Zu welchem Preis gehen aktuell PV-Module um 400 Wp her?

Es ist absolut vorbildlich von Dir, dass Du das machst!

Nachdem meine 36 Module ein "Hamsterkauf" waren und erst im Laufe des Jahres Stück für Stück aufs Dach kommen, so dass sie aktuell sonst ungenutzt herumstehen würden, verleihe ich die gerade großzügig in meiner Nachbarschaft. Habe mir auch einen 400W Mikrowechselrichter angeschafft, den ich mit dazugeben kann. So bekommt der eine oder andere gerade ein Balkonkraftwerk zum Ausprobieren für ein paar Tage gratis von mir. Ich hoffe, dass ein paar auf den Geschmack kommen und sich dauerhaft eins anschaffen.

1 „Gefällt mir“

Ich hatte zwischen Dezember und Ende Februar einige billige Module mit etwas Abstandshalter auf dem Rasen liegen, um etwas mehr Winter Ertrag zu bekommen. Danach war der Rasen dadrunter leicht gelblich. Inzwischen hat der sich wieder erholt und ist wieder tief grün.

Die Paletten sind übles Sperrholz. Wenn sie nass werden lösen sie sich in Furnierspäne auf. Ansonsten möchte ich ja keine Werbung machen, aber beiligend zur Info was mich erreicht hat. Das Ende der Fahnenstange scheint noch nicht erreicht zu sein.

Ich glaube diese Werbung hat mich gefangen. Ich wollte mir sowieso eine Palette einfache Module holen da ich noch viel Platz habe und besonders für den Winter die Autarkie erhöhen möchte.

Also Danke!

Auch bei Einzelabnahme gibts bei tepto gerade ein Trina Modul für 59 Euro:

https://www.tepto.de/Trina-Vertex-S-DE09R.05-415Wp-Monofazial-Fullblack-PV1175.1

Optimal für Balkonkraftwerke.

Leider die alten Module. Die Topcon Module findet man auf Kleinanzeigen günstiger, als bei Tepco.

Die Werbung gilt nur für B2B, also für normale Abnehmer nicht verfügbar? Dann auch keine 19% afaik.

Wer ist denn B2B Partner?

B2B heisst leider, daß man auf jeden Fall eine Rechnung mit zusätzlich ausgewiesenen 19% Mwst bekommt und bezahlen muß. Auf diese Weise spart sich Tepto, die Bestätigung zu kontrollieren daß sie in einer Anlage auf Wohngebäuden <30kWp eingesetzt werden. Das ist aber sowieso eine fragwürdige gesetzliche Regelung mit sehr viel Bürokratie und wenig Nutzen. Man muß einfach eine Umsatzsteuererklärung abgeben und bekommt den Betrag dann wieder. Dazu muß man noch nicht mal ein Gewerbe angemeldet haben. Es reicht zum Beispiel auch eine umsatzsteuerpflichtige Vermietung von einem Gewerberaum o. Ä. Der Vorgang ist so einfach, daß es bereits Inder gegeben hat, welche mit einem nicht stattgefundenen Handel von CO2 Zertifikaten Millionen dem Finanzamt aus den Rippen geleiert haben. Sie waren längst verschwunden wie sie im Folgejahr hätten geprüft werden sollen. Im Zweifelsfall frägt man einen beliebigen Bekannten welcher sowieso eine Umsatzsteuererklärung macht das Geschäft mit der Steuer abzuwickeln.

Hier mal wieder ein Update weil das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist. Diverse Insolvenzauktionen drücken derzeit die Straßenpreise auf 30 Euro runter

Statt dem Link auf eine nichtssagende Auktion (die noch 3 Wochen läuft), wären Links auf die "Straßenpreise" sinnvoller.

Hallo Leute,

ich krame diesen Thread nach knapp einem Jahr mal wieder hervor. Unmittelbar nach dem Kauf meiner 36er Palette 415W-Module von JAsolar hatte ich Überlegungen angestellt, mir nochmal eine zu holen...

...das dann aber wegen Lagerplatzknappheit und genereller Umwägbarkeiten doch erst mal aufgeschoben. Die damals angesetzten 2 Jahre sind noch nicht vorüber, sondern nur knapp 1 Jahr, aber aktuell kann man ein ganz eindeutiges Fazit ziehen: Die Module sind NOCH BILLIGER geworden.
Bei diesem Angebot konnte ich nicht widerstehen:

Eine komplette 36er Palette 415W Module, diesmal von Hyundai (von denen ich bis vor 1 Woche gar nicht wusste, dass die auch PV-Module herstellen) für einen glatten Tausender bei 0% MwSt. Hammermäßig, der Preis hat sich seit meinem oben beschriebenen Kauf bei Tepto nochmal glatt halbiert.

