Vielleicht kennt ihr das auch? Ich würde gerne meinen Heimspeicher erweitern, aber der Hersteller hat inzwischen ein neues Modell rausgebracht, das nicht kompatibel ist. Soll ich den alten nun entsorgen, oder mir ein überteuertes kompatibles Gerät aus Restbeständen der Händler besorgen?
Intelligenter wäre es eigentlich, mit den gebrauchten Speichern zu handeln, aber irgendwie gibt es dafür kaum Angebote auf dem Markt. Dabei müsste es doch viele Leute geben, die so ein Auslaufmodell zu Hause haben und gerne was Größeres hätten. Also traut euch und schreibt mal Inserate, kostet ja nichts.
Ich habe das Thema bewusst allgemein gehalten, da ich glaube, dass das ein weit verbreitetes Problem ist. Ich glaube, die Akkuhersteller bringen bewusst immer wieder neue Modelle heraus, die nicht miteinander kommunizieren. So wollen sie uns zwingen, neue Geräte zu kaufen, damit sie mehr Geld verdienen.
Die beste Antwort darauf wäre natürlich ein Gerät, das die Kommunikation zwischen verschiedenen Akkus organisiert und die Ströme richtig unter diesen verteilt.
Aber bis es sowas gibt, ist die einzige Möglichkeit der Kunden um sich zu wehren, die vorhandenen Akkus sinnvoll untereinander zu verteilen. Darum macht es Sinn, einen alten kleinen Akku zum selben günstigeren Preis/kWh anzubieten, wie die neuen größeren gehandelt werden. Andernfalls bleibt man darauf sitzen und hat nicht das Geld um einen größeren zu kaufen.
Du musst halt entweder einen Wechselrichter mit mehreren Batterieeingängen haben bei dem noch ein Anschluss frei ist oder in zusätzliche Wechselrichter mit allen Vor- und Nachteilen investieren und die dann im Farming betreiben.
Dann ist völlig unterschiedliche Spannung und völlig unterschiedlicher Zustand auch kein Problem mehr. Allerdings verliert man dann die DC-Koppelung. IdR dann nur Notstrom aus einem Hybriden bzw. einem Speicher und nur zu dessen Maximalleistung.
Ja - das kann man auf Kleinanzeigen beobachten.
Gebrauchte mini Akkus mit 5kWh zu 2500€
Da haben viele noch die Preise von vor 4 Jahren im Kopf und meinen, sie säßen auf Gold.
Hab zuletzt 1250€ für 16kWh bezahlt - neu beim Händler, vor der Haustür.
Was soll den ein augelutschter gebrauchter Akku noch wert sein .......
Das bedeutet, der Verkäufer wird gekränkt, denn das Ergebnis ist in jedem Fall hoch verlustbehaftet.
Die Argumente beim Kauf überteuerter Hardware, haben sich nicht bestätigt
Ich hatte persönlich Interesse, an gebrauchten, identisch zu vorhandenen. Es wurden Preise verlangt, über denen, was ich neu beim Händler bezahlte. Ich denke es wurden dann Käufer gefunden, die genau das was ich vorschlug bezahlten. Daher habe ich es dann aufgegeben.
Als Totalverlust abschreiben und in ein zukunftsfähiges oder ausbaufähiges Konzept investieren....
Mir ist kein WR mit mehreren Eingängen fur Batterien bekannt.
Mann, du traust dich ja was! Okay, ich sehe ein, dass parallel geschaltete Kapazitäten sich im Prinzip automatisch gegenseitig balancieren. Aber die verschiedenen BMS machen einem da doch einen Strich durch die Rechnung. Wenn eins von denen abschaltet, entsteht sofort ein Spannungsunterschied und dann kann man nicht einfach wieder einschalten. Wie hast du das Problem gelöst?
Genau darauf will ich hinaus. Wenn ich jemand finde, der den selben Akku hat wie ich, kann ich mich mit dem bestimmt auf einen Preis einigen, zu dem er meinen kauft oder ich seinen kaufe.
Das kann ganz schön knallen, wenn man die “PipifaxAusgleichsströme” ignoriert.
Da sollte man über einen Widerstand vorladen. Bei einem Akku an einen MPPT Eingang muss man das ja auch, wegen der dicken Kondensatoren. (Ein anderer Akku ist ein sehr dicker Kondensator.)
