wir haben fast 20kW auf dem Dach, aktuell normale Überschusseinspeisung mit SolarEdge SE17K WR.
Leider können wir Warmwasser nur über Durchlauferhitzer erzeugen (keine Chance auf Änderung). Im SolarEdge Monitoring sehe ich beim Duschen Spitzen bis 15kW.
Ich mache mir über das Thema Batterie Gedanken, aber wie groß müsste ich Batterie + zusätzliche hybrid WRs auslegen, damit ich die DLEs damit überhaupt zum Großteil versorgen kann?
Wir haben als 4-köpfiger Haushalt + kleine Ferienwohnung einen Tagesverbrauch von 20-25kW / Tag.
Netzbezug liegt durchschnittlich bei 15 kW / Tag.
Mein Ziel ist aber nicht komplette Autarkie, auch Netzausfall ist mir egal.
Mir geht's nur um eine sinnvolle Reduktion des Netzbezuges.
Mit 3-4x US3000/US5000 Pylontechs käme ich zumindest auf diese 14-15 kW.
Aber die müssten das natürlich auch irgendwie sinnvoll bereit stellen können, wenn ein DLE läuft.
Vermutlich müsste ich den bestehenden SolarEdge WR dann auch gegen 3x 48/5000 Victrons, oder einem Deye-3-Phasen 16k Hybrid-WR tauschen, auf der DC-Seite?
Oder macht es bei bestehemdem 3-phasen WR möglicherweise auch Sinn, über AC-Kopplung der Batterie nachzudenken (immer mit dem Hintergrund: die Akkus werden abends oder spätestens am morgen durch die DLEs komplett geleert).
Eine gewisse Grosszügigkeit bei der Verwendung von Einheiten ist ja nicht verkehrt, aber wenn dabei dann nur noch sinnfreie Zahlen rauskommen, leidet die Verständlichkeit dann doch.
Es gibt kW und kWh, und das ist weder das gleiche noch das selbe. Dein Durchlauferhitzer hat mit Sicherheit mehr als 15kW. Drei Pylontech 5000 haben zwar (fast) 15kWh, schaffen aber keine 15kW.
Vielleicht sortiert du deine Gedanken nochmal neu.
Ja, kW und kWh unbedingt auseinanderhalten, sonst kommt Unsinn bei raus.
Du müsstest schauen, welche Leistung (kW) Akkus + Wechselrichter maximal liefern können. 15kW für einen DLE ist natürlich heftig viel.
Wenn du fertige Akkus wie Pylontech kaufst, ist es sowieso nicht einfach, dass sich das jemals amortisiert. Musst dir auch mal anschauen, wie viel Energie da wirklich für Warmwasser verbraucht wird. Durchschnittlich braucht eine Person 40 l Warmwasser pro Tag. Dafür braucht man ungefähr 1kWh Strom. Macht etwa 400 kWh pro Jahr. Bei 40 Cent sind das 160 Euro. Bei 4 Personen sind es 640 Euro. Im Winter hast du keinen Überschuss für Warmwasser, wenn du eine Wärmepumpe laufen hast. Alles wenig attraktiv, da teuren Batteriespeicher hinzustellen.
Ich korrigiere: wir haben 18-21kW DLEs, aber im SolarEdge Monitoring sehe ich nur Lastspitzen von 14-15 kW (wir duschen ja nicht bei 60°).
Unser Grundrauschen liegt so bei 7-8 kWh. Die restlichen 12-15 kWh setzen sich aus Waschmaschine, Trockner und eben DLEs zusammen. Der Großteil definitiv DLE: 4 Personen + Ferienwohnung unterm Dach.
so sieht man, dass die 75 A oder 100 A maximalen Dauer-Entladestrom haben. Empfohlen aber deutlich niedriger.
Nimmt man mal den 14,2 kWh, hat man empfohlen 60A. Macht eine Leistung von 60A * 48V = 2880 Watt = 2,88 kW. Da bist du also ganz weit von deinen 12-15 kW entfernt. Selbst bei dem größten 24,86 kWh Speicher kommst du gerade mal auf 100A * 48V = 4800 Watt.
