ich lese und höre immer wieder davon, dass der Ausbau/ der Rollout der intelligenten Stromzähler auch an technischen Themen wie dem Empfang der UMTS Signale in Kellern scheitert bzw. die Kosten nach oben treibt, da dafür dann extra Antennen verlegt werden müssen.
Warum können die intelligenten Stromzähler nicht über eine moduliertes Signal direkt über die Stromleitung bis zum nächsten Schaltkasten der Stadtwerke ein Netz aufbauen? Quasi ein sehr spezielles Powerline ähnliches System, aber mit sehr viel mehr Fehlertoleranz und dadurch niedrigere Datenrate. Sicherlich müsste man hierfür auch die jeweiligen Schaltkästen der Stadtwerke anpassen, aber wenn ich dies richtig verstehe, ist dies für ein dynamischeres Stromnetz relevant, um Überlasten von PV Anlagen in diesem Segment zu verhindern. Wenn jeder intelligente Stromzähler >500€ im Einbau plus eine Jährliche Miete kostet, könnte sich so eine umfassendere Lösung doch lohnen.
Leider kenne ich mich hier technisch nicht genug aus und wollte fragen, ob sich hier im Forum jemand besser mit der Thematik auskennt und weiss, warum dies keine Option ist.
Warum kann ich als Kunde nicht die Auflage bekommen, Internet per Lan oder WLAN bereitzustellen? Selbst ein Tesla zieht seine Software Updates über heimisches WLAN.
Ist halt ein typisch überreguliertes Problem - man versucht komplett unabhängig zu sein, jeder Interessengruppe gerecht zu werden und schrammt komplett am Ziel vorbei.
Bei den Schwiegereltern ist kein Empfang im Keller - der Zählermonteur hat gesagt, dass ist ganz normal, dass da mal 10-20% nicht dauerhaft stabil läuft.
Nenn es typisch deutsch. Anstatt sich auf die Haushalte zu konzentrieren, die schon Internet zuhause haben (89%) hat man lieber eine überteuerte Lösung, die ebenfalls nur 90% der Haushalte erreicht.
Ganz ehrlich ich will garnicht das andere wissen wann mein Toaster, mein Staubsauger, meine Spülmaschine oder Waschmaschine läuft.
Für mich haben wir schon zuviel “Big Brother is watching you”
Insofern finde ich es gut wenn die keine Verbindung hinbekommen noch besser finde ich wenn sie dann (wenn es so weit ist) bei mir keine Verbindung hinbekommen.
Hast du Daten in der Claud sie dir jemand klaut !!!
Die Verbrauchsdaten Daten sind auf 15 min zusammengefasst und werden einmal täglich übertragen.
Wie du da auf die Idee kommst, dass man Rückschlüsse auf einzelne Geräte ziehen kann, halte ich für fraglich.
Hast du Angst hast das jemand den Netzbetreiber “hackt” oder eine “böse” Person dort sitzt, um an deine Daten zu kommen und zu sehen, dass gerade niemand daheim ist und dann z.B. einzubrechen?
Und ganz allgemein ist ja u.a. der Zweck, dass damit die Netzbetreiber endlich einen Überblick über ihr Netz haben und den Ausbau gezielter steuern können, was definitiv im Interesse der Allgemeinheit ist.
Keine Ahnung. Schwiegereltern hatten vor dem Wechsel auf Smart Meter einen mit Powerline angebunden Stromzähler von EnBw/NetzeBw (der wurde per Powerline ein Gegenstück neben der FRITZ!Box installiert und per LAN-Verbunden). Diese funktionierende Lösung (man konnte live den Stromverbrauch sehen) wurde gegen ein Smart-Meter getauscht, welches aufgrund magelnden Empfanges gar nicht mehr funktioniert.
Das mit dem WLan bzw. LAN ist natürlich ein guter Punkt.
Wobei dies ein wenig das Problem erzeugt, dass die Stadtwerke im Notfall nicht sicher sein können, ob die Verbindung auch funktioniert. Wenn der lokale Knoten wegen zu viel Solarstrom bzw. zu viel Verbrauchern in die Knie gehen könnte ist es ja wichtig, dass sie über solche Kanäle den Systemen die Notaus bzw. Drosslungsbefehle geben können.
Bei einer Lösung welche direkt auf der eigenen Stadtwerkinfrastruktur basiert, hätten diese etwas mehr Kontrolle.
