Warum alle China (Seplos, JK, Daly, usw.) BMS im Winter Schrott sind und was man dagegen machen kann

Ich lade über den ganzen Winter mit dem BHKW bis auf max 95%, in Summe über 3000KWh ohne auf 100% zu syncen, ohne Probleme zu haben. Wenn dann im Frühjahr das erste mal die Sonne aussreichend scheint, macht der SOC auch keinen Sprung. Das passt schon relativ gut.

Einzig die Zelldrift ist etwas größer und dauert etwas länger.

@nimbus4
Meine letzte Vollladung war im Oktober, die Akkus schwirren bei einem eingestellten SoC von 50-60% herum. 60%, da hier bei Eisregen auch mal der Netzstrom komplett verschwinden kann.
Akku 1: 100Ah mit Victron Smartshunt: SoC 48,7%
Akku 2: 280Ah mit Seplos BMS: SoC 60,1%
Die Zellspannung liegt im Schnitt bei 3,281V, sollte also weit unter 50% sein.
Ich hoffe die Daten helfen Dir weiter. Ich werde im nächsten Winter meine Akkus wohl einmal im Monat auf 100% SoC laden um diese fehlerhaften Werte zu vermeiden.

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Ich habe ein victron smartshunt und 2 Daly Bms. Mein System läuft seit Anfang Dezember über DESS und lädt ab und an ein paar kWh über Tibber aber bisher max auf 60% Soc und nicht in den Kalibrierungsbereich. Auch etwas PV hat das System in den Akku geladen und später wieder verbraucht.

Lange Rede kurzer Sinn. Shunt und BMS Soc Erfassung sind parallel gelaufen ohne Kalibrierung, ca 6 Wochen

Stand heute Morgen

Spannung der Zellen liegen im Bereich von 3,18-3.22 V Victron sagt 14,6% Soc.

Daly sagt 76% bzw 82% Soc!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Resumee: Die Soc Erfassung vom BMS zumindest Daly ist auf gut deutsch gesagt "für den Arsch". Und als meine Schlussfolgerung daraus: Sämtliche Steuerungsparameter laufen über Victron. FERTIG

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@sarowe1972
Ich würde auch nennen wollen wovon ich berichte.
Die dunkle Jahreszeit bedeutet auch oft niedrige Temperaturen.
Meine Akkus werden nicht unter 8°C geladen und bis zu 2° entladen.
Im Sommer können dort auch schon einmal 35° herrschen.
Mir ist keine SOC Berechnung bekannt, welche die Batterietemperatur einbezieht.
Einfluss der Temperatur auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien(LiFePO4 Ak – CREABEST-DE
Z.B. zeigt dort die Abbildung 1 das 25°K auch 10% Kapazitätsänderung und Spannungsverschiebungen um ~100mV bedeuten können.
Mit drei Unbekannten wird das schwierig: ANFANG, ENDE und SPANNE.
Bei vorherrschend geringen Erträgen und gewollt geringem Verbrauch wird man Ströme um bzw. nahe Null haben.
Die Blindheit durch eine untere Erfassungsgrenze wird besonders wichtig. Vieles wird in dieser Zeit nicht erfasst!
„Bei den DALYs steht oft eine Schwelle von 1,5 bis 2A (!) als kleinster detektierbarer Strom drin.“
„Ja, das BMS kann den SOC nicht richtig bestimmen (errechnen) weil es unter 0,5A im Blindflug unterwegs ist.“
„Dass für HW, die durch eine große Totzone um 0 A starke Nichtlinearitäten erzeugt, kaum eine sinnvolle Aussage möglich ist, ist mir klar.“
Jetzt kennen wir nicht einmal DELTA?
Eigentlich kann man mit vertretbarem Aufwand weder nur SOC noch nur Spannungen heranziehen, wenn nicht die Bedingungen möglichst konstant sind und die Parametrierung/Vorgaben im BMS sinnvoll sind.
Was das DALY angeht gab es hier bereits mehrere Gewinde.
Dort sind die BMS Parameter ab Werk unbrauchbar.
Im DIY Bereich ist es nicht unüblich, dass Optimierung, Einstellungen und Kalibration beim Endkunden liegt?
(Auch wenn DALY das sehr gut versteckt)
Mir scheint es als stünden Leute um ein Fahrzeug, an dem ein Rad fehlt.
Einige raten mit Würde zu bezahlen (BMW BezahleMitWürde).
Andere meinen präzisionsgewuchtet und mit goldenen Ventilkappen sollte es auch auf drei Rädern gut fahren.
SolarHeini :no_mouth:

Gut dann will ich noch 1-2 Sachen ergänzen. Meine Akkus und alles andere hat einen Standort mit kontinuierlich 15-22°C das dürfte keinen Einfluss auf meine Parameter.

