@Tyroon
Hallo Albert,
bevor die Verwirrung komplett wird, bitte ich dich deine Vorstellungen zu konkretisieren.
- Was sind “ganz normale Verbraucher”? Ein Durchlauferhitzer mit 16 kW, ein Herd mit 3 Phasen Anschluss, eine Waschmaschine mit 2,4 ´kW, Geschirrspüler mit 2,4 kW, usw.
- Was soll Notstrom bei dir bedeuten, sollen alle Geräte bei Ausfall des öff. Netzes genutzt werden können?
- Spielt Geld keine Rolle?
Dein 5 kWh Akku wird es dir danken, wenn du ihm nicht mehr als 2,5 kW an Leistung entziehst. Für mehr brauchst du mehr.
Die prognostizierte PV Leistung von 3,3 kWp kann an sonnigen Tagen ca. 16 kWh liefern, der Akku wäre dann 3 mal gefüllt. Im Winter kannst du dich auf 1 kWh pro Tag einstellen, mehr ist nicht zu erwarten.
Dein Hausnetz ist unmittelbar mit dem öffentlichen Netz verbunden. Wenn du das ganze Haus mit Notstrom versorgen möchtest, muss das Hausnetz zwingend vom öff. Netz getrennt werden. Ansonsten würde dein Generator alle Nachbarn mit versorgen müssen, was zu einer Überlastung deines Generators führen würde. Außerdem bestünde Lebensgefahr für das Reparaturteam, das die Störung im öff. Netz beheben will → das geht weder physikalisch noch rechtlich. Die einzige Alternative ist ein gesondertes “Insel Netz” so dass du neben jeder Steckdose eine Notstrom Steckdose hast. Doch bei allen fest angeschlossenen Leuchten, Wassererhitzern, etc. geht das nicht.
Auch und gerade weil ich nicht weiß, was du willst, stell ich dir mein Setting dar:
PV 3,3 kWp.
Laderegler EPEVER 2 Stk, einer 100A, der andere 60A
Akku 24 V 20 kWh
WR für angemeldetes BKW: Hoymiles HMS 800 (ohne W mit Regelung durch openDtu on Battery)
WR für nicht meldepflichtige Insel: 24/3000 230V Smart (Victron)
Im Haus gibt es 2 Steckdosen, die im Falle eines Falles über den Victron WR beschickt werden können. Im Normalfall speist er eine mini Wallbox zum Laden eines Plugin Hybrid Fahrzeugs.
Alles ist legal und spart mehr als 2 MWh p.a. an Kosten für den Strom Bezug (je nach Preis um 700 € p.a.). Das reicht aber vorne und hinten nicht, um den Jahrebedarf zu decken. Ich kaufe in ähnlicher Größenordnung aus dem öff. Netz. Ins öffentliche Netz verschenke ich p.a. rund 35 kWh, also unbeachtlich wenig.
Mein Wunsch: richtige Dach PV mit 10 kWp und Akku 10kWh und Netzumschalter für Notstrom. Kostet rund 20 T€, wenn alles vom Fachbetrieb gemacht wird.
Wenn Geld keine Rolle spielt, setzt die Architektur des Hauses die Obergrenze für PV und ansonsten muss halt jeder schauen, was technisch, finanziell und DIY geht. Gut dass du eine Elektriker hast, denn es gibt viel zu Bedenken und einige Gefahrenquellen.
Von deiner Vision zu einem konkreten Plan ist es noch ein weiter Weg. Die Aussage 3 Ph WR hätten einen höheren Eigenverbrauch ist gewiss nicht zutreffend. Es gibt WR für Dachanlagen von Marken wie Kostal, Fronius, u.ä mit super Wirkungsgrad. Die sind Ph WR Noname WR haushoch überlegen. Der Ansatz: ich hab hier 2 Akku´s mit 24 V und 4 Module ist und nun bauen wir was drum herum ist m.A. nicht wirklich zielführend. Wer 3 Ph Notstrom für alle Geräte haben will, braucht den passenden Akku und das wird bei deinem 5 kWh Akku sehr knapp.
Ich hoffe, meine Zeilen helfen dir, deine Wünsche und Ziele zu konkretisieren.
L.G.