Das klingt sehr vernünftig. Ich wette aber die verschiedenen Landesfürsten werden sich wie Bolle freuen, wenn energieintensive Betriebe sich nur noch in der Nähe von WKA, insbesondere im Norden, ansiedeln würden. Man könnte einen Interessenskonflikt wittern zwischen Steuereinnahmen im eigenen Bundesland und umweltfreundlicher Stromproduktion. Wie da entschieden wird?
@Pete1
9,1GWh wären ein Mückenpups bei ca. 430TWh Stromverbrauch im Jahr 2024. Nach meinen Recherchen waren es >9,3TWh. Das bestehende Problem, was mit dem erzeugten H2 passieren könnte, bleibt ungelöst. H2 in Reinform speichern ist nicht trivial, verbrennen Mumpitz, Brennstoffzellen auch nicht richtig weit verbreitet. Und die Anlagen müssten am besten 24/7 laufen.
Wenn die verschiedenen Landesfürsten die Kosten bezahlen müssten, die eine Trasse zu den Betrieben kostet, würden sie schon wieder ganz anders denken.
So wie ich darüber denke, sollte man die Macht der Landesfürsten sowieso deutlich eindämmen. Wenn man bedenkt, dass der Transport eines Windmühlen Flügels in jedem Bundesland erneut - und getrennt voneinander - beantragt werden muss... In Papierform. Ordner.
Mein Reden, wer unterirdische Leitungen wünscht, der zahlt die Differenz zu den Hochspannungsmasten. Wobei ich das inzwischen ein Stück weit einschränken würde, Stichwort Resilienz / NS2.
Wenn Du vereinfacht mit 1000 Euro pro kW und Null Betriebskosten und 10 Jahren rechnest, bist Du bei 100 Euro pro kW und Jahr nur für das Invest.
Das führt für 100 Stunden Überschuss im Jahr zu einem Euro pro kWh. Wenn du dann noch 2/3 Wirkungsgrad unterstellst, bis Du bei einem Euro und fünfzig Cent pro kWh Wasserstoff.
Zum Vergleich: der Großhandelspreis von Erdgas in Europa liegt etwa bei 3 Cent die kWh, in den USA eher bei einem Cent die kWh.
Und dann hast du den Wasserstoff noch nicht gespeichert, lokal in Druckflaschen bis Du bei Preisen, da sind Batterien inzwischen ähnlich günstig, bzw teuer (100 Euro die kWh) alleine für die Gasflaschen.
Wird zentral geologisch gespeichert, muss der Wasserstoff zum zentralen Speicher und 100 Betriebsstunden im Jahr ist für die Pipeline ebenfalls nicht akzeptabel.
Meine Favoriten für Überschuss sind Warmwasser und Elektroautos.
30 Tage im Sommer mit je drei Stunden Überschuss um den Mittag? Das ist absolut inakzeptabel mit Elektrolyseuren.
Mit Elektroautos, die eh da sind, kann man den Überschuss abgrasen.
Auch gut wären Heizstäbe plus dicke Wärmespeicher, die für Wochen oder sogar Monate ausgelegt sind.
Der Heizstab kostet eher 10 Euro pro kW als 1000, wenigstens wenn man keinen Netzausbau für nur wenige Betriebsstunden braucht und eigentlich dessen Kosten einrechnen muss.
Bei 10 Euro pro kW und 10 Jahren und 100 Stunden Überschuss pro Jahr, ist es nur noch 1 Cent pro kWh und das ist potenziell konkurrenzfähig für die Erhitzung von einem Haufen Sand oder Steine, um damit dann einen industriellen Backofen, Pasteurisieren von Milch oder Trocknung von Lacken zu machen.
@topic
Wie sieht der Blick nach Japan aus?
Dort setzt man noch stärker auf H2, egal ob grün oder nicht
Der muss jetzt einfach mal sein:
Und der Beitrag von Quer zeigt das ganze Dilemma.
Ich denke da werden sinnlos Mega Subventionen verschwendet, während es für die Windkraft nichts gibt. Solche Politiker müssten persönlich für solche Steuerverschwendung haftbar gemacht werden - auch rückwirkend. So wie sie es mit unseren PV Anlage vorhaben.
