Wärmepumpe, Fußbodenheizung und Wärmerückgewinnung

@janosch1337 Die Anlage läuft super, ich habe einen Teil der Umluftantriebe auf "Bürstenlos" umgerüstet.

Bypass, die Wärmepumpen sind im Umluftstrom des Hauses integriert, deswegen haben beide je einen Bypass.

Dies ist eine schematische Abbildung, es fehlt hier der Wärmetauscher der Solarthermieanlage, der ist in der Anlage auch vorhanden, aufgrund der Übersicht nur nicht abgebildet.

Wozu der Bypass, dieser hat zwei Aufgaben, in der Anlaufphase den Verdampfer mit Wärme zu versorgen, damit dieser die Luft nicht zu stark abkühlt, denn ein Teil der abgezogenen Raumluft, geht wieder in die Räume zurück, die Abluft der Küche geht z.B. nicht über Wärmepumpen.

Der Anteil der Frischluftzumessung wird über Co2 Sensoren in den Räumen geregelt, ich habe alles Diskret aufgebaut, keine Zentrale Steuerung, Wenn es im Speicher zu kalt wird, läuft mindestens eine Wärmepumpe an.

Bei meiner Regelung ist ein Thermostat verbaut, dieser öffnet sich z.B. bei einer Voreingestellten Temperatur von 35°C und drückt mindestens 35°C in den Schichtenspeicher, wenn die Pumpe so richtig auf Temperatur ist, sind es 42°C.

Das nicht ganz kalte Wasser aus dem Bypass wandert auch in den Schichtenspeicher, in der passenden höhe versteht sich.

Nix großartig kompliziertes, der Schichtenspeicher ist dafür etwas komplizierter Anlagenspezifisch aufgebaut.

@hamakavula

Cool.

Wüste ihr das es auch Abwasser wärmerückgewinnung gibt. Wo ich mit meinem Bad fertig war gesehen.

Es wird das Kaltwasser z. B. Der Dusche über diesen Wärmetauscher angewärmt und somit wird weniger Heißwasser benötigt. Dadurch das es auf den letzten Metern ist auch wegen Legionellen nicht so schlimm.

LG Matthias

An alle Kritiker des PoolWP-Heizungs-Systems:

Ich schließe mich da vollumfänglich an!!!

Funktionieren könnte die ganze Geschichte sogar halbwegs, aber der Wirkungsgrad ist im Vergleich zu einer modernen InverterWP definitiv unterirdisch und Aufwand viel größer.

Ich habe selber eine Pool WP mit 7KW NENNleistung in Betrieb und beheize damit meinen Whirlpool. Ist sogar ein Inverter mit angegebenen zweistelligem COP. Sie liefert ganz grob AZ zwischen 2 und 3, bei Außenlufttemperaturen von 10-25° und Pooltemperaturen von 25-38°C. Wenn die Pooltemperatur 10°C beträgt, liegt die Leistungsaufnahme bei Volllast bei ca 800W, hat der Pool 30°C zieht der Kompressor schon über 1200W. Die UWP will mit 400W gefüttert werden, was den COP, vor allem im Inverterbetrieb bei Teillast (400W), stark nach unten zieht. Die Verrohrung ist überwiegend 2" und 50mm, der Volumenstrom 3400l/h !!!

Als Beispiel: Ich habe 1250l von ca.22°C auf 38°C erwärmt und habe dafür 8,9kWh gebraucht incl. Steuerung und UWP (mit zusammen 400W Leistung). Die Zeit weiß ich nicht mehr genau, irgendwas um die 5h+-. Die Außentemperatur betrug am Start 8°C und am Ende 13°C... ergibt eine AZ von Ca 2,5 und eine Heizleistung von ca 4kW nicht annähernd 7kW.

Pool WP sind zu 99% China-Kracher mit einfachen Rohrbündel oder KoaxialWT, effiziente Plattenwärmetauscher sind bei dem Preis kaum möglich und für den Anwendungsfall unüblich. Ich denke auch nicht, dass die WP eine Ölsumpfheizung hat. Um im Sommer einen POOL zu heizen passt das, aber als Hausheizung eher nicht.

Wer eine günstige WP haben will und eine sehr geringe Heizlast (PASSIVHAUS) hat , dem sei eine Ochsner Europa Mini oder Evenes Gelbi D4.1 ans Herz gelegt. Auch mit einer Brauchwasser WP kann man unter Umständen heizen, aber eine PoolWP ist Spielerei für Bastler und lohnt sich ökonomisch nicht. Die angegeben Leistung wird im Hausbetrieb nicht annähernd erreicht. Wer mit einem Cop von 2 leben kann, ok, was anderes glaube ich nur, wenn es mit Messdaten belegt werden kann.

