Selbst wenn du selbst verkaufst musst die Netzkosten und Umlagen bezahlen bei uns rund 18 ct/kWh plus die 8 ct/kWh bist schon bei 26 ct/kwh.
Fasse mich kurz:
- Titel ist saublöd: ‘Widerstand auf die Einspeisevergütung….’??? Wie wärs mit ‘Reiche plant Wegfall der Einspeisevergütung!’?
- Finde das Vorhaben auch blöd und weiß auch nicht was die Dame da reitet, aber früher oder später wird das wohl kommen. Letztlich spielt es kaum noch eine Rolle, ob du 7-8 c/kWh bekommst oder darauf verzichtest und Nulleinspeisung fährst. Schont den WR (denke ich) und ggf. auch den Akku. Würde versuchen ggf. Strom direkt an Nachbarn oder in WGs etc. zu verkaufen.
- Die ganze Energie(wende)politik in Deutschland ist …. (die Höflichkeit und die Forumsregeln gebieten mir hier Einhalt).
Wenn zukünftig keine einspeisevergütung mehr bezahlt wird, wird erst mal niemand geschädigt oder belastet. Wer neu eine pv Anlage machen will, kennt die konditionen. Macht es oder lässt es. Für deutschland und den ausbau erneuerbarer energien ist das schlecht, dass weniger private pv Anlagen gebaut werden. Damit erreicht frau reiche aber ihr ziel. Als lobbyistin macht sie nen guten job.
Kanzler merz bricht wahlversprechen am laufenden band. Ich finde das schlimmer als die lobbyarbeit, die frau reiche macht. Hier können alle reagieren und so viel pv anlage zur selbstversorgung bauen, wie es sinn macht, so dass das ganze in x jahren amotisiert ist. Oder es lassen, keine pv Anlage bauen.
Ale, die hier posten haben schon längst ihre pv Anlage. Uns betrifft es nicht, wenn zukünftig für neue Anlagen keine einspeisevergütung bezahlt wird.
Sollte es ein gesetz geben, dass alle einspeiser netzentgelte für jedes kwh bezahlen müssen, das sie einspeisen/verkaufen, das wäre ein grund sich aufzuregen.
Momentan sieht es ja absolut so aus, dass solche Regelungen ab 1.1.2029 kommen. AgNes nennt Netzentgelte für Einspeiser, Kapazitätsentgelt und Baukostenzuschuss. Meiner Meinung nach hat sich die Haltung der Regierung seither nicht gelockert, eher das Gegenteil?
Achtung: Nulleinspeisung ist nicht Null Einspeisung!!!
Jeder Nulleinspeiser erzeugt eine Rückwirkung ins Netz, die der NB kennen sollte und ggf. technisch abfedern zu können.
Beispiel: Nulleinspeisung kann auch so aussehen ->
Bezug Phase 1: 2kW, Bezug Phase 2: 2kW, Bezug Phase 3: -4kW (Einspeisung)
In Summe ist das Nulleinspeisung.
Wenn das mehrere Teilnehmer so machen hat der NB eine massive Phasenschieflast auf P3 (die er wegregeln muss) und muss für P1 und P2 Energie (kostenlos) bereitstellen.
Diese Überwachung und Steuerung wäre natürlich leichter, wenn die Smartmeter schon ausgerollt wären, wie es das Gesetz vorsieht, aber da werden die jahrelangen Versäumnisse der VNBs vom Gesetzgeber toleriert bzw. mit den heutigen Gesetzesnovellen sogar noch belohnt.
Herzliche Grüße
Eclipse
Asymmetric Phase Feeding aktivieren, dann klappts.
Bedeutet bei niedriger Auslastung aber dann auch mehr Verluste.
Aber nur, wenn der WR das kann...
Herzliche Grüße
Eclipse
kann es sein dass ich mal irgendwo gelesen habe, dass man das nicht aktivieren darf? Mein WR könnte es glaube ich, muss ich vielleicht mal recherchieren.
Mein Growatt Hybrid-Wechselrichter macht das standardmäßig.
Bei den Deye WR funktioniert das im Ersatzstrom Modus, wenn das Netz weg ist oder der in einer Insel betrieben wird.
Bei netzparallelen WR habe ich es noch nicht gesehen.
Herzliche Grüße
Eclipse
habe ich noch nie dazu recherchiert. Rein praktisch dürfte der Netzbetreiber sich aber freuen.
