Was sind eigentlich die Argumente der "Gegenseite"? Gibt es welche?

Moin zusammen,

vielleicht auch eine Idee für ein Video.

Ich glaube ich habe fast jedes Video von Andreas gesehen. Die Kommentare habe ich nicht gelesen. Andreas hat mehrfach angedeutet, dass es da heftig zur Sache geht, aber womit eigentlich?

Kurz zu mir: Ich versuche seit ca. 3 Jahren kleine Solaranlagen als Dienstleister im Raum Aschaffenburg zu montieren und muss sagen: das war keine gute Geschäftsidee. Ich mache (in meinen Augen) massiv Werbung (digital und analog) und muss sagen: es läuft extrem zäh.

  1. Es gab/gibt Montage-Konkurrenz, die ungefähr doppelt so teuer ist/war. 2000€ für die Montage eines Balkonkraftwerks (2 Panels ohne Speicher) find ich wirklich Abzocke, aber die hatten wohl ganz gut Aufträge

  2. Wahrscheinlich sagen hier jetzt viel 1190€ ist für 4 Panels ist auch Abzocke, man bedenke aber Lieferwagen, Werbung, 3-4h Arbeits-Zeit, gute Halterung uvm etc müssen auch bezahlt werden.

  3. Man sieht schon ein “langsames” Wachstum von Balkon-Anlagen, aber es gibt immer noch extrem viele sonnige, nackte Balkone. Und da habe ich bestimmt schon 3 Flyer eingeworfen. Keine Reaktion!

  4. Dass fullblack Panels als hässlich wahrgenommen werden, kann ich nicht nachvollziehen. Panels mit heller Folie finde ich inzwischen auch recht unansehnlich.

Was sind denn jetzt eigentlich die Argumente der Anti-Solarstrom-Fraktion?

Kommt da etwas Gehaltvolles?

Bei mir kommt maximal: will ich nicht, brauch ich nicht oder eben gar keine Reaktion.

Was meint Ihr?

pkerchner

Was meinst du mit Gegenseite? Warum du deine Solaranlagen nicht verkaufst?

Gegenseite:

Balkon + Garagendachbesitzer, die den Einsatz von Solarstromanlagen ablehnen.

oder noch genereller:

Leute, die mehr Strom / Solarstrom insgesamt ablehnen

Es gibt noch die Fraktion: lohnt sich nicht

  1. ja, es erfordert ein bisschen Interesse und Rechenkompetenz

  2. der Stromzähler hat auch ein bisschen damit zu tun

  3. bei den großen Anlagen gibt es sehr viele “Abzocker”

klassische Angebote liegen bei aktuell wohl 20k€ für 10kWp und 15kWh Speicher - das waren bestimmt auch mal 30k€ .. enpal liegt sicher nochmal drüber

oder tatsächlich verdichtet : in meinen Augen verkauft sich PV nicht (mehr) wirklich gut und einfach.

und eigentlich gibt es schon ziemlich viele Solardächer (hier schätzungsweise 10%) - auch Dank einer absurd guten Einspeisevergütung von 50Cent / kwh. Ich hab die Tage Dächer in den USA gesehen, da ist absolut nichts - obwohl ständig Sonne

Hallo @pkerchner
warum fragst du in einem DIY Forum? Hier sind alle dafür. Wenn es an etwas scheitert, dann ist es der Geldbeutel. Und hier sind sehr viele Foristen selbst Schrauber. Die große Welle der BKW war die Energiekrise/Unkrainekrieg. Da wurden in Baumärkten zu hohen Preisen von weit über 1.000 € BKW mit einem 600 W WR mit 2 Modulen verkauft und in vielen Bundesländern gab es einen Zuschuss von einigen hundert Euro. Das Thema war in aller Munde und der “gedeckelte” Strompreis lag bei 40 Cent/kWh. Damals waren alle im Solarfieber und die BKW waren in aller Munde.

Nun sind die Fördertöpfe weitgehend leer und der Strompreis ist auf ca. 30 Cent gesunken. Die Politik hat weitere Senkungen des Strompreises angekündigt. Außerdem sind die Preise für BKW stark gesunken.

Dein Kundenkreis wirst du hier nicht finden. Was bietest du ihnen? Transport + Montage und was noch? Klärst du, ob es (lokal) Fördermittel gibt, der Vermieter zustimmt, die Anmeldung der Anlage, usw.?

die gibt es schon lange nicht mehr. Dach PV bringt 7 Cent und die werden ausgesetzt, wenn negative Strompreise an der EEX verzeichnet werden. Das Thema “Eigenverbrauch” wird nun groß geschrieben und dank gesunkener Preise für LFP Akku´s kommen ständig neue BKW Speicher komplett Anlagen auf den Markt, ob im Netz oder beim Discounter.

