Wasserstoff ein einziger Bluff - kein grüner in Sichtweite

Da stimme ich uneingeschränkt zu. Die Phrase “der Anteil an Erneuerbaren liegt derzeit bei über 54%” wird nur zu gern als Marketingargument verwendet. Dabei reicht m.E. die reine Deckung des jährlichen Strombedarfs in % auszudrücken bei Weitem nicht aus und spiegelt schon gar nicht wieder, dass der Bedarf zu jeder Zeit in jeder Sekunde zu decken ist. Dabei ist wenig entscheidend wie viele Tage Dunkelflaute am Stück vorliegen/vorlagen sondern wann schlicht eine Unterdeckung oder Überdeckung mit Erneuerbarer vorliegt. Und das aktuelle Redispatching kostet den Strom- und Steuerzahler derzeit Milliarden. Das wird nix mit “Sonne und Wind schreiben keine Rechnungen”….

Das sehe ich ehrlich gesagt ein bisschen anders. Ich komme aus dem südlicheren Teil von Niedersachsen, also nicht gerade eine Hochwind-Gegend. Aber, wie oft hier die Windquirle still stehen weil mal wieder der Windstrom das Netz verstopft ist unfassbar. Was da an Energie einfach liegen gelassen wird statt sie zu speichern, im besten Fall in H2O. Und wie oft ist der Stillstand im Offshorebereich zu beobachten? Ich kanns natürlich nicht in Zahlen fassen, aber jede Minute die die Dinger bei starkem Wind still stehen (und der Betreiber erhält Ausfallentschädigung dafür das der Output seiner Geräte = 0 ist bzw. sie in diesem Fall gar zur Last wird) geht Energie verloren.

Aber, es scheint schlicht keine ausreichende Rendite zu geben wenn Windüberschuss in Wasserstoff zwischengespeichert werden könnte.

Wie ist es mit der Technologie der Thorium-Flüssigsalz Reaktoren? In China läuft einer bereits, der 2. wird gebaut. Die Kosten liegen wohl deutlich unter der konventionellen Kernkraft.

Hier wird „nebenbei“ Wasserstoff erzeugt.

Im Großen ist die Wandlung von Strom in Speichermedien solange Unsinn, solange fossile Energieträger gekauft werden.

Aber völlig davon unabhängig muss man Privatpersonen betrachten. Deren Kosten steigen immer nur an, und die einzige Möglichkeit ist es, ganz generell autarker zu werden. Power-to-X und daher als Zwischenschritt der Wasserstoff wird für solche Projekte unumgänglich, wobei man zur Lagerung keinen Wasserstoff nutzen wird. Auch das wäre zu teuer wegen Reglementierungen des Gesetzgebers und auch viel zu gefährlich. In Methanol ergibt es mehr Sinn. Wenn nun die Netzkostenstruktur und die Stromkosten im Sommer fallen könnten Privatpersonen nicht nur weniger Strom importieren, sondern ihn sogar beziehen um ihn für den Winter zu lagern.

Alternativ eine vollständige Kappung vom Stromnetz als Insel mit sehr großer Überbelegung per PV.

Das sind aber nur vereinzelte Anlagen und auch ansich zu teuer. Noch. Es gibt immer Tüftler. Die Idee von einem grünen Wasserstoff bzw. die Nutzung dessen verschwindet beim einsehen der TWh die Deutschland an Energie benötigt im Nirvana. Selbst die Elektrifizierung kann zwar den Bedarf massiv senken, nicht aber den Großteil der Menge.

Klar....

Niedersachsen - Schleswig Holstein und Mecklenburg Vorpommern haben vermutlich jeweils >100% elektrische Energie aus EE.

Dafur werden "wir" mit hohen Netzentgelten bestraft und die Weisswurstfraktion entlastet, mit "unserem" Strom versorgt....

Gaskraftwerke sind eigentlich "ausreichend dynamisch" und können gedimmt werden.

Nicht ???

Da böte es dich doch an, deren Leistung zu reduzieren.

Es gibt da "Gründe" wie rotierende Masse, die mir nur noch wie eine Lüge erscheinen.

Es ist ein Frevel und eine Frechheit, EE abzuregeln.

Ebenso ist es kontraproduktiv aus abgeregelter Energie Wasserstoff zu reformieren.
Der Wirkumgsgrad verpufft die Energie, der Aufwand ist besser in Batteriespeicher investiert.

