Zelle defekt oder fehlendes Balancing?

Hallo zusammen,

auch ich bin neu bei den Seplos Fraktion (EEL mit 200A, EVE 280Ah A-Grade von NKON), aber bin in ein Problem beim ersten ernsten Ladeversuch gekommen: Eine Zelle haut mir ab. Sie schießt bei höherem Ladestrom (~50A) innerhalb von 30 Sekunden von 3.36V auf 3.5V und somit in den Begrenzer. Wenn der Strom bei 10A bleibt bleibt sie stabil, wenn auch auf 0.022V mehr als die anderen (der Unterschied zwischen den Anderen beträgt maximal 0.007V).
Hab das mal aufgezeichnet:
Link entfernt

Ich hatte die Zellen alle durchgemessen, aus dem Karton kamen sie alle 0.001V gleich und mit identischem Innenwiederstand, daher habe ich mit auf Grade-A ausgeruht und angenommen langsames Balancing brauche ich nicht... -_-

Was sagen die Erfahrenen, ist das ein Balancing Problem oder soll ich bei NKON reklamieren?

Lieben Dank!

Vermutlich eher ein Balancing Problem! Du kannst aus der Spannung nicht auf den Ladezustand bei LiFePO schließen!

Erst oberhalb 3,5... 3,55 V trennt sich die Spreu vom Weizen und dann hängt es noch vom Ladestrom ab! Mit kleinem Ladestrom (im Verh. zur Kapazität) sollte man nicht über 3,5 bis max. 3,55 V laden - das kann schon schädlich sein. Es gibt viele Anleitungen hier, wie man LiFePO beim ersten Laden richtig balanced - einfach mal suchen! Verpressen nicht vergessen!

  1. fehlendes Top-Balancing (Kapazitätsstreuung ist normal)

  2. das Seplos kann das nicht alleine ausgleichen (nur 0.5W Energieverbrenner an Bord)

  3. hier musst du Hand anlegen. siehe "serielles Top-Balancing", findest du im Forum

Von 3,36V auf 3.5V, ich glaube nicht, dass es am Balancing liegt. Hast du mal die Busbars überprüft.

Bei 3,36V bist du eigentlich zuweit weg, dass die Zelle nach oben abhaut.

Wie Stromsparer sagt, Busbar, Verbindung.

Danke für die Antworten!
Ich habe einen aktiven Balancer (max 4A) verbaut, hatte jetzt vor das ganze mal ein paar Tage mit 10A zu laden.

Busbars, ihr meint das die Verbindung schlecht ist? Das sind Grad A Zellen mit Doppelter Verschraubung, ich hatte eigentlich alle mit 6Nm Drehmoment angezogen.
Meint ihr ich habe da vielleicht eine Verbindung vergessen richtig festzuziehen? ^^;

Muss jetzt aber blöd fragen (weil ich nichts gefunden habe / nicht richtig weiss nach was ich suchen soll):
Warum sollte ein lockerer Busbar so einen Effekt haben? Ich habe es noch nicht kontrolliert, tatsächlich passt bei dem EEL Gehäuse ja zwischen Zelle 8 und 9 kein normaler Busbar - das ist die Verbindung zwischen den beiden Reihen. Ich habe dort 2x 50qmm Leitungen parallel montiert also vrstl ein größerer Querschnitt als die Bars.
Kann das dass Problem produzieren? :-/

Kannst doch ganz einfach Testen. Mit 50A Laden, Messgerät am Pol der einen Batterie zum Pol der nächsten Batterie.

Kannst auch mal die Hand dran machen und sehen obs warm wird. Wärmebildkamera falls du eine hast.

Danke @stromsparer99!
Ich habe ein 4x höheren Spannungsabfall über den Bar von Zelle 9->10 gemessen als beim Rest.

Der Schuldige: Alupaste zwischen Busbar und Akku. Nicht schimpfen, schien eine gute Idee zu sein... ^^;
Die sollte eigentlich nur das Schraubloch ausfüllen, aber da ist wohl eine Ladung drunter gekommen.

Jetzt verhält sich die Zelle auch bei 80A wie die anderen. ?

Ich glaube ich demontiere die Bars nochmal und mach das Zeug überall wieder weg...

