Hochstrom ist halt teurer in der WR Hardware, teurer in der Verbindung zwischen Batterie und Wechselrichter und hat eine Leistungsgrenze bei der es einfach irrsinnig wird.
Hochvolt ist da vom Wechselrichter viel einfacher und billiger, das tut er ja schon auf der PV Seite, die paar Meter zwischen Battterie und Wechselrichter sind auch kein Problem
dafür sind viele kleine Batteriezellen viel teurer als 16 grosse Zellen mit der gleichen Gesamtkapazität, viele Zellen brauchen viele BMS Anschlüsse zur Überwachung, zum ballancieren, und eine 48V Batterie ist halt absolut berührungssicher die kannst Du anfassen da passiert nichts, eine 288V oder 500V Batterie fasst Du nur zweimal an die Pole, das erste und das letzte mal.
Du musst im Haus keinen Querschnitt abchecken...
Die Gridverbindung geht zum Sontheimer und zum Deye, der LOAD Ausgang geht zum Sontheimer, vom Sontheimer geht es zur Hausverteilung. feddich.
Die möglichst kurze, fette 70 mm2 Verbindung von der Batterie zum Deye wird mitgeliefert oder Dir presst der Elektriker die fetten Kabelschuhe dran.
Das liegt im wohl daran, daß die Solarinstallateure (Elektriker alter Schule) am liebsten ein Komplettgerät irgendwo in die Ecke stellen, Solar- und Netzkabel dran und fertig. Wenig Arbeit, keine aufeinader abzustimmenden Systeme. Bei Niedervolt hat man zwischen Akku und Wechselrichter etwas dickere Kabel, aber sonst (Solar- und Netzseite) ändert sich da nichts. Aber man hat eben oft verschiedene Komponenten (bei mir: Akkus von Pylontech, Wechselrichter und Laderegler von Victron, Eigenbau-Akku mit Zellen von Eve, BMS von JK und Gehäuse aus Stahlprofilen und Blech), die dann miteinander kombiniert und programmiert werden wollen. Da muß ein Installateur sich erst drauf einlassen, und wenn es länger dauert, der Kunde das dann auch bezahlen.
HV oder LV ist nur die Konfiguration des Akkus. Viele kleine Zellen oder wenige große, wie oben schon geschrieben. AC-seitig ist alles 230V Wechselstrom, Einspeisen geht da genauso. Mein ESS läuft mit Victron Multiplus, parallel zu einem alten SMA Wechselrichter.
Je nach Nutzungsschwerpunkt (Eigenverbrauch vs. Einspeisung, Autarkiegrad) haben mal die HV-Systeme, mal die Niedervoltsysteme beim Wirkungsgrad leichte Vorteile. Den jeweiligen Nachteil kann man aber oft einfach mit einer Solarplatte extra preisgünstiger ausgleichen als mit einer aufwendigen Optimierung des Systems auf den speziellen Anwendungsfall.
Keine Ahnung, ich habe mein System selbst konzipiert und montiert und unser Hauselektriker hat es am Ende abgenommen. Er hätte gar nicht die Kapazität dazu, sowas zeitnah umzusetzen. Deswegen verbauen die Elektriker ja gerne die Komplettsysteme. Alles aus einer Hand, bei Problemen nur ein Hersteller (und keine drei wie bei mir), wenig Zeitaufwand für Planung und Montage.
weil man da alles als hochgefährlich und hochtechnologisch aka sauteuer verkaufen kann, darf ja nur jemand dran der die hohen weihen bekommen hat...
unabhängig davon ist Deine Batterie da oben auch nur überteuert, selbst Hochvoltbatterien in der Grösse gibt es günstiger.
Als Hersteller ist es natürlich klever wenn man den Wechselrichter zu Herstellkosten hergibt und dann bei der Batterie das vierfache nimmt der Kunde MUSS ja die Batterie des Herstellers kaufen weil es keine Alternativen in der Regel gibt.
Nennt sich Marketing
Ich habe Glas-Glas Module verbaut, weil es bei denen keine empfindliche Rückseitenfolie gibt. Hersteller ist eigentlich egal, Hauptsache guter Wirkungsgrad, insbesondere bei begrenztem Platz auf dem Dach, und zur Dachfläche passende Module. Lieber zwei kleinere Module als ein großes, wenn sich dadurch die Fläche besser nutzen läßt.
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Die Trina-Module im Angebot ganz oben sind schon okay, Ausführung und Garantie passen.
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Solarteure haben in der Regel ein System, was sie verbauen und sind da wenig flexibel. Bauen dir dann auch nichts anderes ein. Nachvollziehbar ist das: Man kann sich nicht mit dutzenden Systemen auskennen. Die Einarbeitung in ein neues System kostet viel Zeit und jeder neue Mitarbeiter muss wieder in diverse Systeme eingearbeitet werden. Und alle Systeme müssen ja auch noch eingekauft werden und Lagerhaltung usw. Das wird alles extrem teuer und unwirtschaftlich.
Kommt noch dazu, dass die meisten Kunden Null Ahnung haben und jedes System akzeptieren, Hauptsache es funktioniert.
48V Systeme sind so selten nicht. Hochvolt ist in der Installation aber teils einfacher, weshalb Solateure dazu neigen, solche Systeme zu verwenden.
Das Problem wird sein: Wenn du das alles machen lassen willst, bist du ja zwangsläufig auf vielleicht 10 Solateure angewiesen, die in deinem Bereich tätig sind. Und die werden vermutlich alle nur ihr System einbauen und nicht das, was dir vielleicht hier empfohlen wird.
Es wäre schon ein Glücksfall, wenn du einen Solateur findest, der dir einen Deye einbaut und der davon auch Ahnung hat.
Insofern läufst du in eine Sackgasse, dir hier technisch gute Lösungen empfehlen zu lassen, die du praktisch nicht umgesetzt bekommst.
Aber vielleicht macht es ja Lust darauf, einen Teil der Anlage doch selber aufzubauen.
Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass das der Solarteur und ggf. der Netzbetreiber abnehmen muss. Und wenn du nun etwas selber machst, und am Ende muss der Solarteur nochmal 2 Stunden sitzen und gucken wie er das mit dem Gesetz hinbekommt, dann wieder telefonieren mit dem Netzbetreiber, der will es doch anders und hin und her, das kostet ja alles Zeit und Geld. Eine Einschätzung ist da extrem schwierig. Und am Ende muss man die Anlage in Betrieb nehmen lassen. Wenn es denen nicht passt lehnt das jeder ab und du hast eine selbst aufgebaute PV die du nicht betreiben darfst.
Wenn dich Maschinenbau wirklich interessiert, dürfte das eine spannende Aufgabe sein, die du auch hinbekommen wirst. Das Forum kann dir da ja auch Schritt für Schritt helfen.
Eine Hürde gibt es allerdings: Du brauchst einen Elektriker mit entsprechender Zulassung, der dir die Anlage in Betrieb nimmt.