Welcher Laderegler und Welcher Wechselrichter

Hallo, ich habe das Forum gestern per Zufall gefunden.

Ich hoffe ihr könnt mir hier weiterhelfen.

Ich habe 4 Panele aktuell auf dem Dach.

Sie haben folgende Daten: Max V:37 und Max A:14 Max W: 415

Ich habe schon 2 LiFePO4 24V 100Ah 100A BMS Batterien.

Die Batterien wollte ich in Reihe schalten damit ich 48V habe.

Die Panele werde ich Parallel schalten. Dazu lege ich 8 Kabel in 6mm2 vom Dach in den Keller.

Eine Leitungslänge beträgt 25 Meter.

Jetzt stellt sich die Frage welchen Laderegler und welchen Wechselrichter ich verbauen soll. Und wie schalte ich am besten die Panele Parallel? Gibt es da Verteiler ? Also von 4 Kabel auf 1.

Ich habe vor nochmal die selben 4 Panele auf das Dach zu montieren. Das heißt ich habe bei voller Leistung 112A und 3320 W. Allerdings werden die nie realistisch ankommen (einmal Südwest und einmal Südost). Trotzdem möchte ich für das Maximum vorbereitet sein.

Kann ich 2 Laderegler an die Batterie anschließen ? Und ich möchte gern ein Wechselrichter, den ich in der Leistung steuern kann. Am liebsten über Home Assistant. Ich habe eine Grundlast von 200-250W über Nacht.

Sorry für die vielen Fragen, aber es gibt so viele Möglichkeiten und solangsam blicke ich nicht mehr durch.

Ich danke euch schonmal für die Aufmerksamkeit .

Welches Fabrikat ist das ganz genau?

On-Grid?
3-Phasen oder 1-Phase?

@Tyroon
Hallo Albert,
sei gegrüßt im Forum und schau dich erst mal um, insb. in der Kategorie Balkonkraftwerk (BKW). Wenn du magst, dann verrate, ob für den Standort deutsches Recht gilt.

Ob du die 24 V Akkus zu einer Reihe mit 48 V verschalten kannst, hängt vom Akku ab. Da schaust du in den Datenblättern nach. Nicht bei jedem Akku ist das zulässig.

Module kann man auch in Reihe schalten, die haben i.d.R. eine deutlich höhere Spannungsfestigkeit. Das wirst du auch machen müssen, denn mit 37 V Modulspannung kann man keine 48 V Akkus laden, es sei denn, ein spezieller step-up Laderegler käme zum Einsatz. Die sind aber rar.

L.G.

PV Module können wir später klären (ist sehr einfach) zuerst mal Akku und Wechselrichter.

Wird der Wechselrichter ans öffentliche Stromnetz angeschlossen?
Super wichtig ob 3-Phasen oder 1-Phase?

Gut wäre noch wenn du eine genaue Aufstellung von allen Verbrauchern machst!
Elektroauto Laden?
Heizen wie?

Du willst keine 4 Module parallel schalten, und 8 erst recht nicht. Und du willst auch keine 8 oder gar 16 6qmm Kabel durch die Gegend ziehen.

Je 4 Module in Reihe, an einen Wechselrichter mit 2MPPTs, oder, wenn alle 8 Module in die selbe Richtung schauen und nicht verschattet sind, alle 8 in Reihe.

Oliver

Hallo,
bei 8 Modulen in Reihe wird es schwieriger, einen geeigneten WR für ein BKW zu finden. Aber ob es darum geht oder um eine volle PV Dachanlage, die der Elektriker beim VNB anmelden muss, das wissen wir (noch) nicht. Ich vermute es nur, da es ja schon eine Vorstellung von Ladereglern, Akku´s und Modulen gibt, die darauf hindeuten.

L.G.

Was wohl daran liegt, daß 8 Module a 415W kein BKW mehr sind.

Oliver

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Das wäre die Batterie. Ich würde auf Offgrid gehen wollen. Es soll ja noch alles funktionieren trotz Stromausfall. Mir wurde zu 1 Phase geraten, da der 3 Phasige zu träge sei.

