@solarheini Ziemlich abwegiges Beispiel das Trockner und Wasserkocher über eine Mehrfachsteckdose laufen. Wenn ich mit zwei blanken Drähten gleichzeitig in der Steckdose rumporkel bekomme ich zu 100% mächtig eine gepflastert, wenn es keinen FI gibt. Fällt aber auch in die Kategorie, was man alles besser nicht macht.
Elektroinstallationen müssen so ausgelegt sein, dass unter allen Umständen der Leitungsschutz gewährleistet ist. Alles andere wäre doch ein absolut löchriges Sicherheitssystem. Man kann doch keinem Laien verklickern, was er alles nicht tun darf. Das ist nicht vermittelbar, der muss sich einfach darauf verlassen können, dass beim Anschluss handelsüblicher Sachen nichts passiert. Ein paar wenige Basics muss man natürlich wissen, z.B. dass man nicht 5 Verteilerdosen hintereinander betreiben sollte oder Kabeltrommeln komplette abrollen muss, wenn höhere Ströme fließen.
[quote data-userid="8074" data-postid="137994"]Elektroinstallationen müssen so ausgelegt sein, dass unter allen Umständen der Leitungsschutz gewährleistet ist. Alles andere wäre doch ein absolut löchriges Sicherheitssystem.[/quote]Auch wenn mir @ThorstenKoehler dann wieder eine Negativbewertung reinhaut, muß ich Dir da leider widersprechen: Das ist leider nicht möglich. Die Installation, wie wir sie heute kennen, kann nicht zuverlässig alle Fehler außerhalb der Installation (also z.B. außerhalb der Wandsteckdosen) ausbügeln und damit sind leider immer Umstände möglich, die der Nutzer zwar zu verantworten hat, deren Auswirkungen sich aber dann in der Installation (z.B. im Trockenbau) befinden. So kann bei einer Überlastung beispielsweise die Mehrfachsteckdose, die es ja auch mit mehr als nur drei Plätzen gibt, abrauchen, dies könnte aber genauso gut in einer 1,5 mm²-NYM-Leitung geschehen. Solche Vorkommnisse mögen selten sein, aber "unter allen Umständen" ist es leider eben doch nicht auszuschließen.
Daniel
Mit allem Respekt, gerade hast du dir selbst widersprochen.
ich präzisiere nochmal: Unter der Beachtung einiger Basics, die vermittelbar sind, muss ein System unter allen Umständen sicher sein. Anders geht es in der Praxis nicht, weil sich wirklich alles nie absichern lässt.
Was nicht vermittelbar ist, zeigt sich auch recht schnell in der Praxis: Überall, wo öfters Unfälle passieren, werden die Vorgaben verschärft.
Richtig, es lässt sich nicht alles durch höhere Standards und Regeln vollständig absichern, dass nichts mehr passieren kann. Da gebe ich dir Recht.
Aber was das vermittelbare angeht, fand ich das Beispiel mit der Kabeltrommel ganz abrollen gut. Welcher Normalo/Nichtelektriker weiß das und achtet darauf die Rolle wirklich abzurollen wenn große Verbraucher angeschlossen sind, keiner. Für mich ist das genaue die gleiche Kategorie wie die Faustregel, dass man einfach keine großen Verbraucher an die gleiche Sicherung anschließen sollte wie die Anlage, Punkt.
Wenn solch Triviale Dinge nicht vermittelbar sind (die sich z.B. mit einfacher Kennzeichnung von allen betroffen Steckdosen im gleichen Stromkreis lösen lassen), dann muss ich sagen fällt das in das Gebiet unvermeidbare Schäden durch Dummheit oder Unwissenheit, die es immer geben wird und da ist niemand Schuld dran außer die Person, die das nicht kapiert hat. Wer dieses potenzielle Risiko nicht hinnehmen mag, muss Geld in die Hand nehmen und ne eigene Leitung für die PV ziehen lassen, ganz Einfach.
Wie kann es sein, das solche konstruierten, theoretischen Szenarien verwendet werden als Argument gegen die Zulassung für mehr Leistung bei Steckersolar. Sowas gibt es nur in Deutschland.
