Was wäre eine optimale Ladestrategie für den Winter?

Die letzten Tage haben mir schon einen Vorgeschack gelifert was mich im Winter erwartet.

Ist es gut für den Akku einige Tage auf die Entladung zu verzichten bis dieser voll ist? Dann könnte auch in der Nacht, wenn der LR nichts einspeist, Balancing stattfinden.

Ich habe nun für 3 Tage die Entladung gestoppt. In dieser Zeit hat der LR ca. 60Ah eingespeist.

Was mich verwirrt ist:

Über Nacht sinkt die Akku Spannung auf ca. 26,3 V mit einem stetigen Trend zu weniger. Die abgebildete Spannungsverlauf ist für die 3 Tage identisch. Ich habe erwartet, daß die Spannung von Nacht zu Nacht sich erhöht.

Hallo @texnik

beschreibe bitte deine Anlage etwas ausführlicher.
Wenn der Akku geladen wird, steigt die Zellspannung bis zu 3,65 V. Wenn du die Ladung beendest, sinkt die Zellspannung auf 3,3 - 3,4 V ohne dass der Akku Ladung verloren hat. Das ist “normal” und durch die Zellchemie determiniert.

In deinem Akku sinkt die Spannung auf 3,28 V ergibt die Rechung 26,3 / 8 Zellen. Wenn du die Möglichkeit hast, die Spannung der einzelnen Zellen zu messen, dann mach es, denn möglicherweise hinkt bei dir eine Zelle “hinterher”.

Bei den Akku´s, die mehr als nur Akku sind, weil Lader oder WR integriert sind, läuft immer etwas Strom in die Regelung, so dass es zu einer Selbstentladung kommt. Der Akku “pur” hat ca. 3% pro Monat an Selbstentladung.

Nach deinem Diagramm war die (Lade?-) Spannung gegen 16:00 erst bei 26,8 V. Da ist der Akku noch nicht voll. Im regulären Betrieb lade ich bis 27,6 V und ganz gelegentlich mal auf 28,x V, um die Ausgleichsladungen vorzunehmen. Das mach ich 2 mal im Jahr.

L.G.

Ich halte das Thema, bei einem ordentlichen Akku für extrem überbewertet.

Beispiel:

Mein erster 16S 5kW Li-Akku ist sooo alt, da kannte ich Balancen überhaupt nicht.

Einmal im Jahr lade ich die Zellen händisch auf 100% und das war es.

Auch wenn er wenig benutzt wird, ist er immer noch voll intakt.

Also halte ich es bei einem häufig benutzen Akku auch eher für ein Wochen/Monatsthema.

Mein Tesla wird z.B. nur alle 1-2 Monate voll durchbalanciert, was sogar mehr ist, als der Hersteller vorgibt. 500.000++ km Lebensdauer inklusive. Voll bedeutet ihn auf 100% voll zu pumpen, ein paar Stunden stehen lassen. Anschließend unter 10% leer fahren, ein paar Stunden stehen lassen. Das war es.

deff hat das schon gut zusammengefasst. Ich nehme an Du hast LFP Zellen.
Warum hast Du die Entladung gestoppt wenn ich fragen darf?
Hast Du Balancer dran? Wenn ja in welchem Bereich arbeiten die?

Unten mal ein Beispiel wie das Monitoring jetzt bei mir aussieht (6 Packs a 16Zellen). Der dargestellte Zeitraum ist eine 100% Ladung inkl. Balancing nach ein paar Monaten Betrieb.

Gutes Maß um Auffälligkeiten zu sehen ist die Zellimbalance pro Pack - gut sieht man dann auch wie die Balancer arbeiten (wenn Sie arbeiten)

hier mal das Pack mit der größten Misbalance und wie das der Balancer glatt gezogen hat

alle paar Monate reicht aber eigentlich. Ich finde es sogar durchaus hilfreich eine Weile ohne Balancing zu arbeiten, da man dann eher sieht ob die Zellen driften. Ansonsten sieht ja alles immer glatt aus.