Das 24,86 kWh System würde auch gleich mal 14.000 Euro kosten, nur der Akku. Bei einem Gesamtsystem mit allem wirst du vielleicht bei 20.000 Euro rauskommen. Wenn du damit dann 12kWh * 365 * 0,4 Euro = 1752 Euro einsparst, könnte es sich rechnen, wenn alles gut geht. Aber im Winter wirst du vermutlich gar nicht diese Überschüsse haben. Dann hast du vielleicht nur 1000 Euro, die du sparst. Und dann lohnt sich das alles wieder nicht. Die Risiken hast du auch alle noch: Stell dir vor, der Speicher geht nach 5 Jahren kaputt und Pylontech kann nicht helfen, weil inzwischen Pleite.
Danke für deine Ausführung.
Bzgl dem empfohlenen Dauer-Entladestrom: ich denke das ist der Strom, der als Dauerlast am Akku anliegen darf. Aber ich dusche ja nicht den ganzen Tag, sondern sagen wir mal 30min wenn mehrere direkt hintereinander duschen.
Dafür könnte ich also dann doch mit dem Max. Entladestrom rechnen. Bei einem us3000 also mit 74A:
74A*48V=3,5kW.
bei 4 Stück: 14kW
Und dafür wäre ich netto eher bei 5.000 €.
Klar, ich brauch dann vermutlich noch 3 MPII und Cerbo GX, Kabel drum herum, und lande damit dann vermutlich bei rund 10.000 € netto.
Wenn könnte ich dann 2500 kWh * 40c = 1000 € im Jahr sparen.
Nicht ganz, weil mir ja noch 2500 kWh * 0,097 € = 250 € Einspeisevergütung pro Jahr entgehen.
Außerdem noch ein paar Wandlerverluste einkalkulieren müsste (oder anders gesagt: Einspeisevergütung, die einfach im nichts verpufft). Bleiben wir dafür mal bei 2500 kWh im Jahr aus dem Akku, und rechnen 20% Verluste = 500 kWh * 0,097 € = 50 € dazu.
Bleibt unterm Strich eine Ersparnis von 1000 - 250 - 50 = 700 €.
> Macht 14,2J bis sich das ganze Amortisiert. Also höchstens ein Hobby, aber nicht wirklich zum Kosten einsparen.
Oder hab ich in der obigen Betrachtung einen Denkfehler?
Ein us3000 schafft 3,5kW, mit 4 Stück bin ich bei 14kW (also fast das was ich theoretisch anstreben würde). Ist doch nicht schlimm, wenn dann noch 1kW aus dem Netz kommt, oder?
Und bzgl der Multiplus steht beim Hersteller, dass die 4kW Ausgangs-Dauerleistung und 9kW Maximalleistung haben. Also bei 3 Stück dauerhaft 12kW, aber kurzzeitig auch mehr. Warum passt das also nicht für 15-30min DLE?
Wenn nur den Netzbezug reduzieren willst dann kann jeder Dreiphasige Deye dir helfen, im Rahmen der von dir gekauften Leistung was WR und was die Batterie angeht.
Eine Abbildung der Wechselrichter/Speicher für den "VOLL"-Betrieb mit DLH ist wirtschaftlich sinnbefreit. Unterstützung machbar.
du wirst mit DLH immer 2/3 aus dem Netz dazukaufen, oder dich von deiner Aussage, das, das abschaffen der DLH keine Option ist, trennen müssen (UnterTischWärmespeicher (5-L-Boiler unter dem Waschtisch) für Kleinentnahmestellen sind mit Speichersystem kompatibel)
Das bedeutet, wenn ich länger als 60s dusche, bekomme ich maximal die 1776W aus diesem Akku heraus, richtig interpretiert?
Und bräuchte erge 8x us3000 Akkus, um auf 14kW zu kommen.
Was passiert, wenn ich doch nur 4 von den Akkus anschließe: kann ich dann realistisch die Hälfte des DLE Bedarfs damit decken?