Meine Meinung dazu ist, wer Balkonkraft haben will und nicht mal bereit ist sich eine Stunde lang darüber zu informieren, um zu lernen worauf man achten sollte oder einfach 5min die Sicherheitshinweise durchlesen kann (da reicht ein dick gedruckter Satz in der Anleitung in dem steht was man nicht machen soll), der sollte es besser lassen und nicht erwarten, dass es noch strengere dümmere Regeln gibt, nur damit er sein Plug n Play Teil idiotensicher wie ein neues I Phone einstecken kann und alles funktioniert von selbst.
Denn nur Leuten mit so ner Einstellung und Erwartungshaltung, wird das in 100 Jahren passieren, dass die Bude abfackelt wegen einem BKW (voraus gesetzt sonst war alles korrekt angeschlossen, gibt natürlich auch andere Fehlerquellen).
nennt man auch darwin award
am besten wäre immer noch eine separate leitung fürs bkw dann kann man da auch 2kw dranhängen
aber wer belastet schon die leitung mit dem maximalen strom
ich habe bei mir 1.5er leitungen mancherorts verlegt für licht und kühlschrank und auch mit 16a abgesichert so wie es früher üblich war und ich es so gelernt habe.
das entspricht auch dem altbau bestand
wenn man da jetzt 800w einspeist und 3,6kw vom netz zieht... jo müsste man dann prüfen was passiert ich würde sagen garnichts
da solche starkverbraucher nie dauerhaft laufen.
das ist doch das gleiche wie mit dem 3 phasen 40a fi und den 8 nachgeschalteten 16a sicherungen
Bisher ist das Sicherheitsniveau aber deutlich höher: Ein Leitungsschutzschalter schützt unter allen Umständen die Leitung vor Überlastung. Es ist einfach unmöglich, eine Überlast durch beliebiges Fehlverhalten hinzubekommen. Selbst wer den Hebel des Leitungsschutzschalters blockiert, hat keine Chance, Sicherung löst trotzdem aus.
Dieses Sicherheitsniveau wird recht wahrscheinlich schon einige Brände verhindert haben und das wird man auch nicht aufgeben wollen. Denn das muss man ja auch mal sehen: Durch unsere hohen Standards in der Elektrik ist auch einiges an Gefahren abgewendet worden. Nur was nicht passiert, nimmt man auch nicht wahr.
@docemmettbrown ProofWurm ist Elektriker. Er hat von Hause aus schon kein Interesse zu sagen das Du keinen Elektriker brauchst.
Viele seiner Videos sind gute Beispiele für "German Angst".
Habe gerade wieder mal Warenschau gemacht und nach Kabeltrommeln geschaut.
Auf jeder "neuen" und sogar auf meiner 15Jahre alten Trommel ist ein Aufkleber der anzeigt Maximallast aufgerollt 1320W, abgerollt 3680W.
Da fällt mir der berühmte Satz ein: Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Da geht es meiner Ansicht nach nicht um Wissen oder nicht, sondern schlicht um Ignoranz gegenüber der eigenen Sicherheit und der anderer.
Gegen Ignoranz ist leider kein Kraut gewachsen.
Herzliche Grüße
[quote data-userid="478" data-postid="138511"]ich habe bei mir 1.5er leitungen mancherorts verlegt für licht und kühlschrank und auch mit 16a abgesichert so wie es früher üblich war und ich es so gelernt habe.
das entspricht auch dem altbau bestand
wenn man da jetzt 800w einspeist und 3,6kw vom netz zieht... jo müsste man dann prüfen was passiert ich würde sagen garnichts
da solche starkverbraucher nie dauerhaft laufen.
das ist doch das gleiche wie mit dem 3 phasen 40a fi und den 8 nachgeschalteten 16a sicherungen [/quote]
Ich muss Dir recht geben. Die einzigen Starkverbraucher in privaten Haushalten sind E-Autos. Sie ziehen über 1 Stunde die gleiche Strommengen und haben damit einen Gleichzeitigkeitsfacktor von 1, alle anderen Verbraucher werden mit maximal 0,7 berechnet und damit sind sie 30% der Zeit aus.
