Wer sich für V2H interessiert und sich fragt, welche eAuto's dies zulassen, kann ja an seine Autodealer einfach einmal folgende eMail schreiben:
Sehr geehrtes Autohaus,
als PV Dachbesitzer interessiere ich mich aktuell auch für ein neues eAuto.
Es muß als verfügbare Lösung auch Vehicle-to-Home (V2H) ermöglichen. V2H wird auch gerne als Bidirektionales Laden bezeichnet, hier sind zwei Varianten möglich: AC-BiDi (mittels On-Board-Charger) oder DC-BiDi, mittels externer DC-BiDi-Wallbox.
Mein Interesse gilt der DC-BiDi-Wallbox Lösung, da in diesem Fall das eAuto nur das DC-Schütz (zwischen CCS Buchse und eAutobatterie) freigeben muß.
Welches eAuto aus ihrem Programm kann die Bedingung: DC-BiDi ist freigeschaltet, nutzbar und frei verfügbar, erfüllen ?
Weiterhin wäre ich ebenfalls an einer Empfehlung zu einer kompatiblen DC-BiDi-Wallbox interessiert.
Mit freundlichen Grüßen
Eigene, freie Variationen sind selbst verständlich möglich und erwünscht.
Zur Unterstützung bei Rückfragen oder zum Verständnis, hilft vielleicht auch folgendes Dokument: FAQ Vehicle to Home.pdf (65,6 KB)
Und über Erfahrungsberichte freuen sich bestimmt auch andere
Antwort: "Wir haben hier einen ChingChangCong der ihre Wünsche erfüllt. Preis 69.500€"
Und den kaufst Du dann?
Ich fände zwar V2X auch ganz nett, aber nur wenn es ein top Auto zu einem guten P/L ist wie z.B. Tesla ist. Den ChingChangChong will ich nicht.
Und nur nebenbei, Tesla sammelt Kundenwünsche und erfüllt sie, wo möglich, auch. Der Wunsch nach V2X wird da z.Z. oft geäußert. Das neueste Modell hat es dann auch bekommen.
Nur sind in DE eher die Gesetze/TAB das Problem und weniger die Hersteller.
Also schreib lieber an die Figuren in Berlin.
Die "Figuren" in Berlin sind nicht das Problem, vgl. Drucksache 20/14985 vom 14.2.2025, Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der CDU/CSU: Zukunft des bidirektionalen Ladens, Seite 3 - Mitte:
==> Für V2H sind keine verbleibenden regulatorischen Hürden bekannt.
Technisch wird die Thematik, analog zu Erzeugern und Energiespeichern in der VDE-AR-4105 geregelt, womit auch die TAB's "abgefrühstückt" sind.
Zitat aus VDE-AR-4105:2024-10:
Zeile Text
2623 Für DC-gekoppelte Fahrzeuge ist eine Zertifizierung der Ladeeinrichtung ausreichend, das Fahrzeug wird,
2624 analog zu den stationären Speichern, als Batterie gesehen, die nicht Bestandteil des Einheitenzertifikates ist.
Für AC-BiDi wird es komplexer.
Von dieser Seite ist es geklärt, fertig und sauber !
ES sind die eAuto-Hersteller, die in die Pflicht zu nehmen sind ! Die DC-BiDi-Wallboxen werden dann folgen. Zum Beispiel kann KIA EV 9 mit der Quasar 2 von Wallbox.com in den USA genutzt werden.
Warum schaltet KIA / Hyundai dies in DE nicht frei, darum geht es ! Und natürlich um alle weiteren eAuto's !
Und genau das ist das Problem. Ich will keine 350-700V DC aus dem Auto händeln.
230V und ein paar kW sind wesentlich einfacher im DIY Haus zu verwerten ... aber eben nicht in DE.
Vorhin waren die "Figuren" in Berlin das Problem, jetzt ist es die Spannung !
Die Umwandlung der Batteriespannung in 230 VAC erfolgt in der DC-BiDi-Wallbox. Auch bei einer PV Anlage wird die DC-Spannung in 230/400 VAC umgewandelt, technisch problemlos machbar.
Das Problem ist die Kontrolle des DC-Schütz im eAuto.
