Wohnung vermieten - Heizung ausschließlich mit Splitklima

Hi, bevor ich weiter ausführe, möchte ich gern wissen ob es hier Leute gibt, die so etwas machen.

Gasheizung weg. Wasser künftig über BWWP.

Wohnung künftig nur mit Splits zu heizen.

Randinfo. Wir machen das bereits so.

Ich würde so eine Wohnung nicht mieten, sofern ich eine andere Wahl hätte.

Dito. Wohnung für mich nicht geeignet.

Ich hätte da kein Problem mit als Mieter, aber hab in unserem RMH auch letzte Woche die Gastherme rausgeworfen.

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Klingt spannend.

In einem meiner Mietshäuser dürfte auch bald die rund 25 Jahre alte Gasheizung fällig sein.

Aber das wären dann rund 40 Klimaanlagen mit entsprechenden Außengeräten. Puh … selbst mit Multisplitts mindesten 11 Stück …

Eine monster LWWP wäre da für mich bestimmt billiger und einfacher. Für die Mieter aber Pech, da der Wirkungsgrad mit Sicherheit deutlich schlechter als mit Klimas wiürde.

Aber was solls, das gloreiche Heizungsgesetz zwingt Vermieter ja dazu, wenn sie nicht einen immer höher werdenden Anteil der Mieterheizkosten selber bezahlen wollen.

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Was die effizenz von Monster-LWWP vs. Multi-LLWP in. MFH betrifft ist die Aussage nicht pauschal zu Gunsten der LLWP entschieden, es müssen immer die lokalen Bedingungen berücksichtigt werden. Für die vielen alten Reihenmietshäuser in Städten sind die multiplen LLWP keine Lösung bei den begrenzent Innehöfen, da sind größere LWWP auf den Dächern die bessere Lösung.

Na ja, bei dem Haus geht die Vorlauftemperatur stramm auf die 70°C zu. Auch bedingt durch “sparsamm” dimensionierte Heizkörper. Da rödelt die LWWP in einem extrem miesen VL-Temperaturbereich.

Ich habe eine kleine Wohnung im ersten Stock eines 4-stöckigen sanierten Altbaus. Mit Zustimmung der Miteigentümer durfte ich am Dachboden ein Multisplit-Gerät installieren. Die Klimaleitungen mit Zustimmung des Kehrmeisters in einem stillgelegten Kamin. In der 50m² Wohnung sind zwei Innengeräte und im Badezimmer zusätzlich Infrarot-Folien im Boden und an einer Wand.

WW über 24kW DLE oder (optional nachzurüstetem Flachboiler).

Die Gasetagenheizung und die wiederkehrende Überprüfung bin ich damit los :slight_smile:

Edit: Zusätzlich sind im Wohnraum und SZ per Raumthermostat geregelte Infrarot-Heizkörper vorgesehen (aber nicht installiert). Wie unten erwähnt kommt es auf den Mieter an aber die Geräusche der LLWP stören meine Mieter nicht. Kühlen über LLWP funktioniert natürlich auch.

Eine gemeinschaftliche PV Anlage scheitert bislang leider an der Zustimmung und Engstirnigkeit der Miteigentümer :frowning:

Aber warum nicht beides? Also beispielsweise eine LWWP für eine Grundtemperierung und der Rest wird dann im Wohnzimmer und ggf. einem anderen Zimmer per LLWP realisiert? Sind dann weniger Geräte, dafür aber auch das Argument, dass man im Sommer kühlen kann.

@frauahnungslos
wie genau macht ihr das denn dann mit der Brauchwasserwärmepumpe? Sind die Leitungen unter 3l? Weil sonst müsst ihr alle paar Jubeljahre das Wasser auf Legionellen untersuchen lassen.

Und pauschal: Nein, würde ich nicht bei jedem Haus so machen sondern kommt extrem auf das Haus, Substanz an. Andernfalls würder der Lüfter viel und laut laufen müssen und das wäre nicht angenehm. Zudem kommt auch Vieles auf die Mieter an.

Gebäude und Technik altern und es gibt Zeitpunkte da muß modernisiert werden um auf ein sinnvollen aktuellen Stand zu kommen!

Ich hab das für unsere vermietete Wohnung mit Klimas geplant. Wenn die Etagen-Gasheizung ersetzt wird. Geht nicht anders. Aber so geil finde ich LLWP nicht.

Erstens liefern die (in meinem Fall) keine gute Lösung für Bad und Küche, weil Räume zu klein. Da braucht's dann andere Konzepte

Dann ist die Vereisungsthematik. Ich will als Vermieter nicht im bitteren Winter irgendwo Außengeräte abtauen.

