Wie synchronisiert ihr eueren LiFePO4-Akku im Betrieb.?

@nordarne Grundsätzlich soll ein BMS nur als Wächter dienen. So zu sagen im Hintergrund als Notbremse. @nordarne Wenn man also die Spannung im BMS auf 56 Volt setzt und im Victron/Laderegler auf 55,2 Volt, so gilt der niedrigere Wert. Auch im DVCC. Der Laderegler kann so schön in die Absorbtionsspannung gehen, welches es nicht tut wenn das BMS steuert. Das BMS kennt keine Absorbtionsspannung.

Grüße

Für die Antwort des TE gibt es eine richtige Antwort.

Richtig initialisieren, bis 3,5 V pro Zelle laden.

Genau da liegt der Hund begraben: man muß der Batterie Zeit lassen damit das BMS die Zellen ausgleichen kann.

Ganz offensichtlich ist dieser Prozeß nicht komplett erfolgreich gewesen, vielleicht aus etwas defekt am BMS. Das kann nur die Zeit zeigen ich lasse die Batterie erstmal eine Weile an 56V hängen.

Danach ist Ruhe angesagt ob sich was auffällig verhält.

Guck dir doch einfach mal die Videos bei YT an.
In unserm Usecase mit BMS geht die Wahrscheinlichkeit gegen 0, dass die ZELLE brennt.
Der Schrumpfschlauch und das Material drum herum brennt eher als die Zelle.
Wozu prüft man die Kontaktstellen und die Wärmeentwicklung unter Volllast?
Wovon du redest ist, wenn überhaupt, bei einer Maximallast von >1C zu erwarten.

16 * 3,45V im Victron respektive über dbus-serialbattery. Auf Zellebene kann der Victron natürlich nicht.

Das BMS regelt ab, wenn eine Zelle die 3,55V erreicht. Wenn du aber gutes Top-Balacing hast, dann schaltet das BMS auch nicht ab.
Ich hatte heute bei 55,84V ein Delta von 0,008V (Min/Max).

Du solltest im jeden Fall deine Zellen einmal oben raus balancen. Ich habe die auf 3,5V geladen und dann den MP2 über die Remote Console nur auf "Charger" gestellt, damit das BMS über Nacht ausgleichen kann. Vorher habe ich aber noch die Zellen mit der niedrigsten Spannung manuell mit einem Labornetzteil auf 3,6V geladen (kann man im finalen Setup machen, du musst dazu nichts auseinander bauen). Andersherum geht natürlich auch. Mit einer Glühbirne die höchsten Zellen manuell ein wenig entladen.

So langsam geht es voran. die Zellen gleichen sich immer mehr an. Ich schätze, daß der Unterschied der Ladung so bei 40% lag. Messen geht halt bei Li-Akkus schlecht.

Ich habe leider kein Handbuch für das BMS. Die Versions Nummern sind:

Hardware DR-JC03, Software DR-LCD-V2.00

Wer kennt den Hersteller ??

LG Jörg

Problem gelöst:

Bei Ladespannung von ca. 55V und ca. 10A arbeitet das BMS super. Vorher waren die Zellen zu weit auseinander, so daß eine zu hoch kam mit Notabschaltung.

Ich habe die Batterie mit geringem Strom 0,1C mehr als einen Tag arbeiten lassen. Balancieren geht nur am oberen Ende.

Die Batterie ist jetzt synchron und wird nicht mehr "warm" ( waren eh nur 4° bei 0,6C ).

Durch Auswerten div. Diagramme im Netz bin ich zu folgenden Einstellungen gekommen:

Ladespannung im Regelbetrieb max. 54V. Nur bei Bedarf zum Balancieren höher

Umschalten auf Grid 47V zurück bei 48V. Bei meinem Inverter ist diese Einstellung leider sehr grob.

Comments invited !!

LG Jörg

na dann viel glück beim angleichen wenn die zellen auseinendergedriftet sind

ich lade bis 3,5V da funktioniert auch das balancing gut und man hat noch etaws puffer nach oben wenn eine zelle höher geht

So, heute habe ich das Mysterium ein Stückchen mehr entzaubert:

  • Der Vorredner hat recht ! Mit meinem BMS reicht 54V definitiv nicht. Ich habe hier verschiedene Manuals zum gleichen Gerät mit abweichenden Inhalt.! Das Diagramm das ich ursprünglich verwendet habe, bezieht sich auf 15 Zellen, obwohl überall was anderes stand.!!

  • Mein BMS arbeitet erst ab einer Zellenspannung von 3,5V und startet mit 20mA. Man muß also diese Spannung deutlich überschreiten um Erfolg zu haben.

  • Meine Zellen hier sind immer noch sehr stark aus der Balance. Mit dem BMS ist das nicht mehr zu schaffen. Da muß ich von Hand ran, und die Spannung langsam steigern damit das BMS nicht wg Überspannung trennt.