Beim DC-Schnellladen erfolgt eine Prüfsequenz/Abstimmung zwischen dem eAuto und der Ladesäule und bei Erfolg schließt das DC-Schütz im eAuto und das eAuto wird geladen.
Wenn jetzt aber entladen werden würde - und die "Räder drehen sich nicht" -, dann macht das BatterieManagementSystem (BMS) das DC-Schütz wieder auf.
Das BMS läßt sich von außen, in dieser Funktion, nicht "übersteuern".
Einige wenige eAuto's ignorien tatsächlich die Entladung und halten die "Füße still". Hierzu gibt es ein eigenes Thema. In diesem Fall kann zB mit einem Hybird-WR gearbeitet werden.
Dies ist aber DIY und hat keine Perspektive, u.a. da mittels OTA ggfs. deaktivierbar.
Die grundsätzliche Forderung ist also: Das die Hersteller das BMS "anweisen", eine Entladung zu akzeptieren.
Diese Thematik ist auch unabhängig von der Anwendung: V2H oder V2G. In beiden Fällen muß das eAuto die Entladung freigeben.
BiDi/V2H ist aber heute umsetzbar (siehe Einleitung), von daher die Forderung nicht zu warten bis etwas passiert, sondern heute aktiv zu werden und die Funktionalität bei den eAuto Herstellern einzufordern !
Auf der immer noch sehr langen Liste dessen, was am E-Auto und dessen Infrastruktur noch alles passieren muß, damit das den endgültigen Durchbruch schafft, steht V2H ziemlich weit hinten.
Manchen selbständigen Freiberufler, der von zu Hause aus arbeitet, mit großer PV auf dem Dach, mag das interessieren, der großen Masse geht’s wegen völliger Nutzlosigkeit am Arxxx vorbei.
Die "lange Liste" ist bei den Nutzern schon lange durch, die überwiegende Mehrheit lädt zu Haus.
Und ob jetzt weitere 10.000+ Ladepunkte bei den anderen helfen, ist nicht gerade wahrscheinlich.
Aber wenn diese Personengruppen sehen, was V2H wirklich verändern kann, dann ändern sie die Meinung. Vorbilder, gerade in der eigenen Straße, helfen ungemein.
War auch bei der PV so !
Vor 30+ Jahren waren es nur sehr wenige Personen, die die kostendeckende Vergütung forderten.
Vor 20+ Jahren wurden sie von interessierter Seite weiterhin als Spinner bezeichnet.
PV Balkonkraftwerke haben seit 5 Jahren durchgestartet, vorher unbekannt.
Speicher war vor wenigen Jahren viel zu teuer, heute gibt es Petitionen, die sie kostengünstig in jeden Haushalt integrieren möchten.
Ein eAuto liefert eine 50+ kWh Batterie direkt vor die Haustür, V2H liefert die weiteren Argumente von ganz alleine.
Dan sag’s ich mal etwas deutlicher: die sprichwörtlichen oberen Zehntausend mit EFH, Garage, PV, und Arbeit von Zuhause hätten Nutzen von V2H.
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat das mangels all dieser Voraussetzungen. Eigentumswohnung im MFH mit Stellplatz mit Wallbox? Gingen eventuell, aber in der Regel irre aufwendig, oder gleich Pech gehabt. Alle anderen sowieso.
Das Thema geistert ja nun durch die Blase, seit es E-Autos gibt. Chademo kann das seit Anbeginn der Zeitrechnung.
Da das in der Realität nicht gemacht wird, liegt nicht nur daran, daß es rechtliche und wirtschaftliche Hürden gab und auch noch gibt, sondern vor allem daran, daß es gar keine Nachfrage dafür gibt.
Womöglich gibt es "noch keine größere Nachfrage" danach, aber es macht doch durchaus Sinn, bei mir wird der Sigenergy Sigenstor mit DC EV Bi Charger installiert auch wenn das jetzt noch nicht nutzbar bzw. aktiviert ist, so wird es in der (ich hoffe nicht allzu fernen) Zukunft doch definitiv kommen. Andreas macht ja diesbezüglich Dampf (Petition) und arbeitet daran das die Politiker das hoffentlich bald absegnen. Falls ich mit V2G sogar Geld verdienen könnte, dann wäre ich auch durchaus bereit das zu tun, aber es muss natürlich nach Abschreibung und Erneuerung der EV Batterie noch etwas übrig bleiben und damit meine ich jetzt nicht nur 50 Euro.