Die Module sind inzwischen bei mir, jetzt muss ich mir mal anschauen, was ich da eigentlich gekauft habe :slight_smile: Datenblatt anbei.

Hyundai_Module_datasheet_415W.pdf (1,1 MB)

Es sind Glas-Folien PERC-Module (wie meine 2024 bei Tepto gekauften JAsolar 108-Zeller auch), aber mit den recht ungewöhnlichen Dimensionen 1,10 m x 1,81 m (Standard sind 1,13x1,72 oder 1,13x1,76). Außerdem sind es laut Datenblatt 305-Zeller. Der Leerlaufspannung (41,5V) nach zu urteilen muss das eine 61S 5P Topologie sein. Die sehen auch nicht aus wie übliche Half-Cut Module. Man sieht nur 5 Reihen aus Zellen, die in sich homogen aussehen, ohne erkennbare Drähte. Die Anschlussboxen auf der Rückseite sind mittig an den kurzen Kanten. Nicht mittig an den langen Kanten, wie sonst üblich. Insgesamt etwas exotisch, was Hyundai da anno 2022 gebaut hat (so alt sind die nämlich, wurden scheinbar Ende 2022 von BayWa r.e. importiert, einem Etikett auf der Palette nach zu urteilen). Aber damit kann ich leben - der Preis war heiß!

1 „Gefällt mir“

Unter 30 Eur für ein 415 Wp Modul ist schon sagenhaft günstig, aber an ältere Ware kommt man hin und wieder auch mal günstig. Bei den Preisen und der ja immer begrenzten Dachfläche würde ich eher auf schwachlichtoptimierte Module achten, also höchste Effizienz bei bedecktem Himmel, denn das ist ja wohl das vorherrschende Wetter in unseren Breiten. Bei strahlendem Sonnenschein gibt es ohnehin genug PV-Leistung, aber die Kunst ist es ja auch an lichtschwächeren Tagen das Maximum herauszuholen. Unter 450 Wp würde ich nicht mehr gehen, bei entsprechendem Platz sogar die großen Module über 2qm mit 600+ Wp nehmen, werden aber nicht so oft günstig angeboten. Bei uns würden die sehr gut vor die Gauben passen.

Welchen Unterschied machen schwachlichtoptimierte Module im Vergleich zu "normalen"?

Gute Frage, so genau kenne ich mich da leider auch nicht aus. Habe aber mal gelesen, dass es aktuell noch optimiertere Schwachlichtmodule gibt, die bei diffusem Licht noch ein Quentchen mehr Leistung herausholen. Größenordnung dürfte bei wenigen Prozent liegen, ca. 4...6% mehr bestenfalls. Diese Hyundai sind ja auch schon optimierte PERC-Zellen, aber ich meine, da gab es noch eine bessere Technologie :roll_eyes:

Welche optimierten Module meinst Du?

Ich kann gut meine JA-Solar 330 Wp (Glas-Folie & P-Typ PERC ), JA-Solar 370 Wp (Glas-Folie & P-Typ PERC ) und meine im Dezember installierten Bauer-Solar 445 Wp (Glas-Glas & N-Typ & bifacial) vergleichen. Klar sind die 445 Wp-Module besser, aber im Schwachlichtverhalten sind die prozentual bzgl. der Leistung fast identisch. Ist jetzt nicht so, dass die n-Type bifacial bei schwachem Licht wirklich davon laufen.

Logge die erzeugte Leistung in Homeassistant und vergleiche gerne die prozentuale Leistung gemäß der der Wp-Angabe des Herstellers.

Wäre interessiert wenn es da gute Tests gibt, bei denen Module auch bei wenig Licht viel mehr bringen. Glaube aber nicht wirklich daran.

Klar, generell ist es am besten Module zu nehmen, die pro Fläche mehr Wp bringen. Aber ob die wirklich vom Schwachlichtverhalten so sind, dass man es merkt?

Glaube, dass bei den Herstellern auch viele schöne Werbeaussagen gemacht werden.

Glau ich auch.

