Wieso stehen Wärmepumpen mit dem Gebläse Richtung Haus?

Habe es editiert.

PS: Also bei Klimasplits die an der Hauswand hängen sehe ich das noch ein. Von der Aufhängung an der Wand könnte bei viel Wind oder Sturm die ganzen Dinger abreißen. Aber bei Standgeräten wie eben viele LWWP werden sie parallel zum Haus gestellt. Warum?

PPS: Danke. Ich halte die Diskussion im Ausgangsthema für verfehlt aber insgesamt für interessant. Daher hatte ich um Abtrennung gebeten.

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Immer gerne.

Zum Thema folgender Beitrag.

In der vorherigen Diskussion habe ich gelesen, dass die Temperatur Differenz des Aussen Wärmetauschers etwa 3 Grad beträgt.
Dann müsste die Temperatur Differenz der Luft zwischen Ansaug und Ausgang aber kleiner sein....
Und damit würde ich einen qm der Hauswand um (sagen wir) 2 Grad gegenüber der Aussenluft abkühlen. Nicht mehr, das geht nicht.
Macht das denn wirklich einen wichtigen Unterschied?

Du hast dann an der Stelle eine niedrigere Temperatur, wieviel weiss ich nicht. Wenn du jetzt ein ungedämmtes Haus hast, so wie wir, dann weiss ich nicht was mit dem Taupunkt passiert, wenn ein Teil der Wand permanent kühler ist bzw. angeblasen wird. Ob das austrocknet oder oder oder. Ja, der Außenputz SOLLTE ausgleichend regulieren, der Innenputz auch. Aber mit einem Infrarotthermometer müsste man es sehen können. Die 3K kann ich auch nicht sagen, wenn der jetzt vereist muss der Kompressor stärker rennen und ggf. sind es dann doch mehr.

Ist ja alles nur Theorie.

Grübel... Meine erste Idee ist, dass der Taupunkt nur im Wärmetauscher unterschritten werden kann, nicht an / in der Hauswand, weil der Wärmetauscher kühler ist als die Luft, und die Aussenwand nochmal wärmer als die Luft (weil von innen geheizt).

alle Klimaanlagen / Wärmepumpen die ich bislang gesehen habe saugen hinten, also am Haus an und blasen nach vorne ins Freie

Gibt es die echt auch andersrum?
Wäre ja totaler Unsinn, weil sie dann ihre aisgeblasene Luft selber wieder "einatmet"?

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So ist die Frage vom @RoterFuchs auch nicht zu verstehen. Es geht ihm wohl eher um die Frage warum die meisten WP's lotrecht mit ihrem Gebläse zur Hauswand montiert werden und nicht parallel zur Hauswand.

In Normalfall saugt die WP die Luft vor einer Hauswand ein und bläst sie vom Haus weg. So kann sie die Strahlungswärme der Hauswand nutzen die tagsüber sich dort akkumuliert. Desweiteren ist der Wärmetauscher so am besten von zb. ungünstigen Winden geschützt. Und die Schallemissionen stören meistens so am geringsten den Nachbarn.

So zumindestens meine Deutung warum die meisten WPs exakt so installiert werden. Steht auch so in den meisten Installationshandbüchern der Hersteller.

Interessanter finde ich die Frage warum die WP nicht vertikal bläst, das Gebläse also parallel zur Erdoberfläche angebracht wird. Der Schallpegel würde sich so eher in Richtung Himmel ausbreiten, wo es keinen stört. Und die Ausblasfläche wäre 360 Grad rundherum um das Gehäuse in alle Richtungen richtung Erdboden.

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Nein, aus mehreren Gründen:
Die Größenverhältnisse stimmen nicht, eine WP saugt mehrere mehrere Dutzend Kubikmeter / min an Luft durch. Mögliche angwärmte Luft zwischen WP und Hauswand ist innerhalb von Sekunden weg.
Nachts / Winter wird da auch nichts / kaum etwas nachgeliefert.
Es macht keinen Sinn, das zu heizende Objekt an der Außenhaut abzukühlen.