Vergiß es. Der Wiederverkaufswert eines mit V2X genudelten EV wird so massiv unter "normalen" EV liegen, das es nicht lohnt.
Die Leute ziehen sich ja jetzt schon endlos an, oftmals sinnfreien, Batteriezertifikaten hoch.
Ich kann doch jetzt schon, 60 kWh ordentlichen Fertigakku, für 6k€ kaufen. Da versaue ich doch nicht mein schönes Auto und laß mir vom Hersteller erklären, das die Akku-Garantie dadurch erloschen ist.
Einzig für begrentzte kleine 2-3 kW aus dem Auto für Camping, Garten oder Stromausfall sehe ich einen ordentlichen Nutzen.
Ich hab gerade eine 15kwh Batterie für 1500€ installiert. Die versorgt das Haus immer unabhängig von den Autos.
Die Autos dafür einzusetzen macht für mich keinen Sinn. Batteriespeicher sind günstig genug.
Es reicht die Autos entsprechend dem Angebot zu laden
Zitat: "... die sprichwörtlichen oberen Zehntausend mit EFH, Garage, PV ...": de-facto könnten dies ca. 16,3 Mio Haushalte sein, so viele E/2FH haben wir in DE, Carport oder Stellplatz reicht ebenso.
Und den Vorwurf gibt es auch seit es das EEG gibt.
Aber natürlich, E/2FH haben diesen Vorteil, aber auch indirekt eine Verpflichtung.
WEG könnten den Vorteil ebenso nutzen, aber es ist richtig Mieter sind hier außen vor. In MFH sind die Wohnungsstromverbräuche idR auch geringer und auch Mieter sein hat durchaus Vorteile.
Genau ChaDeMO konnte es von Beginn an, weil die Japanische Regierung diesen Vorteil wollte, als sie alle AKW's abschalten mußte.
Bei uns (CCS) wurde es "vergessen" - ein Schelm wer böses denkt.
Hoffen alleine reicht nicht; daher dieser Thread !
Sigenergy wirbt offensiv für V2H und nennt auch in ihren Präsentationen eAuto's - versteckt sich dann aber auf der Tonspur hinter Ausflüchten.
Aus genau diesem Grund steht weiter oben:
vgl. Drucksache 20/14985 vom 14.2.2025, Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der CDU/CSU: Zukunft des bidirektionalen Ladens, Seite 3 - Mitte: ==> Für V2H sind keine verbleibenden regulatorischen Hürden bekannt.
Und weitere Erläuterungen im Eingangstext.
Von daher: Aktiv werden und die Funktionalität in DE einfordern !!
@maltes : Nicht jeder hat den Platz und die Fähigkeiten so etwas selbst umzusetzen.
Aber eine DC-BiDi-Wallbox würde eine PV AC-Überschußwallbox ersetzen, (die Preise werden sich annähern) und dann wird halt nicht der AC-Stecker genommen, sondern der CCS-Stecker.
Und der weitere Vorteil gegenüber einer PV AC-Überschußwallbox: Diese benötigt idR 1,4 kW Überschuß, eine DC-BiDi-Wallbox lädt auch zwischen etwas PV Überschuß und 1,4 kW, gerade an Tagen wie heute, mit geringer Einstrahlung ein Vorteil !
@Contact2001 Danke, genau um diese weiterführenden Informationen geht es.
Und wenn jetzt Interessenten für die genannten eAuto's jetzt auch V2H einfordern, dann bewegen sich die Hersteller. Heute verstecken sie sich hinter Ausflüchten !
Denn wie oben beschrieben: ==> Für V2H sind keine verbleibenden regulatorischen Hürden bekannt.
Die Hersteller müssen es freigeben und nur um diese Forderung geht es hier !
Und wenn dann noch hier über die gemachten Erfahrungen berichtet wird, dann kommt das Thema richtig in Schwung.