Bin bei dem Thema eher Neuling. Wir haben jetzt PV (14,4 kWp) auf dem Dach und Speicher (16 kWh) im Keller. Wir suchen für unser Dachstudio eine gute aber bezahlbare Klima-Splitanlage, die ca. 120 m3 im Sommer auf 24 Grad kühlen und im Winter auf 21 Grad heizen kann.
Ich bin handwerklich einigermassen geschickt, kenne mich mit Klimatechnik aber nicht aus. Würde am liebsten alles selber installieren. Darf man R290 (Propan?) jetzt schon selber installieren? Vakuumdrehschieberpumpe ist vorhanden. Die dürfte unter 1mbar schaffen. Mit Bördeln & Co. habe ich es aber nicht so und auch kein Werkzeug dafür. Wie sind Eure Erfahrungen und was könnt ihr empfehlen?
Die ca. 45 m2 sind die reine Grundfläche, das Volumen ist aber nicht so groß da Dachgeschoss mit Schrägen und Gauben. Es soll auch die Heizung in der Übergangszeit nur unterstützen. Wir haben noch einen klassischen Heizkörper (über die Ölheizung), der aber unter etwa 8 Grad Außentemperatur den Raum alleine nicht heizen kann. Für sehr kalte Tage haben wir noch einen gußeisernen Franklin-Ofen im Raum stehen, der macht dann bei -10 Grad Innen gemütliche 25-30 Grad, wenn es sein muß.
In erster Linie geht es also ums Kühlen im Sommer, wobei wir das Dach neu haben dämmen lassen - was spürbar einiges ausgemacht hat. Den Ofen haben wir im letzten Winter kaum mehr gebraucht.
Also ich denke an eine Single-Split Anlage mit 3 - 3,5 kW ( das ist dann die kompl. Kühl- oder Heizleistung, wo also schon der COP- und EER-Faktor enthalten ist?) Die elektr. Leistung liegt dann also um 800 - 1000W? Ich denke, das würde so Sinn machen?
Habe verstanden Kältemittelleitungen darf man auch bei Propan in Deutschland nicht selber füllen (?) - was ist dann besser: R32 oder R290? Und was ist am Ende günstiger bei Installation bzw. langfristigem Betrieb?
ich habe mir die Midea Extreme Save Blue gekauft . Mit 3,5 Kw Kühlleistung und 3,7 Kw Heizleistung . Als Gas R290 . Ist für 5 Meter Rohrlänge vorgefüllt . In Deutschland sind nicht mehr Meter erlaubt . Es gibt aber Unterlagen wo mehr Meter drin stehen , wo aber 20 Gramm Propan für jeden zusätzlichen Meter nach dem Vakum ziehen in den Kühlkreis gefüllt werden müssen . Ich wollte letzten Wochenende damit anfangen , leider hat mein Warmwasserspeicher angefangen undicht zu werden . Zu diesen Gerät gibt es ein langen Bericht , am Ende des Berichtes gibt es einige Hinweise zur Anpassung der Grundeinstellung des Gerätes .
Mein erstes Gerät hat eine Rohrleitungslänge von ca . 4,8 - 5 Meter . Das zweite Gerät hat eine Leitungslänge von 3 Meter . Dieses Gerät kommt aber im nächsten Monat .
Nach meinen Verständnis kann man das Gerät ( R290 ) selber verbauen , da es kein klassisches Klimagas ist . Rechtliche Grauzone und auf eigene Verantwortung .
Lese den Bericht , da gibt es von Andreas ein Video dazu und eine kleine Liste von Werkzeugen , die sind bei diesem Gerät notwendig aber auch Preisgünstig . Der Moderator Win hat ebenfalls ein sehr guten Bericht zum Anschließen eines Splittgerätes geschrieben , bitte lesen . Bei Saukalt.de gibt es zum Beispiel das normale Standart Rohr oder auch dicker Isoliertes . Die haben viel .
Andere Sachen habe ich über Ebay , Amazone und Idealo erworben .
hier mal ein Link zu den von mir genannten Gerät , es sind auch 3 Dokumente hinterlegt . Diese ruhig mal durchlesen .
Die Zubehörpakete würde ich dort nicht kaufe , sondern seperat kaufen . Das Gerät war auf einer Einwegpallette sauber verpackt und sicher verschnürt gewesen .
Wir brauchen gar nicht so viel Rohrlänge. Ich würde das Innengerät an die gleiche Wand setzen wie das Außengerät, da sollten 2,5 - 3 m ausreichen. Ich sehe eigentlich auch kein Problem, warum man R290 - normales Propangas? - nicht selber installieren sollte, höchstens wg. Sicherheitsbedenken/Brandschutzgründen. Wir haben auch Propangasflaschen (habe mal als Glasbläser gewerkelt und nehme es auch zum Hartlöten mit Silberlot etc.) - von daher hätten wir Propan da. Braucht es da ein besonderes, getrocknetes Propan für die Befüllung? Vermutlich gibt es da in Deutschland wieder reichlich Vorschriften und bürokratischen Kram zu beachten.
