Was tun mit zu klein gewordenen Heimspeichern, die noch funktionieren?

Bei mehreren Deye oder Victron LV-Wechselrichtern werden alle Wechselrichter an eine DC-Busbar angeschlossen, genauso wie die Batterien. Der Victron Lynx Distributor ist so eine 1000A-Busbar mit vier Anschlüssen und mit Sicherungen je Anschluss. Es können mehrere Lynx verbunden werden.

Das hört sich nach einem 15s an. Meine Pylontech Force L1 haben auch 15s. Man kann bei gleicher Zellanzahl bleiben.
Es gibt ein Haufen Systeme die (auch nicht von Pylontech) 15s verschaltet haben.

Um die einzelnen BSM nicht zu überlasten bzw. bei Problemen korrekt zu reagieren, muss man sich dann was überlegen, so dass die Speicher gemeinsam getrackt werden. Bei meinem könnte ich auf die RS485 zurückgreifen und z.B. mehre Speicher über Node-Red auf meinem Cerbus abfragen, um daraus dann passende Meldungen an die Steuerung weiterzuleiten als wäre das nur ein Batteriesystem. Das ist aber ggf. nicht so einfach, da man auch eine Ausfallüberwachung mit reinprogrammieren muss, sollte aber machbar sein.

Alternativ Du kaufst einfach ein weiteren Wechselrichter und schliesst den parallel zu Deinem vorhandenen mit dem neuen Batteriesystem an (z.B. Komplettpaket). Das wäre die einfachste und sicherste Variante. So könntest Du z.B. deinen dicken Drehstrominverter den neuen Akku vorwerfen und packst den alten kleinen mit einem 1-Phasen-WR parallel so das der nur noch unterstützt. Bei 6 kWh kann aber der Inverter auch nicht der größte sein. Da würde ich einen 1-Phasen WR z.B. den MP2 3000-5000 mit einem Cerbo dran packen. Aber was hast Du denn für ein WR-System?

Ich wollte auch nochmal erweitern und scheitere daran, weitere Module zu bekommen. Die bekommt man noch, aber nicht zu dem Preis was mir vorschwebt. Ich überlege daher auch den kompletten Mini 10kWh Speicher aus einem meiner Standorte zu verkaufen.
Das ist ein wenig schade, da ich gerne bei einer Serie geblieben wäre und die Module zu Schluss so günstig waren.
Aber allerdings sind das auch gute Reserveeinheiten für meinen dicken 99 kWh Speicher.

Was hast Du denn für ein System? Schreib doch mal genaueres.

Achso, und die Kabel von den Akkus zur Busbar nicht zu kurz und dick machen. Am besten die Originalen verwenden. Dadurch steigt der Widerstand und die Ausgleichsströme sind dann etwas symmetrischer. Man kann das auch nutzen und den kleineren mit längeren dünneren Leitungen verschalten als den dicken. So machen die Innenwiderstände der Akkus nicht mehr so viel aus. Man sollte dennoch die Akkus nur aktiv zusammenschalten wenn die Spannungen nahezu ausgeglichen sind.

Das Problem mit Software zu lösen, wäre sicherlich die eleganteste Lösung. Aber davon verstehe ich leider nicht genug. Wäre vielleicht ein lohnendes Projekt für den Akkudoktor.

Der Lösungsansatz mit einem zweiten Wechselrichter wäre einfacher umzusetzen. Ich habe einen Deye Sun 12k und wollte nochmal so einen kaufen, wenn mein Dach voll ist. Wenn ich die beiden dann als Master und Slave verschalte, brauchen sie, wie Björn sagte, eine gemeinsame Akku Busbar. Also Pustekuchen mit zweitem unabhängigem Batterieeingang. Wenn ich aber den zweiten Wechselrichter an den Generatoreingang des ersten hänge, könnte ich den zweiten Batterieeingang benutzen. Hat das schonmal jemand probiert? Im Prinzip wäre ich dann auch nicht auf Deye festgenagelt. Kennt ihr einen Hybridwechselrichter, der sich gut als Generator missbrauchen lässt?

Ist nicht so vorgesehen. Beim Parallelschalten von 2 oder mehr Deye sollen die Akkus parallel an beiden angeschlossen sein (steht so in der Anleitung).

Sollen ist falsch....

Müssen wäre richtig :pinching_hand:

Gude!

Ich kann das Problem nachvollziehen. Du musst dich aber damit abfinden, dass du für deinen ehemals teuer gekauften Batteriespeicher noch viel bekommst. Ich habe vor ca. 4 Monaten meinen Pylontech US5000 nach etwa 3 Jahren und ursprünglichen Kosten von ca. 1450€ mit einem SoH von 96% für 600€ in der Bucht vertickt. Kurz zuvor bin ich auf 2x Batterie mit jeweils 5120Wh und passivem BMS umgestiegen. Zusammen mit einem Smart Shunt hat mich das weniger als 1200€ gekostet. Am Ende stehen bissi mehr als die doppelte Kapazität für knapp 600€. Daher empfehle ich dir, dass du dir was Neues holst und den alten Speicher verkaufst. Mit ein wenig Geduld findet sich auf jeden Fall jemand, der ebenfalls das alte Modell hat, erweitern möchte und froh über einen guten Preis ist.