L.G.

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Das ist aber wohl sehr lange her … Eben mal geschaut, wohl bis 2007. Ob deren Anteil heute noch über 10% liegt? Etwas seltsam finde ich die Bezeichung “Gegenseite” und “Anti-Solarstrom-Fraktion”. Die die wirklich gegen Solarstrom sind, sind für Dich als Kunden ja ohnehin nicht interessant. Von Interesse sind die, die im Prinzip offen sind, aber zu faul, sich mal eigenständig drüber zu informieren oder es sich nicht zutrauen oder von der enpal&Co M… und deren agressivem Vertrieb genervt sind und das auch auf BKWs beziehen. Versuche doch mal die Leute anderweitig zu gewinnen: Infostand bei Veranstaltungen, Vortragsveranstaltungen, gute Website mit Informationen, nicht nur Werbung: Vertrauen aufbauen. Kooperation mit Firmen, die Balkone erneuern oder Garagendächer mit Bitumen zuklatschen? Ich bin in anderen Bereichen immer dankbar, wenn mir ein Handwerker mit dem ich zufrieden bin, für anderer Gewerke jemand empfiehlt. Biete Dich als Dienstleister für größere Vermieter an, die in ihrer “German Angst” noch immer versuchen BKWs zu verhindern, aber vielleicht auch genervt sind, weil die Mieter nicht locker lassen. Ggf. kannst Du da ja als jemand ins Spiel kommen, der das dann “garantiert” fachgerecht und einheitlich montiert.

Zwischen Ablehnen und “nicht interessiert “ liegt ein weites Feld…

Gibt's nicht, ausser dem aktuellen RWE-Vorsitzendem o.ä.

Was also ist dein Problem? Das niemand deine angebotene Dienstleistung kauft, liegt nicht an den von dir genannten Gründen.

Du hast einfach das falsche Angebot für diesen Markt, und zudem anscheinend auch überhaupt keine Marktkenntnis.

Oliver

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Du installierst “kleine Solaranlagen”, die Montage-Konkurrenz hat mit BKWs gut zu tun, dann schreibst du von längst vergangener Höhe der Einspeisevergütung.

Anhand deines genannten Preises gehe ich davon aus, daß du auch BKWs montierst. Offenbar am Balkon, nicht auf dem Dach. Dafür wäre mir dein Preis (selbst wenn das deinem Aufwand angemessen ist) auch zu hoch in der Erwartung, was so ein BKW in monitärer Einsparung bringen kann. Zudem würde zumindest ich das auch als Gefälligkeit machen - irgend einen kräftigen technikaffinen gibt es meist in der Familie/im Bekanntenkreis. Blieben diejenigen übrig, die es aufgrund Vorgaben von einer Firma machen lassen müssen (Mieter). Da zählt neben dem Preis auch anderes - mich persönlich würden Wurfzettelangebote eher abschrecken.

Zu deiner Frage nach Gegenargumenten: “Will/Brauch ich nicht” und “Ich entscheide selber, wofür ich mein Geld ausgebe” reicht doch. Warum sollte man das [einem Fremden gegenüber] begründen müssen.

Schon einige Zeit erleben wir eine Explosion beim täglichen Einkauf von Lebensmitteln und anderen Waren des täglichen Bedarfes. Der gesamte Einzelhandel klagt über schlechte Umsätze. Erst Energiepreis Schock, der überwunden ist, nur die Lebensmittel. Das Geld wird nicht mehr so leicht ausgegeben und nach Einschätzungen von Experten wird das wohl noch 2 bis 3 Jahre dauern, bis die alte Kauflaune wieder kommt. Du bist also nicht allein mit der Absatzflaute. Versuche heraus zu finden, ob es von den Kommunen in deinem Wirkungsbereich Förderung gibt - das war stets ein gutes “Kaufargument”. Und mach Angebote für den kleinen Geldbeutel.

Z.B. von Stiftung Warentest für gut befunden, 2 Module + WR + stabile Halterung kostet um 350 €. Du lieferst, montierst + meldest an und machst eine Bescheinigung für den Mieter. Alles zusammen für 699 €. Jedenfalls sollte es ein Angebot unter 1000 € sein. Da ist offt eine Hemmschwelle.

L.G.

