Ach, jedes 600 W BKW ist also nutzlos ? Nicht sinnvoll ? Gerade die neuen 2.000 W BKW mit speicher halte ich für sehr sinnvoll, denn sie amotisieren sich in wenigen jahren. Strom direkt vor ort zu erzeugen und zu verbrauchen halte ich auch für sehr sinnvoll. Auch die kleinste Anlage ist sinnvoll, muss dann doch weniger strom von weit her hergeschafft werden. Mich irritiert es, dass es hier (einige) leute gibt, die kleine BKW für nicht sinnvoll halten. Iwo muss halt ne grenze gezogen werden, die ist bei BKW 2.000 W Panelleistung und ne mindestleistung von 3.000 W bei neubau. Damit lässt man aber doch den bauherrn nen grossen spielraum. Ist euch auch wieder nicht recht. Klar sollte man ein dach voll knallen wenn es ne gute Ausrichtung hat. Aber wenn man nix für den strom bezahlt bekommt, macht man nur eine maximale eigenversorgung. Ich speise auch nix ein, habe über 80 prozent eigene versorgung. Das hat sich in 3 jahren amotisert, ich hab das ja schon 3 jahre.
Hier ist der entscheidende Punkt. Man wird gezwungen. Aber der Gesetzgeber wird dann nicht gezwungen, den Strom dann zu nehmen. Den “darf” man dann selber versuchen los zu werden. Oder halt nicht, wenn ihn keiner will.
Der Staat sollte sich in der Hinsicht einfach raushalten. Es kann doch wurscht sein ob die Bude 10 000 oder 100 000kWh Verbrauch hat. Es muss halt der Verbrauch teuer sein. Wer mehr verbraucht, der zahlt mehr. Dann wird sich das schon von selber ergeben, aber dann hat man die Wahl.
So hat man aber keine Wahl, man MUSS. Und klar, auch das muss man nicht. Man kann ja wohin ziehen, wo das nicht so ist. Oder zur Miete wohnen.
Mir erscheint das gänzlich nachvollziehbar. Die Gängelung kommt von einer Seite, und wenn es dann darum geht, als Konsequenz auch den Strom dann abzunehmen, da windet man sich heraus. Während für fossile Kraftwerke, die doch durch EE abgelöst werden sollen, gebaut und subventioniert werden.
Na dann, KEINE Subventionen mehr. Für KEINEN.
Es kommt auf die Sichtweise an.
Der Betriebswirt sagt: Für den Nutzer des BKW macht es Sinn, denn der Nutzer spart beim Einkauf des Stromes aus dem Netz, da er ja einen Teil selbst erzeugen und verbrauchen kann.
Der Volkswirt sagt: Ab einer gewissen Menge an Anlagen macht es keinen Sinn mehr (wenn die Netze den Strom nicht dahin bringen können, wo noch Strom gebraucht wird, bzw. der Markt gesättigt ist.
Das EEG Modell des Volleinspeisers zu 12,x Cent je kWh ist m.A. nicht mehr zeitgemäß und die 7,x Cent für den Teileinspeiser sind es möglicherweise auch.
L.G.
für meine Dachsolaranlage habe ich viel gerechnet unter anderem ist das dabei raus gekommen:
Amortisationzeit mit Einspeisevergütung 5,8 Jahre
Amortisationzeit ohne Einspeisevergütung 6,6 Jahre
also kein Beinbruch, aber warum sollte ich überschüssige Energie verschenken?
So lange Biogasanlagen 24/7 durchlaufen dürfen, habe ich keinerlei schlechtes Gewissen wann auch immer einzuspeisen.
Da bin ich ganz bei dir. Leider tut der Staat da nicht und m.E. zunehmend übergriffiger.
Also sind intelligente Ausweichmodelle gefragt.
Wer hängt man hier so sehr an dem Einspeisegedanken? Löst euch doch mal davon!
Euer Dach, euer Strom.
Der macht einfach Sinn. Wenn du 1000 Äpfel ernten, aber nur 100 essen kannst, macht verkaufen Sinn. 900 Äpfel wegzuwerfen, wäre keine gute Idee.
