Zellenüberspannung trotz Top Balancing

Zu meinem Speicher: 16X 230AH LFP mit JK BMS B2A20S20P. Start Balance Voltage: 3.45V. Maximale Ladespannung: 56V

Nun habe ich folgendes Problem: Trotz einmal erfolgten Top Balancing bei 56V bzw. 3.5V/Cell Peakt ein Zelle bei jedem Ladevorgang von neuem.

Ist es möglich das die Zellen ein Problem haben? Oder spinnt das BMS?

Aufgefallen ist mir außerdem, das sich manchmal das Vorzeichen des Balancer Stroms einfach ändert. Es ist aber nicht erkennbar das der Strom tatsächlich in die andere (falsche) Richtung fließt.

An der Kapazität sollte es eigentlich nicht liegen, das müsste nach einmal Balancing in Ordnung sein... Falls doch, könnte man einfach ein Rundzelle parallel zu der überladenen Zelle anschließen.

Hat jemand bei seinem DIY Speicher ähnliche Auffälligkeiten?

Zellen sind nicht alle 100% gleich. Daher wirst du immer mit Zelldrift zutun haben, erstrecht wenn Balancing mangels Sonne nicht regelmässig erfolgt.

Deshalb ist es wichtig, dass das BMS den Ladestrom passend reduzieren kann, damit die Zellen nicht über Max Ladespannung gehen.

Unterstützen kannst du das, mit einem NEEY Balancer.

Rein physikalisch heißt das also, das meine Zelle 15 im Vergleich zu den anderen einfach eine geringere Selbstentladung hat? Das scheint mir unwahrscheinlich. Zumal die kommerziellen Stromspeicher so ein Problem scheinbar nicht haben.

HI,

ich kenne das JK BMS nicht.
56 /16 = 3,5V ~ Ladeschluss
3,5V ~ Balancer Start

Ist das nicht: Fang fünf nach zwölf an ?
( und ja: Ich lasse den Balancer immer mitlaufen, aber nur während es lädt )
SolarHeini

Sry, hatte mich vertippt. Balance Start ist 3.45. Überspannungswarnung ist 3.6V

Also passen die Werte, denke ich Mal.

@niun

In Kommerziellen Speichern hast du auch keine B-Grade Zellen, und wenn, dann wurden sie zuvor sorgfälltig sortiert, damit sie zusammen passen.

Abgesehen davon hast du in Kommerziellen Systemen ein BMS, dass den Strom passend reduziert, dass ein Balancing möglich macht.

Klar, hab 13Ah zwischen der schlechtester und besten Zelle, die Schlechten sind immer vorn oder hinten.
Balancerstrom negativ ist völlig normal, die Hälfte der Zeit sind Entladungen, kann man sicher auch nachprüfen.
Lösung ist, nur soweit balancieren wie es unbedingt nötig. Große Differenz akzeptieren und nicht so oft hingucken.

Das JK-BMS speichert die Energie vorerst über Elkos zwischen (über die zwei dicken Oschis die verbaut sind),
und läd dann darüber die Zellen mit der niedrigsten Spannung. Das heißt es wird nie im gleichen Moment entladen/geladen.
Wenn du einen negativen Balance Current angezeigt bekommst blinkt die Zelle welcher er gerade entläd blau, und beim laden blinkt die Zelle welche er gerade läd rot und zeigt dabei dann einen Positiven Balance Current.

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Ich hab woanders ein Foto gesehen, die 2 dicken sind wohl Supercaps und gehören nicht zum balancing. Es gibt eine sichtbare Dreiergruppe von Kondensatoren mit einer Menge mosfets drumfum, das ist der Balancer.

Es ist höchst unwahrscheinlich, dass du nur genau eine Zelle ohne/ mit geringerer Selbstentladung hast. Wenn es so wäre, wäre es einer der Fälle die man mit einer maximal simpelsten Aktion beseitigen könnte.

Bevor ich das annehme, zwei Fragen: hast du das balancieren bei geringem Ladestrom von z.B. 1 A Mal solange laufen lassen, bis die Zelle 15 Angeglichen ist an die anderen?

Und, sieht man Lade und entladestrom in der Spannungsmessung dieser Zelle mit abgebildet, also ändert sich die Spannung wenn man Ladestrom abschaltet?

@carolus

Die Fotos kenne ich auch... ein B2A24S20P zb. hat die drei aber nicht?

Nachtrag... keine Ahnung obs stimmt:

Schalten denen was parallel, haben wir doch schon diskutiert.

Auf 11 Uhr sind drei kleinere gleichgroße Kondensatoren. Kannst du prüfen, ob die mit den 2 mosfets darüber und oder mit der 8tergruppe mosfets über den Supercaps verflochten sind?. Wenn ja sind die 3 der Balancer.der Balancer.

Ja, ich habe das so lange laufen lassen, mehrfach.

Die Spannung hört auf zu steigen, sobald man den Ladestrom abschaltet und sinkt durch das aktive balancen "relativ" schnell ab.

Naja, so viele Möglichkeiten gibt es jetzt nicht.

Entweder schlechten Kontakt zu den Busbars, oder die Zelle ist eben etwas anders wie der Rest. Eine gewisse Tolleranz ist aber immer da, sonst bräuchte man kein BMS und keine Balancer.

Hattest du einen Spannungsabfalltest nach dem Vollladen der Zellen gemacht?

@carolus

Ohh ich muss blind gewesen sein, auf dem Bild sind die 3 Stück vorhanden, und im Video sind sie auf der anderen Seite ?.

Nee kann nix prüfen... ist aber letzten Endes auch egal über welche Elkos gepuffert wird, hauptsache der TE weiß wie das BMS balanced bzw. was es währenddessen anzeigt.

@stromsparer99 Nein, das hatte ich nicht getan. Aber das Problem ist ja auch eher das eine Zelle "zu gut" zu sein scheint, wenn sie trotz ständigem Entladen durch den Balancer immer wieder peakt.

Eine ist immer die schnellste, und eine immer die letzte, genau deshalb gibt es Balancer.

Ohne zu wissen wie gleich / ungleich die Zellen sind, wird die Fehlersuche schwierig.

Hast du zufällig bei Zelle 15 andere oder längere Busbars?

Ich würde zuerst die Kontakte an den Busbars überprüfen, wenn das zu keiner Besserung führt, würde ich die Zellen testen.

Und erreicht die Zelle irgendwann die Spannung der anderen, gemeinsam über 3,45 Volt?

ja

habe ich auch aber erst seit dem ich eine zelle gewechselt habe. bei 30% soc habe ich die kompression gelöst und dann eine zelle gewechselt zellen wieder komprimiert

seit dem rennt die erste zelle genau da wo ich die schrauben angezogen habe(aber nicht die welche ich gewechselt habe...)

werde das demnächst eh komplett zerlegen neu sortieren und mit anderen busbars testen

heute habe ich das mal dokumentieren können wie die dynamische ladespannung bei meinem diy bms über canbus funktioniert
es reduziert die gesamtladespannung wenn eine zelle davonläuft, so dass diese zeit hat sich anzugleichen.

das blöde ist ich habe sma und victron. sma funktioniert da scheinbar etwas anders es lädt immer 1v weniger als das bms vorgibt...