Werde mir die Unterlagen mal ansehen. Das Bördeln muß man sicherlich etwas üben nehme ich an, bevor es dann ernst wird? Löten verbietet sich wohl bei Propan ?
am Innen und Außengerät ist immer mit den Bördel anzuschließen . Löten geht nicht . Wenn du dir Rohr bestellen tust , dann hat man meistens mehr Rohrlänge. Achtung , wenn das Rohe zum Beispiel 5 Meter lang ist dann ist das Steuerkabel 6 Meter lang . Bitte überlege dir wo du mit den Kondensat bleibst .
Der Kondensatschlauch ist innen 16 mm .
Bei der Midea sind 3 Meter Mindestlänge vorgegeben. Das soll helfen das Gas in der Leitung zu beruhigen.
Schau Mal unter Anleitungen nach , da hat Win sich sehr viel Mühe gegeben eine Anleitung zu schreiben.
In diesem Forum sind die Moderatoren sehr hilfreich , da kann man sich viel anlesen.
YouTube hat dann noch einiges zum anschauen.
Wenn du hartlöten kannst: Wer bei Propan auf Nummer sicher gehen will, schneidet am IG die Verschraubungen ab und lötet die Kälteleitungen an. Das machen viele Klimafirmen auch schon bei R32 so, um mehr Sicherheit zu haben. Aber das nur mal als Nebenaspekt, grundsätzlich kann man die auch über die Bördel ganz normal verschrauben. Genau die Drehmomente einhalten.
Derzeit scheint das Grauzone bei R290: Es gibt m.W. keine Vorschrift, die das verbietet, aber es wird aus Sicherheitsgründen bestimmt nochmal was kommen. Bei R32 war es ja auch nur aus Umweltschutzgründen verboten, das Problem gibts hier aber nicht.
Ich denke, eine 3,5kW Anlage wird reichen, vor allem, weil gedämmtes Dach. Da ist erstmal die Grundfrage, ob R290 oder R32. Bei R290 gibts noch nicht viel Auswahl, da ist die Midea derzeit wohl der Preis-Leistungssieger. Kostet aber trotzdem einiges mehr, als eine R32 Anlage.
Um ins Thema reinzukommen, kannst du dich hier einlesen:
Eine sehr ähnliche Situation habe ich bei mir auch. Gedämmtes Dachgeschoss mit 44 cm² und einem günstigem 3,5 kW Gerät. Kühlen und Heizen sind absolut kein Problem.
Stromverbrauch beim Kühlen können bei mir mit ca. 1000W anfangen, wenn gerade stark heruntergekühlt wird, pendelt sich bei mir bei aber bei 200 W ein, um die Temperatur zu halten. Für einen Tag im Homeoffice sind das bei mir 1 kWh bis ca. 3 kWh. Für den Anschluss unterscheidet sich also nicht viel im Vergleich zu einer Steckdose, wobei eine eigene Sicherung grundsätzlich besser ist. Als Nennleistung wird 10A genannt, wobei ich soviel noch nie gesehen habe.
Es sollte sauberes Propan sein. Das Gas aus der Flasche von Baumarkt enthält ja Duftstoffe, damit man austretendes Gas sofort riecht. Diese Duftstoffe binden sich im Öl vom Kompressor, was man eher nicht haben will. Allerdings wird die Klimaanlage bereit mit einer Füllung im Außengerät ausgeliefert, also wird das kein Problem werden
Überhaupt nicht. Einige Betriebe schneiden die Bördelanschlüsse am Innengerät ab und löten die Kupferleitungen direkt an, um Leckagemöglichkeiten im Innenraum zu vermeiden. Allerdings brauchst du trotzdem Bördel für den Anschluss am Außengerät. Grundsätzlich ist beides dicht, wenn alles korrekt ausgeführt wird.
Danke Euch! Das sind schon mal viele gute Hinweise. R32 wird wohl ab 2027 schon für kleine Single-Split-Anlagen verboten in Deutschland, wenn ich richtig gelesen habe? D.h. man müßte sich schnell entscheiden, wenn man die Wahl haben möchte.
Hartlöten kann ich eigentlich ganz gut, habe viel mit Silberlot gelötet, das verläuft super! Habe im Praktikum mal Hochfrequenzhartlöten gemacht, ist 40 Jahre her. Cu kann man natürlich auch gut weichlöten - auch kein Problem denke ich. Müssen Klimaanlagen hartgelötet werden, wenn sie überhaupt gelötet werden sollen?