Also es ist nun doch ein wenig komplizierter. Wenn in einem Dorf nun jeder 1000 Äpfel erntet und daher immer mehr Laster fahren müssen um die da raus zu transportieren. Der Hohn ist aber, dass dann einige Wenige 100 000 Äpfel herstellen, den Leuten ihre 100 Äpfel die sie essen können verkauft, den Rest exportiert, noch mehr Äpfel erntet, und die Laster und Straßen zahlen nun diejenigen, die die 100 Äpfel einkaufen mit…. Und wenn sie selber nen Apfelbaum hinstellen müssen sie unterschreiben, dass im Falle des Falles ihre Äpfel verfaulen müssen während der mit den 100 000 sie in jedem Fall weg bekommt.
M.m.n. nicht, hat es auch noch nie.
Magts du da vlt. etwas stichhaltiger argumentativ untermauern warum es allgemeingültig keinen Sinn machen soll.
Machen wir doch einfach mal ein fiktives Beispiel mit 10 Haushalten die an einer Straße an einer Leitung hängen.
Wir unterstellen das jeder Haushalt konstante 400 Watt Grundlast hat.
Szenario 1:
5 Häuser holen sich ein Balkonkraftwerk.
Damit ist rein rechnerisch in der Straße die Grundlast zu 100% gedeckt
Strom verlässt zu keinem Zeitpunkt die Straße, Leitungsbelastung verringert sich eher.
Mit welchem logischen Argument kann man sagen, dass es nicht sinnvoll ist?
Wenn die BKWs nur Nulleinspeisung machen würde Erzeugung die in der lokalen Straße gut verwendet werden kann weggeregelt.
Szenario 2:
Jeder der 10 Haushalte hat ne dicke fette PV noch komplett ungeregelt und geht volle Pulle ins Netz.
Hier sind wir uns denke ich drüber einig, dass dabei vermutlich die Leitung in der Straße verglüht.
Was will ich damit sagen:
Die Frage ob Einspeisung sinnvoll ist, kann man je nach Szenario komplett anders beantworten.
Die Sinnhaftigkeit allgemein abzulehnen bzw. in Frage zu stellen ist so als Argument nicht standhaft.
Ich würde sogar noch weiter argumentieren:
Jede kWh die man bei positiven Börsenstrompreis nicht einspeist ist volkswirtschaflich nicht sinnvoll.
Und ich gehe noch ein Schritt weiter und sage, dass selbst bei preis 0 eine Einspeisung noch sinnvoll sein, wenn dadurch das lokalen Netz entlastet und/oder Redispatch verhindert werden kann.
Es ist ja schön und gut dass man nicht einspeisen muss.
Es sollte aber den Privatleuten so einfach wie möglich gemacht werden zum richtigen Zeitpunkt dies zu tun.
Die Solardachplficht zwingt aktuell ja genau dazu. Wenn man schon ein Gerüst aufbaut usw., und wenn man eh eine komplette Anmeldung macht, da baut doch kein vernünftiger Mensch nur 30% Dachfläche oder 3kWp?
Und bei <1% Smartmetern in Deutschland ist auch das bereits geltende Solarspitzengesetz nutzlos, weil die entsprechende Abrechnung ja gar nicht möglich ist.
In den USA und vielen anderen Ländern ist eine private PV mit Einspeisung ins Netz interessanterweise eine Seltenheit. Zudem muss man in den USA sehr viel Geld bezahlen für die PV Anmeldung, also da haben wir schon Luxuszustände anscheinend.
Es gibt aktuell mWn noch nicht mal Steuerboxen. Die aktuell verbauten Smartmeter sind daher ohne Steuerungsmöglichkeit.
Das ist doch vom Gesetzgeber sogar so erwünscht.
Und selbstverständlich sind die nicht steuerbar, kein Mensch kauft sich für >1000€ eine Steuerbox vom Netzbetreiber um dann nochmals >50€ jährlich zahlen zu dürfen, nur damit anstatt 24,X kWp dann z.b. 27kWp auf dem Dach montiert werden dürfen.
Und die Steuerung über Smartmeter ist offenbar derzeit noch graue Theorie.
Zum Glück kein Problem für die Allgemeinheit, sofern die Leitungen und Trafostationen noch nicht dafür ausgelegt sind. Die Wechselrichter versuchen mit immer höherer Spannung ihre Leistung ins Netz zu drücken, bis die ersten mit erreichen von 252V abschalten.