Gängig ist bei geringen Lasten auf einphasige Einspeisung umzuschalten um Energie zu sparen. Teils schalten die WR´s bei zu geringer Last dann komplett ab, weil der Eigenverbrauch des WR´s erheblich höher wäre.
“nicht aktivieren darf” bezieht sich daher mit hoher Wahrscheinlichkeit nur auf das Energiesparen. Ein dreiphasiger Hybrid mit >10kW wird sich sonst vmtl. mehrere hundert Watt gönnen (Mutmaßung ohne Zahlen zu kennen)
Grob überschlagen wird mein Hybrid mit ~1600 kWh/a den Raum heizen. ~550kWh davon gehen bei der Batterieentladung drauf, der Rest bei der Netzeinspeisung. Macht grob in beiden Fällen ~94% Effizienz.
Das war 2022 eine extreme (und hoffentlich in diesem Maße auch einmalige) Ausnahme.
Das sind halt Vor- und Nachteile einer fixen Vergütung. Der Staat nimmt dir (im Prinzip) für 20 Jahre deinen Strom für 8 ct ab. Du hast 0 Risiko, dafür aber auch keine zusätzlichen Gewinnchancen.
Für große Anlagen werden Gewinne (Marktwert > anzulegender Wert) mit Förderauszahlungen verrechnet, aber nur über 12 Monate hinweg. Das EU-Recht schreibt Rückzahlungen ab 2027 vor und darum steht das auch im Entwurf (Punkto CfDs). Dadurch ist dann nicht nur der EEG-Betreiber vor Niedrigpreisen, sondern auch der Staat vor Hochpreisen geschützt.
Was ist das für ein giesskannen argument ? Zum einen wird sich das in summe egalisieren. Die schieflast problematik ist auch ohne PV Anlagen vorhanden. Frau müller kocht immer auf phase 1, herr schmidt seine split klimaanlage läuft auf phase 2. Wenn das in der vergangenheit gut zu handeln war, wird das auch mit den pv Anlagen so sein. Wo fängt man denn da an, sich um ein einseitig belastetes netz sorgen zu machen ? Dann bekommt man vorgeschrieben, auf welche phase man den durchlauferhitzer machen muss. Gerne auch gleich ne neue verteilung bauen. Das sind alles Argumente, die von gegnern privater pv Anlagen unters volk gestreut werden.
Das nächste ist, man muss genau hin gucken. Zum einen können die kleinen PV Anlagen nicht viel zurück ins netz einspeisen, das ist durch ihre leistung begrenzt. Die meisten privaten nulleinspeisung-pv Anlagen sind klein, haben wenig leistung. Zum anderen wird nur auf null geregelt, nur das, was bei anderen phasen gerade gezogen wird, wird raus geschickt. Normale haushalte benötigen im sommer wenig strom. Bei mir ist das jedenfalls so. Im winter, wenn ich mehr strom brauche, bringt die pv Anlage nicht so viel, dass eine hohe rückspeisung statt finden könnte. Die wenige gespeicherte akkuleistung wird am besten verteilt abgegeben, nicht auf einen schlag. Weil der Akku auch nicht schnell auf "leer" gezogen werden darf.
Aus meiner sicht müsste unsere regierung inselanlagen fördern, die nix ins netz einspeisen können. Wenn keine leistung der Anlage vorhanden ist, wird strom aus dem öffentlichen netz zugeschaltet. Ach so, jetzt kommt der aufschrei, dass man die paar euro einspeisevergütung braucht. Bei wärmepumpen und eAutos ist es auch so, die Anschaffung wird gefördert, nicht der betrieb.
Ich bin selber Solar und 2 facher E-Auto-Besitzer. Dennoch halte ich nicht viel von EEG, Einspeisevergütung oder sonstigen Förderungen. Gute Technik muss sich lohnen und trägt sich dann selbst. Daher speise ich auch gar nicht ein (Netzgetrennt, Haus umschaltbar zwischen Netz oder Insel, 80 kWh Speicher) und will damit nichts zu tun haben. Die Politik der letzten 30 Jahre war ein Totalversagen in fast allen Bereichen. Je weniger man sich auf den Staat verlassen muss, dass versprochene Gelder kommen, umso besser.
Da sind wir aber bei der Diskussion, was wirklich sinnvoll ist und was nicht.
