Wirtschaftlichkeit von PV-Systemen, kritische Betrachtung

Die Kalkulation hier ist sehr von den persönlichen Umständen abhängig. Ein paar Punkte:

-Der Preis für eine 5kwp Anlage ist schlichtweg viel zu hoch. Leider ein Ergebnis des derzeit völlig überhitzten Marktes. Könnte in ein paar Jahren aber auch wieder anders aussehen. Grundkosten wie Gerüstaufbau blieben auch bei einer 10kW Anlage gleich und machen die kleine Anlage noch unwirtschaftlicher.

-Der Verbrauch von 2500kWh/Jahr ist nicht realistisch für die nächsten 20 Jahre, es sei denn das Haus hat Fernwärme oder gerade eine ganz neue Gastherme bekommen. Ansonsten wird das durch die dann höchstwahrscheinlich fällige Wärmepumpe merklich nach oben gehen. Ebenso sind die 40ct/kwh nicht realistisch auf lange Sicht, selbst 50ct/kWh dürften noch eher pessimistisch sein, denn in den letzten 20 Jahren hat sich der Strompreis verdoppelt. Dazu kommt dass wir in Deutschland derzeit sehr schlechte Rahmenbedingungen haben, z.B. die fehlende Möglichkeit Strom an die Nachbarn verkaufen zu können. Gut möglich dass das irgendwann kommt.

Ich habe aus Interesse mal selbst gerechnet, für einen konkreten Fall der zugegebenermaßen recht optimal ist:

a. Man nehme 15k€ und stecke diese in den MSCI World, lässt das ganze 20 Jahre liegen und hat danach (7% Rendite nach Steuer) knappe 60k€

b. Man nehme die 15k€ und kaufe davon eine 23kWp Ost-West-Anlage mit 10kWh Speicher. Das ist sicherlich ein günstiger Preis, aber in Eigenmontage kein unrealistischer sofern man das große Glück hat einen Elektriker zum anschließen zu kennen. Bei 6000kWh Jahresverbrauch (Wärmepumpe und Pool) mit 50ct Stromkosten und 7ct Einspeisevergütung ergibt das berechnet mit PV-Tool und angepasster CSV-Datei eine eine jährliche Ersparnis von 3400€. Legt man die ebenso mit 7% nach Steuer für 20 Jahre an kommt man auf 140k€. Hier muss man fairerweise erwähnen dass in der Rechnung ein kleiner Fehler dadurch entsteht, dass die Stromkosten in den ersten 10 Jahren unter 50ct und in den folgenden 10 Jahren über 50ct liegen dürften. Dadurch ergibt sich durch den Zinseszinseffekt ein geringerer Ertrag. Mit den aktuellen 34ct Stromkosten käme man übrigens auf 110k€. D.h. am Ende sind für die beiden berechneten Punkte 80k€ (50ct Strom) bzw. 50k€ (34ct Strom) mehr im Depot.

Anhand der Daten kann man jetzt für den gegebenen Fall schön ausrechnen was die Solaranlage maximal kosten dürfte um mit der ETF-Investition gleichzuziehen: Für 50ct Stromkosten sind das etwa 36k€ und für 34ct Stromkosten 30k€. Auch wenn man meine angenommenen 15k€ für unrealistisch hält dürften 30k€ mit etwas Suchen schon drin sein. Und das berücksichtigt noch nicht das Elektroauto dass ja mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten 20 Jahren auch vor dem Haus stehen wird. Und auch nicht dass die Anlage nach 20 Jahren nicht zwingend sofort auseinanderfällt. Damit sieht die Rechnung dann noch besser aus.

Ergänzung: Ich habe die gleiche Rechnung nochmal für eine 10kWp-Anlage mit 10kWh-Speicher durchgeführt. Bei 50ct/kWh rentiert die sich bei ansonsten unveränderten Rahmenbedingungen ab einem Anlagenpreis von 23000€. Das ist sicher nicht unrealistisch.

Ich sehe das ganze ähnlich.

Allerdings wird ein Bwl er nicht mit den 50 cent kalkulieren.

Der aktuelle Verbrauch ist nunmal 2500 kwh

Und DIY wurde ausgeschlossen....

Also für eine rein betriebswirtschaftliche Berechnung alles korrekt. Alles andere ist spekulativ. Allerdings würde ich auch spekulieren und habe es getan.

Übrigens bis zum Ausnahme Jahr 2022 haben sich die Energiekosten nicht verdoppelt. Was ja eins unser größten heutigen Probleme ist.