Komisch. Meine Kollegen in Kalifornien sprechen immer mal wieder von solar. So wie ich die Texte im Netz lese haben die auch eine Solarpflicht bei Neubauten. Und bei größeren Renovierungen. Kann aber nicht sagen wie Einspeisung geregelt ist.
Meine Kollegen in Polen haben auch teilweise solar. Da darf man dann für jede kWh eine bischen was umsonst aus dem Netz ziehen
Ist das wissen oder Meinung?
Das private Solar in den gestehungskosten schlechter ist als Freiflächen Anlagen dürfte aber überall gelten
Daß deutsche Stromdealer immer noch mittelalterliche Zähler haben gilt nicht als Argument gegen PV. Österreich hat schon >99% moderne Zähler. Gesetz → läuft. Nur der Datenausgang liefert noch keine Steuersignale.
Ich habe das Thema jetzt mal mehr als überflogen und bei einigen Argumenten bekomme ich irgendwie das Kopfschütteln. Zerreißt mich dafür, aber ich möchte das auch gerne begründen:
- Streichung der Einspeisevergütung für neue Anlagen. Wir reden hier nicht über Bestandsanlagen:
Wie soll ich denn argumentieren, meine 8 Cent zu bekommen, wenn der Preis am Strommarkt gerade negativ ist? Das wäre unsozial und aus wirtschaftlicher Hinsicht schon fast Irrsinn. Klar könnte man sagen, dass das aber in der Anlagenplanung mit eingerechnet wurde, aber so funktioniert kein Markt. Es gibt immer noch Angebot und Nachfrage.
- Zwang zur PV-Anlage bei Neubauten:
Der deutsche Michel will zu seinem Glück teilweise gezwungen werden. Es ist nicht nur die Pflicht, sich eine lächerliche PV-Anlage auf das Dach zu setzen, sofern das wirtschaftlich ist, wir haben auch Pflichten zur energetischen Sanierung der bestehenden Heizungsanlagen. Fassade mal ganz außen vor. Hast Du ein Haus, hast du Pflichten.
- Man sollte seine eigene PV-Anlage mal aus der Sicht eines Betriebs betrachten: Kostenoptimierung: Wenn meine Anlage mehr im Sommer abwirft, als ich verbrauchen kann, dann sollte ich mir Gedanken machen, wie ich meinen Strom wirtschaftlich optimiert, verbrauchen kann.
Solange wir keine Modelle haben, in denen man, als Beispiel den kommunalen Stromspeicher mit seinem Strom füllt und dann später profitiert, haben wir noch einen langen Weg.
Und letztendlich: Die 8 Cent für die kWh sind doch mehr als fair. Wir zahlen bei Bestandsanlagen keinen Pfifferling für die Netze, die Instandhaltung, oder die Erweiterung.
Mich macht meine knapp 10kWp-Anlage mit 6 !!! Feldern und 30kWh-Akku verdammt unabhängig und ich möchte die jährliche Ersparnis von mehr als 5500 kWh nicht mehr missen.
Sorry, da denke ich an meine Familie und nicht an den Nachbarn, der es sich leisten könnte, es aber nicht will.
Das waren meine 2 Cent zum Thema und nun zerreißt mich, wie ihr wollt.
LG,
Wilm
Aus meiner Sicht gibt es da zwei große Ebenen, eine technische und die administrativ/bürokratische.
Aus technischer Sicht erzeugt Einspeisung Instabilitäten im Netz. Wie groß die sind, wann sie auftreten und ob sie relevant sind hängt stark von den konkreten Umständen ab. Jedenfalls sind mit zunehmander Einspeisung die Regeleingriffe der Netzbetreiber stark angestiegen und das lassen die sich natürlich auch bezahlen.
Aus adminstrativer Sicht halte ich die ganzen Regelungen rund um die Einspeisevergütung für reichlich asozial. Viel Leute hatten gar nicht die Möglichkeit sich PV-Anlagen zu installieren, mussten aber über die Strompreise die Anlagen derer, die die Möglichkeiten hatten letztlich bezahlen. Außerdem die ganzen Regeln zu Ausführung, Anmeldung Gedöns. Wer garantierte Einspeisevergütungen oder andee Fördungen haben will muss sich halt m.M.n. sehr übergriffigen Regeln unterwerfen. heute sind die Einspeisevergütungen so gering, das es sich nicht wirklich lohnt.