Natürlich sind die gesetzten Parameter bei Daly bei der Auslieferung Grütze und ich habe mich bemüht sie zu optimieren.

Mehrere Bekannte von mir, haben sogenannte Fertigakkus, wo ich nicht sagen kann welche BMS verbaut sind. Aber die Probleme der soc Ermittlung sind eigentlich immer die gleichen. Auch wenn man hier im Forum etwas mitliest ist das Problem sehr sehr oft das gleiche

Hmm, das sehe ich nicht so. Wer ein DIY-BMS kauft, sollte in der Lage sein, auch die passenden Pramater einzustellen und die Strom-Kalibrierung vorzunehmen. Wer z.B. eine Mediensteuerung in seinem PKW nachrüstet, muss auch ein paar Dinge konfigurieren. DIY <> plug & play.

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@carbo
OK.
Es beginnt damit, dass es fast unmöglich ist zu entscheiden welches DALY man hat und wo das passende Werkzeug zu finden ist.
Dann weiß man nicht um die Vorgehensweise und exakte Funktion der Parameter. Was für viele andere Hersteller sicher auch gilt.
Ich sehe die Probleme einen SOC zu bestimmen.
Ich sehe aber auch nicht, dass auch nur annähernd der Aufwand eines E-Autos betrieben wird.
Dann muss man halt mitdenken.

Das E-Auto oder Probleme darum haben doch aber in diesem Fall überhaupt nichts mit der oben genannten Problematik zu tun.

Ich habe die letzten Tage hier und auch in anderen Foren zig Berichte gelesen das die Probleme der fehlerhafte Soc Erfassung richtig große Auswirkungen gehabt hat, bis hin zu tiefenentladenen Akkus

Vielen Dank für die Erfahrungswerte zum "open-loop Betrieb" der SOC-Schätzung.
Mein Fazit:
Das REC scheint ja insbesondere im Hinblick auf den realitiv kleinen 100 mOhm Shunt ziemlich anständige Ergebnisse zu liefern.
Weiß jemand, ob das REC rein übers Coulomb-Counting arbeitet oder auch über die Spannung nachkorrigiert?
Der Victron Shunt scheint mir nach euren Erfahrungen mindestens brauchbar zu sein.
Daly, Seplos und JK sind durch ihre große Totzone prinzipiell nicht wirklich für den "open-loop Betrieb" geeignet.
Mein Interesse an solchen Erfahrungswerten kommt daher, dass ich seit ~ 15 Monaten ein selbst entwickeltes BMS betreibe, bei dem eines der Ziele eine möglichst genaue SOC Schätzung im "open-loop Betrieb" war.
Inzwischen betreibe ich das BMS an vier 16s 280 Ah Packs verteilt auf 2 Anlagen und habe somit relativ belastbare Erfahrungswerte zur Genauigkeit.
Zunächst aber noch einige Infos zum besseren Verständnis:
Mein Stromshunt ist auch eine Art Eigenentwicklung:

Ich nutze 5 parallele 3W 0.002Ω ±50ppm/℃ ±1% SMD shunts, also 400 µOhm.
Das ganze wird bei mir kopfüber direkt auf den Zellpol verschraubt und die Auswertelektronik sitzt auf einer weiteren Platine direkt darüber.

Ein signifikanter Unterschied zu euren Anlagen dürfte allerdings sein, dass die Packs hier nur selten Ströme über +-20A sehen.
Dementsprechend erfahren die Zellen und die Elektronik hier über den Tag praktisch keinen nennenswerten Temperaturzyklus.