Wenn man einen günstigen Kredit hat aufnehmen können und die Anlage finanziert und jetzt die letzten 3 Jahre mit ca. 20-25% Inflation nehmen würde, werden aus den ehemals 16 000€ Investitionskosten schnell 12 800€ nach heutigem Geldwert sofern man den Lohn ebenfalls angepasst bekommen hat. In der Hinsicht ist die Inflation ausschlaggebend, fast genauso wie die monatlichen Einsparungen und Einspeisevergütungen.

Ist genauso Glaskugel wie noch vor einigen Jahren einen ETF auf z.B. Russland aufzunehmen. :wink: Tolle Idee bis man dann was verliert. Bei der PV hat man immer noch den Strom, den man sowieso benötigt. Und da bisher so gut wie nichts günstiger geworden ist über die Jahre kann man davon ausgehen, dass der Strompreis steigen wird, was mehr Einsparungen pro Jahr bedeutet.

@RoterFuchs. Hast du völlig Recht. Ich persönlich baue/stelle seit 20 Jahren mein Heim (BJ 1870) Richtung energiesparen bzw Co2 neutral um. Dämmung auf allen Ebenen, Solarthermie, Wärmerückgewinnung, PV oder jetzt BEV. Ich habe immer als Grundsatz betrachtet, solange bei der aktuellen wirtschaftlichen Betrachtung zumindest eine schwarze Null steht, kann sich das Invest nur positiv entwickeln, gerade im energetischen Bereich.

Wenn man allerdings das ganze, ganz nüchtern mit der Betriebswirtschaftslehre betrachtet und dann das ganze mit einer Kapitalverzinzung von 7-10% in anderen Bereichen vergleicht, geht die Rechnung halt anders auf.

Warum soll man das leugnen?

Mich ganz persönlich treibt ein anderer Gedanke um und das liegt wahrscheinlich an meiner Lebenssituation und meinem Alter (das halbe Jahrhundert habe ich überschritten). Ich möchte irgendwann für mich und meine Frau einen bescheidenen aber finanziell halbwegs sorgenfreien Lebensabend sicher stellen. Es wird immer viel über Altersvorsorge, Sicherheit der Renten, demografische Entwicklung oder private Vorsorge gesprochen/ geschrieben. Für MICH sind die größten Gefahren der Altersarmut, hohe Wohn- bzw Mietkosten und hohe Energiekosten und von der Gefahr möchte ich mich entkoppelt. Ziel ist: wenn ich in Rente gehe ist das Zuhause bezahlt und kein Renovierungsstau und möglichst weit entkoppelt von den Energiekosten (und auch das bezahlt).

Das sind Argumente, die für MICH viel wichtiger sind als die Rentabilität über die nächsten 10 Jahre. Das heißt aber nicht, das ich die nackte betriebswirtschaftliche Betrachtung von Pv ignoriere oder leugne

Aber hier liegt der Stromverbrauch aber nur bei 2500kWh/a

Ich hatte mich 2022 auch mal für Dach PV umgehört, auch Ost/West, auch 5 kWp, aber kein Speicher… Fpr mich war das nicht schlüssig.

Mein Stromverbrauch 1500kWh/a. Ich habe mich dann für ein BKW entschieden. Das hat dann zusätzlich dazu geführt, dass ich meinen Verbrauch mal genauer angeschaut. Was welches Gerät, wann, wie verbraucht…

Produziert mit reiner Westlage 433 kWh/a, 85 eingespeist (das ist dann dieses Jahr definitiv nicht mehr), aber durch Optimierung 100kWh eingespart.

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Weil die Verzinsung davon abhängt, dass es klappt. Du kannst ja auch Aktien kaufen mit höheren Gewinnchancen. Und dann wird das Unternehmen in die USA verkauft und stürzt ab. Kann einem niemand sagen. Zudem kommt (das ist hier in Österreich so), dass jeglicher Gewinn mit 27,5% versteuert wird. Von den daher 7-10% geht also knapp 1/4 wieder drauf.

