Beim Händewaschen zuckte ich vom Wasserstrahl zurück.
Erste Messung an der Steckdose ergab zwar 230 V zwischen den Anschlüssen aber gegen Erde der Dose 220 bzw 390 V.
Ok, nur nichts metallisches mehr anfassen.
Habe mal alles aus den Steckdosen entfernt.
Zu der Zeit lief noch ein Ofen auf 2 Phasen, ist so ok. und bekam auch die richtige Spannung, erkennbar an normaler Leistungsaufnahme. Den ließ ich noch weiter laufen bis der Prozess erledigt war da sonst der Inhalt für die Tonne gewesen wäre. Er ist auch fast das einzige Gerät im Haus bis auf eine Bohrmaschine das die zweite Phase vom Drehstrom nutzt.
Nachdem alles abgesteckt, und auch der Ofen fertig war kontrollierte ich die Spannung nochmals, schaltete kpl. stromlos.
Verbindung Steckdose Erde zu Wasserleitung unter 1 Ohm, also ok.
Was ist hier passiert?
Wäre der Neutralleiter verschwunden würden die 230 V nicht passen.
Die gemessenen 390V bringen mich auf den Gedanken daß die Erdverbindung N unterbrochen ist und Erde durch Kriechstrom an eine Phase gelegt wurde. Unvermeidbare Kriechströme können auch im Ofen entstehen, hängt an einem eigenen Fi.
Also kann der Ofen in Verbindung mit schlechter Erdung das ausgelöst haben.
Habe danach das Haus für Tage verlassen und bin nun wieder zurück. Respektabstand zu Metall wie Wasserleitungen. Überall Voltmeter und Gummihanschuhe bereit.
Denke der Fehler liegt im Haus, kurzfristig von außen kann ich mir nicht vorstellen.
Haus Erdungsfehler? Alter Verteilerkasten noch älteres Haus, immerhin normale 1,5mm² mit Erde.
Der Fi wird jedenfalls getauscht, aber der ist nicht die Ursache.