Wie schnell regelt ein „Akku“?

Es würde sich ja lohnen den Akku nachts zu füttern, heut rund 20 Cent unterschied.
Frage, wenn ich den jetzt nutzen würde, wie schnell reagier der? Abgebildet ist eine Heizplatte (ceranfeld) schafft der Akku das so zu regeln? Oder speist der dann ins Netz rein. Die Lücken sind mal enger, mal größer. Wie schnell arbeitet die akkusteuerung?

Ein Akku ist ein Elektrochemisches Gerät und wie schnell die Reagieren hängt denke ich nur von der Doppelschichtkapazität ab. Schneller geht es kaum

Innenwiderstand x Doppelschichtkapazität = RC die Zeitkonstante.

Hab sowas nie ausgerechnet. Aber das langsame ist wohl der Inverter der den Batterieausgang mit dem Netz verbindet, nicht der Akku selbst.

Ein MPP ist wohl langsamer als das…. würde ich jetzt doch mal stark vermuten

Dein Akku am Inverter wird das nie so schnell kompensieren falls du das meinst. Könntest aber theoretisch einen Akku Kocher bauen :sweat_smile: Dann ginge das. Die Flanke da ist viel zu schräg dann sogar. Meine Vermutung. Kannst ja mal eroieren was für Zeitkonstanten in einem Akku stecken, das wäre mal interessant

Daten kannst du messen wenn du einen Akku an eine Warmwasserpatrone anschliesst direkt und dann mit PWM die Leistung regelst. Dann siehst du das am Oszi.

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jede akkusteuerung anders. pauschal sollte es klappen und die trägheit spielt dir doch hierbei in die Karte. Was im Anstieg zu spät kommt fängt man im Abfall des Pulses genauso wieder auf. speist dann natürlich ein. Aber so schwarz/weiß betrachtet das niemand und ist im Rahmen der technischen Möglichkeiten solcher Anlagen.

Wenn der Akku (bzw. der Hybridwechselrichter oder was sonst die Wechselstrom macht) am Netz hängt, ist die Geschwindigkeit der Regelung per Vorschrift limitiert, was dann gerne zu eigentlich unnötigen Einspeisungen bzw. Bezug an den Flanken führt.

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Weißt Du wo das liegt? Bei Victron finde ich Aussagen von 400W/s wäre das Maximum.

Ja, sowas in der Größenordnung hatte ich auch im Kopf.

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Apropos Inselbetrieb. Hat hier jemand so eine Growatt Umschaltbox (SYN oder so hiess das wohl) in Betrieb? Das könnte mal interessant werden, weil hier auf dem Land fällt schon mal der Strom aus.

Interessanter aspekt. Bei langsamen PWM wohl kein Problem beim schnellen aber schon

Ausserdem ist sowas interessant für die Steuerung von Heizgeräten

Wichtig ist am Ende eh nur das die Summe über die 15 min stimmt. Bei meinem EMS ist die leicht positiv (kleiner Verbrauch). Das steuert aber auch den Inverter an irgendwie? (Kann man ja auch mit den Schranken die man Setzen kann und den Betriebsmodi)

400W/s ......

Das wären bei 4kW dann 10s - ernsthaft????

Ich geh mal in den Inselbetrieb - so nun mit 11kW ins Auto - Start.

Ja - tatsächlich - hab nicht einmal gemerkt, wie das Licht flackert, die Karre gibt halt nicht gleich Vollgas.

Dagegen zucken LED's ein wenig, schaltet der Thermoschalter die 6kW Heizpatrone .....

Das sind dann eher 600W/1ms

Unschaltbox ?

Andere Hersteller schalten in <6ms - man bemerkt es nicht. Gleichzeitig wird das Grid mit einem Schütz weggeschaltet, der WR läuft einfach weiter.....

1. VDE-AR-N 4105 (Niederspannung)

Für ESS im Hausnetz, die am Niederspannungsnetz hängen (PV + Batterie):

  • Leistungseinspeisung muss rampengesteuert erfolgen.
  • Typische Vorgabe: Maximale Ramp Rate 10 % der Wirkleistung pro Minute (netzbetreiberabhängig).