Ohne solche macht Elektrolyse ja auch genau gar keinen Sinn.

Aktuell gibt es keinen grünen Wasserstoff. Der wird mittels Kohle, Atom und Gas hergestellt.

Srlbst der grün gestrichene, führt lediglich zur Reduktion der verfügbaren Leistung, die per fossiler Energie ergänzt wird.

Die aktuelle verfügbare ekektrische EE reicht bei weitem nicht aus, um damit erkennbare Mengen von Wasserstoff herstellen zu können.

Das ureigenste Ziel ist Reduktion von "Klimagasen" - das wird voll verfehlt.

Es ist nicht absehbar, daß wir in wenigen Jahren die EE um Faktor 10....30 zu erhöhen, fur dessen Aufbau wir >24J benötigt haben. Und der Ausbau stockt schon wieder......

Es wäre hingegen höchst effektiv, Warmepumpen, Speicher und elektrische Mobilität zu forcieren.

So, und nach der nun 327. sten Wiederholung der immer gleichen Argumente der immer gleichen Personen mache ich das jetzt (bald) zu.

Jeder noch eine Stellungnahme, schreibt einer zweimal ist Schluss.

Das ist falsch. Strom in irgendeiner Form zu speichern ist eine zwingende Notwendigkeit um auf fossile Energieträger komplett verzichten zu können. Meiner Meinung nach also absolut sinnvoll.

Davon abgesehen ist es gerade dann sinnvoll Strom lokal zu speichern um unnötigen Transport über die Netze zu reduzieren. Damit dienen sie der Netzentlastung.

Ich meinte das ein wenig anders. Wenn wir überlegen wieviel fossile noch weiterhin verheizt werden, also direkt zur Stromerzeugung, und dann wird das verbrannt, und gleichzeitig speichert man dann, mit Verlusten, erneuerbare Energien um sie dann wieder zu verstromen. Es wäre sinnvoller den Strom direkt zu nutzen aus EE, weil er eben andernfalls Speicher benötigt. Während Fossile im großen Maßstab sowieso schon gespeichert IST.

Dass man dann, einige, der Fossilen nicht in der Geschwindigkeit regeln kann, und es teilweise an Leitungen fehlt um beispielsweise irgendwo in Hamburg ein fixes Kraftwerk abzuschalten und stattdessen Leitungsverluste in Kauf zu nehmen weil der Strom dann aus Bayern käme, das mag sein.

Nur wenn 10GW benötigt werden, lieber die Fossilen einsparen und den direkt erzeugten Strom verbrauchen.

Und wie oben: Privat sieht das alles völlig anders aus, weil damit nur der eigene Autarkiegrad erhöht werden soll. Auf Kosten Anderer. Es wäre auch hier besser den Strom zur Verfügung zu stellen und dafür dann wenn benötigt einzukaufen. Das scheitert leider am Preis weil man als Einspeiser (hier in Ö.) nur 5-10ct bekommt, aber mit Netzgebühren von 16ct mindestens diese 16ct + Gebühren bezahlen muss.

Wenn jemand eine Elektrolyse plant dann will er die nicht mit Abfall aus Zappelstrom betreiben sondern planmäßig durchgehend. Am besten AKW .

Da liegt der Fehler.

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Auch die Elektrolyse ist wenig dynamisch und will mit konstanter Leistung laufen.

Um das "in grün" zu ermöglichen, wären Batteriespeicher oder vielmehr sind diese notwendig.

Nun verschiebe ich diese in Gedanken zu fossilen Kraftwerken.

Erhalten die damit dann nicht eigentlich notwendige Dynamik, regelbarer zu werden ?

Abregelung der mit fossiler Energie verstopften Netze ?

Und obgleich wiederholend, den Umstieg weg von fossilen Trägern forcieren. Es wird immer eine Dynamik geben und das das Ziel ohne fossile auszukommen bedeutet irgendwie deren Abregelung. Das aktuelle Vorgehen geht in eine falsche Richtung.

Es erscheint einfach und lukrativ für Energieversorger EE auszubremsen ?

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Ein unerwarteter, und imho nicht gerade würdiger Abschluss dieses Fadens.

Ausser es wurde das Smiley vergessen.

Klarer Fall von/für Ende mit Schrecken.

Wer noch was wichtiges zu sagen hat, kann uns schreiben.

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