Habe den Akku über Kleinanzeigen für 550 € verkauft. Das ging schneller als ich gedacht hatte. Deye scheint eine beliebte Marke zu sein. Ich bleibe bei Deye und kaufe mir das Modell mit 16 kWh, obwohl es inzwischen deutlich billigere Alternativen gibt. Mal sehen, wie lange es dauert, bis mir der auch zu klein wird.

1 „Gefällt mir“

Ich Betriebe ja mehrere selbst bau Akkus auch mit unterschiedlichen AH und was die spitzenstromstärken angehen, da sollte man schon vorsichtig sein , vorteil wenn man selbst Baut kann man in den BMS einstellen wieviel Ampere der akku hergeben darf, das regelt dann das BMS aus so kann man schon mal unterschiedlich vollgeladene Akkus zusammen schalten, ich warte aber meist den zeitpunkt ab wenn die bestehenden Akkus schon recht leer sind und schalte dann meist den neuen dazu, somit passt das meist ganz gut und die Akkus werden so geladen wie sie es brauchen.

Klingt nach HV Akku ???

Bei so geringer Kapazität wäre ein LV System mit vermutlich 32kWh günstiger und jederzeit erweiterbar.

Ich weiß nicht bis zu welcher Kapazität oder Leistung 50,2V handhabbar bleiben.

Hab nur eine kleine 20kWh HV Speicherlösung bisweilen bespielt, das ist schon angenehm einfacher...

Regeln tut das bms garnichts. Zu hohen Strom schaltet es ab. Und bei vielen BMS nach Wartezeit wieder an… und ab…. Und an…

Falsch in den BMS die ich verwende kann ich klar vorgeben wieviel das BMS her geben kann und wieviel es laden darf. Und ja werden grenzen überschritten schaltet das BMS ab, man kann aber anhand der einstellbarkeit im meinem BMS es so regeln das eben nicht 1000a und mehr gezogen werden können.

BMS ist nicht mehr als ein Schalter.

Wenn du wirklich den Ladestrom festlegen kannst, dann hast du kein BMS sondern einen DC-DC Wandler. Huawei Luna müsste so aufgebaut sein.

Nein hab keinen huawei aber du hast Recht und ich meine Ruhe belassen wir es dabei.

Also ich würde schon gerne wissen welches BMS das kann :wink:.
Also Strom begrenzen und zusätzlich auch noch die OCP...
Danke!

Abschalten nennt man nicht “regeln”. Technische Begriffe haben schon eine deutlich begrenzte Bedeutung. Und das Wort “regeln” hat da eine ganz klare Bedeutung: das Bügeleisen regelt die eingestellte Temperatur, eine 16 A Sicherung “regelt” den Strom eben nicht.

@schwarzermann
BMS und WR handeln über das "BMS-Protokoll" aus, wie die Energieflüsse sein sollen.
Wenn das BMS einen Maximalstrom vorgibt und der WR sich nicht daran hält und mehr zieht oder mehr liefert, schaltet es ab.
Im allgemeinen hält sich der WR an die Vorgaben des BMS, steuern tut aber nur der WR und nicht das BMS, auch wenn es Vorgaben macht.

Hoffe das klärt den Sachverhalt.

Herzliche Grüße
Eclipse

Das BMS steuert oder teilt sich dem WR mit, der regelt den Strom :wink:

Das BMS kann aktiv die "Energieverbindung" zum WR abschalten.

Ein praktisches Beispiel - mehrere Akkus sind zu einer Batterie mittels Parallelschaltung verschaltet.

Die BMS sind miteinander verbunden, das Master BMS am Master WR angeschlossen.

Ist nun eine Zelle kritisch, schaltet ein BMS aktiv einen Akku ab. Das Master BMS und da mutmaße ich, teilt dem WR die reduzierte Kapazität mit. Der Strom wird entsprechend falls notwendig reduziert. Bei kleinen Akkus kann das relevant sein, liefert der WR mehr als die Akkus verkraften können.

Verkraftet aber der kleinste Akku mehr als der WR liefern kann - ist's egal. Große Akkus = unproblematisch. Viele kleine parallel = ungeschickt.

Daher erscheint es zumindest für mich interessant, BMS an WR anzuschließen und NICHT im WR Strom/Spannung/Chemie einzustellen.

Tja das nutzt nur nichts wenn der WR nicht mit dem BMS komunizieren möchte.

Das hatte ich ja letztens schon beschrieben. Wenn man diverse Akkus zusammen anschließen will wäre eine Absicherung der einzelnen Akkus anhand ihrer maximalen Leistung sinnvoll, weil man nie weiss, wann irgend etwas ausfällt oder nicht perfekt läuft.