2. Technische Anschlussbedingungen (TAB) der Netzbetreiber

Viele Netzbetreiber konkretisieren die Ramp-Rate:

Beispiele (variieren!):

  • 0,2 kW pro Sekunde pro kW Einspeiseleistung
  • max. 10 % pro Minute
  • oder vordefinierte Rampen zwischen 5–100 Sekunden

ob man das im Inselbetrieb entschärfen kann liegt wohl am individuellen Setup.

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Was habt ihr denn vor das ihr das so schnell braucht? Homeakkus werden wohl kaum an der FFR teilnehmen und selbst da hast du nicht so ein slewrate

Das Ding ist ja das alle Geräte ein kleines bischen auf die Netzspannungsverigerung oder Netzspannungserhöhung reagieren. zumindestens alle ohmschen Lasten. Und das bilanziert das dann auch noch. Würde ich jetzt so sagen. Kannst ja mal ausrechnen. Das ist schon Holz.

Dein Ceranfeld taktet recht langsam, da sollte die Nulleinspeiseregelung etwa 90% der Zeit das Richtige tun. Nur im Bereich der Flanken hast Du kurz Netzbezug bzw. Einspeisung.

Manche Induktionskochfelder takten viel hektischer, da liegt die Akku-Einspeiseregelung dann meistens ganz böse daneben.

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Interessant ist das halt, wenn die Herdplatte andauern an und aus geht (bei uns Ceran) und man deswegen im Sommer Strom bezieht, weil der “Akku” nicht schnell genug auf Null regeln darf. Wie viel das letztlich wirklich ist, kann ich leider nicht sagen, weil ich mit nur einem Multiplus 48/5000-70 ggf. auch die Leistung nicht beibringe, die gerade bei mehreren Platten vielleicht mal gefragt ist. Macht einen jetzt nicht arm, aber wurmt halt bischen. Man könnte ggf. wenn der Herd läuft den grid point verschieben (in der Zeit mit paar kW einspeisen auch wenn der Akku noch nicht voll ist, es an dem Tag aber wird) - wenn man keine anderen Hobbies hat, als sowas zu programmieren :wink:

Ausser bei grossen Kraftwerken :joy: .

Das ist aber wohl für die Niederspannung, oder?

Oops da stand wohl 0.2kW/s /kW Generatorleistung …. määäh. Jou

weg

Die VDE Normen sind geheim und unterliegen dem Copyright. Eine Kopie für eigenen, internen Verbrauch anzufertigen ist erlaubt, eine Veröffentlichung hingegen nicht.....

So wird auch beim ESS die Slewrate eher deutlich höher sein, als der Vorschlag des VDE :grinning_face_with_smiling_eyes:

Im Inselbetrieb muss die maximal hoch sein.....

Wenn die Zulassung mit der Erfüllung bestimmter Normen verbunden ist, würde ich mal von ausgehen, daß die auch eingehalten werden. Auf der Insel der Glückseeligen wäre die Beschränkung natürlich nicht so prickelnd und stört es ja auch niemand und wird anders konfiguriert.

Bei Insel/Notstrom ist die technisch höchste Slewrate die geeignete......

Wieso das? Bist du sicher? Du musst das ganze immer noch stabil halten und wenn sich das aufschaukeln würde mit einem Verbraucher, dann ist auch Essig. Gerne immer alles stabil sonst rauscht alles aus. Und aus und vorbei.

Ausserdem ist das im Netzbetrieb doch völlig egal. Wo das einzige was zählt die Summe von Verbrauch minus Summe der Batterieeinspeisung möglichst klein ist am Ende der 15 min.

Der einzige Vorteil von Inselbetrieb ist ausschliesslich das, dass du dir die Anschlusskosten und die Monatsgebühren einsparst.

Nicht in old Germany. Die Zeitkonstante über die ein Wechsel von Bezug und Einspeisung verrechnet wird, ist wohl im Bereich einer Sekunde oder sogar weniger. Finde da nichts definitives. Für eingespeisten Strom bekomme ich etwa 8 ct/kWh, für Bezug zahle ich etwa 26 ct/kWh.

weg damit