Bei der Betrachtung deiner Vorsorge: Das setzt dennoch eine Rente voraus. Du hast dann zwar dein mehr oder weniger autarkes Wohnhaus, aber niemand kann dir sagen ob du später noch mehr bezahlen musst für Müll, Versicherung, Grundsteuer, Kanalgebühren, ob deine Rente ausreicht für Lebensmittel etc. etc. Die Steuern und Gebühren der Zukunft kennt niemand. Sicherheits setzt voraus, dass du so in etwa einplanen kannst was kommt. Das kann niemand. Was man kann ist aus der Vergangenheit extrahieren wie es war, wie es daher in Zukunft werden könnte/wird. Da sehe ich als Rentner in Deutschland und anderen Ländern ohne zusätzliche private Absicherung schwarz. Nur ein Haus wird nicht reichen. Während man jedoch in anderen Ländern wunderbar auskäme. Das ist aber nur meine persönliche Meinung. Meiner Meinung nach wird es später als Rentner fast unmöglich werden, mit Rente und Eigentum auszukommen ohne zusätzliche Einkünfte/privates Vermögen. Daher plane ich gar nicht erst im Alter hier zu bleiben (wird in Österreich nur zeitversetzt passieren, wobei hier die Rente nach knapp doppelt so hoch ist wie in Deutschland) sondern im Ausland den Lebensabend zu verbringen ganz einfach weil die Abgaben dort geringer sind.

Natürlich setzt es eine Rente voraus. Nach 45-50 Jahren setze ich das voraus. Allerdings ist mir das bezahlte Haus, OHNE RENOVIERUNGS- UND SANIERUNGSSTAU, (in meinem Fall sogar ein Doppelhaus mit dann 1-2 vermietbaren Wohnungen) in Verbindung mit Unabhängigkeit von Energiepreisen, die beste Altersvorsorge. Aber das ist meine private Meinung und eigentlich OT.

Ich wollte nur aufzeigen, das es noch andere Begründung für PV gibt, als die nackte betriebswirtschaftliche Berechnung von Einspeiseanlagen.

Was ich hier so höre was die Solateure bei den hier neu installierten PV Anlagen aufrufen ist wirklich abenteuerlich - das macht man dann wirklich nur noch für die Energiewende.

DIY lohnt sich halt bei den aktuellen Preisen extrem schnell, ansonsten empfehle ich hier Leuten ohne WP und Eauto auch nur ein Balkonkraftwerk, es sei denn sie können in die DIY Schiene gehen. Akkus rentieren sich auch wenn überhaupt nur als Niedervolt nach meiner Erfahrung, insb. weil die Lebensdauer mit 10-15 Jahren nochmal viel niedriger ist als die von PV Anlagen.

Mit meinem Lastprofil werde die PV hier in 8 Jahren (ich rechne mit 28ct/ kWh das ist aktuell das was man bekommt, durch Tibber bin ich sogar noch nen gutes Stück drunter, und ich gehe davon aus, dass sich der Strommarkt erstmal abkühlt und halte 40ct und teurer erstmal für Solateurmarketing zumindest für die nächsten Jahre).

Rein finanziell dagegen gerechnet ist das dann nach 30 Jahren eine Rendite von vielleicht 5%, da kann man an der Börse schon mehr machen. Allerdings ist es auch eine sehr sichere Geldanlage und der Wert steigt im Krisenfall statt zu sinken. Auch werden die Anlagen wohl deutlich länger laufen als die 25-30 Jahre Garantie - und sind dann ja schon abbezahlt und machen weiter Geld.

Auch wenn man sich deswegen nicht in Unkosten stürzen sollte: Ich finde das Argument "Energiewende und Umwelt" ist schon valide, genau wie im Supermarkt nicht nur das billigste zu kaufen. Politisch kam ja nun auch nochmal einiges dazu (höhere Unabhängigkeit vom Gasimport) insofern freue ich mich über jede Anlage.

Sorry, aber das ist einfach Quatsch. Kein Waschsalon, regelmäßig selber kochen, früher auch mit Strom, Kühlschrank, -truhe, Trockner, TV...

Stromverbrauch war < 1500kWh über viele Jahre hinweg. Jetzt mit WP, ganz neu, wird sich das deutlich ändern.

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Nimm dich Mal etwas zurück.

Das glaube ich bei dir nicht, denn so viel Ertrag wie du im Winter hast, muss es ja im Sommer so viel zur Abregelung geben.... auch wenn es nicht viel ist was man bekommt, aber das trägt schon dazu bei die Armortisation zu verbessern. Habe gerade mal bei meiner Anlage mit den Preisen ab Februar gerechnet, mit Einspeisevergütung sind es 14,6 Jahre und ohne 25,29 Jahre. Das ganze bei einer 14,3 kWp Anlage. Also warum sollte ich 10 Jahre hinten dran hängen wollen?Nur aus Eigenstolz "die können mich mal"?

