Wie synchronisiert ihr eueren LiFePO4-Akku im Betrieb.?

start spannung für balance sollte 3,4V sein drunter funktioniert das bei lifepo nicht richtig und bringt die zellen eher mehr auseinander

je höher die spannung wird ab 3,4v desto besser funktioniert das balancen

ich lade aber nur bis 3,5v das ist ausreichend für die bessere lebensdauer der zellen und für das balancen. bei dieser spanung ist der akku auch zu 100% voll

jo das ist optimal habe auch 56V bei mir eingestellt

Also wenn ich meinen BMS die Daten auf den Laderegler übertragen lasse, dann lädt der bis zur Notabschaltung.

Das halte ich als Regelfall nicht für günstig. Bei mir setzt der BMS erst bei 56V mit 20mA ein, daher etwas mehr.

@josyba

Also nach langem hin und her:

Das BMS ist letztlich eine Entwicklung von CERRNSS, welche durch ein neues BMS abgelöst wurde. Dies wurde mir durch den Hersteller (CERRNSS) auch so bestätigt.

Zumindest für das 16S 200A BMS ist der letzte verfügbare Firmwarestand: DR06_16S_200JC03_V2.0.0_T2_G.bin zumindest für Growatt usw..

Andere Händler/Hersteller wie Josma etc. kaufen/kauften dieses bei CERRNSS. Es gibt nur ein Datenblatt auf chinesisch, kein übersetztes.

Die neuere Version soll einen besseren Balancer haben und ein rot statt blaues Dip-Schalter Feld für die Adressen..

1. Overvoltage disconnect voltage -----57.6V

2. Charging limit voltage ----58.4V

3. Overvoltage reconnection voltage -----53.5V

4. Equalize charging voltage -----56V

6. Float Charging Voltage -----54.0V

8. Low Voltage Reconnect Voltage -----48V

9. low voltage warning reconnect voltage -----48V

10. low voltage warning voltage -----45V

11. low voltage disconnect voltage -----43.2V

12. discharge limit voltage -----40V

Dies sind die Werte, welche ab "Werk" eingestellt sein sollten und zumindest bei Growatt wenn die Batterie auf Adresse 48 und CAN Bus Kommunikation steht

(bei Growatt 005 auf LI und 36 auf 51), so im WR auftauchen. Wobei 4. und 6. zumindest bei mir im WR gleich sind und zwar auf 57V, was ggf. auch auf die Firmware im WR zurückzuführen ist.

Ich scheine tatsächlich den gleichen BMS zu haben.!

Wo kann man denn die chinesische Docu runterladen.?

Es gibt leider keine Doku, nur ein Datenblatt. Dies gibt der Hersteller jedoch nur raus, wenn man ein neuen Akku bestellt.

Für das "alte" BMS mit blauen Dip-Schaltern gab, gibt und wird es keine Doku geben.

Für das "neue" BMS mit roten Dip-Schaltern will er eine erstellen und dann an die Leute die direkt im CERRNSS Store bestellt haben eine senden:

(mein Chatverlauf)

Prinzipiell ist die Firmware gleich, jedoch haben beim alten verschiedene Parameter keine Auswirkung bzw. nicht die, die der Bezeichnung am nächsten kommen würde.
Auch sind die Werte, welche dann auf den WR wirken nirgends wirklich beschrieben.

Hast Du spezielle Fragen? Ich hab mich ziemlich intensiv mit dem BMS beschäftigen müssen und bereits 5 von 8 Batterien mit einem 4A NEEY Balancer ausgerüstet.

Viele Grüße

Mich würde z.B. interessieren, ob es bei dem alten BMS "normal" ist, dass einem Victron-System immer konstant 150A Lade-/Entladelimits gemeldet werden. Ich drossel die Leistung zwar selber, jedoch wären mir die richtigen Werte irgendwie lieber...

Dazu müsstest Du bitte Deine Konfiguration nennen und die Firmwarestände der Batterien.