Das ist zu wenig, nicht realisierbar. Problem ist einfach, dass Balkonkraftwerke ein sehr preissensibles Thema sind. Muss sehr billig sein, damit es sich rechnet. Also müssen die Leute nach Wegen suchen, es selbst zu installieren.

Wenn es aber eine Konkurenz gibt, die gut verkaufen und man selber nicht, müsste man analysieren, woran es liegt. Mit Ablehner und Gegenseite hat das für mein Gefühl nichts zu tun, dass ist eher das Problem eines jeden Betriebes, wie er an Kunden kommt, die seine Produkte kaufen wollen.

Wenn du meinst, dass es an fehlendem Wissen liegt, könntest du zu einem Informationsabend BKW einladen, wo du aufzeigst, für wen sich eine BKW lohnt und nach wie vielen Jahren es sich rechnet.

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Irgendwie macht micht das Eröffnungsposting stutzig. Die ein oder andere Wortwahl, wie "Gegenseite", "Kommt da was Gehaltvolles", "Anti-Solarfraktion" vermittelt mir den Eindruck, dass hier eine aufregende pro/contra Disskussion entstehen soll und dann hab ich den Eindruck, dass hier nach Geschäftsideen oder deren Optimierung gesucht wird.

Was mich an "Gegenseite", "Kommt da was Gehaltvolles", "Anti-Solarfraktion" massiv stört ist, es vermittelt mir den Eindruck dass jeder Garagen- Carport und/oder Eigenheimbesitzer mit Freifläche in die Sonne und ohne montierte Solarmodule in ein schlechtes Licht gerückt wird. Wirkt ein bisschen wie eine Verurteilung. Dabei ist es

A: Jedem seine Entscheidung ob er Solar montiert haben möchte oder nicht. Ihn dafür zu verurteilen oder zu verunglimpfen führt sicher nicht zu einem brauchbaren Ziel

B: Sitzen die Euros vielleicht nach all den Pleiten in der Wirtschaft, dem dritten Jahr Rezession und massiv gestiegener Preise für Lebensmittel nicht mehr so Locker. Da kann das Modul im EK auch gern unter 40€ kosten. Wenn kein Geld für eine solche Spielerei da ist, dann ist Brot und Butter kaufen durchaus wichtiger.

Mit über 1000€ für ein BKW, vermutlich ohne Speicher also profitiert der Versorger mehr als der Eigentümer, würde ich natürlich auch nicht zugreifen. Mal davon abgesehen dass wir einen Großteil im Rahmen von DIY selbst machen, wer ein bisschen rechnen kann und ungefähr weiß dass er ohne Speicher irgendwas um 300kWh pro Jahr selbst nutzen kann (ausgehend von einer 900Wp Anlage) und dies mit 0,35€ pro kWh multipliziert, der wird wissen das sich das System für über 1000€ frühestens nach 7-10 Jahren amortiersiert hat.

Im Übrigen liegt uns ein Angebot für eine Süd - Nord Anlage mit Süd 9,9kWp und Nord 14kWp inklusive Fronius, Verkabelung, GAK und Gerüst (Ohne Abnahme und Anmeldung) für 19k€ vor.

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Also die Leute die sich keine Solaranlage bauen haben meiner Meinung nach folgende Gründe:

  • Alter - Bei älteren Menschen höre ich häufiger das Argument “das lohnt sich für mich nicht mehr”. Wenn du damit rechnest das du nicht mehr lange leben wirst, wirst du auch keine Investitionen mehr tätigen
  • Optik - Für Leute in diesem Forum wahrscheinlich kein Argument. Aber für viele Personen ist das ein Thema. Schon allein weil sich ein gewohnter Anblick dann ändert.
    • … ich vermute das dies für runde 50% der Bevölkerung eine grössere Rolle spielt als für die anderen 50% :slight_smile: - Ich spreche von den Frauen… (ohne ein Chauvi sein zu wollen)
  • Geld - Es gibt Menschen die haben das Geld dafür nicht. Diese sind vermutlich hier im Forum nicht vertreten aber das wird eine große Gruppe sein.
  • Miete / unklare Zukunftspläne - Die Gruppe Mieter die davon ausgehen das sie in der Zukunft nicht mehr in der Wohnung wohnen werden, werden sich so eine Anlage nicht anschaffen
  • Stromverbrauch - Es gibt eine Gruppe von Menschen deren Stromverbrauch so gering ist das sich eine solche Anschaffung nicht lohnt. Das ist verwandt mit dem
    • Nutzerverhalten - Damit du von einem Balkonkraftwerk profitierst musst du auch tagsüber zuhause sein.