  • Ziel des Ladevorgangs ist also eine Zellenspannung von ca. 3,55V und an der Batterie bei 16s von 57V. Der Ausgleichsstrom ist nach wie vor unbekannt.

Ich glaubte an ein intelligenteres Teil, es scheint aber wohl nur eine Z-Diode zu sein. Im Prinzip funzt das auch, man muß es nur wissen.

Update:

Nachdem die Batterie von Hand Zelle für Zelle an einer Konstantspannung balanciert wurde, läuft das vieeeel besser.!

Laden war schrittweise ohne Überspannungsabschaltung bis 56V möglich.

Die letzten Tage waren sonnig. Ich konnte 2 Ladungen Waschmaschine und Trockner an einem Tag durchziehen mit parallelem Laden mit Sonne ohne Probleme wie Einbruch einzelner Zellen. Zwischendrin war die Batterie vollgeladen auf 56V ohne Alarm. Am Morgen danach war sie auf 62%. Wegen der extremen Bewölkung ging am Solarfeld gar nichts. Ich habe sie dann mit 40A Anfangsstrom mit CC/CV auf 56V aufgeladen. Keine Probleme.

Nur eins war komisch: Als der Ladestrom deutlich unter 2A gefallen war, trennte das BMS die Batterie vom Ladegerät. Alle Zellenspannungen egalisierten sich auf ca 3,45V. Entnahme war jederzeit möglich.

Das Problem lag wohl an einer starken Dysbalance von 40% im Auslieferungszustand.

Comments are invitet !!

Eigentlich braucht es doch eine Funktion wo man z.B. alle 2 Wochen dem Ladegerät - hier MP2 - sagt er soll die Batterien auf 100% vollladen - dann ihnen erst mal Zeit geben sich auszugleichen?

Die ganzen SOC-Anzeigen können doch eh nur funktionieren wenn man ab und an die 100% erreicht?

So sehe ich das auch.! Ich denke das Beste ist die Batterien bei Pufferbetrieb regelmäßig zu balancieren. Zwischen 20 und 80% SOC ist die Ruhespannung dafür nicht geeignet.

Im Moment ist hier noch Inbetriebnahme und Probebetrieb.

So nun habe ich Antwort vom Lieferanten:

  • Man würde nur gematchte und perfekt balancierte Akkus loszuschicken. Lassen wir mal so stehen. :wink:

  • Der Ausgleichsstrom beträgt tatsächlich ca. 20mA. Da hätte ich bei der Schieflage hier vor Ort mehr als 3 Monate warten müssen. :slight_smile:

Ein Handbuch vom BMS habe ich immer noch nicht. Aber die Batterie hat jetzt mit WM und Trockner SOC von 20% erreicht ohne zu murren.

Ich beobachte und werde weiter berichten.

Endbefund: Und jetzt läuft das Ding. :wink:

Warum auch immer, auf dem Transport ist da außerhalb meines Horizonts ist da was passiert...

Das BMS arbeitet nach manueller Vorarbeit mit Ladespannung 56V bei 16 Zellen. Die Balance bleibt erhalten.

Der Typ des BMS und seine Eigenschaften bleiben rätselhaft....

LG Jörg

Update:

Inzwischen bin ich heftig am Erweitern meiner meiner PV. Weite Teile meine Haushalts kriegen nur noch EigenStrom. :slight_smile:

Aber es bleibt mit der Batterie problematisch. Ich habe sie auf Empfehlung des Herstellers mit der SOC Anzeige vom BMS zwischen 20% und !00% betrieben, mit dem Effekt, daß sie nicht mehr balanciert war. Also die Bedenken der Vorredner waren berechtigt.!

Beim Laden sollte man nach meiner (geringen) Erfahrung durchaus an die Begrenzung gehen, also in meinem Fall ca. 56,5V damit das BMS bei jeder Ladung arbeiten kann.

Beim Entladen wäre die SOC Anzeige sinnvoll verwendbar, aber gemischt kann mein Inverter nicht.

Im Moment bin ich mir im Unklaren wie ich weiter vorgehen soll.

Kommentare erwünscht. :wink:

LG Jörg

Beim Balancen ist es wichtig, dass es erst ab 3,45V beginnt, darunter ist die Spannungskurve zu flach und der Balancer kann die Zellen auseinder balancen.

Ladespannung bis 3,45 ist ausreichend, damit werden die Zellen 100% voll und die Spannung reicht auch für ein Balancing.

Wenn du mit diesen Einstellungen trotzdem Probleme hast dann installiere einen NEEY Balancer dazu. Aber auch der darf erst ab 3,45V starten, darunter muss der in den sleepmodus gehen.