In Meinem Fall sieht das folgender maßen aus:

8 Batterien mit 51,2V und 150Ah

im BMS eingestellt: Nenn-Ladestrom max. 45A also 0,3C

Da die BMS untereinander kommunizieren, sieht das BMS mit der Adresse 48, das quasi 7 Slave Batterien dran sind. Also werden die 45A mit 8 multipliziert, somit 360A max. Ladestrom von den Wechselrichtern.

Meine Growatts SPF 5000 ES haben aber nur 100A, welche DC-seitig an die Batterien gegeben werden können. Somit ist der Wert im Wechselrichter 100A.

Vermutlich kann Dein Victron 150A Ladestrom liefern?

Jetzt kommt der Haken:

Ich habe 5 mal den Growatts SPF 5000 ES. Da sich diese abgleichen, steht in jedem der Wechselrichter die 100A als max. Ladestrom, was nicht änderbar ist, da dies ja vom BMS gesendet wird. Das BMS weiß vermutlich nicht, das ich 5 Wechselrichter habe und der "Mastergrowatt" reicht die Vorgabe über den CAN-Bus nur an die anderen Inverter weiter.

In meinem Fall ist das unkritisch, da ich 3 um je 90° Versetzte Ausrichtungen der Solarmodule habe und nie über 200A Ladestrom kommen würde.

Sorry, hatte die Infos völlig vergessen:

1 230Ah/16S Akku mit "altem BMS"

angebunden über Battery-CAN am Cerbo GX

1 MP2-5000

alles nur AC gekoppelt

Regelung per ESS-Mode 2 (wegen weiterem Fremd-ESS)

Steuerung des Setpoint via Modbus in iobroker

Wie gesagt, ich dachte immer, dass das BMS dem Inverter/Laderegler selber dynamisch mitteilt, was sein derzeitiges Maximum ist.

150A würde ich ja eh nie erreichen, aber das halte ich z.B. bei 99% SoC bzw. >55V auch für völlig falsch.

Das ist ja auch nicht so.

Solange der WR im ConstantCurrent-Modus arbeitet, würde er max. 150A bereit stellen dürfen, nach Deinen derzeitigen Einstellungen.

Ob dies jemals zum tragen kommt wage ich zu bezweifeln, bei einem Akku, an sich physikalisch unmöglich, es sei denn die Ladeschlussspannung ist sehr hoch gewählt und der WR kann DC seitig 8KW bereitstellen.

Sobald der ConstantVoltage-Modus aktiv ist, sinkt der Strom zwangsläufig ab.

Im Flooding-Bereich fliesst dann ohnehin kaum noch Strom in die Zellen.

Welche Firmware hast Du auf dem BMS, noch eine V1.x Version? hier kann der Fehler noch drin sein, dass der max. Ladestrom des BMS, also das wo dass BMS abschalten würde an den WR gesendet wird. Dann solltest Du auf jeden Fall auf die V2.0.0 hochrüsten.

Mittlerweile ist es die 2.0.0er Version. War auch ein ganz schöner Akt, da das BMS beim Updateversuch direkt im Bootloader hängen geblieben ist. Aber der Händler hat's per Fernwartung geschafft und die Version läuft jetzt soweit.

Ehrlich gesagt kann ich Dir gar nicht so recht sagen, wann und ob der Constant-/Floating-/Bulk-Mode aktiv ist. Letzten Endes sehe ich ja nur die Auswirkungen dessen, was ich mir vom Victron "wünsche" und da könnte ich problemlos bei fast vollem Akku eine Ladung von 3000W ansetzen, also >50A. Dies wurde mir in der Vergangenheit (BMS 1.x) aber natürlich sofort mit einem Highvoltage-Alarm quittiert.

Daher habe ich mich jetzt herangetastet und mein Skript halt so verändert, dass die Lade- und Entladeleistung je nach SoC (<10%, >90%, >95%, >98%) oder Zell-Balance (>100mV, >150mV) runter bis auf 100W (2-3A) gedrosselt wird.

Aber das Victron-System wäre durchaus in der Lage, auch die Limits des BMS zu beachten. Nützt jedoch nix, wenn diese permanent so hoch sind.

