Wo bleibt der Strom?

Meine Kaffeemaschine unterliegt noch nicht dieser idiotischen Leistungsbeschränkung und hat noch satte 1750 Watt. Für 2 große Tassen benötigt sie nur 4 Minuten und verbraucht dabei ca 120 Wh. Das wird auch ziemlich penibel erfaßt, zumindest vom Shelly.

Nach dem ersten Betriebsjahr kann ich meine ursprüngliche Feststellung nun mit weiteren Zahlen belegen, auch wenn der vermeintliche “Verbrauchsanstieg” letztlich doch etwas geringer ausfiel als zunächst befürchtet. Demnach hat mein 500 Wp-BKW in der letzten 12 Monaten laut der jeweiligen App(s) insgesamt 569 kWh Strom produziert, was ich für einen ganz ordentlichen Wert für einen SSW-Standort mit leichter Verschattung im Rhein-Main-Gebiet halte, wobei mir aufgrund einer rund 14-tägigen Störung des Wechselrichters im - zum Glück ohnehin sehr trüben - Januar noch ca. 5-7 kWh an Ertrag entgangen sind.

Im selben Zeitraum lag mein Gesamtstromverbrauch laut Zähler bei 822 kWh, wobei hier anzumerken ist, dass ich bis Mitte Februar dieses Jahres noch einen alten Ferraris-Zähler ohne Rücklaufsperre nutzen konnte und laut dem dann verbauten, neuen Digital-Zähler eine unvergütete Netzeinspeisung von rund 35 kWh erfolgte.

Zudem habe ich Anfang März meinen bisherigen APSystems EZ1-Wechselrichter wegen des bereits erwähnten Defekts im Januar durch einen FoxESS Avocado Pro 22 M (baugleich mit dem Solakon ONE) mit integriertem 2,11 kWh-Speicher ersetzt, wodurch ich mir eine gewisse Abmilderung der Auswirkungen der neuen “Rücklaufsperre” erhoffe.

Wenn ich nun also den von mir zu bezahlenden Fremdbezug mit der selbst erzeugten und auch auf die eine oder andere Weise verbrauchten Strommenge addiere, komme ich für das zurückliegende Jahr auf einen Gesamtverbrauch von 1.391 kWh, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr (1.248 kWh) von rund 11,5 % entspricht. Dieser Mehrverbrauch ist für mich umso erstaunlicher, als dass ich u.a. im vergangenen Sommer meinen ca. 15 Jahre alten Kühlschrank durch ein neues, deutlich sparsameres Modell ersetzt, diverse ESL-Leuchtmittel in verbrauchsärmere LED-Modelle getauscht, den Einsatz meines Wäschetrockners reduziert sowie insgesamt allgemein mehr auf meinen Stromverbrauch geachtet habe. Somit wäre ich eigentlich eher von einem weiteren Rückgang des Gesamtverbrauchs ausgegangen.

Somit stellt sich mir nun die Frage, ob dieser “Mehrverbrauch” durch den Eigenverbrauch der PV-Anlage (insbesondere seit Einsatz des zusätzlichen Speichers, der allerdings erst vor einem Monat installiert wurde), durch Messungenauigkeiten bei den eingesetzten Stromzählern bzw. Apps oder durch sonstige “Leitungsverluste” zustande gekommen ist.

Was meint Ihr?

Wie ich schon oben schrieb: Besorg dir ein Energiekostenmessgerät, mit dem du die Einspeiseleistung des WR erfasst. Die internen Werte der WR sind meist sehr ungenau.

Alternativ nimmst du einen Shelly.

Da bist du dann zumindest so im Bereich +/- 2-5 %.

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Genau… damit lassen sich sowohl die reale Erzeugung als auch auch einzelne Verbraucher sehr gut testen / überwachen.