Klar kommt es immer auf die kosten die man hat dafür, aber Akku und Elektro habe ich selber gemacht und die PV aufbauen lassen aufs Dach, meine ersten 3,2kWp habe ich auch DIY gemacht, die 11kWp war mir dann doch zu viel.

klar regelt das teil im jahr ab aber das lohnt sich nicht dafür einzuspeisen, weil ich keinen zählerkasten oder zähler habe. das nachrüsten dieses würde einige tausend kosten.

vergiss es, bekomme ich schwer wieder raus(weil auch die wr dafür schneller verschleissen). dafür muss ich dann auch meine komplette anlage umbauen...

außerdem kann ich nur die hälfte ins netz speisen weil die andere hälfte dc gekoppelt ist, das würde enorme verluste erzeugen.

für was das ganze? für die paar almosen? den bescheuerten paierkram habe ich nicht mal erwähnt. was meinst was das kosten wird zusätzlich zum zähler das abnehmen zu lassen, dazu gibt es bei uns nichtmal geschultes fachpersonal was überhaupt weiß das diy akkus nicht aus blei bestehen...

es ist auch ohne einzuspeisen wirtschaftlich, obwohl es mir um die wirtschaftlichkeit eigentlich nie ging.

ich hätte mir auch ne neue karre für 25t hinstellen können, da schaut komischerweise eh niemand auf wirtschaftlichkeit aber die neue heizung muss auf einmal wieder wirtschaftlich sein...

da kann man sich doch nur an den kopf fassen.

als spätrömische dekadenz würden das manche bezeichnen.

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Ich hab es für Bekannte auch schon mehrfach durchgerechnet. Die Preise bei Solateuren sind derzeit so hoch, dass es sich bei geringem Eingestromverbrauch nicht rechnet bzw. unattraktiv ist. Also ähnliche Ergebnisse, wie du auch hast.

Der geht aber in 2 Richtungen: Die Vergütung wird mit der Zeit weniger wert. Umgedreht bekommst du jetzt die Anlage günstiger, als durch Inflation in 10 Jahren. Und wenn durch Inflation die Energiepreise steigen, ist das auch günstig für dich.

Das verstehe ich nicht. Die Amortisierungsrechnungen gehen doch davon aus, wann du deine Investition wieder raus hast. Restwert ist dann ein zusätzlicher Betrag, den du hast. Das Thema Abschreibung ist hier im Grunde nicht relevant. Man nutzt sie, so lange sie nichts mehr Wert ist und muss schauen, nach wie vielen Jahren sie sich rechnet.

Was die Börse und ETF angeht: Du hast hier eine Menge Risiken, die deine Mutter vielleicht nicht eingehen will. Ich kenne einige Leute, die haben über die Börse über längere Zeit mehr verloren als gewonnen. Wenn es so einfach wäre, 10-20% Rendite zu machen, würden nicht 80% der gemanagten Fonds über längere so schlecht abschneiden.

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das stimmt... na ja, wirtschaftlich in dem sinne, von welche Variante ist die günstigste, geht beim Auto auch, da spielt aber noch der Faktor "haben wollen" mit rein. So ein E-Dacia sollte ja auch für >80% der Leute da draußen alles erfüllen was man zum Auto fahren braucht. Damit wirtschaftlichstes Auto oder halt "egal" und Protz und Prunk.

oder noch krasser mein i miev, der ist wirtschaftlich

in 4 jahren hab ich das investierte kapital raus im vergleich wenn ich mit verbrenner weitergefahren wäre.

nach 4 jahren wird der verkauft dann bin ich 4-5k im plus bzw kann dieses geld dann in wahrscheinlich den e-c3 investieren.

der ist aber nicht mehr wirtschaftlich weil ich könnte ja auch mit dem i miev weiterfahren.

wenn das geld übrig ist dann ok, hau ich raus. wenn ich dann noch mehr übrig habe werde ich meine arbeitszeit reduzieren.

rente gibts eh keine mehr für mich, bzw dann wahrscheinlich erst ab 80. soweit muss man es auch dann erstmal schaffen

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Hallo zusammen,

ersteinmal ganz ganz vielen Dank für die vielen Beiträge und Berechnungsbeispiele.