@brain danke für deine kommentare. Find ich interessant mal zu lesen was so eine pool wärmepumpe bei aussentemperaturen an energie braucht und wieviel zeit sie benötigt.

kleiner tipp von mir: Wiltec 50965 | SunSun Poolpumpe 6000l/h 40W Schwimmbadpumpe

betreibe solch eine pumpe am whirlpool (zwar mit nem 30kw gas durchläuferhitzer aber das ist ja egal). Mit der Pumpe hast du schonmal nur noch 10% von dem stromverbrauch, die deine aktuelle pumpe benötigt. Die Pumpen gibt es von 3500L/h - 16000l/h und sie verbrauchen immer zwischen 30-140W. Damit könntest du deinen COP noch ein wenig verbessern.

@janosch1337 Danke für den Tip, ich bin an der hier dran:

Laing E14

@janosch1337

Hast du einen Filter dazwischen, interessant wäre was wirklich an Durchfluss kommt. Aufgrund der kleinen Größe im Vergleich zu den typischen Poolpumpen lassen einen schon etwas zweifeln.Habe am Pool einen Frequenzumrichter an einer normalen Poolpumpe, bringt am Stromverbrauch einiges(weniger als 1/3 Watt, ja aber auch längere Laufzeit wegen weniger Fördermenge, aber dafür längere Wasserdurchmischung/Filterung) :slight_smile:

@brain Meine WP's haben je 6 KW Heizleistung, diese müssen jeweils einen Speicher mit 500 L Inhalt "bespaßen", der kleine Kreislauf (Bypasskreislauf mit ca. 10-15 Liter Volumen) mit dem KFZ-Kühler, der den Verdampfer in der Anlaufphase (bis das Thermostat öffnet) mit zusätzlicher Wärme versieht, wird mit einer kleinen Pumpe betrieben, die es locker auf 50L/min bringt, eine normale 08/15 Zirkulationspumpe eben! Bevor hier einer mächtig das Bröckeln bekommt, etwas Mathe.

3000 Liter je Stunde geteilt durch 60 min sind 50 Liter je Minute

Starttemperatur ca. 20°C, gekapselt, Abluft aus den Räumen, plus zusätzlicher KFZ-Kühler, der von der Solarthermieanlage die im Winter 20-30°C Liefern kann, wenn nicht, dann nicht, laufen die Wärmepumpen etwas länger.

Schön, was haben wir denn, die Wärmepumpe muss einen Temperaturhub von 20 auf 35°C schaffen, ab dann erst öffnet sich das Thermostat.

Die WP saugt aus dem Schichtenspeicher 20°C warmes Wasser in ihren Wärmetauscher, in der Anfangsphase fließt das warme Wasser über den KFZ-Kühler wieder in den Schichtenspeicher, die WP saugt durch den KFZ-Kühler mit 20°C vorgewärmte Luft an (KFZ-Kühler plus warme Abluft aus den Räumen), die wiederum durch den Verdampfer der WP etwas abgekühlt wird, je nach Temperatur dieser Luft, wird diese entweder wieder in die Räume geleitet oder wieder dem "saugseitigen" Luftstrom zugeführt (quasi Umluft für die WP).

Es werden aktuell 10-15 Liter Wasser mit 50 L/min umgewälzt, die Leistung einer normalen Zirkulationspumpe.

Nach deiner Ansicht benötigt deine Pool Wärmepumpe Stunden, um 10-15 Liter Wasser von 20 auf 35°C aufzuwärmen.

Keine meiner Pool Wärmepumpen braucht so lange um 10-15 Liter Wasser auf 35°C zu bringen!

Gut, nächster Step, das Thermostat öffnet sich (teilt den Volumenstrom), nun fließt ein Teil des Wassers in den oberen Teil des Schichtenspeichers, das kältere Wasser weicht dem warmen Wasser.

Die WP heizt den kleinen Kreislauf immer schneller und stärker auf, da die Temperatur des KFZ-Kühlers und somit die Temperatur am Verdampfer ebenfalls steigt. Das Kältemittel verdampft besser.

Das Thermostat öffnet sich bei steigender Temperatur immer mehr, der Schichtenspeicher wird bis zu einem bestimmten Grad mit 43°C warmem Wasser "gefüllt".

Meine Heizungsanlage ist nicht dein ungedämmter Whirlpool, der bei 8°C seine Wärme an die Außenwelt abgibt, es sei denn, das du ihn deinem Wohnzimmer aufgestellt hast, dann gibt er seine Wärme natürlich an dein Wohnzimmer ab {pear}:wink:

Whirlpool im Wohnzimmer, nice to have?