Aber nehmen wir mal an, dass bei jedem Haus eine Glättung der Leistung der 3 Phasen vorgenommen würde und das nicht am Trafo stattfinden muss. Wäre das nicht “besser” als wenn diese Glättung im Trafo stattfindet? Immerhin kann der so weniger belastet werden. Es kann sein, dass eine Schieflast dann anliegt weil EIN Haus oder EIN MFH Probleme mit der Regelung hat. Aber dass z.B. ne gesamte Siedlung fast nur über L1 läuft und L2 und L3 nur zu 15%, das gäbe es dann nicht.
Und genauso wie das sinnvoll wäre, wäre es sinnvoll wenn der Verbrauch geglättet wäre. Der gesamte 24h Verbrauch der Haushalte eben auf 24h verteilt. Wer 24kWh verbraucht, der verbraucht nicht um 18:00 10kWh und in den anderen Stunden 14kWh. Der verbraucht, aus Netzsicht, 1kWh. Dann muss auch hier der Trafo nicht für 10KW ausgelegt sein, sondern es reicht 1KW.
Und dann muss man nicht subventionieren und nicht fördern. Wenn dann sowieso schon solche Glättungen vorhanden sind, dann kann exakt dasselbe Prinzip auch auf die Einspeisung geschehen. Dann wir nicht in 6 Stunden 60kWh eingespeist. Sondern in 24h werden 60kWh eingespeist. Also mit nur 2,5KW. Man muss nur noch die Abrechnung damit in Verbindung bringen. Wer es macht, der zahlt gegenüber jemandem, der Verfügbarkeit will, weniger. Nicht mehr, nicht Zwang. Andersherum. Es wird netzdienlichkeit gefördert weil das Kosten reduziert. Wer das nicht reduziert, der muss die höheren Kosten tragen. Wer permanent auf Abruf etwas haben will, der zahlt für diese Verfügbarkeit.
Wenn das nun umgelegt werden soll, dafür braucht man die Möglichkeit als Mieter, etwas tun zu können. Ein Akkuspeicher der das macht, auf drei Phasen egalisieren, auf 24h mitteln.
Ich sehe nicht, wie das klein-klein günstiger sein soll, als wenn man die Infrastruktur ertüchtigt. Klar, wenn die Akkus eh schon da sind ... Aber die Petition für netzdienliches Verhalten wurde ja wohl abgeschmettert, wenn ich es richtig präsent habe. Wenn ich den Strom zwischenspeichere, um ihn wohldosiert abgeben zu können, hab ich ja auch wieder Speicherverluste. Ich sehe da auch potentielle Widersprüche in der großräumigen Strombilanz versus Ausgleich der Versäumnisse des lokalen VNB.
Ich sehe nicht, wie das klein-klein günstiger sein soll, als wenn man die Infrastruktur ertüchtigt.
Du musst nicht jede Leitung für 22KW auslegen und bei einem Gleichzeitigkeitsfaktor jede Wärmepumpe und jedes E-Auto ein- und ausschalten können und den Trafo dafür auslegen 22KW Rein oder Raus liefern zu können.
Der Boiler mag Verluste haben, aber er ist besser als der DLE ohne Verluste weil der nicht soviel Leistung auf einmal benötigt.
Es ist auch einfacher überall Steckdosen hinzumachen als 100KW Ladesäulen. Mit Steckdosen wären viel mehr Menschen der Zugang zu einem E-Auto eröffnet. Weil sie dann, fast egal wo sie stehen, laden könnten. Und das benötigt viel weniger Leistung und daher auch weniger Infrastruktur.
OK, das macht Sinn für mich. Ich hatte Dich erst so verstanden, daß jeder/möglichst viele mit Akkus Bezug und Einspeisung glätten sollen. Das hatte ich angesichts der Verluste für fragwürdig gehalten und die großen Tag/Nachtschwankungen werden ja die künftigen größeren Akku Installation erledigen soweit es sich lohnt.
Die großen speicher werden aus Gewinnstreben aufgebaut. Das ergibt einen höheren Anteil erneuerbare und mehr Versorgungssicherheit, aber die Kosten kommen gleich wie jetzt mit der Stromrechnung. Ich halte es für sinnvoll, die eigenen Netzkosten zu sparen. Erst wenn es finanzielle Anreize dafür gibt, lohnt sich auch ferngesteuertes speichern. Das ist bei variablen Tarifen z.T. schon gegeben.
Alles schön und gut, was du schreibst. Was hat das aber jetzt damit zu tun, dass Katherina Reiche die fixe Vergütung für private PV-Anlagen abschaffen will?