Hier wurde angeblich ein Test gemacht und da kommen wirklich unterschiedliche Ergebnisse raus:
https://gruenes.haus/schwachlichtverhalten-pv-module/

Wobei die das hätten ruhig mal berechnen können, um überhaupt vergleichbare Werte zu haben. Man kann da z.B. den Wert bei 800W durch den Wert bei 200W teilen. Würde die Effizienz gleich bleiben, würde da 4,0 rauskommen. Aber die Module unterscheiden sich da stärker:

  • Astroenenergy - 4,18
  • Canadian Solar - 4,44
  • Hyundai - 4,05

Danach hätte das Canadian Solar die beste Schwachlicht-Performance. Da nähert man sich den 10% besser, als Hyundai.

Aber ob diese Messwerte wirklich stimmen? Ich bezweifle es.

1 „Gefällt mir“

Inzwischen habe ich etwas recherchiert, welchen Modultyp ich da eigentlich gekauft habe. Es sind sogenannte Shingled-Module. Da ist es ganz normal, dass man keine Drähte/Busbars sieht. Die Zellen sind da in schmale Streifen geschnitten und dann schindelartig mit leichtem Überlapp übereinandergeklebt. Daher die große Zahl von 305 Einzelzellen. Hier gibt's eine genauere Erklärung:

Was aus der Shingled-Technik inzwischen wurde, ist mir nicht ganz klar. Offenbar ist die an die PERC-Zelltechnologie gebunden, die ja inzwischen schon wieder als Auslaufmodell gilt. Ob so etwas auch mit bifazialen TopCon-Zellen geht, erscheint mir fraglich. Könnte also evtl. eine "Eintagsfliege" gewesen sein.

Ich glaube es waren die N-typ Zellen, die beim Schwachlicht am besten abgeschnitten haben, weiß es aber nicht mehr genau. Ich denke auch, dass da viel Marketing-Geschummel dabei ist und dass die wenigen Prozente im Bereich der Meßfehler oder Statistiktricks liegen. Je nach Untergrund/Hintergrund können natürlich die bifazialen Module auch noch einen Mehrertrag bringen, aber das kommt sehr auf die Situation an. Als wir vor 10 Jahren unsere erste PV-Anlage als Kapitalanlage kauften, waren die größten Module bei 250 Wp bei etwas kleineren Abmessungen (knapp 1m auf 1,66) und knapp 15% Effizienz. Und die Module waren noch sauteuer. Heute ist die Leistung nahezu doppelt so hoch bei einem 10-tel des Preises.

Ja, PERC scheint schon wieder Auslaufmodell zu sein. Aber wohl nicht, weil die schlecht sind, ganz im Gegenteil. Es geht wohl eher darum, dass noch effizientere Technologien wie TopCon sich durchgesetzt haben, weil die wohl auch noch billiger hergestellt werden können.

Ich denke, das sind sehr gute Module, die du da gekauft hast. Haben halt nur ein klein wenig weniger Leistung pro m², als aktuelle Module.

Hier ein Artikel:
https://gruenes.haus/perc-module/

1 „Gefällt mir“

Ganz genau, PERC erreicht nicht ganz die Effizienz (also elektrische Leistung pro Fläche der Zelle), die man z.B. mit TopCon inzwischen erzielt, und ist deswegen schon wieder "out".
Ich für meinen Teil habe aber ganz gezielt PERC-Module gekauft, weil man da gewisse Erfahrung in Sachen Degradation hat. Bei der TopCon-Technologie scheint es so zu sein, dass zumindest ganz zu Beginn auch ein paar Zellen/Module auf den Markt kamen, die schon in den ersten Jahren recht stark abnehmende Leistung zeigten. So wurde mir das letztes Jahr auf dem Messestand von Meyer Burger berichtet, und es gibt auch wissenschaftliche Literatur, die diese Aussage stützt:

Deswegen bin ich da vorsichtig-konservativ an die Sache herangegeangen und habe PERC-Module genommen.
Ob das mit des Hyundai PERC-Shingled Modulen in Puncto Degradation/Lebensdauer so schlau war, wird aber auch erst die Zukunft zeigen. Bei dem Shingled-Verfahren wurden die Zell-Schindeln nicht mit Busbars verlötet, sondern mit elektrisch leitfähigem Klebstoff (ECA, electrcially conductive adhesive) verklebt. Welche Alterungseigenschaften dieser Kleber über 20 Jahre hat, wird man abwarten müssen. Beziehungsweise - werde ICH abwarten müssen. Vermutlich bin ich gut beraten, alljährlich mal mit einer IR-Kamera nach dem Rechten zu schauen.

1 „Gefällt mir“