2*425 kWp Module, Laderegler PQ2430, 25,6 V LiFePo Akku und Lumentree Wechselrichter. Alles über einen Knotenpunkt verbunden (wegen Plus/Minus eigentlich zwei). Im Sommer habe ich das Reboot auf 26,4 V eingestellt, was meist so gegen 9 Uhr erreicht wurde, um dann über Mittag noch genügend Speicherkapazität zu haben, wurde aber nicht sehr häufig ausgenutzt. Der LR kann anzeigen wieviel Ah er am Tag eingespeist hat. In Home Assistant habe die Täglichen ins Haus gehenden Ah rechnerisch erfasst. Dies ist leider wohl nicht genau und die Zeitversetzung macht die Werte nicht immer vergleichbar. Wenn aber die Hauseinspeisung noch am selben Tag aufhört, habe ich eine Differenz, die nicht sehr groß ist. Da sind dann wohl die Wirkungsgrade der Geräte.

Einzelne Zellen kann ich nicht messen, Fertigakku mit eingebauten BMS.

Die Entladung habe ich gestoppt, um zu sehen, wie sich der Akku vehält und um den einmal voll zu machen. Da verliere ich fast nichts, was jetzt nicht in Haus eingespeist wird kommt halt Zeit versetzt rein.

Mich hat gewundert, daß trotz Ladung über 3 Tage ich an der Ruhespannungs dies nicht erkennen kann.

Das hat mit der Zell Chemie zu tun, du machst nichts falsch.

L.G.

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Mittlerweile habe ich mich näher mit den Ladekurven beschäftgt. Zwischen 20 und 80% Ladekapazität ändert sich sich die Ruhespannung wohl nur im Bereich von wenigen 1/100 Volt. Da braucht es schon sehr lange um etwas zu sehen. Keines meiner Meßgeräte ist fähig mir sowenig anzuzeigen. Nehmen wir an 1/100 V über dreiTage, das macht 3/100 V. Wenn da nicht der Rundungsbereich betroffen ist, bleibt die Anzeige konstant.

Was mich jetzt noch interessiert, gibt es eine mathematisch/physikalische Möglichkeit Rückschlüße auf die tatsächliche Zellspannung zu führen anhand von Lade-/ Entladespannung. Die Ladekurven zeigen die Ruhespannung an. Ich kann mir nicht vorstellen, daß man zur Ermittlung der Kurven Kurz geladen hat, 3 - 4h wartet, mißt und das alles wiederholt bis für den gesamten viele Datenpunkte für Interpolation hat.

Das ist jetzt widersprüchlich. Entweder lade ich (Ladekuve) oder mach nix - dann kann ich die Ruhespannung beobachten. Aber ich nehme an es ist ein SOC zwischen 20 und 80% gemeint.
und yepp die Spannung wird da relativ konstant über Tage bleiben (solange der Akku nirgends angeschlossen ist, Anmerkung auch ein BMS zieht strom).

Ist die Ladekapazität etwas andersw als State of Charge?

Durch den geringen Sonnenschein, wird nur wenig geladen. Da wird über Nacht die Ruhespannung gemessen. Wenn sich diese nur im Bereich von 1/100 V ändert, erscheint die wohl über Tage konstant. Ich hatte nicht erwartet, daß die Änderung so gering ist, eher im Bereich 1/10.

relativ:
Akku hat eine nomienelle Kapazität (Speichervolumen) von 2 kWh, d.h. er kann maximal 2 kWh speichern. Bei einem SOC von 50% ist der Akku zur Hälfte gefüllt (1 kWh).

Das Problem haben viele, die sich zum ersten mal an LiFePo ranwagen

Was glaubst du, wie oft ich schon geschrieben habe: einfach weiterladen, bis sich die Spannung ändert.