Ich glaube es sind weniger Leute die “Anti-Solar” sind sondern eher Leute deren Lebensumstände gegen Solar sprechen.

Sorry wenn ich das sage aber es spricht gegen dich das du das machst und dich dann hier im Forum beschwerst. Wenn du wissen willst warum deine potentiellen Kunden da kein Interesse zeigen: Klingel halt und frag direkt.

Ala “ich bin der soundso und montiere Solaranlagen, ich habe ihnen neulich einen Zettel in den Briefkasten geworfen und wollte jetzt mal fragen ob sie Interesse haben oder was sie davon abhält"

Dann bekommst du deine Antwort.

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Ich glaube als Grundvoraussetzung benötigt man nicht nur einen schön besonnten Balkon, sondern auch eine Steckdose auf demselben. Wenn die feht und erst der Elektriker kommen muss, dann wird das schnell unwirtschaftlich.

Wenn du hier nun Beratung für dein Business suchst:

Du solltest die Steckdose selbst setzen dürfen. Dann muss der Vermieter mit ins Boot. Vermutlich wäre er der Adressat deiner Werbung damit der dich mit Genehmigung den Mietern vorschlägt.

Wenn du EFH ins Visier nimmst, dann sollten die Module aufs Dach. Gerade das traut sich nicht jeder und bietet einen Mehrwert. Und “Mehrwert” ist das einzige, was du vermarkten kannst.

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Die Fossilen wollen logischerweise PV nicht und kämpfen seit Jahrzehnten dagaen, aber anscheinend auf verlorenem Posten. PV-Strom kostet Dich ca. 3-7 ct/kWh (dividiere die € Kosten durch die kWh die Dir die Anlage in 20-30 Jahren bringen wird dann sollten obige Kosten herauskommen. Gekaufter Strom ist bei 25-35 ct/kWh. Du wirst ca. 1/3-2/3 selber erzeugen können.

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Wäre interessant gewesen, mit jemand der das beruflich macht/machen will drüber zu diskutieren, wie Balkonkraftwerke jenseits von uns Selbstbauern weiter populär gemacht werden können, aber da kommt von pkercher wohl nichts mehr …

Mhm, also 22 000€ Kosten. (ich muss mir das nochmal ansehen auf der Rechnung, weil ich mehr PV gekauft habe welches jetzt nur rumsteht, zudem steht da auch noch nen Totholz-Wechselrichter).

Momentan ca. 1 Jahr um, 8000kWh selbst verbraucht, davon ca. 2000kWh aus dem Akku. Eingespart: 2400€. Verkauf geschätzt (weil noch kein ganzes Jahr) zu ca. 10ct * 5000kWh = 500€.Einsparung: 2900€.

Amortisation nach 7,6 Jahren. Wobei es noch 2 Faktoren gibt. Die Einspeisung wird bald was kosten in Österreich, also wird der Verkauf weniger bringen. Demgegenüber kommt evtl. noch ein weiterer Speicher dazu, dann kann man zu Hochpreiszeiten verkaufen, kommt wieder was dazu. Zudem bedeutet mehr Speicher auch mehr Puffer im Winter bei sonnenreichen Tagen. Ein Sonnentag im Winter kann mehr erzeugen als der Speicher speichern kann und verbraucht wird.

Vielleicht kann ich dann endlich auch alles verkaufen was ich habe. Dann steigt die Menge auf geschätzte 10 000kWh Verkauf, geht auf 5ct die kWh runter, bleibt also bei 500€ Einnahmen durch den Verkauf.

Ich möchte die Antworten von @MalteS unterstützen und mit ein paar Erfahrungsbeispielen zum Faktor Geld erhellen.

Ich oute mich mal dadurch, das ich größere Wohnimmobilien besitze, deren Wohnungen mal mit Balkon, mal ohne Balkon ausgestattet sind.

Ich hatte vor Jahren meinen Mietern ohne Balkon angeboten, einen unverbauten Südgiebel für die Installation von Balkonanlagen zu nutzen. genug Fläche für 12 - 14 Balkonanlagen. Reaktion gleich Null, und wenn, dann abgelehnt mit dem Argument kein Geld. Ich hätte sogar die Leitungsverlegung und Verteilung auf die Wohnungen übernommen und bei Mieterwechsel die PV-Anlage in Kommission genommen. Schließlich sehe ich es nicht als wertmindernd an, wenn Wohnungen mit kleinen PV-Anlagen versorgt werden.