Über das Jahr habe ich zwar einen Temperaturzyklus von ~ 18° - 28°.
Dieser hat über den Temperaturkoeffizieten der Shunts und der Strommessverstärkung aber praktisch keinen Einfluß aufs Couloumb-Counting, da der Fehler sich praktisch identisch auf Laden und Entladen auswirkt und dadurch also im wesentlichen nur die Genauigkeit der insgesamt geladen/entladenen Ladungsmenge leicht beeinflußt wird.
Der dominierende Restfehler hier dürfte also der Temperaturkoeffizient ( und möglicherweise auch Alterungskoeffizient ) der Offset-Spannung des Strommessverstärkers sein.
Die Auswertelektronik wird hier im Moment aber nur für wenige Stunden im Jahr warm ( bis ~ 80° ) wenn das Balancing aktiv ist.
Die Strommessverstärkung und das Coulomb-Counting übernimmt bei mir ein BMS IC von TI
Die Auflösung der Strommessung ist so fein, dass selbst die 2.5 mA Eigenstromaufnahme des BMS im Coloulomb-Counting sichtbar wird.
Nun zu den bisherigen Ergebnissen:
Nov 2022 bis Feb 2023 habe ich mit zwei Packs den ersten Langzeit "open-loop Test" durchgeführt.
Nach ~ 3 Monaten und jeweils gut 2000 Ah waren knappe bzw. gute 2 Ah mehr notwendig um SOC100 zu erreichen, als das Coulomb Counting geschätzt hat.
Der zweite Test lief von Feb 2023 bis August 2023 an den selben Packs aber mit anderer Auswertelektronik ( neue HW Revision mit Bluetooth ... ).
Nach ~ 6,5 Monaten und ~ 2200 bzw. 2800 Ah waren jeweils ~ 2.5 Ah mehr notwendig als das Coulomb Counting geschätzt hat.
Die nächste Auswertung steht in ein paar Wochen an. Zwei der vier Packs liefen dann 12 Monate open loop.
Mir ist bewußt, dass die Rahmenbedingungen für diese Tests nicht representativ für das Nutzungsverhalten von vielen hier sein dürfte.
Dass die Batteriekapazität hier gemessen an der aktuellen Nutzung obszön groß ist, ist mir ebenso bewußt.
Dennoch hoffe ich, dass meine Erfahrungen aufzeigen, welche Genauigkeit unter nahezu idealen Bedingungen möglich ist, wenn man dies bei der Auslegung des BMS berücksichtigt.

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Das BMS lässt nicht das entladen zu. Das BMS liefert einer erwartbar unsicheren oder falschen Wert, und ein falsches gesamt Konzept macht im blinden vertrauen auf das BMS etwas falsches.

Und das BMS macht das, wofür es einzig und alleine da ist: bei Unterspannung trennen.

Es ist nämlich nicht dafür da, die Entladung zu steuern oder Messwerte zu liefern.

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Im blinden Vertrauen auf das BMS. DAS IST DER ENTSCHEIDENDE SATZ!!!

Ich hoffe ja, du meinst das anders,

Aber was ich unterstelle, was du meinst ist vollkommen falsch.

Ich korrigiere mich: im Sinne deiner Post weiter unten stimme ich dir zu.

Damit bin ich vollumfänglich einverstanden.

Das BMS ist eine zusätzliche Instanz, die retten soll, was eine fehlerhafte Peripherie verbockt, der man vertraut hat.

Denn das BMS ist Profiarbeit, eine fehlerbehaftete zusammengefrickelte Peripherie das Werk von Stümpern.

Und die Verwendung einer instabilen Führungsgröße für einen Regelkreis ist eine der übelsten Fehler in der Regelungstechnik, die man begehen kann.

Da muss ich dir leider Widersprechen bzw. du meinst hier etwas anderes

ein Batterie Managment System hat beide Aufgaben. Die ganze Welt verwendet ein BMS nicht nur für die Notabschaltung. Wenn es eine reine Sicherheitsfunktion wäre es ein Protection Circuit Module (PCM). Das würde dann genau das machen was du sagt, Rein im Notfall trennen.

findest du da z.b zum Kaufen

https://voltaplex.com/11-1v-44-4v-pcb-pcm-protection-circuit-module-495-for-lithium-ion-battery-pack

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Ähnlich meinte ich es. Das BMS ist die letzte Instanz wenn etwas schief läuft. Das kann es und ich hoffe das macht es gut.

Aber es ist KEIN Präzessionsmessgerät zum ermitteln von Soc -Daten oder ähnlichen. Es ermittelt keine verlässlichen Daten auf desen man die Steuerung seiner Anlage ausrichten kann.

Soc Werte und andere Werte sind ein Nebenprodukt die bei der eigentlichen Aufgabe des BMS (das sichere trennen des Akkus bei Problemen) mit Anfallen.

Für mich!!!!! gibt es da ganz klar verteilte Aufgaben:

BMS: überwacht die kritischen Parameter des Akkus und trennt zuverlässig wenn einer der Parameter aus dem Ruder läuft

BALANCER: gleicht unterschiedliche Ladungen aus

SHUNT: Ermittelt anhand der ihm gegebenen Parameter sauber den Soc, Spannung und Stromfluss.

Dafür sind die jeweiligen Komponenten entwickelt und gebaut. Das können sie in der Regel auch richtig gut und verlässlich.