Veröffentlicht von: @tarwin
Ich habe einen aktiven Balancer (max 4A) verbaut, ...
Hört sich nach einen NEEY-Balancer an. Ich habe schon mal etwas gebaut. Die Balancer von Seplos habe ich letztens ausgeschaltet, der verbrannte mir immer zu viel Energie. Mit dem Neey als Balancer geht der Akku nach dem Abschalten nur auf 99% zurück (mit Seplos 94%)

Den Zellendrift hatte ich zu Anfang trotz Topbalancing auch, erst der Neey und die "Intermittent charging function" machte dem OVP ein Ende. Jetzt habe ich eine Different von 0,005V

@carolus & @stromsparer99: Könnt ihr mir verraten wie ich meine Signatur anzeigen lassen kann?

Signatur in deinem Profil eingeben.

@elektrofix Nein, ich habe ein Xenes/Heltec jw12-16s Balancer verbaut, geschaltet über ein Shelly Plus 1. Ich würde gerne ein Bild vom Aufbau schicken, aber ich glaube ich darf das als neuer User noch nicht. ^^;

@carolus: Habe ich, wird nicht angezeigt. Es ist dabei egal ob mit oder ohne Link

@tarwin Jetzt ja, Du bist über 3 Beiträge {green}:grinning:

Na dann, hier ist das gute Stück :slight_smile:

mit dem Kondensatorbalancer ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Zellen einpegeln, aber erwarte keine Wunder, die 4A sind nur der "Spitzenwert. vorteil an diesem Gerätchen, es nimmt von allen Zellen und gibt auch an alle ab, wenn es schneller gehen soll, einfach die Ladeschluss und Floatspannung gleich einstellen auf 3.45 x Zelle und dort halten.

Übersteigt das Pack mit dieser Spannung bereits das "Zelle-HIGH" Level, entsprechend von der Ladespannung abziehen, und nach und nach erhöhen, bis das Gesammtlevel passt.

Ja, so die Theorie... leider habe ich mir ein SolarEdge SE10k-RWS eingebildet, da lässt sich Inverterseitig überhaupt nichts einstellen soweit ich das bis jetzt verstanden habe.
Meine sehr begrenzte Erfahrung bisher: 90A bis Cell/Pack High Warning, dann Ladestrom runter auf 10A bis SOC auf 100%. Mehr macht der Inverter nicht. :-/

Das BMS hat afaik auch keine konfigurierbare Ladestrombegrenzung... also bleibt wohl doch nur Top Balancing.

Der Heltec ist leider nicht wirklich für Lifepo4 geeignet, da man die Balance Startspannung nicht einstellen kann.

Ich hatte selbst mal den 5A Heltec, der hat alles nur schlimmer gemacht, habe den nach 14 Tagen entsorgt und den Neey installiert, seit dem ist alles IO.

Balancen sollte man Lifepo4 erst ab 3,45V. Darunter ist die Spannungskurve von Lifepo sehr flach, und eine durchgehendes Balancen kann die Zellen dann eher mehr durcheinander bringen.

Der Neey ist einstellbar und daher viel besser geeignet.

Eigentlich brauchst du ein BMS welches mit deinem Solaredge kommunizieren kann, damit der Strom reduziert wird wenn eine Zelle vorraus eilt.

nimm mal den smiley raus.

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Workaround hierzu: bei Victron über das frei programmierbare Relais, verbinde den Schalter auf dem Heltec. (Lötbrücke öffnen) bei 3.4x16 = 54.4V Batteriespannung und schalte es bei 54,0V ab.

Kein Victron vorhanden: programmierbaren Schalter benutzen.

Beispielsweise: https://de.aliexpress.com/item/33045315279.html?aff_fcid=0f52a2be513a4a2aa2de73edf6ca7249-1683106857578-01089-_DFVWoIN&tt=CPS_NORMAL&aff_fsk=_DFVWoIN&aff_platform=shareComponent-detail&sk=_DFVWoIN&aff_trace_key=0f52a2be513a4a2aa2de73edf6ca7249-1683106857578-01089-_DFVWoIN&terminal_id=566d95497dbb4496bdee511594a1452f&afSmartRedirect=y

Andy von der Offgridgarage hat dazu auch ein Video gemacht: https://youtu.be/kEeD-oM4QnY

Deswegen hängt da ein Shelly Plus 1 dran, der schaltet den Balancer an wenn eine Zelle über 3.4V kommt (gesteuert über OpenHab). Du meinst 3.45V wäre besser?

Das BMS kommuniziert doch mit dem SolarEdge, wenn eine Zelle über die Warning Voltage geht wird auf 10A begrenzt. Oder meinst du was anderes?