. Inneneinheit soll eine fertig gekaufte werden. Außeneinheit aus Komponenten oder evtl. auch eine serienmäßige zerlegt und passend wieder zusammengesetzt. Eine komplette Klimaanlage planen und konstruieren kann und will ich nicht.

Die Frage nach dem Kältemittel stellt sich ja zwangsläufig, da die meisten Kältemittel über kurz oder lang ihre Zulassung verlieren oder Eingeschränkt werden. R744 scheint extrem exotisch zu sein, bleibt eigentlich nur Propan oder Isobutan.

Der hautsächliche technische Nachteil am R600a ist, dass der Siedepunkt bei -11°C liegt, d.h.: bei unter -11° ist die Anlage im Unterdruck und damit die Gefahr von Luft und Feuchtigkeitseintritt groß. Beim Kühlschrank tritt diese Situation eher nicht auf.

Scheint nicht viele Foren zu geben, die sich mit Kältetechnik beschäftigen oder ich finde sie nur nicht :wink: Vielleicht kann Dir hier jemand weiterhelfen? Klimaanlagen Forum - Wärmepumpen Forum – Erfahrungen, Planung und Austausch
Hier hab ich was gefunden, wo jemand eine alte Anlage erwogen hat auf R600a+R290 umzustellen:
Betrieb der Klimaanlage mit einer Mischung aus R600a u. R290 -

Da es in so ein Forum wie hier ja immer um Austausch geht, wäre es interessant, warum Du nicht bei einer reinen R290 Anlage bleiben willst, wo R600a für den Zweck wohl technische Nachteile hat und R744 mit den hohen Drücken schwierig ist (aber wohl dennoch im KfZ Bereich bereits genutzt wird).

Wenn du bei gebräuchlichen Split-Klimas bleiben willst, kannst du schon technisch R600a ausschließen. Wie ich oben schon schrieb, passen da weder Verdichter noch die Leitungsdurchmesser. Da kannst du nur bei den derzeit gebräuchlichen Kältemitteln bleiben und das ist dann R290 oder R32. Die meisten Anlagen laufen auf R32, aber es gibt Leute, die schon erfolgreich R290 in eine R32 Anlage gefüllt haben.

Es wird vermutlich darauf hinauslaufen, momentan bin ich für ales offen und versuche herauszufinden was technisch und rechtlich geht.

Und mischen will ivh da nichts, bei der 60/40 Mischung geht es meiner Erinnerung nach um die Umrüstung von R12 Anlagen.

Es geht um eine neue Anlage, da würde ich jetzt nicht Experimentieren, sondern das kaufen was beieinander passt. Bei bestehender Anlage ist das ja ein anderer Ansatzpunkt

Korrekt, habe es nur verlinkt, weil dort halt auch R600a ins Spiel kam.

Ich schätze mal, dir geht es darum, das Außengerät "versteckt" unter dem Camper installieren zu können. Ich schätze dich jetzt mal auch so weit ein, dass du Kupferrohre löten kannst, wenn du über so eine Bastellösung nachdenkst.

Falls ich recht habe, ist vlt. so eine Lösung interessant für dich: https://youtu.be/AXgHIrFqm9o?is=r8tidI2lyT1IkhjC

Da hat jemand eine Fensterklimaanlage zu einer Splitanlage gemacht. Fenstereinheiten sind in Deutschland schlecht verfügbar, allerdings ist bei unseren günstigen Monoblock Klimaanlagen mit Ablaufschlauch R290 mittlerweile ziemlich weit verbreitet. So eine Einheit könnte man für so einen Umbau auch zerlegen, auftrennen und neu mit R290 befüllen. Zumindest ist das Ablassen des KMs hier nicht so kritisch, weil das Gerät von Haus aus mit R290 läuft.

Wie es rechtlich dazu aussieht, kann ich nicht sagen, allerdings schätze ich auch, dass es beim Camper generell normal ist, Propan dabei zu haben. Da ist das zusätzliche Risiko m.M.n. eher Nebensache.

Eine andere Idee, wenn man die Vorteile einer modernen Minisplit haben möchte, wäre es ein normales R290 AG auf gleiche Weise zu zerlegen. Man trennt den Kompressor vom Wärmetauscher und montiert das AG unter dem Camper horizontal (Lüfter pustet nach unten). Den Kompressor wird man sich wohl in den Camper reinholen müssen, dort aufrecht montieren und mit neuen Rohren mit dem Wärmetauscher im horizontalen AG verbinden können. Dann verbinden man den Kompressor ganz normal mit dem IG.

Propan und R32 sind gar nicht so sehr verschieden, wenn es um die thermodynamischen Eigenschaften als Kältemittel geht. R32 ist schwach brennbar, aber so dass, es sogar von selbst verlöschen kann. Bei Propan reichen 10g pro Kubikmeter Luft für einen ordentlichen Wumms, bei dem dir die Bude um die Ohren fliegt. Das ist schon eine ganz andere Nummer. Es ist schon ein Unterschied wie zwischen Benzin und Diesel, auch wenn da beide brennbar sind.

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Die Gasanlage wird allerdings wohl auch vom TÜV geprüft (soweit ich es von ner Laufkollegin mit Wohnmobil weiß).

Man kann sich über Sinn und Unsinn von 1kg Kältemittel, das für 10 Jahre in einem geschlossenen Kreislauf verbleibt, keine normalen Gedanken machen. Für mich sind Verbote da absolut hirnissig. Über Hermetisierung kann man reden. Ich kann auch alles löten. Schon die Bördels sind mir ein Dorn im Auge wegen den Leckagen im ppm-Bereich, auch bei bestens ausgeführten Bördeln.

Falls R32 nicht mehr geht, dann baue ich auch wieder Anlagen mit Ammoniak. Thermodynamisch ist das erste Klasse aber zumindest Gasmaske oder besser Vollschutz durch Druckluft ist angebracht. Schwefeldioxid ist leider raus. War früher ein sehr gängiges Kältemittel. Giftig, höchst korrosiv und auch der Umwelt nicht zuträglich. Das waren die Kühlschränke so um 1920-1930 herum, bis dann irgend wann die FCKWs kamen.

Wir sind einfach nur dumm, dass wir uns das gefallen lassen.