Um ein Gleichniss zu bemühen: Ein Auto kann auch einen Pflug über den Acker ziehen und ein Schlepper auf der Autobahn fahren. Aber beides ist nicht im Sinne des Erfinders. (Ich stamme aus der Landwirtschaft, merkt man doch nicht, oder? :rofl:

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Meine Akku laufen meistens ohne Balancer.

Letztens habe ich nach 6 Monaten (!) meinen Frankenstein Akku mal wieder balanciert. Da sind LiIon und LiFePo gemischt drin.

Es gab eine drift von etwa 60 mV bei 3,5 V, was etwa 0,1 Ah waren für 40 Ah Kapazität. Dabei hatte der LiIon die größeren Verlust.

@mobilesinmobile Das mag für das beworbene BMS gelten, kann und will ich nicht beurteilen. Aber es ist bestimmt nicht allgemein gültig. Wenn du etwas weiter hoch schaust, da habe ich die Genauigkeit meines "Billig????" BMS beschrieben und ich finde es mehr als Kritisch diese Werte des BMS ohne Hinterfragung zu übernehmen.

Und noch etwas:

Schau auf den Titel dieses Threats, lies andere Themen hier im Forum oder auch in anderen Foren. Du stolperst überall über das gleiche Problem, zig Fach und täglich.

Nach einigen Abenteuern die ich hier letztes Jahr gelesen habe habe ich das JK komplett vom Cerbo getrennt. Ich lasse alles über den Smartshunt laufen und nutze keine Werte vom Akku.

Über BT sehe ich das es dem gut geht und kann Cut-Offs einstellen, das reicht mir.

Ob ich den zweiten Akku überhaupt noch mit einem JK nachrüste überlege ich mir noch.

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Die Welt hat das Thema BMS zu Beginn der LiIon Zeit als zusätzliche instanz entwickelt. jeder Popelige Bohrmaschinen Akku hat das.

Dann kamen die pdelecs. Da hat man den Usern ein SOC Anzeige gemacht. Die dafür da war, den Ladezustand vueber einen fahrtag zu verfolgen.

Dann kamen die Blauen akkus auf den Markt, und man benutzte aufgemotzte Pedelec BMS mit stärkeren Ausgangsfets.

Und dann kamen die YT Spezialisten und hatten nichts besseres zu tun, als den SOC in ihren Lastkreis der Steuerung einzubinden.

SOC ist kein Messwert. Es ist ein theoretisches Konstrukt. Fehlerbehaftet.

Und unbrauchbar als Kenngröße.

Und es verstößt gegen das Konzept des getrennten Sicherheitskreises.

Und selbst wenn alle YT Spezialisten das machen, es ist falsch.

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Zitat:
"SOC ist kein Messwert. Es ist ein theoretisches Konstrukt. Fehlerbehaftet."

Zitat Ende

Der SoC gibt mir das Verhältnis zwischen der tatsächlichen maximalen Kapazität und der entnommenen Ladung an. Er ist nur dann fehlerbehaftet, wenn

  1. Der Stromwandler ein Gurkenprodukt ist (nicht linear, bzw. kompensiert)
  2. Der ADC grottig in der Auflösung ist, sodass kleinere Ströme überhaupt nicht gemessen werden können.
    Anzeigewerte wie SoC werden heute verlangt, es mag keiner im Blindflug sein Akku benutzen um von jetzt auf gleich die Abschaltung aus Schutzgründen, wie Unterschreitung der Zellspannungen, zu erleben.
    Mir ist bewusst, dass meine Anzeige des SoC zur Zeit irgendwo ist, nur nicht dort, wo sie tatsächlich sein sollte, das hat aber nichts mit dem SoC als Anzeigewert zu tun. Es ist der mangelhaften Technik geschuldet, mehr nicht.
    Wer jetzt behauptet, er könne nur aufgrund der Zellspannung GENAU auf den Ladestand schließen, dem hat sich die Lade- Endladekurve von LFP nicht erschlossen.

Also werde ich einmal pro Monat auf 100% kalibrieren und meine SoC-Anzeige passt dann halbwegs. Klar, das BMS soll weiterhin die Zellen vor internen Unfug schützen, aber die Add-On-Funktionen gebräuchlicher BMS werde ich auch weiterhin nutzen.
Das waren meine 2 Cent als "Frischling" dazu.
Schönen Sonntag :wink:

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Mein BMS ermittelt den SOC deutlich genauer wie mein Victron Shunt. Und ja es ist die Aufgabe vom BMS den SOC so gut wie möglich zu ermitteln, ansonsten bräuchte es keinen Stromsenor/Shunt. Auch Balancing gehört zu den Aufgaben des BMS. Einige können das besser, andere schlechter.