Bei eine anderen Objekt mit über 40 Balkonen sehe ich bis heute keine einzige Balkonanlage. Da ich aktuell für diese Objekt eine größere Aufdachanlage plane und die E-Infrastruktur anpasse, hatte ich bei meiner Hausverwaltung nachgefragt, wo denn sinnvollerweise Platz für eine Ladesäule wäre. Antwort: “Haben Sie sich mal den Parkplatz angesehen? Da steht kein einziges E-Auto. Wozu dann eine Ladesäule.”

Die Sache mit der grünen Energie und PV, egal ob groß oder Balkon, ist ein soziales Thema.

Aus Erfahrung mit meinen eigenen PV-Anlagen (in Summe 0,5 MWp). Eine 1,5 kWp Anlage vertikal südlich mit gedrosselter Einspeiseleistung sollte theoretisch etwa 800 kWh/Jahr liefern. Davon kommen etwa 400 bis 500 kWh im Haushalt an und bewirken eine Kostenrefuktion um etwa 120- 150 Euro/Jahr. Wenn also ein Installateur 1.200 Euro verlangt, dann dauert es 10 Jahre, nicht diskontiert. Und für Leute, die ohnehin keine Ersparnisse haben und vielleicht einen Konsumentenkredit aufnehmen, dauert die Amortisation dann dopplet so lange. Der grundsätzliche Zusammenhang gilt übrigens auch für DIY Anlagen, die vielleicht die Hälfte kosten. Just saying.

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Schön, auch von Vermieterseite die Perspektive zu hören. Das mit der Hausverwaltung klingt ziemlich nach einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Gerade die Lademöglichkeit am Haus kann das Zünglein an der Waage sein für oder gegen die Anschaffung.

Hast Du einmal überlegt, die BKW für die Mieter koordiniert auf dem Dach zu installieren und dann auf die Miete umzulegen?

Ungefähr nach diesem Prinzip:

Wirklich tolles Engagement Chris!

Kleiner Gedanke zur Ladesäule: Ggf. einfach mal rumfragen, wer sich ggf. mit dem Gedanken trägt, ein e-Auto zu kaufen (so langsam gibt es sie ja wohl auch gebraucht, hab selber kein Auto) und Interesse an einer Ladesäule hätte? Ggf. macht eine vorhandene Ladesäule das Objekt bei Neuvermietungen interessanter, wenn das ein Thema ist?

@jensdecker , @PV2004

Danke für den Gedankenaustausch. Das Thema Ladesäulen ist nur eine Randnotiz. Viel mehr mache ich mir Gedanken über die sinnvolle Vermarktung von PV-Strom (wir reden hier über 150..300 kWp). Mieterstrom hat mir in der Vergangenheit nur Arbeit und Ärger gebracht und war letztlich weder für die Mieter noch für mich erfolgreich. Ich bin da inzwischen extrem vorsichtig, auch wenn sich die Gesetzeslage inzwischen geändert haben mag.

Mir geht es um Stromverkauf der Gesamtanlage an der Leipziger Strombörse dynamisch, nur sinnvoll mit Tagesspeicher für ca. 3-4 Stunden PV-Kapazität: Soll heißen: für 150 kWp muß ich ca. 500 kWh Speicher vorsehen. Da muß ich lernen, was geht und was nicht. In der Vergangenheit habe ich für große Anlagen über Energiebroker nur monatliche Mittelpreise gem. Marktwerten erhalten (also 2 Vergütungen: z.B. Mai/Juni 2025: 1,9 ct/kWh vom Broker und dann Differenz zu 6,7 ct/kWh über EEG). Netztransparenz > Erneuerbare Energien und Umlagen > EEG > Transparenzanforderungen > Marktprämie > Marktwertübersicht

Ich muß die PV- und Speichergröße so wählen, das die Netzdienlichkeit (ist letztlich, was in Leipzig bezahlt wird) hohe Erlöse ermöglicht, höher als EEG und das trotz Zusatzinvest in Speicher das Geschäftsmodell aufgeht. Rein kaufmännische Gedanken, das vielleicht was Grünes dabei herauskommt ist erfreulicher Nebeneffekt.

Zum Mindset meiner Mieter: Die Vorstellung von Geld ist teilweise diametral zu meiner eigenen Wahrnehmung. Für mich steht die Investition im Vordergrund, für die Mieter der Konsum. Gedanken an das, was vielleicht in 5 Jahren an finanziellem Vorteil entsteht, ist den allermeisten völlig fremd. Das hindert einfach daran, alle Mieter mitzunehmen, ob bei mietereigenen Balkonkraftwerken oder Mieterstrommodellen. Again - just saying…

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