Ich darf auch mal Äpfel mit Birnen vergleichen, aber einen freistehenden Whirlpool mit einer voll gedämmten Heizungsanlage zu vergleichen, das ist wie der Vergleich von (sehr schlecht gewürztem) Tofu mit einem Steak!

@hamakavula

Moin,

Hast du die mal die Energieflüsse mit der thermischen Gebäudehülle als Systemgrenzen aufgezeichnet? Du führst bis auf die STA, deinen zusätzliche WE und die Frischluft einiges an Energie im Haus im Kreis. Hierfür laufen ne Menge Lüfter, Pumpen und ne WP.

Das COP Argument für die WP (höhere Verdampfertemp) stimmt so auch nicht, da die nutzbare therm. Leistung durch den KFZ Kühler sinkt. Wenn das so einfach wäre, dann könnte man ja einfach einen KFZ Kühler im RL oder VL vor den Verdampfer jeder LWWP packen und der COP steigt an:

Meine LWWP macht 7kW mit eine COP von 4 (AT 5°C und VLT 40°C). Nun entnehme ich dem Wasserkreis 1kW und die Verdampfertemp steigt um ca. 2°K. Das macht dann ca 4-5% höhere Effizenz aus. COP steigt auf 4,2 aber ich habe nur noch 6kW thermisch zur Verfügung. Also erzeuge ich aus 1,75kWnur noch 6kW nutzbare thermsiche Leistung -> COP 3,43.

Die Werte sind angenommen, sollten aber schon recht nah an der Realtiät liegen.

Die STA: Hast du Vakuumröhren oder Flachkollektoren? Die Kennlinien der Vakuumröhren sind deutlich flacher. D.h ein höheres delta T führt zu weniger Leistungsreduzierung. Ich würde hier versuchen die Kollektoren in den RL der WP einzuspeisen, da ich hier ein niedrige Temp habe und die Leistung direkt im Heizkreis zur Verfügung steht und den notwendigen Hub für die WP verringert.

Wo sind mein Gedankenfehler?

Grüße

Wer hat das wo behauptet? Dafür benötigt sie ca 4 min.

Der Whirlpoll ist gedämmt und verliert bei 30° je nach Außentemperatur 1-4 K/d

Jain, den Bypass benötigt man, wegen der Mindestdurchflussmenge der WP, das ist auch der Grund, warum diese nicht für die Heizung eingesetzt werden.
Der Schichtenspeicher hat große Durchflussmengen nicht gerne, das muss man eben in Einklang bringen, ist das Wasser im kleinen Kreislauf (Bypass) gut Warm, kann man den Volumenstrom mit dem Thermostaten entsprechend Teilen, das warme Wasser mit geringer Geschwindigkeit in den Schichtenspeicher "umleiten".
Verluste durch den KFZ-Kühler, hat man nicht wirklich, der Temperaturfall des Lufstroms geht bis zu 4°K, durch die Durchflussmenge, wird ja der größte Teil der Wärme + des erarbeiteten Temperaturdeltas der WP über den Bypass wieder in den Schichtenspeicher (19-Vorlauf Wärmetauscher, müsste Rücklauf heißen) zurück und mischt sich im unteren Teil des Schichtenspeichers mit dem Kühleren Wasser, ein Kompromiss, mit dem man Leben kann.

Was macht eine der Witterung/kalten Außentemperatur ausgesetzen Wärmepumpe, insbesondere im Winter, so ineffizient?
Die Abtauvorgänge!
Ich habe keine, brauch ich mehr Entfeuchtung, wird der Luftstrom vermindert -> am Verdampfer kondensiert mehr Feuchtigkeit.
Den KFZ-Kühler kann man als Wärmetauscher sehen, der die Luftstromtemperatur auf einem gewissen Niveau hält.
Der COP ist hier nicht Wichtig, den Stromverbrauch den ich dadurch nicht habe (Abtauvorgänge), der ist wichtig.
Bei einem Kumpel haben wir seine (klassische) Wärmpepumpe "gedämmt" und das warme Wasser seiner, im Winter ineffizienten, Solarthermieanlage über 3 in Reihe verbundene Wärmetauscher (passend aus dem KFZ Zubehörhandel) in den Luftstrom seiner WP gehängt.
Seine WP lief bei -7°C, bei Sonnenschein, Frostfrei.
Im nächten Jahr will er sich einen 120L Puffer anschaffen.