Ich für mich verfolge eher den Ansatz: Mein Haus, meine Regeln.
Deshalb werde ich (hoffentlich bald) meine PV-Anlage so ausführen, wie das für mich Sinn macht und nicht so wie irgendwelche Bürokraten das wollen. Und das wir in jedem Fall ohne Einspeisung sein.
Das würde ich mal als ganz simple technische Herausforderung sehen, die man in den Griff bekommt. Also kein Grund, es nicht zu tun.
Auch das kann man grundsätzlich fair lösen.
Die brauchts ja gar nicht. Da bin ich eher für marktgerechte Vergütung.
Einspeisevergütung ist ja nur das eine. Die andere Sache ist, dass wir eine Energiewende wollen, weg von fossilen Energieträgern. Und aus diesem Blickwinkel macht jede kWh Sinn, die eingespeist wird und fossile Energie verdrängt.
Wenn die Einspeisung entsprechend einfach umgesetzt wird, dann lohnt sich jeder Cent, den man dafür bekommt.
Individuell kann ich das gut nachvollziehen. Aber einer generellen Aussage, dass Einspeisung keinen Sinn macht, kann ich nicht folgen.
Ich glaube nicht, dass das passiert. Dazu sind viel zu wenig private PV Anlagen vorhanden. Selbst im hochsommer nicht. Jeder kocht mit strom, es gibt auch immer mehr eAutos.
Wer ein neues haus baut, der hat von haus aus eine neue Elektroverteilung. Auch eine auf PV Anlage passende leitungsverlegung kann gleich beim haus bauen mit erledigt werden. Es ist sowieso ein gerüst vorhanden, wenn das dach eingedeckt wird. Der zwang, eine PV Anlage machen zu müssen, halte ich für sinnvoll. Auch eine grosse Anlage. Mit dem zwang gibt es eine steuerliche erleichterung (mehrwertsteuererlass). Die Anlage sollte natürlich hauptsächlich der selbstversorgung dienen. Wer neu baut, kann das elektrisch alles gleich so anlegen. Diese neuen Anlagen kann man jetzt auch gut mit günstigen Akku bauen. Jeder neu-haus-besitzer wird in wenigen jahren das geld für die pv Anlage wieder drin haben, rein durch einsparung nicht benötigtem strom, den man sonst zukaufen müsste.
Jetzt wird gewettert, dass man gezwungen wird und es wenig eispeisevergütung gibt. Man kann es nicht allen recht machen. Ich versuche hier diese personen aufzuklären, diese unsinnige argumentation aufzugeben.
Frau reiches argumentation ist davon getrieben, den ausbau privater PV Anlagen abzuschaffen. Damit die neu gebauten gaskraftwerke besser ausgelastet werden, mehr strom erzeugen, mehr gewinn eingefahren wird. Über jeden, der jetzt fordert, den zwang, bei neubau eine pv Anlage machen zu müssen, abzusschaffen, freut sich frau reiche. Damit hat sie ihr ziel erreicht.
Hier bekommst du einige Infos. Wenn man die USA kennt, weiß man dass Kalifornien immer speziell ist, vor allem bei "grünen" Themen wie PV. Aber auch dort gelten die meisten dieser Regeln.
Ich mag das nicht besonders…
Aussagen raushauen… und dann irgendwelche YouTube videos als Quellenangabe angeben. Das ist kein fundiertes Wissen sondern offen gesagt nur rauschen.
Hast du das Video auch selbst angesehen?
Zum einen ist das eine Firma die Solar installiert. Das ist also keine neutrale Instanz. Zum anderen scheint die Frau von der Installation von Solaranlagen zu leben in einem Land in dem das “eine Seltenheit ist” Drittens wird da der Preis einer 10kwp Anlage in Europa mit etwas über 6000€ angegeben. Das ist tief gestapelt.
In den USA gibt es Förderung von Solar die unserer Wärmepumpen Förderung nicht unähnlich ist. Was passiert also?