Was würde passieren, wenn ich nur 1xMP und 2xAkkus a 3,5kW hätte? Würde beim duschen dann 2x1776W=3,5kW konstant aus den Akkus gezogen werden können, weil ein MP dauerhaft 4kW liefern kann.
(Die 9kW Spitzenlast gilt laut Victron nur für 2 Sekunden).
Davon ab, ich hab ja Eingangs geschrieben, dass es mir nicht um komplette Autarkie geht, sondern nur um Reduktion des Netzbezuges - in einer sinnvollen Dimension. Dass es bei DLEs nicht sinnvoll ist 100% der Energie aus dem Speicher zu ziehen ist mir auch vorher schon klar gewesen, das ist gar nicht mein Ziel!
Schon klar, wenn ich den Großteil aus der Batterie decken wollen würde.
Aber wenn nicht? Vl mach ich ja auch nur 1x MP 48/3000 (2,4kW Dauerleistung) + 1x us3000 (1,7kW Dauerleistung und 3,5kW Kapazität).
Dann könnte ich entweder beim Duschen dauerhaft die 1,7kW zusteuern. Oder wenn niemand geduscht hat, die Energie für die Nacht verwenden (Grundlast ca 300W - käme damit also 12h wenn ich die 3,5W Kapazität berücksichtige).
Würde das technisch problemlos klappen?
Wirtschaftlich gesehen ist das natürlich knapp.
Nehmen wir mal 300 Tage im Jahr, sind 300*3,5kW = 1000 kW im Jahr, was ich an Netzbezug spare.
Oder etwa 300 € im Jahr, also 3000 € in 10 Jahren. Für den Preis halte ich ein solch kleines "Spielerei-System" durchaus machbar.
Aber dennoch, mir gehts ja das technische Verständnis. Alles weitere kann ich dann selbst entscheiden, ob es mir finanziell wert ist.
Es geht von selbstgebauten Akku + zweckentfremdeter Microwechselrichter bis zu der Blackout-Lösung die ich skizziert habe.
Wenn Du VDE-Zugelassende Hardware mit Zertifikat willst den Überschuss auf 3 Phasen erkennen und zwischenspeichern willst fängt die "eine Kiste die das drauf hat" Lösung beim Deye 5K an.
Wieviel kWh der Deye dann zwischenspeichern kann, wieviele von seinen möglichen 5 kW Leistung er dann beisteuern kann hängt von der gewählten Batterie ab.
Irgendwie steige ich nicht durch. Kannst du nochmal sauber die Einheiten korrigieren? Also kW ist nicht kWh. Ich hab den Eindruck, du hast wild durcheinandergewürfelt.
NEIN, wenn dein Wechselrichter mehr als diese Leistung aus dem Akku zieht, betreibst du das Akku-System ausserhalb des stressfreien Betrieb.
Butter bei die Fische!:
da willst MP: ich setze einmal MP2 5k (4000/48 ca.100A im Dauerbetrieb) dazu drei der US3000
Das System steuert max 4kW zu deiner Last bei, weil das der Wechselrichter zu leisten im Stande ist, drei der Akkus bleiben damit auch im "stressfreien" Bereich
Fall2 du möchtest mehr als 4kW beisteuern?, dazu braucht es dann zwei MP2 5k (8kW) oder 2 MP2 3k (4,8kW)
für 2 MP2 5k werden nun 200A fällig / 37A = 6 Akkusysteme der Kategorie US3000
für 2 MP2 3k werden (4800/48x20%) 120A /37 = 4 Akkusysteme für stressfreien Betrieb
für 3 MP2 3k werden 180A / 37 = 5 US3000 benötigt
für 3 MP2 5k - 300A /37 - 8 Akkupack
anstatt sich so auf die US3000 einzuschiessen, mach deine Gedanken fit für DIY
gleiche Konfig bei den Wechselrichtern: je 140A Nutzlast 1x16s oder auch 18s LiFePo mit 280Ah
nun kannst du dir überlegen wo der ganze Krempel aufgehängt/hingestellt werden soll, einkaufen gehen installieren.
die Wechselrichter werden immer die maximal mögliche Leistung zur verfügung stellen, es sei denn du sagst ihnen, das es weniger sein soll.