Die wenigen Anleitungen, die ich kenne: WP so installieren, dass sie nicht gegen die Hauptwindrichtung ausblasen soll. Bei (starkem) Wind verringert das nämlich den Durchfluss. Nur weil sie vor einer Häuserwand steht, bedeutet es ja nicht, dass da kein Wind ist.
Zusätlich kann bei starkem Gegenwind die Abtauung gestört werden, weil der (Gegen)wind die Wärme abtransportiert.

Wenn man um eine WP drumherum wandert, ist sie meistens nach vorne am lautesten. Daher würde die Ausblasrichtung in Richtung Nachbar diesen am meisten stören, nicht am wenigsten.

Es gibt auch Vertikal WP, z.B. Ochsner.
Die blasen aber sehr wahrscheinlich Richtung Himmel, nicht nach unten.

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Vertikal Anlagen sieht man bei uns recht häufig.
Ich ging davon aus daß sie nach oben blasen, festgeste,lt habe ich es bisher noch nicht.

die meisten werden doch parallel montiert?

nö, bzw. das Gehäuse schon aber die Ausblasrichtung der Luft nicht. Dort saugt man meistens von der Hauswand weg in Richtung Straße.

schau Dir bitte mal an was lotrecht bedeutet - ein Lot kann nur senkrecht hängen

Ich weiss was Du meinst, aber Du wirfst hier einige Begriffe durcheinander

parallel bedeutet in meinen Augen das die längste Seite des Aussengeräts parallel zum Haus steht, so wie halt die meisten Anlagen

Ja, und so steht dann auch der Lüfter entweder aufs Haus blasend oder vom Haus wegziehend.

Den Einwand von pv-soko mit der durch die Hauswand erwärmte Luft finde ich interessant! Man könnte auch an die Wand eine Art Vorwand bauen. Also erst muss dort die Wand gedämmt sein inkl. Alufolie für den Sommer. Und dann im Winter vor die Dämmung Speckstein mit schwarzer Folie. Im Winter könnte man auch Spiegel um die Wärmepumpe aufstellen und auf die Wärmepumpe zentrieren.... jaja, ich hör schon auf.

siehe oben, Größenordnungen beachten.
Sonst könnte man auch ein Teelicht vor die WP stellen, die Abwärme steigert den Wirkungsgrad bestimmt auch nochmal um 100%.

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Gibt es denn wirklich Wärmepumpen, bei denen die Luft Richtung Haus gepustet wird?

Kenne es bei den Split-Klimas so, dass da immer die Luft vom Haus wegzieht. Die Richtung haben die Hersteller m.E. vorgegeben, anders herum platziert fehlt teilweise die Verkleidung der Lamellen.

Dachte bisher, dass es bei Wärmepunpen genauso ist.

Es gibt aus meiner Sicht mehrere gute Gründe, warum eine WP parallel zur Hauswand mit Luftstrom nach außen bzw. rechtwinklig zur Hauswand installiert wird. Neben den hier geäußerten Überlegungen bezüglich Wandtemperatur sehe ich folgenden entscheidenden Punkt:

Wer eine LWWP im Winter betreibt, weiß, dass nicht nur der Wärmetauscher vereist, sondern auch die Fläche vor der LWWP, abhängig von der Witterungsbedingungen, relativ schnell von einer Reifschicht bedeckt ist. Die rel. Luftfeuchtigkeit der ausgeblasenen Luft ist also hoch. Wird diese feuchte Luft nun auf eine Hauswand geblasen, deren Außenputz möglicherweise nicht mehr ganz dicht ist, wird mit Druck in diese Risse feuchte Luft eingebracht und so weit runter gekühlt, dass die Feuchtigkeit in den Rissen kondensiert oder sogar gefriert. Das provoziert dann mindestens Feuchtigkeitsschäden oder bei gefrieren sogar vermehrte Schäden im Putz und/oder Mauerwerk.
So wie man Wasser immer von der Gebäudehülle wegleitet, so sollte man auch die feuchte Luft der WP vom Gebäude wegleiten.

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Gute Argumente.

Was aber alles nur bedeutet dass es doch einfacher wäre nicht parallel zum Haus zu installieren sondern die WP um 90° gedreht. Dann pustet oder zieht es in keinem Fall vom Haus.

Aber der "Lärm" zieht auch zum Nachbarn, bei der Mehrheit der Hausbesitzer :wink:

Gibt sonst noch diese Bauform

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