Liebes Forum, ich möchte meine Gas-Installation schrittweise loswerden und mit Warmwasser anfangen. Der vorhandene 200 Liter-Speicher soll raus und durch eine Brauchwasserwärmepumpe ersetzt werden im Keller des Altbaus (DHH 1930). Ich denke hier ebenfalls an 200 l. Zur Zeit zwei Nutzer, aber das kann auch wieder mehr werden. Kleine PV und Speicher sind vorhanden. Elektro- und IT-Kenntnisse auch, aber meistens habe ich dafür privat keine Zeit. Aber vielleicht muss ich doch irgendwann an Home Assistant ran...
Möglichweise finde ich einen Heizungsbauer, der mir eine einbaut, die ich beschaffe. Selbst einbauen traue ich mich nicht, wegen der Mechanik und der etwas komplizierten Situation mit der Zirkulationsleitung.
Welche Typen würdet ihr empfehlen, welche eher nicht, und warum?
Wenn es eine vom Heizungsbauer werden müsste -Stiebel oder Viessmann z.B. - lohnt sich das irgendwie gegenüber günstigeren Modellen?
Woher kommt die Wärme die diese WP nutzen soll um das Wasser zu erwärmen?
Wieviel Energie verlierst Du wegen der Zirkulationsleitung?, braucht es die wirklich?
Der hydraulische Anschluss (kaltes Wasser rein, warmes Wasser raus und Ablauf für Kondenswasser sollte Mann mit der Unterstützung vom Baumarkt jeder schaffen der nicht gerade zwei Linke Hände hat (10 Daumen stören nicht)
Evtl. lässt Du das mit der WP und holst Dir erst einmal einen Heizstab mit dem Du PV Strom vor dem verklappen ins Grid retten kannst.
Ich habe durchaus andere Lösungen erwogen, sehe aber dies jetzt bei mir. Ich habe nicht genug PV-Strom für einen Heizstab. Für Warmwasser gerade im Sommer würde es aber gut funktionieren (die BWWP).
Zirkulation lässt sich konstruktiv nicht entfernen, ist aber bereits geschaltet gesteuert.
Wenn Du es wirklich machen lassen mußt, wird es vermutlich ein recht teurer Spaß, wenn die BWWP mit Solidaritätszuschlag für den örtlichen Großhandel etc. das doppelte kostet + Arbeitsstunden. Wenn es dann perspektivisch Richtung LWWP geht, stellt sich die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist. OK, man würde da bischen Hydraulik und den Speicher fürs WW sparen.
Was für ein Problem hast Du mit der Zirkulationsleitung?
Stiebel ist in dem Bereich wohl schon länger aktiv, hätte ich mehr Vertrauen als zu den üblichen traditionellen Gasheizungsfirmen. Ich hab mir eine EcoDesign (aus Schweinfurt) gekauft, Argument war der Edelstahlspeicher und überdurchschnittliche Dämmung, nach der schrottigen Dämmung unseres 120 Liter Brötje WW-Speichers. COP bei anderen ggf. besser und bei meinem 166 Liter Modell kein Zirkulationsanschluß (hab ich dann halt selber mit dem Kaltwasserzufluß zusammengeführt). Von der Stiftung Warentest gibts 07/26 wohl nen Test, wie üblich nur 5 Modelle (und ich halte sie generell für inkompetent bei solchen Themen, aber ggf. ja mal ein positiver Ausreißer).
Ich hab mir für die Montage ne Presszange gegönnt, auch um sie für andere Dinge dann zu haben, geht aber auch ohne mit entsprechenden Klemmschraubverbindern. Vielleicht kann die BWWP ja auch der Einstieg sein, später die LWWP auch selber zu installieren, gibts auch genug Leute und YTs und inzwischen auch Firmen, die einen bei der Planung und sogar Förderung helfen können.
Ich habe mich vergangenes Jahr wochenlang mit BWWP auseinandergesetzt und bin letzlich bei Atlantic gelandet.
