Ich hätte gerne eure Meinung zum Einfluss des Wandabstands, insbesondere der AG. Die Montageanleitungen, die ich bisher so gelesen habe, machen sehr unterschiedliche Angaben. Einige fordern nur 10cm, bei der Kältebringer stehen 35cm. Die meisten Anlagen die man sieht, sind sehr knapp an der Wand, wenn man dann noch Leitungen, Montagewinkel und sonstiges hinter dem Gerät abzieht, wird es schon sehr knapp. Dass es funktioniert ist keine Frage, mich beschäftigt allerdings, ob die Geräte mit mehr Abstand effizienter laufen könnten.
Mein Gedanke: Axiallüfter sind in der Regel auf Volumen optimiert und reagieren empfindlich auf (dynamischen) Druck, d.h. bei höherem Druckverlust sinkt das Luftvolumen erheblich. Wenn das der Fall ist, muss entweder der Lüfter höher drehen oder das Kältemittel kälter werden und würde dadurch früher vereisen. Zur groben Abschätzung habe ich die KI befragt (chatgpt und gemini kommen auf ähnliche Ergebnisse, selber habe ich keine Ahnung). Im geraden Kanal wäre das nicht so schlimm, aber die Luft muss zumindest einmal um die Ecke. Bei einem 90° Winkel eines gedachten Rechteckrohrs von 100mmx800mm und 1500m3/h kommt die KI für einen scharfkantigen Bogen auf 16Pa, bei 2000m3/h bereits auf 29Pa. Bei 200mm x 800mm und 2000m3/h sind es nur noch 7,4Pa. Die Frage ist für mich nun, ob dieser Unterschied überhaupt relevant ist - wenn der Lüfter einen Druck von 150Pa schafft, wahrscheinlich eher nicht. Mir ist bewusst, dass die Rechnung sehr ungenau ist. Als worst-case würde ich nur den Lüfterdurchmesser als Breite des Kanals ansetzen, der Rest der Luft strömt dann diagonal von der Seite durch den WT, deshalb sind alles Kompromisswerte, um eine Idee zu den Größenverhältnissen zu bekommen. Das Luftvolumen stammt von Mitsubishi.
Im Zweifel wähle ich mehr Wandabstand, gibt es dadurch auch Nachteile? Die Wanddübel müssen durch das Hebelgesetz mehr Gewicht tragen, dafür könnte ich mir vorstellen, dass die Vibrationen durch die Blech-Wandaufhängung besser gedämpft werden (bei gleichem Hub der Vibrationen bleibt am Drehpunkt an der Wand weniger Weg übrig).
Was meint ihr, völlig sinnloser Gedanke oder ist es eine Überlegung wert? Ich versuche meist weder an Minimal- noch an Maximalwerte einer Spezifikation zu gehen.
Also die 35 cm wirken auf mich, wie ein Fehler in der Anleitung, so montiert die Dinger keiner. Die meisten installieren die Teile zwischen 10-20 cm. Mindestabstand bei zahlreichen Herstellern sind die 10cm.
Ich hab meine von der Konsole gemessen 20cm installiert, dann sind es von der Wand etwa 23-24 cm. So hat man auch im Wartungsfall etwas Platz hinter dem Gerät. Von der Effizienz würde ich bei 15cm aber auch kaum einen Einfluss sehen.
Die 35cm halte ich auch für übertrieben, muss aber kein Fehler sein sondern je nach Lüfter die "sicher ist sicher" Angabe, damit der Hersteller aus der Pflicht ist. Hatte ich auch öfter gesehen, allerdings eher bei den billigen.
Ab 20cm erwarte ich auch keinen großen Einfluss mehr, die mitgelieferten Wandhalterungen erlauben das aber oft nicht?
Nach vorne sind 1-2m häufig zu finden, nachdem die vorne rauskommende Luft auch irgendwoher kommen muss, hab ich mich einfach über die so deutlich geringeren Abstände hinten gewundert. Vom prinzipellen Druckverlust ist es eher egal ob Saug- oder Druckseite. Der seitliche Teil des Wärmetauschers ist ja auch beteiligt obwohl nicht in direkter Strömungsrichtung.
WP verbinde ich mit überall möglichst hohen Volumenströmen, um die Temperaturdifferenz möglichst gering zu halten.
Bei Neugier kannst Du ja mal eine Platte hinter den Wärmetauscher halten und die Windgeschwindigkeit vorne vergleichen Bei mir dauert die Montage vermutlich noch etwas.
Meine aussengeräte split klimaanlagen laufen mit sehr geringem luftstrom. Das bläst schon, aber nicht stark. Das ist kein thema, dass das aussengerät recht nahe an der wand steht. Das ist auch der übliche Abstand, auch werden die halter überall entsprechend verkauft, so dass der Abstand raus kommt. Und die Aussengeräte sind dadurch auch bischen besser gegen regen geschützt. Ich habe hinter den aussengeräten eine schleife kühlmittelleitungen , um reserve zu haben. Volumenstrom wird nirgends thematisiert. Wenn das wichtig wäre, gäbe es viele diskussionen darüber.
Das muss nicht unbedingt sein. Bei den Heizungen gab's früher auch kaum Diskussionen, dass die Heizkurve meist zu hoch eingestellt ist, selbst heute kümmern sich nur wenige Anlagenbetreiber drum. Auch der Lieferumfang hat für mich nur eine begrenzte Aussage, das muss oft billig sein und oft genug zählen andere Aspekte (Regenschutz, verfügbarer Platz,...) mehr; da dürfte weniger Abstand häufiger passen.