In der BMS-Software habe ich selber nix verstellt ... ich denke aber, dass genau dort die entsprechenden Regelungsparameter zu finden sein sollten, oder?

Meine andere Befürchtung ist, dass die Werte über das CAN-Protokoll gar nicht oder falsch übertragen werden und man sie eigentlich per RS485 abgreifen müsste.

Für alles ja, ja und ja. Auch in der V2.0.0 ist es so, das Ladeschlussspannung und Floating nur ein Parameter sind. Somit kann man das nicht trennen.

Der Strom wird letztlich vom WR geregelt, da kann das BMS nicht eingreifen. Somit wäre/ist die RS485 Abfrage und das setzen des Ladestromes im WR der richtige Weg.

Ich kann im Growatt die Kommunikation von LI auf USE ändern, damit kann ich zumindest die Werte für Ladeschlussspannung und Floating getrennt einstellen, sowie die max. Ladeströme je WR getrennt im WR vorgeben. Allerdings muss ich dann alle Parameter in V statt % angeben.

Der Highvoltage-Alarm kommt, da Du vermutlich keine aktiven Balancer verbaut hast bzw. Du die Zellen nicht Top-Level balanziert hast?

Ich hatte dieses Problem anfangs auch, war dann nach dem Top-Level Balancing auf 3,65V jedoch weg. Jetzt ist es ohnehin weg, da die NEEYs das rechtzeitig regeln und ich keine Abweichungen >20mV beim Laden habe.

Danke für Deine Hilfe. Langsam kommt Licht ins Dunkel.

Aber theoretisch sollte das BMS doch trotzdem seine derzeitigen "Wünsche" bezgl. der Limits kundtun können, oder?

Klar, andererseits sind ja die WR wohl auch in der Lage, abzuschätzen, was gerade "gut" wäre.

Bezgl. des HV-Alarms hast Du sicherlich Recht. Mangels aktivem Balancer bekomme ich das aber mit reduzierter Ladung "kurz vor voll" gut in den Griff und bin eigentlich immer <100mV und meist <30mV Differenz.

Also das BMS wertet nur die Grenzen aus bzw. gibt diese weiter.

In Deinem Fall beträgt der empfohlene Ladestrom 230Ah*0,3C => 69A. bzw. entsprechen die 150A ja 0,65C, dies wäre ein Falscher Wert in den Settings des BMS oder es wird falsche Wert via Can an den WR gesendet. hast Du ein 200A BMS oder ein 150A BMS?

Wie dem auch sei, das BMS würde bei überschreiten der 69A eine Warnung ausgeben und bei über 150A bzw. 200A je nach BMS mit OverCurrent abschalten und den Ladevorgang beenden. Eine "Ladekurve" ist nicht hinterlegt, da das (unser) BMS ja "nur" Schutzfunktionen beinhaltet (Spannungs-/Strom-/Temperaturüberwachung).

Alles andere muss vom WR geregelt werden.

"eigentlich immer <100mV und meist <30mV Differenz."

Bei welcher Ladespannung hast Du diese Werte? >3,45V dann wäre das fast ok, drunter wäre das Murks, da die Ladezustände der zellen dann zu unterschiedlich wären und die Kapazität der Batterie in Summe nicht genutzt werden würde.

Eine kurze Bedienungsanleitung für Laien habe ich.

Die ist mit Vorsicht zu genießen,weil eben "kleine Ströme" nicht mitgezählt und dadurch der Prozentwert nicht genau genug ist.

Ja, alles kleiner 0,7A wird weder beim Laden noch beim Entladen angezeigt oder gezählt.

Update

ich fahre jetzt meine Batterien seit einem Jahr ohne Steuerung durch den Inverter.

Und siehe null "Problemo". Unter der Regie der "Intelligenz" waren die Zellen regelmäßig aus dem Tritt geraten. Jetzt mit CC/CV Ladung mit Lade-Endspannung nach Herstellerangabe läuft alles rund.

Mein erster Chef sagte immer. "Jede gute Automatik ist abschaltbar, denn mit ohne ist immer besser." :wink:

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LG Jörg