Es wird wohl nun darauf hinauslaufen, dass wir die Anlage nun doch selber bauen werden, inkl. Montage der Module und den Akku in selber bauen. Quasi alles bis hin zur AC-Seite. Wie hier im Thread schon mehrfach erwähnt verlangen die Solarteure schlicht Mondpreise. Wenn mann sich die Komponenten einzeln raussucht kommt mann nicht einmal auf die Hälfte der Kosten wie in den Angeboten. Total verrückt und für mich auch ein Zeichen das der Markt total überhitzt ist und eine PV-Anlage auch ein Stück weit das neue "Prestige-Objekt" für das grüne Gewissen ist. Egal ob es wirtschftlich ist oder nicht. Hier würde ich gerne viel öfter negative Berichte zu sehen bekommen, aber soetwas wird ja leider viel zu selten veröffentlicht. Wer stellt sich schon gerne hin und posaunt, dass er ein 25k EUR fehlinvest gemacht hat :frowning: Für die Community wäre es sicherlich gut, weil man eben aus Fehlern lernen kann.

Auch habe ich die ganzen Belegungsvariaten nun selbst einmal mit PV-Sol durchgerechnet. Wie erwähnt hat das Dach eine Ost-West Ausrichtung. Bei den Varianten habe ich auch eine vertikale Anbringung an der Südseite des Hauses mit durchsimuliert und war dabei ganz überrascht, dass meine Mutter damit den höchsten Autarkiegrad erreicht. Hier war nur ein Netzbezug im Dezember und Januar notwendig, weil halt aufgrund des hohen Anstellwinkels optimiert für den Winterbetrieb. Da das Gelände leicht Abschüssig ist, findet hier auch keine Verschattung vom Nachbarhaus Richtung süden statt. Ohnehin scheint dies grundsätzlich die bessere Variante zu sein, weil man mit vertikalen Modulen die Spitzen aus dem Sommer verringert und einen möglichst hohen Ertrag im Winter hat, auch bei einen geringeren Gesamt-Jahresertrag. Das werde ich alles nochmal mit spitzen Bleistift durchrechnen, inkl. Amortisation.

Edit: Von allen Firmen die wir angefragt haben für die Angebote, ist natürlich nicht eine auf die Idee gekommen, die Module vertikal an die Südseite des Hauses zu montieren um für den Winterbetrieb zu optimieren :frowning:

Und zu den vorherigen Antworten:

  • Also den Eigenverbrauch extra in die Höhe zu treiben, damit sich die PV schneller lohnt macht wenig Sinn in meinen Augen.

  • Ob wir uns ein E-Auto so schnell anschaffen weiß ich nicht, dass wäre spekulativ. Wir fahren ich glaube nicht einmal 10k km im Jahr. Und bei solch geringen Strecken würden wir uns einfach irgendeinen günstigen Benziner oder Diesel kaufen der Hauptsache fährt. Muss in meinen Augen nichts Kosten, da für mich ein Auto kein Statusobjekt ist. Sorry an die Auto-Fans da draußen :slight_smile: /p>

  • Ein ETF ist gerade kein aktiv gemanageter Fond, daher hat man hier nur Kosten von meist 0,2 %/Jahr

  • Tatsächlich ist die alte Gasheizung iregndwann mal fällig. Ob es dan aber eine Wärmepumpe wird kann ich jetzt noch nicht sagen. Hängt halt auch von der Gesetzeslage in keine Ahnung 5 Jahren ab. Ich würde mir dann auch eine neue Gasheizung kaufen wenn es sich rechnet. Hier würde ich halt wieder sämtliche Varianten, auch mit zursätzlichen PV-Ausbau, durchrechnen. Am wahrscheinlichsten wäre hier noch einen zusätzlicher Kamin und evtl. infrarot-Heizung. Aber das wird die Zukunft zeigen.

VG und nochmals vielen Dank für die Antworten.

Harry

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@harrysolar Du hast eine Sache komplett weggelassen, und zwar den cashflow von der PV Anlage. Wenn Du die in ein ETF steckst, sieht es schon anders aus.

Ergebnis: -6738€ nachteilig für PV vs ETF (59k€ vs 52k€) für Deine Eckdaten, die IMHO sehr schlecht aussehen. 15k€ für eine Anlage die 2.5MWh EV hat und 2.5MWh einspeist für 7 Cent.

Jetzt kann man natürlich spielen: 20k€ für eine 15kWp Anlage, 5MWh EV, 5MWh einspeisen, 3% Strominflation. 79k€ vs 120k€ (ETF vs PV)

Der Trick ist, wie schon häufig erwähnt, einen hohen Eigenbrauch. Und niedrige Kosten sind ein 2 schneidiges Schwert: je höher die Kosten desto mehr Opportunitätseffekt (ETF) und natürlich mehr Abschreibung.
Nur 5k€ mehr Invest macht hier 99k€ vs 115k€, also +20k€ bei ETF und natürlich -5k€ bei der PV.