Die mitgelieferten Mauerdübel für alles mögliche kann ich z.B. auch nur selten nutzen. Die Klima werde ich nicht mit den mitgelieferten 40? lang in meine Beton-Hohlblockziegel aus den 60ern schrauben.
Es funktioniert ja und die (wahrscheinlich geringen) Effizienzverluste ließen sich nur "messen", wenn man einen großen Abstand hat, den man künstlich verkleinern kann.
Danke jedenfalls für das Feedback, ich mache mir vermutlich doch zu viele Gedanken.
Die mitgelieferten Konsolen bei so Billig-Komplettsets sind meist billigster Murks, da würde ich was Vernünftiges besorgen. Und klar, es braucht eine gute Wandverankerung. Schrauben und Dübel, die irgendwo mitgeliefert werden, werfe ich in der Regel sofort weg, weil sie nichts taugen. Ich hab überall mit Injektionsmörtel gearbeitet.
Die Konsolen habe ich bei Kältebringer deshalb nicht mitbestellt, bin aber auch noch unschlüssig, ob ich was richtig stabiles mit C-Schienen oder doch flexibler zur Vibrationsdämpfung (zusätzlich zu den Gummifüßen) nehmen soll. Was ich so gelesen habe, gibt es in beiden Varianten Brummgeräusche. In 3m Höhe unter dem Dach dürfte zumindest Korrosion kein Thema sein.
Für die 26kg des AG sollten lange Rahmendübel (ev. auch mehrere) locker reichen, mit Injektionsmörtel und den bei mir dann nötigen Hülsen habe ich noch keine Erfahrung, da bereitet mir die begrenzte Verarbeitungszeit Sorge (nennen wir es Berührungsangst). Vielleicht treffe ich auch die Betondecke, in der Höhe habe ich noch nie von außen in die Wand gebohrt.
Hinterher ist man vielleicht schlauer
Wir diy cracks machen meist alles genauer als fachfirmen. Für mich war split klimaanlage auch neu und ich habe immnoch gehörig respekt davor. Nach der installation meiner Anlagen jetzt aber auch gut selbstvertrauen, das ordentlich machen zu können. Trotz sehr viel diy erfahrung bin ich bei split klimaanlage auch sehr sehr vorsichtig vorgegangen.
Ich habe ziemlich groben Putz (das war echt übel beim Streichen der Fassade), die verstellbaren "Füße" zu Wand gefallen mir gut. Danke für den Tipp. Ich brauche dann eh noch Wickelband und anderes aus den Materialempfehlungen.
Würde ich jetzt nicht pauschal sagen - kommt halt wie immer darauf an. Ich habe 4x die selbe Fischer Halterung verwendet, die mitgelieferten Fischer Dübel sind total ok.
Aber schrottige Dübel würde ich auch nicht nutzen für die schweren Geräte… Wobei - in Beton - vermutlich auch minderwertige Dübel ausreichend halten würden
Will doch mal hoffen, dass die auch Fischer-Dübel dazu packen.
Aber auch da: Das sind recht kurzel Dübel+Schrauben. Sieht auf dem Bild aus, wie gerade mal 60mm. Für Beton super, aber für eine Fassade, wo man schon 20-30mm bröseligen Putz drauf hat, völlig unzureichend. Ich hab bei mir 140er Gewindestangen verbaut.
Deine verlinkte Fischer-Halterung ist ganz ähnlich zu der italienischen, die ich verlinkt hatte. Einstellschrauben für genau waagerechte Ausrichtung scheint sie aber nicht zu haben.
Da hast du völlig Recht. I.d.R. wird das dann vermutlich in der Praxis häufiger nicht passen, als doch - denn meistens gibt es ja auch Dämmung etc. Aber hier ist es eine kurze Betonmauer die ans Haus angebaut ist, da passt es ideal. (Reiner Beton)
In diesem Forum fasziniert mich immer wieder, wie sich Themen so entwickeln. Man merkt, dass DIYler über den Tellerrand (die ursprüngliche Frage) hinausdenken.
Passt hier ja auch, denn mehr Wandabstand braucht eine bessere Befestigung in der Wand.
Die Dübel an sich halten das oft noch, viele sind aber zu weich, so dass die Schrauben schnell durchdrehen. Von den Fischer-Dübeln bin ich nicht so begeistert, ich verwende hier im Haus meist die lange Variante der roten TOX Tri. Oder inzwischen manchmal sogar die gute alte Holz-Methode, dauert nur länger und hat keine Zulassung. Im alten Mauerwerk/Putz sind Löcher mit exaktem Durchmesser auch mit gutem Werkzeug Glückssache.
Es kommt halt immer auf den Untergrund an. Ich habe leider auf die schmerzhafte Tour erfahren müssen, dass die Dübel gut sind Als ich die letzten 2 Aussengerät montiert habe, dachte ich mir: Endlich mal etwas für den ganz kleinen Parkside Schlagschrauber. (mit Bitaufnahme) Für mich völlig unerwartet hat er mir aber 2 Schrauben - trotz schnellem loslassen sobald eingeschraubt - sauber abgerissen;) Hätte nie damit gerechnet, dass das kleine Ding so stark ist…
In tragfähigem Beton muss ein Dübel denke ich schon besonders schlecht sein, um da nicht zu halten;) In Ziegelmauer etc. sieht das nat. schon wieder anders aus.
Auch eine Variante, kriegt man das mit einer Diamantscheibe(?) bei Steinbohrern halbwegs genau (auf beiden Seiten gleich) hin? Darauf bin ich noch nicht gekommen und Zwischengrößen gibt's kaum zu kaufen. Neues Projekt: Bohrer schleifen
Mir hat mal einer Würth empfohlen - aber die verkaufen nicht an Privat.