23€/100km? Klingt wie ein Schnäppchen. Warum werfen wir nicht alle unser Geld so zum Fenster raus.
Auf der anderen Seite ist es natürlich gut, dass der Hubsi das mal vorexerziert und der Schwachsinn dann öffentlich gemacht wird.
Wenn die Diskussion bei Atomkraftwerken auch so gewesen wäre, hätte es uns einigen Ewigkeitsmüll gespart.
(Ich denke dass nicht alles Schwachsinn ist, aber da ist einiges an Schwachsinn und Industriesubvention dabei. Es wäre schön wenn es eine Technik schafft die uns nicht kleine schlecht verträgliche Pellets (Atommüll) hinten auswirft)
Strom Langzeitspeicher ist Utopie.
Das geht mit H2 nicht, mit Biogas nicht, mit Akkus nicht.
Es hilft nur viel PV bauen (20x soviel wie jetzt) und Tagesspeicher als Akkus.
Wieso geht das mit Biogas nicht? Wenn Stromüberschüsse im Sommer vorhanden sind, benötigt man keinen Strom aus Biogasanlagen. Folglich wäre es sinnvoll, das vorhandene Biogas mit dem günstigen Strom zu komprimieren und ins Erdgasnetz einzuspeisen. Damit man später wieder Strom daraus machen kann.
Vielleicht sollte man nicht vergessen, was die Entwicklung zukünftig noch an Innovationen hervorbringt.
Hätte man den Akku ähnlich verteufelt, würde der Stand der technischen Entwicklung heute auch anders aussehen.
Andererseits sieht man, seit er Einzug in die Mobilität gehalten hat, mit welcher Geschwindigkeit diese Technologie weiterentwickelt wird.
Die Forschung betr. Wasserstoff ist sicher nicht zu Ende und welches Potenzial das bietet weiß man erst, wenn man es entdeckt.
Das gilt für alle Technologien.
Ich sehe den Vorteil von H2 aktuell nur in der schnelleren Tankzeit.
Preis ist sowohl fürs Fahrzeug als auch für den Treibstoff üppig, Wirkungsgrad wesentlich schlechter als beim BEV und Hauptnachteil mit Stand 2023:
Sage und schreibe 105 H2-Tanken bundesweit. Lt. ADAC.
Aktuell ist die Zahl sogar etwas zurück gegangen.
Also Nein, das ist imhO keine Alternative zum BEV.
Derzeit nicht, da hast du vollkommen Recht.
Die Industrie stellt sich auf E-Mobilität um, das wird mit all seinen Nebengewerken industrialisiert.
Ich persönlich finde es trotzdem spannend, was die Entwicklung auch auf anderen Gebieten noch so bringt. Da ist das Potenzial längst nicht ausgeschöpft.
Wer hat denn an den Wasserstoffkäse geglaubt? Viel zu teuer das Ganze. War doch von Anfang an klar. Kraftwerke mit grünem Wasserstoff betreiben. Irre! Wenn das letzte fossile verbrannt ist und es um das pure Überleben geht, können sich ein paar Milliardäre damit versorgen.
Ich glaube nicht, dass das in der Breite für den Individualverkehr von Opa Heinz und Tante Frida ausgerollt wird. Da wird es bei BEV bleiben.
Flugzeuge sollen angeblich damit fliegen können.
Glaube ich auch nicht, weil die Speicherung zu aufwendig würde. Drucktanks....
Eher das daraus "E-Kerosin" wird.
Oder meinst Du eine Luftfahrgerät a´la Hindenburg?
Zeppelin = Luftschiff
Nein, Wasserstoffverbrennende Düsenflugzeuge, falls ich mich nicht irre.
Ich krame mal im Internet.
Nachtrag:
Nein, Düsenantrieb nur am Boden getestet.
Elektropropeller mit Brennstoffzelle gibt es wohl schon, aber erst nur für kurze Tests, da H2 anders getankt werden.
Düsenantrieb
https://h2-news.de/forschung/dlr-und-rolls-royce-testen-triebwerk-mit-100-wasserstoff-triebwerk/
Da ist noch Luft nach oben ![]()
Langstrecken Flugzeuge sind eh der pure Wahnsinn.
1/3 Flugzeug 2/3 Treibstoff.
Aktuell soll Batterie bis etwa 1000 km machbar sein.