Nicht ersichtlicht aber: die cashflows von der Ersparnis werden mit dem "to 25" Faktor multipliziert. D.h. jedes Jahr wo in der ETF investiert wird, wird einzelt verrechnet, da die Laufzeiten natürlich immer einen Jahr kürzer werden.

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Ich habe meine Anlage auch DIY mit Modul-WR von Hoymiles aufgebaut.
Ein Teil Ost /West und ein Teil auf dem Carport.
Rechne dir mal durch wann du dein ROI ohne und wann du dein ROI mit Speicher hast.
Ich habe mich deswegen für eine Variante ohne Speicher entschieden.
Bezüglich deiner SÜD Variante...
senkrecht Süd ist sicher besser im Winter, aber da kommt so, oder so nicht mehr so viel W/m² vom Himmel...
Berücksichtigen solltest du dann den Winkel im Sommer.... wenn die Sonne Morgens aufgeht. sieht die SÜD Wand noch keine Sonne... erst viel später ist die Sonne dann dort, wo sie auch auf die Süd-Wand direkt scheint. Abends dann das gleiche.
Eine Freistehende Glas-Glas option wäre da etwas anders.
Auch haben die meisten Häuser einen Dachüberstand.
Gerade im Sommer, wenn die Sonne fast senkrecht über dem Haus stehe, wird auch ein kleiner Dachüberstand sofort Teile der Wand verschatten.

Ich gehe mal davon aus, dass du nicht morgen bestellen willst.
Tipp:
Mach doch die Tage mal morgens / Mittags / Abends Bilder vom Haus wenn die Sonne scheint.
Dann bekommst du ein Gefühl für den Schattenwurf aufgrund vom Sonnenstand im Feb.
Dann vergleiche die zum gleichen Zeitpunkt mal im April und dann ende Juni...
Wenn du ohne Speicher arbeitest und einen / zwei große Modul-WR auf Ost einen auf West legst, solltest du schon eine gute Selbstversorgung bekommen können. Ost fängt dir im Sommer Strom schon vor 6:00 ein.... West liefert dann bis 22:00. und das ohne Speicher :wink:
Wenn du DIY machst, rechne dir mal aus, was dich die kWh an Stromentstehungskosten kosten dürfte. Wenn du anstatt 12 Panels eine Palette kaufen würdest, (36 Panles)
bekommst du einen deutlich besseren Preis und bei DIY kannst du die Stromentstehungskosten unter die Einspeisevergütung drücken.
Das teuerste könnte bei dir ggf. der Versatz vom Zählerkasten werden (war bei mir so). Die Kosten verteilen sich dann auch nicht mehr auf 12 sondern auf 36 Panels.
Somit kannst du die Autarkie noch mal erhöhen und unterm Strich noch etwas Geld mit der Einspeisevergütung verdienen.

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@harrysolarmeine Antwort vorher ging nur um wie man es wirtschaftlich betrachten sollte.
IMHO: leg doch, jetzt wo die Regierung immer noch nicht 2kWp als Grenze gezogen hat, einfach 4-8 Module aufs Dach mit einem HMS2250.
Hol sie irgendwo lokal beim Händler, gute kosten vielleicht 100€ pro Modul. Der Wechselrichter so 300€. Drosseln auf 600 Watt und gut ist. 1100€ für Module und WR, dann noch einige Haken und Kabel. Dann bist Du bei 1500€ etwa für 4kWp.
Wenn in einem, oder zwei Jahr "plug&play" AC Speicherlösung wirklich wirtschaftlich werden, hängst Du die dazu dran. Mit dem PV Tool kannst Du schauen, mit 4 kWP und zB 4 kWh Speicher hättest Du sehr viel schon abgedeckt und amortisiert sich dann in einige Jahre.
Kein Elektriker benötigt, overpanelling ist immer noch erlaubt. In der rechtliche Ecke kannst Du noch mal klären ob es rückwirkend verboten werden kann (geht rechtlich bestimmt), das wäre natürlich schlecht. Wobei, wenns gemeldet ist... keine Ahnung, wäre irgendwie komisch dass es dann wieder rückgängig untersagt wird... Politiker sind komische Figuren.