Das der balancer nicht (genug) arbeitet, sieht man ja. Obs der hohe Ladestrom, zu kurze Zeit, falscher balancerstart, nicht funktionierender Balancer der Akkus oder sonstwas ist, kann man imho noch nicht sagen. Jefenfalls sind die Spannungen zweier zellen viel zu hoch, zwei zu klein, die spannungsdiffetenz zwischen den Akkus darf es auch nicht geben . Der Akku mit 13,5 V ist eshrscheinlich garnicht voll, ob der balanciert ist wissen wir noch garnicht,vweil er nur die daten von einem akku gepostet hat.
Ob die Zelle mit 3,2 V uberhaupt zu retten ist, ist auch noch nicht klar, jedenfalls hat sie von den 4 geposteten Zellen die höchste Selbstentladung.
Das Problem bei den meissten Daly Balancern ist, das sie erst starten wenn alle Zellspannungen ausserhalb der eingestellten Werte sind. Geht eine Zellspannung beim laden durch das Balancieren unter den Wert, steigen die anderen Zellen wieder an und der Drift wird noch größer. Stellt man die Startspannung zum Balancieren zu niedrig ein, werden die Zellen erst recht durcheinander gebracht. Abhilfe wäre hier die Balancer Werte vernünftig einzustellen und mit einem kleinen Strom zu laden bis die Zellen ausgeglichen sind.
Ich würde so vorgehen.
Den zwei Zellen gehört jetzt ordentlich nachgeholfen, entladen bis die Spannung mit den anderen identisch ist.
Also nahe voll wo eigentlich die Balancer arbeiten, damit die wieder auf Gleich kommen.
Da reicht kein harmloses Lämpchen zum entladen. Ich verwende hier unter ständiger Aufsicht Installationsdraht, lose Spirale, als Last, z. B 10 (3) m entsprechend etwa 0,3 oder (etwa 0,1 Ohm) 10 A (30 A wird erträglich warm). Harmlose Fälle sind in Minuten grob angeglichen.
Besser bzw. sicherer wäre die Entladung zu hoher Zellen zwar gegen Entladeschluss. Das Problem ist allerdings das auch nur kurz unbeobachtet Zellen bei dem Strom sehr schnell tief entladen sind.
Dann richtige Balancer Einstellung und von vorne beginnen und beobachten.
Ladespannung anfangs etwas tiefer stellen damit sich der Ladestrom deutlich gegen voll reduziert. Hilfreich ist auch eine längere Leitung zum Ladegerät oder überhaupt ein Labor Netzgerät zum kontrollierten balancieren.
Möglicherweise haben einige Zellen erhöhten Leckstrom den ein schwacher Balancer in kurzer Zeit nicht vernüftig ausgleichen kann.
Der Grund des scheinbaren Kapazitätsverlustes ist hier vermutlich die hohe Zellenspannung der zwei die zur vorzeitigen Lade Beendigung führt.
Danach kann alles wieder ok sein.
Ein Test wäre noch, im tief entladenen Zustand stehen lassen und Spannungswerte kontrollieren ob hier die Spannung einzelner Zellen auffallend schnell abfallen. So kann man sogar die grobe Selbstentladung durch Hilfsstrom feststellen.
Danke. Nur damit ich es richtig verstehe: Bei voll geladenem Akku die zwei Zellen mit zu hoher Spannung kontrolliert entladen, so dass sie die gleiche Spannung wie die anderen beiden Zellen haben?
Als ersten schritt, ja.
Im grunde genommen geht es auch anders herum: die beiden zellen mit niedriger spannung laden.
Schau mal:
Was würde "vernünftig einstellen" bedeuten?
Ich komme gerade nicht auf meine Einstellungen. Ich hatte auch mal ein unbalanciertes Akkupack. Da habe ich die Startspannung je Zelle von 3,3V nach und nach auf 3,45 V heraufgedreht und den Balancerstrom auf 0,6V begrenzt. Seitdem gehen die Zellenspannungen erst kurz vor voll etwas auseinander.
Danke. Kannst Du mir noch sagen welcher Wert die Startspannung und Balancerstrom hier sind?
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Die erste Einstellung würde ich erst einmal auf 3,65V stellen es sei den Dein Akku verträgt mehr. Die Balancerstartspannung ist erst auf der nächsten oder übernächsten Seite die zweite Einstellung von unten. Als unterstes kann man die Differenzspannung zwischen niedrigster und höchster Zellspannung einstellen. Den Balancerstrom kann man nur bei aktiven Balancern einstellen. Ich glaube nicht das das BMS einen hat. Ich habe zur Zeit keine Bluetoth Verbindung um die genauen deutschen Texte der Einstellungen zu suchen.
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Das hängt möglicherweise von der Fehlerursache bei dir ab. Aber balancerstart 3,4 V oder etwas größer passend zur Ladespannung ist ein guter Weg.
Das sieht schon akzeptabel aus. Und jetzt bringst du dem Ladegerät noch bei, dass es nur bis 13,8 V, bzw. Das doppelte davon für 2 in Reihe abgibt. ( Das sind dann 3,45 pro Zelle. )
Allerdings musst du jetzt noch, wie oben mehrfach beschrieben, die einzelnen Zellspannungen gleichbekommen. Wenn voll müssen alle über 3,40 V sein.
PS: und wie sind die Spannungen des anderen akkus bei voll?
Ok. Danke. Mach ich mal so.
Heute waren ja bei dem unausgeglichenen Akku 2 Zellen über 3,6 und die anderen knapp unter 3,4. Ich hab dann mal testweise die Schutzabschaltung auf 3.4 gesetzt. Dann wurde es besser.
Habe jetzt auch beim Bluesolar die Absorptionsspannung auf 13,8 gesetzt. War vorher auf 14,4. Tewaycell sagt sogar 14,6.
Mal sehen, wie es morgen läuft.
Es ist egal ob zu hohe Zellen entladen oder tiefe nachladen.
Nur entladen geht mit einfachsten Mitteln.
Wenn man ein Lade oder Netgerät für Einzel Zellen und noch dazu bevorzugt hohe Ströme hat dann bringt man damit die Zellen eknzeln auf gleiches Niveau.
Vorteil, das geht auch alleine sofern man die Endspannung richtig eingestellt hat. 3x prüfen.
Danke für die ausführliche Hilfe. Werde heute nochmal sehen, wie sich der Akku verhält und dann aber vermutlich die Entlade-Aktion machen müssen. Nehme an man muss die Zellen dafür vom Rest trennen, oder?
Noch eine Beobachtung, die nicht gut aussieht. Gestern Abend in der Entladephase ging plötzlich die Spannung des betroffenen Akkus auf 5 und dann sogar 3,5 V runter. BMS zeigte nichts auffälliges, außer dass eine Zelle auf 3,0 und die anderen auf 3,2 waren. Laut BMS war die Gesamtspannung 13 V, aber gemessen 3,5. Scheinbar hat da das BMS am Ausgang runtergefahren, oder wie kann ich das verstehen? Im Laufe der Nacht kam die Spannung wieder zurück, aber da war der Akku dann in Ruhe,
Nein.
Undervoltage Protektion? Ist das die leerere Zelle?
Vermutlich war da die Schutzschaltung bei einem der beiden Akkus für < 10.8 V aktiv geworden. Ich denke, ich versuche die nächsten Tage, die Zellen per Entladen auf einen Level zu bringen.
Meinst Du mit Balancerstrom "Stromstärke ausgleich"? der ist bei mir auf 1000 mA. Dann empfiehlst 0,6A, oder?
Genau richtig