Ich habe den Vorgänger des Modells in folgendem Link:
Hat eine Fremdstromanode, man muss also nicht alle paar Jahre da ran.
Läuft ausgezeichnet bisher, DIY Einbau und seitdem läuft die einfach unauffällig im Keller.
Viele Namenhafte Hersteller labeln die Atlantic Geräte nur um.
Ich würde immer die 270L Variante nehmen wenn der Stellplatz vorhanden ist. Aufpreis ist nicht so hoch und du kannst die Wassertemperatur etwas moderater einstellen. Bei mir reichen die 270L bei 50°C bei 2 Erwachsenen und 3 Kindern nicht. Bei 55°C reicht es genau über den Tag.
Das Gerät steht in meinem Speisekeller (10qm) und kühlt den Raum merklich ab. Die Luft wird über ein Rohr aus dem Kellerflur angesaugt. Zumindest beim Vorgänger konnte man die Lüftungsöffnungen vertikal oder horizontal einstellen. Das war wichtig aufgrund der Kellerhöhe.
Das Gerät ist nicht lauter als meine Ölheizung, ich würde aber niemals auf die Idee kommen mir das ins Badezimmer oder den HWR im EG zu stellen, wie man es manchmal auf Marketing Bildern sieht.
Ich habe eine Daikin Altherma M HW 200. Ist recht leicht und nicht so hoch. Die 200 l reichen bei uns für 3 Personen locker. Da sie einen Heizstab hat kann ich zur Not wenn an Weihnachten oder sonst selten die Temperatur auf 70 Grad stellen und sie heizt recht schnell nach. Dann reicht es gerade so für 7 bis 8 Personen.
Sie funktioniert tadellos und verbraucht sehr wenig. Ich habe sie in einen großen Keller in einem Haus von 1904 (200 qm Keller) und Winters wie sommers ändert sich die Temperatur im Keller fast nicht. Hatte sogar loch nach aussen gemacht (eine Kellerwand war nachträglich eingezogen worden und nur 30 cm dick die anderen sind 1 m) aber das hat am Stromverbrauch nur marginal was geändert (habe im Sommer die 24 bis 30 Grad Aussenluft verwendet statt der 16 bis 18 Grad Kellerluft) War also eigentlich für die Katz, da ich im Sommer genug Strom habe und es kaum was gebracht hat
Aber zur Empfehlung. Wenn du ne einfache nicht so teure (meine kostete 1700 Euro) einfach einzubauende Wärmepumpe suchst funktioniert diese aus meiner Erfahrung sehr gut.
Der einzige Wehrmutstropfen sei aber auch erwähnt. Es gibt keine Möglichkeit sie in Home Assistent oder die Daikin App einzubinden, was ich unverständlich finde. (Habe sonst noch 6 Daikin llwp die alle damit laufen) Es gibt auch keine Möglichkeit das nachzurüsten. Somit sind Einstellungen und Kontrollen nur am Gerät möglich. Für mich etwas nervig, aber da sie problemlos läuft verkraftbar
Hi, wir haben uns, nachdem unsere Gasheizung den Geist aufgegeben hat, einen Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus (300L) in den Keller gestellt. Das Gerät wurde damals mit einem SCOP von 4 beworben, allerdings unter Laborbedingungen bei 20 °C Lufttemperatur, was im Keller im Winter natürlich nicht unbedingt der Realität entspricht --> hier eher 8°C an kalten Tagen. Ganz günstig ist das Gerät auch heute nicht (2.500 € + Einbau).
Grundsätzlich sind wir damit aber zufrieden. Bei fünf Personen plus Hund verbrauchen wir im Schnitt etwa 4 kWh Strom pro Tag für die Warmwasserbereitung im Altbau. Dafür haben wir allerdings auch die Zirkulation etwas „gezähmt“ (Schaltung nach Anwesenheit im Bad durch HA). Außerdem steht in dem Keller der Wechselrichter unserer 25-kWp-PV-Anlage, der insbesondere im Sommer ordentlich Abwärme produziert. Dazu kommt noch eine Batterie, die bei Nutzung ebenfalls Wärme abgibt. Diese Abwärme kann die Wärmepumpe direkt zur Warmwasserbereitung nutzen, sodass die Verluste quasi im Warmwasser landen.