Bei dem Preisargument bin ich nur teilweise deiner Meinung. Es gibt in Deutschland doch sicherlich 30Mio Stromzähler in x lokalen Knoten. Wenn man dies Pflicht macht wird sich schon ein oder mehrere Hersteller finden, der das zu einem vernünftigen Preis erstellt. Insbesondere wenn man das EU weit sieht.
Falls natürlich nicht technisch grundsätzlich was dagegen spricht.
Zu der Diskussion mit dem Datenschutz. Bin grundsätzlich auch kein Freund von Datensammlungen aber wenn die rechtliche Lage klar ist und die Stadtwerke dies nur in der eigenen Infrastruktur halten sehe ich da kein Problem. Auch Internet und Mobilfunk Anbieter haben Verbrsuchsdaten von uns. Da sehe ich den Stromverbrauch als nicht so kritisch. Ich habe mehr vertrauen in die lokale Stadtwerke als in einen multinationalen Konzern und Telekommunikation ist in meinen Augen aussagekräftiger als Strom.
Klar ist aber in meinen Augen, wenn man ein dynamisches Stromnetz will, müssen Stadtwerke live wissen, wo gerade wie viel Strom fließt und im Notfall definierte Systeme raus nehmen bevor der Schaltkasten brennt.
Ich hätte gerne das der SmartMeter bei mir im Keller auch funktioniert. Es liegt dabei nicht am Netzwerk sondern an daran das die Marktteilnehmer nicht miteinander kommunizieren können
momentan wird gerade das Netz der 450connect aufgebaut. Da sind alle großen Versorger Anteilseigner. Hier wird auf LTE / 4G auf 450Mhz gesendet. Sollte also alles bis in den Keller kommen. In manchen fällen wird aber auch dort eine kleine Antenne angeschlossen, die Außerhalb des Stromkastens sitzt ( wegen Metallgehäuse ). Die Reichweite soll wohl 30km im Umkreis der Basisstation betragen.
kleiner Nachtrag, in manchen Regionen wird tatsächlich bei 450connect auch noch “alte” Hardware von ZTE genutzt - im UMTS / 3G Bereich. Wie lange das dort noch genutzt wird, kann ich leider nicht sagen, aber die Ausbreitungsbedingungen sind dann dort dementsprechend schlechter
Geräte die ich nicht angeschafft, ausgesucht und kontrollieren kann haben bei mir im LAN nichts zu suchen, ganz einfach.
Änder ich mal die SSID oder das PW muss ich das an dem Smartmeter auch machen, kann ich das? habe ich da zugriff drauf? Will ich mich damit beschäftigen?
Ich weiß das man das mit Gast Wlans und anderen Einstellungen eingrenzen kann, aber nicht jeder weiß Das und kann Das.
Zu meiner ursprünglichen Frage: warum wird hier nicht ein internes Netzwerk auf Basis der Stromleitungen verwendet das der jeweilige Netzbetreiber selbst betreut?
Ist diese Technik auf den verlegten, potenziell alten, Stromleitungen technisch nicht möglich oder fehleranfällig?
Das Powerline zuhause zum Teil ein Thema ist kenne ich, aber ich hatte erwartet, dass wenn man es quasi an beide seiten der Kabel direkt an verbindet, das handhabbar sein sollte.
Der Kunde würde dann quasi erst auf der anderen Seite des Stromzählers starten. Hier könnten dann entsprechende Schnittstellen bereit gestellt werden um grosse Verbraucher bzw. Erzeuger abschaltbar zu machen (eAuto Wallboxen, grosse PV) und vielleicht auch Schnittstellen die den aktuellen Verbrauch, und den Strompreis der nächsten 24 Stunden liefern (für den dynamischen Strompreis).
Fehleranfälligkeit und Sicherheit wird meist angeführt. Auch Vorgaben vom BSI sind schwer umzusetzen. Struktur des Stromnetzes scheint eine Kommunikation vie PLC zu erschweren.
Interessanterweise ist das auch für Smart Meter definiert. Gerade gelesen:
Rein Praktisch ist es jetzt aber so: Der Zähler gehört dem Messstellenbetreiber. Die PLC Gegenstelle im Stromkasten aber dem Netzbetreiber. Das kann der gleiche Akteur sein. Muss aber nicht.
Weil der Netzbetreiber nicht den Stromzähler stellt. Das macht der Messstellenbetreiber. Das ist im Regelfall das gleiche Stadtwerk. Aber eben nicht immer.