Aus elektronischer Sicht ist die stabile Spannung toll. Für die Überwachung des Betriebszustands isses ne Katastrophe. Und auf den verbogenen Notnagel “SOC” fallen die Anwender dann auch noch rein.

Falls du es noch nicht gesehen hast, im Frankenstein Faden siehst du , ganz grob, den Unterschied zwischen den Kennlinien von LiIon und LiFePo.

Nunja was erwartest du, wird ja schließlich hier so propagiert.
Und wenn der eigene Wissensstand nicht ausreicht und einem die Argumente fehlen wird halt einfach nachgeplappert was der andere sagt, schließlich ist man dann ja schon zu zweit :flexed_biceps:. Dumm nur wenn das was der andere sagt dann auch nicht richtig ist. Das ist schon fast YT Niveau hier...

https:// Abschalten der Anlage durch DALY BMS verhindern - Daly BMS - Akkudoktor Forum

Dieser Thread ist auch sehr interessant und lesenswert was das Thema Lifepo Ruhespannung betrifft:

https:// Unterschiedliche Zellspannung nach parallelem Top Balancing - (Fertig) Akkus - Tests, Problembehebung - Akkudoktor Forum

Und achja meine "Schrottzellen" leben immer noch :joy:.

Du kannst/solltest nicht balancen wenn nicht geladen wird.

Da ich keinen Zugriff aufs BMS habe kann ich das auch nicht forcieren. In meiner kindlichen Unschuld glaubte ich das findet immer statt, so als physikaliscgher Ausgleich von ungleichen Zuständen.

Das ist überhaupt nicht widersprüchlich. Abgesehen davon, dass man die kurve tatsächlich punktweise aufnehmen kann, kann man sich noch weitere Methoden vorstellen, die schneller gehen. Beispielsweise eine ,0,02

Btw, die kurve hat ja tatsächlich einzelne Punkte markiert: ein Schelm, der böses dabei denkt.

Wenn dich so der Weltschmerz gepackt hat… ich verstehe nicht, was du meinst.

Ich kann ja auch nicht dafür, wer hier alles postet. Und lesen kann ich auch nicht alles.

So in dieser Allgemeinheit ist das nicht richtig.

Natürlich kannst du ohne Lafestrom balancieren… es gibt nur keine Garantie dafür, dass das balancieren vollstandig abläuft.

Mit etwas Ladestrom ,( genauer: mit weiter anliegender max Ladespannung) , so lange bis das balancieren abgeschlossen ist, ist das ganzer sicherer vollständig.

Und das der Ladestrom dabei nicht hoch sein soll sind wir uns sicher einig.

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Finde den Fehler....

Dann finde ihn doch:

Du sagst, ohne Ladestrom gehts nicht.

Ich sage, mit ladestrom geht's je nach Umständen besser.

Meinst du das ernsthaft?
Dinge verdrehen kannst du gut, das muss man dir lassen...
Du versuchst es zumindest :wink:.
Du redest unsinn... bzw. wieder einmal versuchst du alles zu verdrehen.
Und wieviel Kompetenz hinter einiger deiner Aussagen wirklich steckt, und wie du versuchst sachen zu verdrehen sobald du nicht richtig liegst kann jeder der was davon versteht in den letzten zwei Links von mir nachlesen :wink:.
Und damit meine ich nicht das du keine Ahnung hast, aber du kannst einfach nicht eingestehen wenn du eben mal nicht richtig liegst.
Und das merkt man an verschiedensten Beiträgen... erst wenn du garnicht mehr argumentieren kannst versuchst du kurz noch vom Thema abzulenken indem du garnicht das ansprichst worum es ging oder eben das ganze so zu verdrehen das du doch noch gut da stehen tust, und wenn wirklich garnichts mehr geht dann kommt vielleicht mal ein ja du hast Recht. Traurig, ist das so schwer mal einzugestehen?

Und das sehe ich mit sicherheit nicht als einzigster so :wink:.