Hallo, danke für die vielen Antworten. Mir wurde von einem 3 Phasigen Wechselrichter abgeraten, da er träger sei weil er ja ein Drehstromfeld erzeugen muss. (keine Ahnung ob das stimmt)

Ich möchte hauptsächlich den Strom von Tagsüber in den Akku speisen, und dann Abends den Strom dann nutzen. Am Liebsten wäre mir ein System was auch bei deinem Stromausfall mein Haus versorgt.

Es sind die Alltägllichen Geräte im Haus, nichts besonderes was mehr Strom verbraucht.

Wenn der Speicher voll ist, soll ganz normal auf 800W begrenzt permanent der Strom ins Netz fließen.

Es können nicht alle Panels gleichzeitig die volle Sonne abbekommen, da sie auf 2 Verschiedenen Dachflächen sind.

Ich dachte Parallel wäre besser, weil bei der Ausrichtung der Panele eine Gaube zu einer gewissen Uhrzeit zur Verschattung beiträgt.

Geheizt wird bei uns übrigens über ein Pelletofen oder ggf. durch eine Ölheizung. Der Verbrauch beträgt maximal 100W inkl aller Pumpen.

Wie @oliverso schon anmerkte, 8 x 415 Wp ist nicht vereinfacht anmeldbar, damit ist die 800 W-Grenze obsolet. Wie lange willst du denn bei 2 x 24 V x 100 Ah Akku permanent 800 W ins Netz einspeisen?

Das hört sich für mich alles nicht so richtig durchdacht an.

Normalerweise deckt man seinen Verbrauch bzw. regelt den Bezug auf null runter und lädt Überschûsse in den Speicher, nicht anders herum.

Klingt mal fürs erste gut machbar mit Überschaubaren Aufwand (mal sehen ob es dabei auch bleibt).

Laut Internetseite wäre der Akku für Serienschaltung geeignet (ich selbst hab aber mit Serienschaltungen bei Lithium Akkus keine Praxiserfahrung und ich kenne auch niemanden der einen Lithium Akku in Serie betriebt).
Grundsätzlich Sollte der Akku nicht mehr als 0,5C belastet werden besser 0,3C also in deinen Fall mit maximal 2.000 Watt.

Eine Möglichkeit wäre beim Wechselrichter ein 1x Victron MuliPlus II 48/5000
Victron ist für gute Qualität bekannt, kaum Ausfälle derzeit bekannt. Ist ein Modulares System das erweitert werden kann. Und besonders wichtig es gibt in wirklich jedem Internet-Fach-Forum Hilfe weil zigtausende Geräte existieren. Es gibt auch vom Hersteller ein Forum wo man Fragen stellen kann. Auch sehr wichtig das Gerät kann bei Stromausfall unbegrenzte Zeit Strom liefern ist also für den Dauerbetrieb Off-Grid geeignet (die meisten Geräte am Markt sind wohl eher für keinen Off-Grid Dauerbetrieb geeignet)
48/3000 würde ich nicht empfehlen weil kaum im Preis ein Unterschied und der Standby-Verbrauch ist kaum höher.

Was die rechtliche Lage angeht bin ich völlig ahnungslos und möchte mich damit auch nicht beschäftigen da müssen andere sich zu Wort melden.

Vermutlich ist das Haus mit 3-Phasen verkabelt. Jetzt stellt sich die Frage ob die Vorhandene Elektroinstallation im Haus verändert werden muss? Gibt es einen Elektriker in der Familie der Helfen kann? Kann man neue Leitungen verlegen oder kommt das nicht in Frage?

Update 19:40
Wenn das mit dem Wechselrichter und der Hausinstallation fixiert ist erst dann können wir bei den Ladereglern und Verkabelung schauen ist aber sehr einfach und sicher kein Problem.

Hallo, das anmelden und das Legal oder nicht Legal sei ma dahin gestellt.

Klar kann man auch erst in das Hausnetzt einspeisen und dann in den Speicher. Was zuerst gespeist wird ist mir relativ peng.

Das Haus wurde komplett auf den neusten Stand der Elektrik gebracht. Ggf, könnne noch Leitungen nachgezogen werden.

