vielleicht ist das ausreichend politisch korrekt
Sieht bei meinem Balkonkraftwerk wegen der langen Leitung und nur 1,5 mm² ganz anders aus.
Mal schauen, was pkerchner direkt am Hauptverteiler Mittagszeit misst, wenn sein Balkonkraftwerk wegen zu hoher Spannung vorher ausgestiegen ist. Ich gehe davon aus, dass das weniger als 247 Volt sind.
Bei 800W vom BKW hast du deutlich höhere Spannungsabfälle an der Leitung? Dann wäre die aber grundsätzlich gar nicht zulässig. Da bist du ja vermutlich noch weit weg von der Nennlast/Absicherung der Leitung.
Um einzelne Geräte zu schützen gab es mal sowas: Spannungsregler – Wikipedia –> Magnetische Spannungskonstanthalter ( Datei:Konstanze.jpg – Wikipedia ).
Vielleicht gibt es ja vergleichbare Geräte noch oder kann noch ein altes, funktionierendes auftreiben.
Wieso? Der zulässige Spannungsabfall gemäß VDE 0100-520 ist 4 % der Nennspannung. Das entspricht bei 230 V einem Verlust von bis maximal 9,2 V. Da wäre ich bei 8 Volt auf der Leitung noch im Rahmen.
… bei Nennstrom also Absicherung
Ich bin auch dafür, erst mal die eigene Anlage zu prüfen: Bei halbwegs konstanter Leistung (Verbrauch + Erzeugung) Spannung am HAK und direkt am WR messen. Ruhig auch mal etwas länger um festzustellen, wie schnell/wie viel sich die Spannung durch z.B. einen benachbarten Industriebetrieb) ändert. Für den Spannungsabfall gibt es Online-Rechner, allerdings braucht man die Leitungslänge (bei 3,5A für die 800W, 1,5mm² und 20m (einfach) spuckt er übrigens 1,67V (=0,72%) aus. Wenn die gemessene Spannungsdifferenz deutlich von der erwarteten abweicht, würde ich mal den Leitungsweg (Klemmen, Schalter, Steckdosen, Sicherung) prüfen.
Wie schon geschrieben wurde, bei Nennstrom/Absicherung, nicht bei 800W. Typisch sind die ja mit 10-16 A irgendwo abgesichert.
Habe noch mal nachgesehen. Bei dem Beispiel mit 8 Volt Differenz flossen 10 Ampere. Wie lang die Verkabelung bei der Messung war, keine Ahnung. Vermute mal zwischen 30 und 40 Meter.
Wie viel Ampere beim Threadersteller geflossen sind, wissen wir nicht. Und auch nicht die Leitungslänge. Auch nicht wie hoch die Spannung am Hauptverteiler, also nicht am Wechselrichter, waren.
Insofern wissen wir nicht, ob es Sinn macht sich beim Netzbetreiber zu beschweren.
2V Spannungsverlust am HAK, wenn ich einen 10A-Verbraucher zuschalte? 0,2Ohm kommen woher? Die Strecke vom Trafo zum HAK? Ich hab 50A im HAK, glaub ich. Das wären bei Volllast 10V Verlust.
Oder seh ich den Wald vor lauter Bäumen nicht?
Genau, das wäre zumindest im typischen Bereich. Such mal mit Google nach Netzimpedanz.
Dann bist du aber erst bei 240V und nicht bei 250V.
Ich würde mal gezielt Spannung bei voller Einspeiseleistung messen, den WR abschalten Ruhespannung messen und dann auch mal mit Großverbrauchern die Spannung messen.
Wenn du bei Last/Einspeisung schnell größere Abweichungen der Spannung hast, dann kann das durchaus ein Kontaktproblem sein. Gibts öfters als man denkt und liegt teils nichtmal im Haus sondern an der Muffe in der Straße.
Hab mal bei uns gemessen direkt hinter dem Zähler: 0,13 Ohm Netzimpedanz. Gemessen mit 3500 W Last, da bricht die Spannung etwa 2V (230V/228V) zusammen. Zwischen Zähler und HAK ist mit etwa 0,3V zu rechnen, der Rest der Innenwiderstand vom Trafo bis zum Haus, also ungefähr 0,11 Ohm.
Danke. Daher meine Frage an Paddy, mit wie viel 100kWp er denn einspeist, um 10V Spannungserhöhung ganz alleine im Netz zu verursachen.
Oliver
Habe doch nirgendwo gesagt, dass ich das Delta 10V ganz alleine verursache? ![]()
Im Gegenteil: die Nachbarn rechts und links speisen ja auch ein - und noch mehr in der Straße. Alles oben beschrieben. Und wenn 3500W Last schon 2V ausmachen und ich mit 10-11 kW einspeise, dann wären das alleine schon 6V. Also für mich durchaus plausibel.
Und auch ohne PV (nachts) liegt bei uns die Netzspannung so um 235 - 240V, da bist Du dann schnell auf 245 und mehr am Tag. 250V habe ich aber noch nie gemessen.
Du weißt aber schon, dass du die 10-11kW auf drei Phasen einspeist? Es bleibt bei 2V pro Phase.
Natürlich kann und wird die Netzspannung im Ortsnetz bei viel PV-Strom aus vielen Anlagen deutlich steigen. Da du alleine mit deiner Anlage da 10V beiträgst, wie du ursprünglich schriebst, ist aber eher unwahrscheinlich.
Oliver
Bei mir steigt die Netzspannung (direkt nach dem Zähler mit einem EM24 gemessen) auch regelmäßig über 240V, obwohl meines Wissens kaum größen PV Anlagen in der Nähe sind (habe auch keine). Lt. Leitungsauskunft habe ich zum Trafo ca. 200m mit 110mm²(?).
Die meisten Spitzen sind tagsüber:
Aber auch nachts gibt es Anstiege, vermutlich wenn der Verbrauch zurückgeht oder Kraftwerke hochgefahren werden:
Für eine Spitze reicht es ja auch, wenn in der Nähe ein großer Verbrauche abgeschaltet wird.
Ich würde mal möglichst zählernah messen, um differenzieren zu können, was von außen kommt und was am Hausnetz liegt.
Ziemlich eindeutig doch.
Oliver
Was willst du eigentlich? ![]()
Geht es dir um Rechthaberei oder um Fakten?
Die Fakten habe ich gemessen - so ist das nun mal. Und nicht mit einem 5-Eur Billiginstrument sondern mit einem guten Fluke-DMM. Und ich habe nirgendwo gesagt, dass ich alleine für diese Spannungserhöhung verantwortlich bin - ziemlich eindeutig, oder? ![]()
Aber ich geb’s gerne auf - wenn du dann zufrieden bist…