Ein netter Nebeneffekt ist, dass das Gerät gleichzeitig den Keller etwas entfeuchtet. Unter 50 % Luftfeuchtigkeit kommen wir allerdings nicht. Wäsche trocknen haben wir noch nicht probiert, ist im Winter einfach zu kalt/windig und im Sommer ist der Balkon schöner. Lautstärke ist nicht zu unterschätzen, mit einer geschlossenen Brandschutztür hört man aber im Wohnbereich fast nichts. Sollte man auf der selben Etage wohnen und ggf. nur eine normale Kellertür haben, wird es stören.
Für den WWK-I gibt es eine Home-Assistant-Integration über die Stiebel-Cloud, die eine ganze Menge Messwerte und auch diverse Einstellungsmöglichkeiten bereitstellt. Wir haben zusätzlich noch zwei Shellys eingebaut, mit denen sich die vier SG-Ready-Programme auch unabhängig von der Stiebel-Cloud schalten lassen. Man weiß ja nie und Warmwasser ist schnell ein Streitthema wenn es nicht da ist
Lautstärke ist ja oft subjektiv. Wir haben am geplanten Aufstellort eine Waschmaschine, von der man höchstens im maximalen Schleudergang etwas mitkriegen - ob die BWWP da rankommt?
Wie wichtig sind für euch die Netzwerkfunktionen? Hat es echten Mehrwert oder kann man eigentlich auch alles ohne machen?
Vor zwei Monaten habe ich eine Tesy BWWP 260 l gekauft (1600,-) einen Handwerker gefunden, der sie mir trotz Online Kauf installiert hat. Also eine eher günstigere Variante. Keine wlan Steuerung vorhanden und eher einfache Programmierung. Dazu eine Vortex Zirkulationspumpe (hätte man sich fast sparen können) Aber läuft problemlos mit dem vorhandenen PV-Strom. Amortisation wird etwas dauern, ist mir nicht so wichtig, Hauptsache weniger Öl verbrennen.
Ich habe nur gut 4kWp PV. Werden vielleicht noch 5, aber aufs Dach ging nicht mehr drauf wegen Fenstern. Es gibt aber 5kWh Speicher, vielleicht mache ich den noch größer.
Bei Tesy hört man ja, dass die angeblich auch für Markenhersteller bauen - ob das stimmt? Das ist ja vom Preis her die Unterkante, merkt man das dem Gerät irgendwie an? Hattest du dich informiert, wie es mit Langzeiterfahrungen aussieht? Was macht man, wenn es an so einem Gerät mal einen Defekt gibt?
Das Tesy auch für andere Firmen produziert, wurde mir von verschiedenen Firmen bestätigt. Somit sollte der Kundendienst auch funktionieren. Ein weiteres günstiges Modell wäre aus China gekommen, dazu gab es sehr viele negative Bewertungen auf Trust Pilot. Somit eben aus Bulgarien. Den Preis merkt man an der eher einfach gestrickten Steuerung. Ich habe gerne die Kontrolle über vieles im Haus mit einer App. Aber hier finde ich es nicht so wichtig, ständig die Wassertemperatur zu kontrollieren. Wir sind drei Personen und die Wassertemperatur ist auch nach Stunden noch gut.
Wenn der 200l Speicher noch gut ist könnte man unten einen MY-PV AC ELWA 2 einbauen. Alles was nicht in den Speicher passt geht dann in den Warmwasserspeicher. Bei einer BWWP ist der JAZ auch kaum besser als 2.
Eher nicht. Meine BWWP hört sich eher wie ein Staubsauger auf kleiner oder mittlerer Saugstufe an. Also bei geschlossener Tür ist es schon arg gedämpft.
ich habe vor paar monaten eine daikin bwwp eingebaut. ich hatte auch respekt vor dem einbau, auch inklusive zirkulationsleitung. es war weniger kompliziert als gedacht.