Sorgen machen mir nur alle Geräte von über 2000W an Schuko (diese Stecker ist nur 10 Dauerstrom und 16A Spitzenstrom brauchbar). Selbst die guten Merten Aquastar halten nicht immer die 2000W-Warmwassererzeuger bei uns im Verein aus.
Die Diskussion das 1,5mm2 nur mit 13A abzusichern ist, fangen wir hier lieber nicht an {green}![]()
@muellerarmack Wieso hast Du in deinem Hausanschlußkasten (HAK) nur 16A drin. Kleiner wie 35A habe ich noch nichts in HAK‘s gefunden, oder was soll diese Abkürzung bedeuten?
[quote data-userid="14465" data-postid="138529"]@docemmettbrown ProofWurm ist Elektriker. Er hat von Hause aus schon kein Interesse zu sagen das Du keinen Elektriker brauchst.
Viele seiner Videos sind gute Beispiele für "German Angst".[/quote]Keine Ahnung, aber ich habe von ihm auch Folgen gesehen, wo er einiges relativiert und durchaus wissentlich (er sagt das auch) Wissen für Bastler vermittelt. Aber, und das sagt er auch, man muß halt wissen, was man tut. Weiß man dies aber nicht, ist der Griff zum Telephonhörer vielleicht doch der bessere Weg, bevor man die Zahnbürste in den Koffer packen muß (Stichwort "großes Haus mit Innenhof").
Wirklich gefährlich sind nur die, die vielleicht 2-3 YT-Videos mit einer Gesamtlaufzeit von vielleicht einer Stunde gesehen haben, die Physik dahinter nicht einmal ansatzweise verstehen und dann im Glauben, sie wüßten alles, sich an Elektroinstallationen zu schaffen machen womöglich noch, wenn alles unter Dampf (Spannung) steht. Wenn ich alleine schon manche Medienberichte lese, in denen steht, irgendeine Leitung hätte einen Strom von n Volt, kriege ich graue Haare. Und diese Klientel sollte man tatsächlich vor Basteleien abhalten.
Die allermeisten hier im Forum haben aber einen elektrotechnischen Hintergrund, kennen das ohmsche Gesetz, die fünf Sicherheitsregeln und haben mindestens ein Multimeter, so daß die Chancen recht gut stehen, daß wahrscheinlich eher nichts passiert. Deswegen sollte speziell hier im Forum wegen ProofWood eigentlich keine Panik ausbrechen. ?
Daniel
ich kann dem sein clickbait nicht ausstehen traurig das der das so nötig hat, sonst läufts wohl nicht...
schau deswegen schon lange nichts mehr von dem an.
von akkus usw hat der ja eh keinen plan
Es wird schon sehr lange in der hausinstallation ne gute und sichere aufteilung gemacht. In meinem elternhaus gab es 3 sicherungen. Wenn man im badezimmer nen heizlüfter an hatte und jemand im wohnzimmer den staubsauger eingeschaltete, war das gesamte haus dunkel. Diese zeiten sind lange vorbei, auch in diesem haus wurden mit der zeit alle zimmer renoviert und dabei neue elektroleitungen verlegt. Incl. Neue sicherungen für die einzelnen räume.
Ich hänge ein bild an, was bei mir so an strom fliesst. Das ist alles total unkritisch. Bei mir im haus ist jeder phase nochmal in 4 einzelne sicherungen, ergo zimmer, ergo stromkreise aufgeteilt. Was ich messe ist der gesamtstrom der 4 stromkreise jeder phase. So gesehen kann man auch mehr als 1x 600 W bkw an eine sicherung hängen. Klar, theoretisch ist es möglich, die 1,5 mm2 leitung zu überlasten, wenn denn massiv viele verbraucher an genau dem stromkreis zusammen laufen würden, an dem das bkw angeschlosse ist. Das ist sowas von unwahrscheinlich, da brennt das haus eher durch blitzeinschlag ab.