Das ist eine Frage der Bedürfnisse, meine Frau hat entschieden, nicht mehr Lüften zu müssen und wir haben einen Hund.
Im letzten Jahr habe angefangen auf Bürstenlose Antriebe umzubauen, geregelt wird die Belüftung automatisch mittels CO2/Feuchte Sensoren ( Überwachung von CO2, Temperatur und Luftfeuchtigkeit mit MQ-135 und DH ) und wenn meine Frau es für angemessen hält, drückt sie auf "Den Knopf" -> fest eingestelltes Nachlaufrelais.
Hat auch Vorteile, in keinem Raum ist wegen schlechter Be-/Entlüftung Schimmel.

Vakuum auf der Nordseite und Flachkollektoren auf der Süd-West Seite.
BTW. der Vorbesitzer hatte für temporäre Hilfskräfte im Sommer einen Duschservice angeboten, mit dem er Geld verdienen wollte.
Die Liefern im Winter aber gerade 30°C, im Sommer muss ich sie abschatten.
In der Übergangszeit, so die Temperaturen der Kollektoren über 40°C sind, laufen die WP eher selten, im Winter in den Rücklauf einspeisen bringt nix, die Idee habe ich dann schnell verworfen, dader Rücklauf aus dem Bypass der WP schnell auf über 30°C ansteigt.
Den Schichtenspeicher mit "kaltem Wasser" füllen, kommt nicht gut.
Die Wassermenge mit 10-15 Litern (Umlaufmenge Bypass mit KFZ-Kühler/Wärmetauscher) ist so gering, das Aufheizen geht Fix.

Die Entscheidung war für mich ja auch nicht einfach, getestet habe ich das Ganze mit einer kleinen 3 KW Poolpumpe, die ich für'n Hunni gebraucht gekauft hatte.

Mein Experimentalaufbau war die besagte WP, eine Zirkulationspumpe, ein 10 Liter Eimer, etwas Gartenschlauch.

Dann guckst du mit einem Infrarotthermometer, wie sich das Temperaturdelta entwickelt, dann stellst du die WP in einen geschlossenen Raum (die WP kühlt den Raum ab/aus) und guckst dir das Ganze unter "realeren" Temperaturen an.

Geht auch im Sommer, musst nur den Gartenschlauch gut isolieren.

Dann schreibe ich hier nicht, wie Kurz mein Experimentalaufbau bei 20°C benötigte, um den Eimer Wasser von 20°C auf 40°C zu bringen.

Doch, bitte würde mich interessieren!

@brain @hamakavula habt ihr COP-Kennlinien euer Pool-WP? Ich kann hier absolut nichts im Web finden.

Was ich auch nicht ganz verstehe, wieso wird für die Pool-WPs teilweise ein Betriebstemperaturbereich bis -9°C angegeben? Bezieht sich das nur auf Nutzung des Zuheizers?

Pool-WP haben keinen elektr. Zuheizer. Meine Whirlpool WP schafft angeblich auch noch -25°C, glaube ich aber nicht.

Hier ein Datenblatt: https://www.arrigato.ch/upload/file/waermepumpe-fuer-minusgrade.pdf

Die Hilfsenergien sind im COP nicht berücksichtigt.

Auch wenn ich es bestimmt nicht zu 100% verstanden habe, sind ein paar interessante Ideen dabei. Dass die Anlage funktioniert, wenn auch vielleicht nicht unbedingt hocheffizient kann man annehmen.
Die Anlage benötigt in jedem Fall Platz und den steinernen Willen zum Basteln. Für mich ist das definitiv nix. Ich bin von DIY Lösungen begeistert, aber dann doch im Rahmen "normaler Bauteile". Die hier eingesetzten Bauteile sind weder besser, noch erfinden Sie das Rad neu. Die Pool-WP wurden einzig und allein deswegen ausgewählt, weil sie in der Anschaffung günstiger sind.
Das alles lässt sich -nur teurer- in gleicher Art und Weise mit Komponenten aus der Heiztechnik realisieren. Ich behaupte, man erhält dann eine hübscheres, leisere, effektivere und weniger störanfällige Anlage. Ich kann mich irren.
Dass der/die lokalen Handwerker keine oder schlechte Lösungen geboten hat, entspricht nicht der Leistung sämtlicher Handwerksbetriebe. Es wird bestimmt viel Unsinn gebaut, aber auch viel Gutes! Und Handwerker kosten Ihr Geld, deswegen mögen wir ja alle hier DIY. Ein Handwerksbetrieb muss sich auch an Installationsrichtlinien halten und hat eine Gewährleistungspflicht, deswegen gehen manche Dinge eben nicht, die technisch aber möglich wären.