@uschi@Stomflecken: Damit erwischt Du ja meinen Punkt. Es spielt doch keine Rolle in welche Richtung der Strom fließt, ob ich nun 3,6 KW reinjage oder beziehe. Ist die Leitung sch*...oder die Verbindungen, habe ich so oder so ein Problem. Das hat also zunächst nichts mit der PV zu tun. Ein Heizlüfzter mit 2 KW ist dann genauso unlustig.
da mein Glauben daran, dass man etwas besser machen möchte komplett erloschen ist, bzw. durch den Glauben an die Leistungsfähigkeit des Lobbyismus ersetzt wurde, würde ich sagen, dass die Allgemeinheit der Begrenzung der Modulleistung das eigentliche Ziel war. Wäre das nicht das Ziel gewesen, dann hätte man Lösungen wie eine neue Endleitung in 2,5 mm², Einspeisewächter oder die Nulleinspeisung angesprochen. Da das nicht passiert ist und später üblicherweise nichts nachgeschoben wird was die Lage verbessert oder dem Verbraucher mehr Möglichkeiten einräumt, war das wohl der Weg um noch etwas zu bremsen. da die Norm wohl auch Versicherungstechnisch eine Rolle spielt dürfte sie auch noch die Aufgabe einer Scareware erfüllen. Balkonkraftwerke sind jetzt also grundsätzlich Brandsätze die Häuser in Brand stecken. Die vorsichtigeren Naturen sollten damit effektiv von der Installation von Balkonkraftwerken abgeschreckt werden.
Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin kein Freund davon die Leitungen glühen zu lassen und man sollte vor der Installation schon wissen was so an Leitungen verbaut ist, aber wir sollen hier alles dekarbonisieren, aber schon bei der kleinstmöglichen Sache für den Privathaushalt werden harte Grenze eingezogen, die sich nur mit dem Ausgeben von sehr viel zusätzlichem Geld durchbrechen lassen, obwohl man sehr viel günstigere Lösungen kennt. So wird das mit der Umstellung auf Erneuerbare nichts, aber das ist wohl auch das eigentliche Ziel.
Ich frage mich hier eh, wieso ihr hier großartig über 600 oder 800W diskutiert.
Der begrenzende Faktor bei den BKW´s ist nicht die WR-Leistung, sondern die Modulleistung, insbesondere wenn Speicher im Spiel sind.
3kW WR-Leistung für die kurzen Peaks bei einem normalen kleinen Haushalt mit vll. 200-300W Grundlast sind absoluter Overkill.
Wichtiger ist maximaler Ertrag, auch bei Schlechtwetter und gerade da schiebt die neue 800VA Regelung euch einen Riegel vor, den es zu verhindern gibt.
Wundert dich das?
Es geht schlichtweg nur um Gewinne.
Den günstigen Strom, den uns die Kommunen mitsamt ihren Stadtwerken für die Verschandelung der Landschaft mit FFA und Windrädern versprechen gibts nicht.
Die Konkurrenz ist trotzdem noch 20-50% günstiger, dafür gibts aber einen allgemeinen Anstieg wegen der Netzentgelte ...
Wäre jetzt ziemlich blöd, wenn sich jetzt auch noch jeder Haushalt ein großes BKW montieren würde, um dem ganzen möglichst zu entgehen ...
Die größeren Verbraucher haben ja schon längst selbst größere PV-Anlagen.
Man sollte die grünen nicht so direkt mit der realität konfrontieren.
Die 600W/800W sind ja nicht das maximum was eine 1.5mm leitung abkann. Eine 1.5mm kann beim schlimmsten fall "Verlegung in wärmegedämmten Wänden" 14A dauer. Das sind bei 230V über 3000W. Wenn das BKW einen eigene 1.5mm leitung zum schrank hat geschieht da nichts.
Heikel wird das erst wenn BKW 1000W einspeist und frau auf der gleichen leitung 4000W verheizt (2 heizlüfter). Dann löst nämlich die sicherung nicht aus und die leitung wird heiss. Die gefahr hier ist die frau, nicht das BKW.
Der angegebene grund für die 600W/800W beschränkung ist eher dürftig, selten relevant, vorgeschoben. Der wahre grund ist dass ohne beschränkung die elektriker und bürokraten nicht abkassieren können. Der BKW status legalisiert nur die DIY piratenPV, es ist das einlenken auf massiven zivilen ungehorsam.
Wo früher lokale Dienstleister noch im Sinne der Bürger planen und entscheiden konnten, herrscht heute nur noch kurzfristiger share holder value verbunden mit Lobbyismus.