Dann ist die Temperaturregelung und das abkühlen bei Enteisung so ne Sache. Das kann für den Mieter ok sein, muss aber nicht

Dann gibt es das Thema Lärm und Immissionsschutz in der Innenstadt

Und zum Schluss - wie macht man die Brauchwassererwärmung.

LLWP sind meiner Meinung nach Bausteine einer Lösung, während eine LWWP eher ein Gesamtkonzept ist.

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Hängt sehr an den Werten und Bedürfnissen des Mieters. Interessant an LLWP ist:

  • im Sommer viel Komfort durch Kühlmöglichkeit
  • stark bedarfsweises Heizen möglich, so z.B. tagsüber, wenn man gar nicht zu Hause ist, auch Null Kosten. Schnelles Aufheizen, wenn man nach Hause kommt.
  • Mieter kann stark selbst Einfluss nehmen, wie viel er beim Heizen sparen will.
  • Heizkostenabrechnung ist ganz trivial, braucht keine teuren Abrechnungsfirmen und Vermieter ist so auch entlastet von Heizkostenabrechnung.
  • gravierende Kostenersparnis, das können insgesamt durchaus 500-1000 Euro weniger Heizkosten im Jahr bedeuten.

Demgegenüber gibts einige Nachteile:

  • permanente Lüftergeräusche, wobei es da stark drauf ankommt, wie hoch die Lüfter laufen müssen. In einem gut gedämmten Haus können die Geräte so leise laufen, dass man sie so gut wie nicht mehr hört, leiser als das Rauschen manch eines normalen Heizkörpers.
  • Mieter müssen in der Lage sein, das Teil zu bedienen. Ältere Menschen könnten überfordert sein.
  • Mieter sollte alle 2 Monate die Filter reinigen. Schwierig, dass sicher durchzusetzen.
  • Alle 3-5 Jahre Grundreinigung der Geräte nötig
  • Einfriermöglichkeit des Außengerätes - da könnte man durch Wannenheizung entgegenwirken.
  • Temperatureinbrüche, wenn die Anlage abtaut. Da kommt es wieder stark auf den Dämmstandard des Hauses an. Je besser gedämmt, um so weniger merkt man davon. Und es ist wieder stark individuell, wie Mieter das empfinden werden.
  • Service - gibts Vorort einen Handwerksbetrieb, der im Winter bei Anlagenausfall wirklich kurzfristig vorbei kommt? Wobei man hier auch problemlos 1-2 Wochen mit Heizlüftern überbrücken könnte.
  • Ungewohnt - In Deutschland ist diese Form zu heizen so gut wie unbekannt. Viele Menschen haben starre Vorstellungen und lehnen alles ab, was sie nicht kennen. Insofern ist so eine Art der Heizung nicht massenkompatibel. Könnte ein Reibungspunkt im Mietverhältnis werden. Bleibt damit ein Risiko.

Persönlich denke ich, es wird oft gut funktionieren, es bleibt aber ein gewisses Risiko, dass es schief geht und man dann Ärger mit dieser Entscheidung hat.

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Möchtest du das genauer begründen?

Mich würde interessieren ob du schlechte Erfahrungen gemacht hast. Oder ist es einfach das Ungewohnte?

auch an dich die Frage. Warum?

Das ist natürlich eine andere Hausnummer.

Das muss ich meine Heizungsbauer des Vertrauens fragen.

Die Frage ist eben, wird das von künftigen Mietern akzepiert. Ich bleibe auch sehr skeptisch. Denke am Ende wird es nur die BWWP die Gastherme bleibt und die Mieter tragen dann die Kosten für ihre Etage und die anfallenden Gaskosten.

Das muss aber alles noch final geklärt werden.

Ich habe selber Klimaanlagen, aber ausschließlich damit heizen würde ich nicht, weil ich den Komfort einer FBH oder auch Radiatoren als deutlich höher empfinde. Und hätte ich die Wahl, zwischen zwei gleichwertigen Wohnungen, wovon eine nur mit LLWP beheizt wird, würde ich die nicht wählen.

So wie Wohnungen zumindest in den Städten nachgefragt sind, wird sich denke ich schon jemand finden, der damit klar kommt und der auch seine Kosten drücken will. Einer reicht Dir ja pro Wohnung ...Hast Du perspektivisch Langzeitmieter oder mußt Du Dich mit häufigem Wechsel rumschlagen?

Empfindlich gegen Luftzug und Geräusche…

An den Gaskosten wirst Du als Vermieter jeder Jahr stärker beteiligt (über CO2 Abzocke).