Viele haben ja shelly 3em oder messen die ströme der 3 phasen. Die grafik will ich sehen, wo (normales 1 familienhaus) das kritisch wird.
Was man nicht unterschätzen sollte, sind lose klemmstellen. Nicht richtige eingesteckte adern in den wago-klemmen z. B. Denn durch den erhöhten widerstand wird das heiss, wenn den durch bkw längere zeit einiges an strom durch fliesst.
Im internet gibt es unglaublich viele, die versuchen mit ihren videos geld zu verdienen auf teufel komm raus. Je mehr panik man verbreiten kann, desto mehr klicks. Da werden geräte, akku etc. Wissentlich überlastet und geschrottet. Weil man so am ende mehr geld verdient, als den alten akku wo abzugeben. Auch diese videos wie im ersten post gehören für mich dazu. Das dient nur dazu, geld zu verdienen. Hat nicht wirklich einen wert. Nicht für fachleute und auch nicht für laien.
Eine sichere Installation ist doch ganz einfach: Entweder eine getrennte Leitung vom Verteilerkasten zum Balkonkraftwerk, die du auch nur mit 6A oder noch weniger absichern musst. Und wenn du unbedingt eine Leitung nutzen musst, wo auch andere Verbraucher dran hängen, einfach den LS von 16A auf 13A oder 10A reduzieren.
Auf dieser Ebene sollte man einfach die Normen einhalten. Tut doch auch nicht weh.
Das sichere AUS für die Balkonkraft, auch ohne Notwendigkeit:
“Wir schlitzen die Wände einmal quer durch die Wohnung? Verputzen und Tapezieren?“
„Wir geben unseren Erstgeborenen für ein Vereinsmitglied das drei Drähte anklemmt?“
„Der Kasten ist zu klein, zu alt, hat keine sinnlosen Totvolumina?
Mit einer zweiten Hypothek leicht zu stemmen.“
SolarHeini
Wenn man selber noch an der UV herummurksen muß, könnte das aber viele Nutzer von ihrem Können her überfordern. Und wenn sie einen Elektriker dafür holen müssen, der dann irgendwann in den nächsten fünf Jahren kommt, is des ah irgendwie bleed. ?
Selbst wenn der Elektriker sofort käme, wird er dafür eine Stunde plus Material plus Anfahrt berechnen. Wenn er dabei die magischen Wörter "Oh, oh, oh! Oh, dat wird teuer!" sagt, bedeutet das pro "Oh" eine Steigerung von 50 € gegenüber dem Kostenvoranschlag. Andere gefürchtete Sätze wären "An Ihrer Stelle würde ich das alles neu machen lassen" oder "Dat war ich nich', dat war schon vorher kaputt".
Daniel
Es ging doch gar nicht um 1 Balkonkraftwerk, sondern um mehrere an einer Leitung. Und da wird es irgendwann kritisch.
Wenn es nur um ein BKW geht, könnte der VDE auch mal Versuche machen, ob überhaupt irgendwas Kritisches passieren kann, wenn mal 2 A mehr auf der Leitung fließen. Ich könnte mir vorstellen, dass da bei den meisten Installationen überhaupt nichts passieren kann. Wenn bei uns 16A über 1,5mm² laufen, wird die eingeputzte Leitung maximal lauwarm.
Ich nehme einfach mal den typischen Fall eines Balkonkraftwerkes.
Der Balkon ist in der Regel vor dem Schlafzimmer und oder Wohnzimmer.
Wenn der Balkon also keine eigene Sicherung hat, wird der Anschluß über Schlaf- oder Wohnzimmer mit auf einer Sicherung sein.
Was hat in diesem Räumen eine so hohe Dauerlast das man darüber diskutieren muss?
Was hat in diesem Räumen eine so hohe Dauerlast das man darüber diskutieren muss?
nun du könntest ja nen elektro grill und noch nen wasserkocher anschalten und natürlich sind die dauerhaft an weil der wasserkocher nen defekten schalter hat und der grill 20kg steaks grillen muss... ?
argumentation mancher elektriker oder theoretiker.