Mein Elektriker hilft mir nur das ganze zu verkabeln, aber von den DIY Speichersystemen hat er noch nicht so die Erfahrungen.

Wie gesagt, ich will einfach nur ein Speichersystem und es soll bei einem Stromausfall komplett mein Haus versorgen können mit der Grundlast.

@meter gibt es Häuser die nicht mit 3 Phasen verkabelt sind ? Oder hab ich gerade ein Denkfehler

Ab einem gewissen Alter sicher möglich. Bei mir im winzigen Dorf gibt es so etwas gar nicht mal so selten.

Standardmäßig ist die Hausinstallation auf 3-Phasen aufgeteilt also da muss dein Elektriker mit dir zusammen ein für dich passende Lösung erarbeiten (ist weiter kein Problem nur ein wenig mehr Aufwand wenn der Elektriker sowieso da ist )

Gibt es Verschattungen am Dach wenn ja wie umfangreich?
Welche Dachneigung hat das Dach?

Die Verschattung fängt langsam an wenn die Sonne sich den Abend neigt. Es wird ein Panel nach dem anderen dann halt nicht mehr mit Sonne versorgt. Dachwinkel ist bei ca 35 bis 40 Grad.

Wenn wir im Victron Sytem bleiben:

SmartSolar MPPT RS würde ich nicht empfehlen da deine Anlage eher zu klein ist und die Startspannung 120 V beträgt.

Empfehlen würde ich 1x SmartSolar MPPT 250/70-Tr VE.CAN

Ost und West kann man versuchen auf einen Laderegler zu hängen falls es nicht so toll funktionieren sollte könnte man einen zweiten dazu nehmen. Zu Beginn sollte einer Okay sein.
Du könntest vier PV Module in Serie auf einem Kabel zum Laderegler führen und die zweiten vier in Serie mit einem zweiten Kabel zum gleichen Laderegler

Beim Laderegler kommen dann zweimal 148 V plus Kältezuschlag je 14A an beide Kabel zusammen 28A. Der Laderegler kann 4.000W liefern.

Da keine nennenswerte Verschattung sind zwei String (also zwei Kabeln) ausreichend natürlich ein Kabel Ost und das andere Kabel West. Der Laderegler hat dann noch fast 100V Reserve und sollte daher sehr lange halten.

Laderegler und geeignete Sicherungen an einem gut belüfteten Platz montieren (halt nicht in einer super engen Kiste) umso besser Belüftet umso länger die Lebensdauer.

Für das Monitoring und BMS wäre eine Cerbo GX und ein Touch 70 empfehlenswert kann aber auch mit Raspberry Pi usw. gelöst werden. Diverse Daten Kabeln

Sollte Später noch erweitert werden kann man natürlich noch zwei extra Kabel ziehen. 6qm ist perfekt.

Vorsicht 1-Kabel besteht in diesem Beitrag aus einem Kabel plus und ein weiteres Kabel minus. Also 2x2 Kabeln je eines Ost und eines West.

@Tyroon
Hallo Albert,
bevor die Verwirrung komplett wird, bitte ich dich deine Vorstellungen zu konkretisieren.

  1. Was sind “ganz normale Verbraucher”? Ein Durchlauferhitzer mit 16 kW, ein Herd mit 3 Phasen Anschluss, eine Waschmaschine mit 2,4 ´kW, Geschirrspüler mit 2,4 kW, usw.
  2. Was soll Notstrom bei dir bedeuten, sollen alle Geräte bei Ausfall des öff. Netzes genutzt werden können?
  3. Spielt Geld keine Rolle?