Dein BMS setzt den SOC Wert auf 100% beim erreichen eines voreingestellten Schwellwertes ("Constant V value"), solange die Spannung darunter bleibt, bleibt es bei 99% SOC hängen auch wenn es nach seinen Kapazitätsberechnungen längst auf 100% sein müsste. Der Default Wert dieser Einstellung ist 56V, du kannst ihn ja auf 56,6 erhöhen.

Allerdings glaube ich dennoch nicht daß der Balancer aus deinem BMS mehr als homöopathische Ladungen ausgleicht. Bei mir konnte ich nie etwas messen, aber vielleicht hast du mehr Glück.

Ich lasse meinen NEEY bei 3,36 starten und bei 3,35 stoppen und finden meine Zellenspannungskurve sehr hübsch ausgegelichen, oder habe ich da falsche Vorstellungen?

Weis ist der Strom des Balancers, Orange der Strom aus und in den Akku

Nicht ideal, ich zitiere mal: Zellen driften auseinander - #30 von carolus - Stell dein Batterie/Powerwall/PV Projekt vor - Akkudoktor Forum

Es sieht so aus als würdest du bei 50A Ladestrom balancen, aber auch kleine Abweichungen von Zellinnenwiderstand, Kabel und Verbindungswiderständen würden die Messung der Zellspannungen schon signifikant beeinflussen.

Mein NEEY startet bei 3.45 und stoppt bei 3.4. Der Multiplus lädt in diesem Bereich mit stark verringertem Strom um diese Fehler zu minimieren.

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Hallo Jörg,

liest sich so, als wenn Du ein Akku aus dem Josma Store hast.

Ich habe 8 davon, mit Anfangs sehr unterschiedlichen Problemen.

Fakt ist, dass das BMS max. 100mA balancen kann, allerdings bezogen auf ca. 100mv Differenzspannung.

Unter 3300mV wird nicht balanciert und ab 3450mV startet das Top-Level balancing, zumindest mit den Default Werten.

Ein weiteres Problem des BMS sind die Ströme kleiner 700 mA, welche beim entnehmen bzw. nachladen nicht gezählt werden.
Dies führt unweigerlich zu falsch angezeigten SOC Werten, was wenn der Inverter über CAN kommuniziert zu einem falschen abschalten führt.

Ein "voll-Zustand" wird entweder ab 56V(default) oder wenn eine Zelle 3650mV erreicht durch das BMS gesetzt, ganz egal, wo die anderen Zellen gerade stehen bzw.

wie hoch die Spannung insgesamt ist. Der Abbruch des Ladens, wenn eine Zelle 3650mV erreicht ist natürlich ok.

Hier hat man zumindest bei Growatt die Wahl, auf USE bzw. USE2 als BMS Kommunikation zu gehen und mit Spannungen statt % Angaben zu arbeiten.

Das würde zumindest die falschen SOC Werte umgehen, jedoch hatte ich in dieser Konstellation Probleme mit dem Start des Ladevorgangs.

Hier kommen zwei weitere Probleme hinzu, die Firmware des BMS DR-JC... V1.0.x bzw. V1.1x haben Sprüngen im SOC, sowohl beim Laden als auch beim entladen.

Ab der V2.0.0 geht es halbwegs mit den Anzeigen, jedenfalls sind die Sprünge weg.

Ich selbst habe Growatt SPF 5000 ES Umrichter, bei denen im Falle der CAN-Kommunikation durch das BMS viele Parameter gesperrt sind. Aufgrund der fehlenden Beschreibung des BMS kann man hier nicht sinnvoll ändern bzw. sind Parameter, welche im Growatt sinnvoll getrennt sind, im BMS nur einmal vorhanden.

Ja die Zellen selbst sind bei Josma bzw. Cerrnss Batterien nicht wirklich balanciert oder gut gepaart ausgesucht. Da wird einfach alles zusammengewürfelt, auch bei den Ladezustand der Zellen. ich hatte eien Batterie, die kam mit min. 3202mV und max 3424mV an. Folglich konnte ich 10Ah entladen, dann war die eine Zelle unter 2800mV, allerdings war dann beim Laden nach ca. 11Ah Schluss, da die andere Zelle bei 3650mV. Dies lies sich nur mit dem laden der einzelnen Zelle gerade rücken. Jetzt Balance die Batterie mit einem aktiven 2A Balancer bis alle 3650mV haben und dann kommt ein NEEY 4A rein.

Ein dauerhafter Betrieb ohne aktiven Balancer ist mit dem integrierten BMS nicht möglich!

Viele Grüße, Rico

So sehe ich das auch.

Inzwischen fahre ich beim Growatt USE2 mit z.Zt. 56,3V und nach "unten offen", weil es bei mir die Batterie gut über die Nacht reicht. Die Batterie balanced sich jetzt von alleine optimal.

Allerdings weiß ich immer noch nicht welches BMS verbaut ist...

LG Jörg