Wärmeverlust Warmwasserspeicher

Ich wundere mich ein bisschen wie schnell das Wasser im Warmwasserspeicher abkühlt wenn kein Wasser entnommen wird und auch keine Zirkulation läuft. Ist der Verlust bei mir im normalen Bereich? Vielleicht hat jemand Vergleichswerte.

2K in 12 Stunden würde ich als Normal ansehen klar kann man hier etwas Nach bessern, sich eine Wärmebildkamera besorgen oder Ausleihen und das ganze mal schauen wo den die Wärme noch raus geht.

Hallo DerChris1,

wenn Du unerklärliche Verluste bei WW hast liegt das sehr oft an der WW-Leitung die vom Speicher direkt nach oben führt. Das ergibt Microzirkulation in der Leitung. (In der Leitung steigt ständig warmes Wasser nach oben, kühlt dort ab und fällt in der Leitung zurück in den Speicher).

Abhilfe: Die WW-Leitung zuerst aussen am Speicher nach unten führen (mind. 30 cm, besser mehr), dann erst nach oben wegführen. Das abgekühlte Wasser bleibt im U hängen und blockiert die Microzirkulation.

Das gleiche Problem kann auch in der Zirkulationsleitung auftauchen, wenn das Rückschlagventil in der Zirkulationsleitung nicht vorhanden ist oder nicht mehr vollständig dicht schliesst.

Natürlich kann es noch weitere Ursachen geben, aber ohne Infos zur Anlage ist Alles ein Raten.

Gruß Schraubermeistro

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Wie groß ist der Speicher? Wegen Oberfläche/Volumen, kleine sollten tendenziell höhere prozentuale Verluste haben. Scheint mir aber auch im normalen Bereich zu liegen. Ne extra Lage Dämmung und Thermosiphon schaden natürlich auch nicht ...

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Der Speicher fasst 300 Liter. Isolieren geht im Prinzip nicht wirklich weil nur auf 2 Seiten Platz ist.

Die Leitung geht tatsächlich direkt nach oben ohne ein "U". Kann man allerdings nicht mehr so einfach ändern, weil man gar nicht mehr rankommt. Wärmebildkamera zeigt 35° am Absperrhahn der nach oben geht, könnte gut sein mit der Mikrozirkulation.

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Mal eben copilot gefragt: Deine etwas 2.5 Grad über 12h entsprechend 73 Watt Verlustleistung, was wohl im üblichen Bereich von 40-100 Watt liegt. Vielleicht kannst Du ja mal im Datenblatt Deines Speichers schaun, was da angegeben ist.

Ich hatte das gleiche.

Bei mir war zuerst kein Rückschlagventil verbaut. Das haben ich einbauen lassen. Das war aber sofort wieder defekt weil kleine Rostteile das Ventil permanent offen gehalten haben.

Ich habe dann noch ein Sieb nachgerüstet

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Ok Datenblatt sagt 67W, wäre also im Rahmen.

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Im Winter ist es doch faktisch eh egal, solange der WW-Speicher innerhalb der thermischen Hülle des Hauses liegt?

Ja und nein. Die Wärme bleibt natürlich im Haus aber der COP ist halt niedriger beim Warmwasser. Heute hat der FBH Kreis bei uns ein Temperaturdelta von 20K und das Warmwasser von 43K.

Also bei uns spielen sich die 2K Abkühlung eher im Bereich von 1h ab. Ist ein integrierter ca 90l Speicher. Ich gehe mal von lausig gedämmt aus, lässt sich bei integrierter Bauweise aber nicht wirklich ändern.

Damit liegt der Gasverbrauch bei kontinuierlicher Warmwasserbereitung bei ca 12kwh pro Tag.

Wenn wir nur zwei mal am Tag den Speicher aufheizen, reduzieren wir den Gasverbrauch auf 5-6 kwh, egal ob das Wasser verbraucht wird oder nicht mit überschaubarem Komfortverlust.

Deine 2k in 12h lassen mich hoffen, dass bei einer zukünftigen BWWP der Speicher keinen so großen Wärmeverlust mehr hat.
Nur bisher ist das Sparpotential überschaubar, solange die Heizung noch funktioniert.

Hallo DerChris1,

"nicht rankommt" ist schwer zu verstehen. Schließlich wurde das doch mal angeschlossen, da ist man doch auch rangekommen. Bei einer Reparatur wärs auch nötig. Dann wolltest Du doch deinen unerklärlichen Wärmeverlust herausfinden u. beheben?

Wenn Du in der Leitung 35° feststellst, dann steigt da grob überschlagen 55° Wasser nach oben u. 20° Wasser fällt innerhalb der Leitung wieder runter. Da das ja nahezu ununterbrochen stattfindet ist das eine erhebliche Energiemenge = Kosten die man sich sparen kann. Das realisiern des "U" geht übrigens mit Edelstahlwellrohr am einfachsten.

Gruß Schraubermeistro

Bei mir brachte eine Absenkung des WW auf 43°C plus kommplette Zusatzdämmung eine gravierende Einsparung beim 100L Boiler.

Warm genug zum duschen und abwaschen. Für Badewanne wird einfach 1,5h vorher auf 65°C per Handy hochgestellt uns sobald die Wanne voll ist wieder runter.

Da er recht nah an den Verlustwerten des Datenblatts ist, sollte die Mikrozirkulation aber hier keine so große Rolle spielen?

Es wurden zuerst die Rohre an der Wand verlegt und dann der Warmwasserspeicher passend drangeschoben und die Rohre festgeschraubt. Ist ziemlich dämlich weil im Heizraum viel freier Platz gewesen wäre, hat aber natürlich dem Installateur Kupfer gespart.

Wenns die Legionellenthematik nicht gäbe würden mir 40°C auch locker reichen.

Ja und ich bin auch dankbar für die Antworten, die auch alle hilfreich waren.

Ja die Legionellen ich betreibe nun seit 20 Jahren das Schauspiel und hatte noch nie probleme damit wichtig ist halt eine Subere Zirkulation oder immer genug Wasser abnahme dann hat man auch keinerlei Probleme, 44 ° reichen vollkommen zum Duschen, wen die Sonne stark genug ist heizt bei mir die ST Anlage gut nach auch im WInter ansonsten wird halt mal manuell hoch geheizt alle 2 Wochen das reicht um dem ganzen vor zu beugen.

Die erwähnten 65°C für gelegentlich Badewanne reicht völlig.

Es reichen sogar 55° vollkommen und ich habe ne Badewanne 140x200cm