Zu viel Strom im Netz. Spannung über 250V. Wechselrichter steigen aus. Was tun?

Marstek Jupiter meldet 0425. Mit dem Multimeter kann ich erst morgen schauen.

Aber es ist gut möglich, dass da über 250v sind.

Was tun? Außer beim Netzbetreiber beschweren?

Kannst du machen. Wenn bei euch weder superblauer Himmel ist, noch eine steife Brise weht, dann kann der vielleicht was dran ändern. Wenn’s natürlich wunderbarstes Kaiserwetter hat, dann ist das halt, wie es ist.

Oliver

Wer gemein ist : Spartrafo zwischenschalten.

… und vorher alle empfindlichen Geräte ausstecken?

Man kann nur eines haben.

Ich meine, die Obergrenze sind 253 V, bin nicht ganz sicher.

Seit wir eine PV auf dem Dach haben, ist bei uns die Spannung bei Sonne auch meßbar höher, so um die 242…245V. Vorher war sie eher bei 234…236 relativ konstant. Der WR muß ja den Strom ins Netz drücken und dadurch die Spannung anheben, sonst funktioniert das nicht mit dem ohmschen Gesetz :wink: Ich vermute also, das ist vor allem der eigene WR, der hier deutlich zur Spannungserhöhung beiträgt. Wenn die Nachbarn in unmittelbarer Nähe auch PV auf dem Dach haben, dann kann sich das auch noch zuspitzen. Solange die Spannung unter 250V bleibt, macht eine Beschwerde da auch wenig Sinn. Die allermeisten Geräte haben damit auch kein Problem, nur klassische Glühbirnen werden evtl. früher durchbrennen und viele Trafos (die älteren sind noch auf 220V abgestimmt), laufen in einem nicht ganz effizienten Bereich und ziehen mehr Leerlaufstrom. Also Standby-Geräte ganz ausschalten (Stecker ziehen) oder tatsächlich für eine Sammelsteckdose mit Stelltrafo arbeiten (Variac). Damit lässt sich die Spannung von nahe Null bis 240V fast stufenlos regeln. Wir haben tatsächlich so ein Ding im Einsatz - ist für viele Zwecke gut. Neu relativ teuer, kann man aber hin und wieder günstig bei ebay & Co. schießen. Oder bei den Chinesen für 2…300 Eur kaufen (10A).

Wieviel hundert kWp hat denn deine Anlage?

Oliver

Dazu braucht es keine 100e KWp! Wenn Du nur 10A reindrücken willst und kennst deine Netzimpedanz, kannst du dir die ‘Überspannung’ ausrechnen, die du brauchst :wink:

Unsere Anlage hat immerhin 14,4 kWp.

Dann sieh bitte mal nach, ob dein Hauserder noch gut ist, oder ob die Erdung erneuert werden muss.

Der sieht gut aus! Aber was hat das damit zu tun? Ihr kennt schon das ohmsche Gesetz und könnt es auch anwenden?

Also bei uns ist da auch ein klares Muster erkennbar, zu den Erzeugungsspitzen steigt die Spannung

1 „Gefällt mir“

Das muss nicht der Netzbetreiber Schuld sein. Kann auch Deine Verkabelung sein.

Erst einmal prüfen wie viel Volt es denn am Hauptverteiler ist.

Wenn die Anbindung des Marstek Jupiter an den Hauptverteiler nur mit 1,5 mm² erfolgt und das viele Meter sind, muss der Martstek Jupiter die Spannung entsprechen steigern, um etwas einspeisen zu können. Dann dickeres Stromkabel verwenden oder an anderer Stelle näher am Hauptverteiler platzieren.

Beispiel je nach Leistung ist die Spannungsdifferenz zwischen Hauptverteiler und Balkonkraftwerk 8 Volt, wenn der Mikrowechselrichter einspeist. Dazu kommen noch 2 Volt zusätzlich am Hauptverteiler, um ins Netz einspeisen zu können. Der Mikrowechselrichter muss daher eine 10 Volt höhere Spannung aufwenden, um den Strom loszuwerden. Kommt auf die Leistungslänge, dem Kabelquerschnitt und der Leistung an. Mag bei Dir noch mehr sein.

Wenn das nächste Mal Dein Marstek Jupiter ein Problem hat, diesen vom Netz ausstecken und auf der Phase am Hauptverteiler messen wie viel Volt dort sind. Mag sein, dass die Spannung in Deinem Wohngebiet bei 240 Volt oder darüber ist, wenn viel eingespeist wird.