Beispiel
Wenn ich 2 48V Akkus mit je 1mOhm und 10V Spannungsunterschied zusammenschließe, dann fließen im ersten Moment 10/0,002 = 5000A. Dann ist ein Schalter der 1000A kann kaputt.
Will ich das auf 100A begrenzen, dann brauch ich einen 0,1 Ohm Widerstand, der kurzzeitig 1000 Watt abkann.
Erst wenn die Spannungsdifferenz kleiner als ca. 0,5V ist, würde ich dann sowas ganz einschalten. Das kann bei grösseren Akkus dauern.
Wenn ein BMS aus welchen gründen auch immer abschaltet, ist das ein ernstzunehmender Fehler im Regel-Betrieb und das ganze System sollte abschalten / herunterfahren.
Meiner Meinung nach darf eine automatische Zuschaltung nicht stattfinden, auch wenn das gerne gemacht wird.
E3DC hatte das mWn bei den Pro´s ab Werk, bzw. wurde das bei Nutzung der Infinity Option (Erweiterung nach über einem Jahr) nachgerüstet. Teilweise kann ein Eingang auch wahlweise als zweiter Batterieeingang oder als MPPT genutzt werden. Dann entweder 3 MPPT´s + 1x Batterie oder 2 MPPT´s + 2x Batterie.
Aber k.A. ob das noch aktuell ist und ob andere Hersteller ähnliches anbieten.
Schmerzt halt bei einem System, das damals noch richtig viel Geld gekostet hat und nach z.b. 4 Jahren definitiv noch nicht abbezahlt ist.
Aber 4 Jahre sind bei den Heimspeichern quasi schon 2 Generationen. Das Zeug ist komplett veraltet. Wechselrichter sind heute erheblich leistungsstärker und können auch erheblich mehr. Notstromfähigkkeit war damals z.b. noch Neuland, heute ist das Standard. Und die Preise der Speicher selbst sind in der Zwischenzeit erheblich gefallen. Wir sind bei Hochvoltsystemen von ~900-1000€/kWh mittlerweile auf 180-300€/kWh gelandet. Hybridwechselrichter gabs damals auch nur bis 10kW, die leistungsstärkeren wurden erst Mitte/Ende 2023 vorgestellt.
Die alten Heimspeicher wird man daher wohl einfach als zusätzlichen AC-Speicher weiterbetreiben, sofern das keine Probleme mit der Regelung gibt.
Persönlich bin ich der Hoffnung, dass nach dem Stromausfall in Berlin die WR-Hersteller in Sachen Notstromfähigkeit aktiv werden. Die meisten bisherigen Systeme können bei Stromausfall nur über Umwege bzw. Bastelei per Stromerzeuger nachgeladen werden (da kein Gen-Eingang), verlieren per AC angebundene Modulleistung (da keine Microgridfähigkeit) und sind zudem schnell mit Anlaufströmen (Wärmepumpe, etc) überfordert.
Parallelschalten kann man Akkus mit gleicher Chemie und gleicher Zellenzahl, wenn sei auf gleiche Spannung gebracht wurden. (Man beachte, dass das Wort “Kapazität” in dieser Aufzählung nicht vorkommt.)
Und einem Masstab dafür, was “gleich” ist, nenne ich auch:
Nehmt euren Akku und belastet ihn mit grob ein Drittel des Nennstroms. ( Wer will kann auch ein Zehntel nehmen)
Messt die Spannung vor Beginn der Belastung und nach einer Minute. Das macht ihr mit jedem Akku, der an die Parallelschaltung dran soll.
Die Hälfte des kleinsten Differenz wertes ist dann der Maximale Spannungsunterschied beim Beginn des Darallelschaltens.
So ist da noch dreifache Sicherheit, dass der Nennstrom der Akkus nicht uberschritten wird.
(Bei einem Zehntel beim messen ist es 10fache Sicherheit).
Wovon sprechen wir hier eigentlich genau? Nackte 16s Akkus mit BMS wie unsere typischen 14 oder inzwischen eher 16 kWh, 51V? Oder herstellerspezifische LV oder HV Akkus zum Türmchen bauen oder kleine Plug&Play Systeme für die Steckdose?
Das würde meinen Basteltrieb starten: Versuchen einen aktuellen z.B. 15kWh Speicher(bausatz) mit der Elektronik des zu kleinen Speichers zu verheiraten. Die zu kleinen Zellen verkaufen als Ersatzteil