Dein 5 kWh Akku wird es dir danken, wenn du ihm nicht mehr als 2,5 kW an Leistung entziehst. Für mehr brauchst du mehr.
Die prognostizierte PV Leistung von 3,3 kWp kann an sonnigen Tagen ca. 16 kWh liefern, der Akku wäre dann 3 mal gefüllt. Im Winter kannst du dich auf 1 kWh pro Tag einstellen, mehr ist nicht zu erwarten.
Dein Hausnetz ist unmittelbar mit dem öffentlichen Netz verbunden. Wenn du das ganze Haus mit Notstrom versorgen möchtest, muss das Hausnetz zwingend vom öff. Netz getrennt werden. Ansonsten würde dein Generator alle Nachbarn mit versorgen müssen, was zu einer Überlastung deines Generators führen würde. Außerdem bestünde Lebensgefahr für das Reparaturteam, das die Störung im öff. Netz beheben will → das geht weder physikalisch noch rechtlich. Die einzige Alternative ist ein gesondertes “Insel Netz” so dass du neben jeder Steckdose eine Notstrom Steckdose hast. Doch bei allen fest angeschlossenen Leuchten, Wassererhitzern, etc. geht das nicht.

Auch und gerade weil ich nicht weiß, was du willst, stell ich dir mein Setting dar:

PV 3,3 kWp.
Laderegler EPEVER 2 Stk, einer 100A, der andere 60A
Akku 24 V 20 kWh
WR für angemeldetes BKW: Hoymiles HMS 800 (ohne W mit Regelung durch openDtu on Battery)
WR für nicht meldepflichtige Insel: 24/3000 230V Smart (Victron)
Im Haus gibt es 2 Steckdosen, die im Falle eines Falles über den Victron WR beschickt werden können. Im Normalfall speist er eine mini Wallbox zum Laden eines Plugin Hybrid Fahrzeugs.

Alles ist legal und spart mehr als 2 MWh p.a. an Kosten für den Strom Bezug (je nach Preis um 700 € p.a.). Das reicht aber vorne und hinten nicht, um den Jahrebedarf zu decken. Ich kaufe in ähnlicher Größenordnung aus dem öff. Netz. Ins öffentliche Netz verschenke ich p.a. rund 35 kWh, also unbeachtlich wenig.

Mein Wunsch: richtige Dach PV mit 10 kWp und Akku 10kWh und Netzumschalter für Notstrom. Kostet rund 20 T€, wenn alles vom Fachbetrieb gemacht wird.

Wenn Geld keine Rolle spielt, setzt die Architektur des Hauses die Obergrenze für PV und ansonsten muss halt jeder schauen, was technisch, finanziell und DIY geht. Gut dass du eine Elektriker hast, denn es gibt viel zu Bedenken und einige Gefahrenquellen.

Von deiner Vision zu einem konkreten Plan ist es noch ein weiter Weg. Die Aussage 3 Ph WR hätten einen höheren Eigenverbrauch ist gewiss nicht zutreffend. Es gibt WR für Dachanlagen von Marken wie Kostal, Fronius, u.ä mit super Wirkungsgrad. Die sind Ph WR Noname WR haushoch überlegen. Der Ansatz: ich hab hier 2 Akku´s mit 24 V und 4 Module ist und nun bauen wir was drum herum ist m.A. nicht wirklich zielführend. Wer 3 Ph Notstrom für alle Geräte haben will, braucht den passenden Akku und das wird bei deinem 5 kWh Akku sehr knapp.

Ich hoffe, meine Zeilen helfen dir, deine Wünsche und Ziele zu konkretisieren.

L.G.

Zum Kochen empfehle ich einen Siemens Gasherd iQ700 absolut genial das Teil (11kg Gasflasche).

Von 24V rate ich bei Stationären anlagen dringend ab. Das führt zu erheblichen Mehrkosten bei Laderegler, Akku, Kabeln, BMS. Weltweiter Standard ist derzeit noch 48V wo es die meiste und billigste Hardware gibt. Laderegler Kosten verdoppeln sich bei 24V.

3000VA Wechselrichter sind auch keine gute Wahl weil die 5000VA kaum mehr kosten und der Standby-Verbrauch ist um nur 6W höher.

Es ist klar dass man bei einem Stromausfall nur das aller notwendigste Versorgen kann. Will man mehr explodieren die Kosten oder man nimmt ein Stromaggregat dazu aber Achtung normaler Treibstoff ohne richtiger Lagerung und Zusätze hält nur kurze Zeit. Ideal wäre Gas.

Der vorhandene Akku ist nicht Ideal aber kein Problem den kann man später leicht auswechseln.