3 „Gefällt mir“

10V Spannungserhöhung bei 10A, da stimmt aber was mit der Netzimpedanz nicht. So "weich" sollte das Netz nicht sein. Die Spannung bricht ja bei 10A Last auch nicht um 10V ein.

1 „Gefällt mir“

Hier sieht das für die letzten 7 Tage so aus:

Blau ist die Spannung in Volt (linke Skala), gelb der Strom auf L1. Hier ist aber auch der Trafo direkt vor dem Haus und nur drei Anwesen mit Photovoltaik angeschlossen, alle so im Bereich 10 bis 20 kW. Wenn da eine ganze Siedlung dran wäre und viele mit Photovoltaik, dann paßt der zur Auslegung des Netzes verwendete Gleichzeitigkeitsfaktor nicht mehr und die Spannung haut ab.

1 „Gefällt mir“

Die Spannung bricht nicht ein. Das Netz ist nicht weich. Mit der Netzimpedanz hat es m.E. auch nichts zu tun. Es gibt einen Spannungsabfall durch eine lange Leitung bei geringem Querschnitt und die entsprechende Leistung. Ganz normal.

8 Volt Spannungsdifferenz ist gar nicht mal so viel, wenn man eine lange Leitung mit nur 1,5 mm² hat. Und dann noch 2 Volt, um den Strom vom Hauptverteiler ins Netz zu bringen. Da kommt es darauf an wie weit der Hauptverteiler von der nächsten Trafostation entfernt ist. Da der qUE

Die 8+2 Volt sind das Beispiel, das ich bei meinem Balkonkraftwerk habe. Aber der Thread-Ersteller pkerchner sollte mal messen wie die Spannung beim Hauptverteiler ist, wenn sein Marstek Jupiter abschaltet und dieser dann außer Betrieb ist.

Ob es dann 6 oder 12 Volt sind, werden wir sehen.

Da müsste man jetzt genauer definieren, welchen Punkt im Netz man meint: Ich meine die Spannung am HAK. Die bricht natürlich ein, wenn man mit 10A belastet, aber die Impedanz sollte so gering sein, dass da nur mit ganz wenig Spannungsabfall zu rechnen ist, keinesfalls 10V. Eher so 2-3 V.

Im Zweifelsfall einfach mal selbst nachmessen. 10A Last und direkt nach dem Zähler - wo man ja frühestens messen kann, den Spannungsfall messen. Dann weiß man besser, wie man Überspannungsfehler einsortieren muss.

Nicht selten ist es das Netz im Haus, was problematisch hohe Widerstände hat. Oder man kann die über Optimierung runter bringen.

2 „Gefällt mir“

Stimme zu.

ziemlich egal. 3% sind zulässig bei Nennlast, selbst bei 10A Absicherung sind das <2V für einen 800W WR. Bis in die Straße max. 3V. Der ganze Rest kommt von den Nachbarn bzw. aus der Mittelspannung.

Ich spreche eher von 24A, wenn wir z.B. 10 kW einspeisen. Und um uns herum sind weitere PV-Anlagen in ähnlicher Größenordnung. Der NV-Netztrafo dürfte hier ca. 4 - 500m entfernt sein, evtl. ist die Leitung auch länger. Und gemessen habe ich an einer Steckdose in der Nähe des WR, die wird natürlich über den ZS gespeist. Dort ist auf der AAR-Seite mit 10mm2 verkabelt, vom HAK zum ZS sind es m.W. 16mm2.

Bei geschätzten 50-60A, die um die Mittagszeit im näheren Umkreis eingespeist werden, kann ich mir durchaus eine Spannungserhöhung im Netz von 8 V und mehr vorstellen.

Am HAK habe ich gesehen, dass hier recht massive Leitungen, allerdings aus Alu ankommen. Schätze, dass das 35mm2 oder mehr sind, kann es aber nicht sicher sagen. Das dürfte etwa knapp die Hälfte in Cu sein, vom spez. Widerstand her. Was da in der Straße zum Trafo liegt, wird einiges mehr sein.

Beim TE ging es um BKW.

11kW = 16A 3phasig.

Ich habe hier 226-244V ungefähr über den Tag bei sehr wenig PV am Trafo. Kommt hauptsächlich aus der Mittelspannung.