Wirkungsgrad erhöhen MultiPlus-II 48/3000/35-32

Hallo zusammen,

ich habe seit Ende November meinen MultiPlus-II 48/3000/35-32 mit 2x Pylontech US5000 installiert. Somit habe ich 9,8 kWh Batteriespeicher zur Verfügung.

Da ich das System in der Garage hinter einer 16A-Sicherung 1-phasig (AC) betreibe, habe ich die Leistung etwas reduziert. Der MP-II ist dann über ein ca. 5 m langes Stromkabel an das Kabel vom Haussicherungskasten zur Garagensicherung angeschlossen.

Maximaler Ladestrom 30A - d.h. 1500W

Ich benutze nur den AC-Eingang 1.

AC-Eingang 2 habe ich in der Konfiguration deaktiviert.

DVCC eingeschaltet

ESS optimiert mit Battery live

Minimaler SOC:25%

Maximale Wechselrichterleistung: 1700W

Meine normale Entladung liegt bei ca. 0,4 kWh. Kaffeemaschine, Waschmaschine und Backofen dann kurzzeitig ca. 2kW

Ich messe das Laden und Entladen sehr genau, um den Wirkungsgrad zu berechnen.

Nun rechne ich nicht mit 90%, aber 260 kWh Laden und 185 kWh Entladen sind nur etwa 75% Wirkungsgrad.

Was kann ich tun, um diesen auf 80 oder vielleicht sogar 85% zu bringen?

Was sind die Parameter, die den Wirkungsgrad (positiv) beeinflussen?

  • niedriger / Hohe beladung, niedricge hohe Entladung, min.SOC sehr niedrig, Beladung 20-80% oder 10-90%

Möglichkeiten über Möglichkeiten.
Was würdet ihr empfehlen bzw. wie habt ihr euren Wirkungsgrad erhöht?

Danke für Infos
Jörg

Anderes Anlagenkonzept bauen.

Ein AC-gekoppelter Akku mit eigenem Wechselrichter hat nunmal doppelte Wandlungsverluste.

Oliver

Ein anderes Ladekonzept kann ich ja nicht mehr realisieren.
Daher wollte ich das Bestehende optimieren. Mir ist klar, dass ich keine 90% bekomme.
Aber 75% erscheint mir (auch mit doppelten Ladeverlusten) zu niedrig.
Als Ziel hätte ich 80% plus (plus kann ggf. auch 0 sein).

Du könntest zusätzlich kostenlosen PV Strom einlagern über einen MPPT von Victron, dann kommst du schnell auf 120% Wirkungsgrad...
sonnige Grüße
mobilsolar

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Schau dir halt die Kurven im verlinkten Thread an. Google findet auch noch mehr dazu.

Oliver

ich belade das System ja vorrangig mit PV Strom. Allerdings konnte ich den Wechselrichter von Kostal eben keine DC Speicher anschließen. Hätte einen neuen WR gebraucht, was unwirtschaftlich geworden wäre.

Daher nehme ich den PV Überschuss und speichere diesen eben über AC. Nur wenn ich das Dynamic ESS einschalte, zieht er Strom über tibber wenn dieser min 7ct preiswerter, als Tageshöchststand ist.

Habe also kein MPPT im Einsatz - aber PV nutze ich.

Ist bei mir genauso. Und ja, der Wirkungsgrad ist nicht optimal.

Schau dir halt die Kurven an, wo das Optimum liegt, und versuche, das zu treffen.

Oliver

Das ist ungefähr der mittere Wirkungsgrad eines Victron ESS. Ich komme auf den gleichen Wert, und viele andere auch. Ich glaube nicht, dass man daran viel ändern kann. Ausreichend dicke Kabel hast Du ja wohl, oder?

Du kannst wohl nicht den Wirkungsgrad erhöhen, aber Du kannst die Verluste ganz billig ausgleichen: einfach mehr PV-Leistung installieren.

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Ohne Battery Live ist für Pylontech kein Problem.

Hallo,
falls deine MP2 oft im Stand-by sind, kannst Du das noch durch ein automatisches aus und einschalten noch optimieren.
mein beitrag wo anders

Meiner Ansicht nach muss man die Grundverluste der Multiplus separat herausrechnen, um die Umwandlungsverluste zu ermitteln. Bei meiner Anlage mit 3 x MP10000 sind dies 3 x 38 W => 2.7 kWh pro Tag bzw. 82 kWh pro 30 Tage.

Im Victron Portal zeigt es für die letzten 30 Tage: 560 kW in den Akku geladen und 380 kW entnommen. Das entspricht einem Gesamtwirkungsgrad von 68%. Zieht man vom Verbrauch die 82 kWh Grundverluste ab, dann erhält man den Wirkungsgrad der Umwandlung und Speicherung: 380 : 478 = 79%. Wurzel daraus ergibt den Wirkungsgrad pro Wandlung = 89% (MP + Akku).

Das sind keine sehr schöne Werte. Wenn man jedoch berücksichtigt, dass es hier nur um den Energieanteil handelt, der nicht direkt verbraucht werden kann, sieht die Sache besser aus. Mein Gesamtverbrauch im gleichen Zeitraum war 1564 kWh dividiert durch den Gesamtaufwand (1564 + (560 - 380) => 1564 / 1744 = 90%.

Der Stromverbrauch ist durch die Akku-Anlage also um 10% angestiegen.

Dies für den Monat September. Im Winter wird der Stromverbrauch steigen und damit die Verluste in Prozent gerechnet sinken.

Der Gesamtwirkungsgrad von 68% hat eine Bedeutung, wenn man berechnen will, ab welchen Strompreisen sich die Speicherung im Akku lohnt. Nämlich, sobald die Rückspeisevergütung unter 68% des Bezugspreises liegt - und das ist heutzutage fast immer der Fall. Bei dynamischen Preisen ist dies aber eine wichtige Schwelle.

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