In Deutschland ist nur Hartlöten bei Kälteanlagen erlaubt und du musst mit Stickstoff als Schutzgas arbeiten, was du während des Lötens durch die Leitung schickst.
In USA wird im Kältebereich auch viel weich gelötet. Stichwort "staybrite hvac"
Die Midea Xtreme Save Blue sieht ganz interessant aus - auch preislich o.k. im ersten Eindruck.
Jetzt habe ich gerade die Installationsanleitung durchblättert und auf genaue Masse für Innen und Aussengerät gehofft, finde da aber nur eine Sammlung verschiedener Abmessungen ohne zugehörige Gerätebezeichnung (Leistungsgröße). Das Problem ist, wir haben eigentlich nur einen Platz im DG wo das Innengerät aufgehängt werden könnte und da ist die max. Breite auf gut 80cm begrenzt. Daneben sind ein Stützbalken und die Außenmauer mit einer Tür zum Balkon. Sicher kein idealer Installationsort, aber der bestmögliche. Welches Gerät kommt denn da in Frage als Innengerät?
Bin auch noch am überlegen ob eher R32 or R290. Komplett selber machen wird eher schwierig, da mir doch einige Spezialwerkzeuge fehlen, aber Installation soweit vorbereiten, Löcher bohren, Leitungen verlegen dürfte in beiden Fällen möglich sein. Nehme an, dass die meisten Installateure ihre eigenen Anlagen verbauen wollen und keine vom Kunden bereits gekaufte? Aber über kleinanzeigen und myhammer dürften sich ja willige ‘Fachleute’ finden lassen. Was läuft denn grundsätzlich effizienter: R32 oder R290 Anlagen - oder tun die sich da nicht viel? Preislich scheint R32 deutlich die Nase vorn zu haben, obwohl das hier nicht zwingend ausschlaggebend ist.
Unsere Platzknappheit für das Innengerät wird eher das Problem sein…
Habe nochmal genau gemessen: es sind 855mm zwischen Stützbalken und Außenwand. Man könnte vor dem Balken installieren, aber dann bekommen wir die Balkontür nicht mehr richtig auf.
Also 804mm könnte gerade noch gehen - da kommt man ohnehin nicht mehr von der Seite irgendwo dran.
ATXC, ATXF, Sensira sind alle nahezu baugleich und die billigsten Daikins. Haben etwas weniger Effizienz und ein recht kleines AG, was dann auch oft auf höchster Lüfterstufe läuft. Dabei ist es noch relativ leise, aber kein Vergleich zu den besseren Geräten wie ATXD oder ATXM. Wenn du hauptsächlich kühlen willst, würde ich die kostengünstige ATXD nehmen, da bekommst du ein super Preis-Leistungsverhältnis. Die kann auch gut heizen, hat aber leichte Probleme mit etwas zu vielen Abtauzyklen.
Wir suchen schon ein gutes, zuverlässiges und effizientes Gerät - darf auch etwas teurer sein.
Ich denke, wir würden sogar eher mehr heizen als kühlen. Zum kühlen gibt es meist nur 4-6 Wochen im Jahr, zum heizen aber eher 20-30 Wochen, wobei das Gerät hauptsächlich in der Übergangszeit seinen Dienst tun würde, oder im Winter eben zusätzlich mit Ölheizung und wenn nötig Holzofen.
Bis zu welcher Außentemperatur lohnen sich denn die Geräte zum heizen? Denke unterhalb Null Grad wird es deutlich weniger effizient sein, als bei 10 oder 15 Grad?
Du meinst grundsätzlich? Viele heizen den ganzen Winter damit, ist in der Regel deutlich effizienter, als LWWP. Aber klar, einen Effizienzknick hast du an dem Punkt, wo der Verdampfer vereist, was so etwa bei 1-4 Grad passiert, je nach Leistungsabruf.
Kleines Problem bei den sehr effizienten Geräten: Die haben in der Regel mehr Wärmetauscherfläche am IG, deshalb auch oft breiter. Die ATXD wäre da eine gute Ausnahme mit dem recht schmalen IG. Aber schau dir einfach mal die aktuelle Perfera, Emura, Stylish von Daikin an, wie breit die sind.
ATXD hat das alte AG der Perfera (bis glaube ich 2024) und das IG von der Comfora. Nachteil: Die hat ein leichtes Abtauproblem, taut zu oft ab, was dich einige kWh kosten wird. Auch Komfort sinkt, wenn die unnötigerweise alle 30-45min für 5-10 min nicht heizt.
Die neue Perfera wurde gerade auf Winterbetrieb optimiert. Die hat aber eben ein etwas breiteres IG. In Deutschland ist es die FTXM35, in Italien ATXM35, beide sollten nahezu baugleich sein. Manche sagen auch, sie wäre komplett baugleich.
Kompletteinbau wäre sehr günstig. Nur Inbetriebnahme geht so ab 500 Euro los.