Puuh, viel Input, Anregungen, Fragen, etc von Euch. Danke dafür.
Nachdem ich meiner Frau ständig von meinen Ideen und Planungen erzähle und dabei natürlich auch davon, Multisplitanlagen nachzurüsten (auf der Westseite erstmal eine 3er für die Räume Wohnzimmer, Bad und Schlafzimmer) , um den Gasverbrauch zum Heizen zu reduzieren und kühlen zu können, sagte sie irgendwann, dass sie die Innengeräte an der Wand optisch doch nicht so prickelnd findet. Daraufhin habe ich überlegt, anstatt Wandgeräten Kassetten in die Decken zu bauen, was natürlich bei der Betondecke und dem dafür erforderlichen Ausschnitt statisch ein Thema ist.
Dann bin ich über das Thema Kanalgeräte und das genannte Video gestolpert. Ich habe mir aber ähnliche Gedanken wie ihr gemacht. Vor Allem mache ich mir auch Gedanken um den Luftzug, denn ich weiß, dass bei Passivhäusern oder Niedrigenergiehäusern mit KWL die Planung von zugfreier Lüftung ein Thema ist und da hat man bei Neubau alle Möglichkeiten Luftauslässe zu optimieren. Ein recht kleiner Deckenauslass erzeugt hohe Strömungsgeschwindigkeiten und damit auch wahrscheinlich Bereiche, in denen der Luftzug deutlich zu spüren ist. Selbst bei normalen Innenwandgeräten von Klimasplitgeräten kann der Luftzug ein Thema sein. Ich habe da selbst aber außer mit Klimageräten im Urlaub in südlichen Ländern keine eigenen Erfahrungen.
Trotzdem ist der Gedanke in unserem Haus erstmal mehr als charmant, weil eben oben der große saubere Dachboden ist, in dem man Leitungen verlegen kann wie man will, auch gedämmte Lüftungsleitungen und dann nur unscheinbaren Deckenauslässe hätte. Dazu eine Außeneinheit und eine Innenheit oben. Schon SEHR reizvoll.
Aber klar, in einem Niedrigenergiehaus mit KWL wird in den Räumen Bad, Küche, WC die Luft abgesaugt und in den anderen gewärmte Frischluft zugeführt, damit man eben nicht die Gerüche im Haus verteilt. Das ist auch ein Thema, über das ich mir meiner Idee Gedanken machen muss. Meine Frau killt mich, wenn wir kochen, sie die Schlafzimmertür schließt und über die Klimaanlage die Essengerüche aus dem Flur abgesaugt und ins Schlafzimmer geblasen werden 
Ansonsten sind unsere Türen meist sowieso auf. Wir leben zu zweit, Töchter aus dem Haus, Wohnzimmer, Essbereich und Flur sowieso offen.
Klar, wenn ich eh Lüftungsleitungen verlege, würde es sich anbieten, das mit Frischluft und Wärmetauscher zu kombinieren. Mir fiel das bei meinen Überlegungen auch ein und ich denke, wenn ich schon den Aufwand betreibe, im Dachboden ein Lüftungssystem für Heizen und Kühlen zu installieren, könnte ich auch Frischluft integrieren.
Nun zur Leistung und Luftdurchsatz. Ja, ein Thema. Der Unterschied zwischen
1.) Multiklimasplit mit einer Außeneinheit und mehrere Inneneinheiten und
2.) Eine Außeneinheit, eine Inneneinheit und Verteilung per Luft
besteht ja darin, dass der Energietransport und -verteilung bei Multisplit über die Kälteleitungen und das Kältemittel erfolgt. Bei der 2. Variante über Luft.
Eine Inneneinheit von einem Klimagerät hat zwischen 300 und 900 m³/h Luftdurchsatz, um die Energie vom Kältemittel zu übertragen und in den Raum oder auf dem Raum zu bringen. Aber, und das ist halt der große Unterschied, die Inneneinheiten haben breite Luftauslässe und damit wesentlich geringe Strömungsgeschwindigkeiten und vor- und hinterm Wärmetauscher keine Luftleitungen DN 75, 100 oder 150.
Ich habe einen Bekannten, der einen Nachbarn hat, der das auch realisiert hat. Das werde ich mir demnächst mal anschauen. Außerdem mich in meiner Region mal nach Firmen umschauen, die Lüftungsanlagen und Klimaanlagen bauen. Ich befürchte, es wird an den Kosten für die Regelung scheitern, wenn ich mir so anschaue, was eine Regelklappe mit Stellantrieb kostet. Da sind mal schnell 500 bis 1000 € pro Armatur weg. Denke ich.