@surolac Auch nur wenn der Verbraucher, also die beiden Heizlüfter, quasi am Ende der Stromkette hängen, vom LS aus betrachtet:
Netzstrom-> Einspeisung BKW-> und erst dann Verbraucher. Jetzt würde das letzte Stück Leitung zwischen BKW und Verbraucher überlastet. Ansonsten möglicherweise "nur" die Steckkontakte. Stichwort Mehrfachsteckdose.
Und wenn die Leitung exklusiv ist, also kein weiterer Abzweig oder eine Steckdose, fällt die Begrenzung ganz weg, zumindest aus technischer Sicht.
Und wenn man will, gelegentlich sieht man Kochherde an zwei Phasen, der Backofen an der verbleibenden, exklusiv. Wenn man DARAUF einspeist, fällt die Begrenzung auch weg, weil man keinen Verbraucher dazustecken kann.
Und SO geht Erfüllung von Normen.
Oder auch mit der schon erwähnten Auswahl von 2,5 qmm, 16 A abgesichert. Da kann man ausrechnen, was man anstecken darf. Eine ziemliche Menge.
Macht für den Kunden aber absolut keinen Unterschied.
Genug OT weiter gehts ...
Laienbedienbarkeit.
Die 800W sind gewählt worden, weil die absolut idiotensicher sind.
Kann genauso gut wie jeder Heizlüfter im Baumarkt gekauft werden und problemlos daheim angesteckt werden.
Nur Deutschland hat (wie leider bei fast allem) mal wieder eine Sonderlösung verabschiedet.
Technisch spricht absolut nichts gegen >600W.
Möglich wäre:
600/800W verteilt auf mehrere bestehende Stromkreise mit dem gleichen Außenleiter (max 4,6kVA ges)
600/800W verteilt auf mehrere Außenleiter an bestehende Stromkreise
0,6-4,6kVA mit einphasigem WR bei seperater Absicherung
Persönlich wäre mein Vorschlag, das ganze auf 10A oder 16A bei seperater Absicherung anzuheben.
10A: Problemlos mögliche Dauerlast bei Sparfüchen die Schuko oder nur 1,5mm² verwenden.
16A: Noch relativ unbedenklich, sofern richtig fest angeschlossen wird. Sollte man sicherheitshalber 2,5mm² vorschreiben (Leitungslänge/Verlegeart).
Sicherheitstechnisch macht es imho keinen Unterschied. Der Laie bastelt auch an genügend Stromkreisen an denen Heizlüfter, Heizstäbe, ... angeschlossen werden.
Mögliche WR-Leistung würde sich dann durch ein oder dreiphasigen Anschluss ergeben.
OK, ich bin echt gespannt auf das Video von Andreas bis dahin ballere ich weiterhin 2,5 KW auf die 1,5er drauf...Perspek. ist mir das eh alles egal, weil ich bald eine 5x10 m,^2 in den Batterieraum legen, wo dann auch die beiden PVs drauf gehen. Da kann ich so viel Heizlüfter anschließen wie ich lustig bin ;-))))
@uschi Ich habe über Deinen Post noch etwas länger sinniert und ich finde die Fragestellung wirklich interessant, weil ich das Argument von E-Tekkis schon öfters gehört habe. Theoretisch verstehe ich das Problem schon, es stellt sich mir die Frage nach der praktischen Relevanz. Mit Alu oder Alulegierungen habe ich keine Erfahrung, ist heute auch kein Thema mehr, aber mich würde mal interessieren wie sehr eine Verteilerdose mit geklemmten Cu-Kabeln Wärme erzeugt, wenn da ordentlich Ampere drüber gehen.
Folgender Plan:
Test 1: Ich führe ein 1.5er Kupferkabel durch eine Abzweigdose und belaste mit 3.6 KW
Test 2: Ich führe das 1.5er Kabel in die Abzweigdose und trenne dies 2-3 auf, um gleich mehrere serielle Dosen zu simulieren,
und verbinde wieder mit Klemmen (vielleicht auch bewusst etwas lasch angezogen) und dann wieder 3.6 KW drauf
Frage: kann ich einen (signifikant) erhöhten Kontaktwiderstand zwischen 1 und 2 messen
Frage: Welcher Temperaturunterschied stellt sich zwischen den Dose auf der Oberfläche der Dose ein
Ist ja fix getan dieser Aufbau und ein interessanter Test fürs MythBusting.