Wärmepumpengröße, Takten, DeIcing JAZ berechnen -> Neues Tool, bitte checkt mal ob das passt

Ein fester Wert ist das nicht. Das Delta hängt ab von:

  • der Drehzahl des Verdichters (je höher der dreht, um so mehr Wärme muss der Wärmetauscher aus der Luft holen)
  • der Lüfterdrehzahl
  • dem Vereisungsgrad, je mehr vereist, um so höher das Delta T.

Eine genauere Simualation dürfte recht schwierig zu modellieren sein, weil einem die Datenbasis dazu von den Herstellern fehlt.

Hi,
wäre es nicht sinnvoll den Bereich unterhalb der Modulationsgrenze mit einem PWM gesteuerten Heizstab mit PV Überschuss abzudecken ?

Willkommen im Forum.

Das wäre aber 1:1 Nutzung. Wir sprechen je nach Wärmepumpe dann von einer Wärmeleistung unter ca. 2000W für eine ganze Wohnung. Nimm folgendes an: Deine Wohnung benötigt 500W Wärme. Das schafft nun die Wärmepumpe, weil es noch relativ gesehen warm ist draußen, mit 150W Strom (und läuft zwar in einem guten Bereich weil draußen warm, aber das Kältemittel und Öl holen kostet etwas Effizienz) . Das bedeutet, die Wärmepumpe geht für 15 Minuten an, dann aus. Der Heizstab würde in derselben Zeit 500W benötigen. Da wir uns im Übergang befinden, hat man, sofern PV genutzt wird, auch weniger Ertrag. Es wäre also klug das, was man hat, umsetzen zu können. Die Wärmepumpe mit takten erhöht die Möglichkeiten der Speicherung, sodass auch nachts ggf. noch genug Strom da ist. Der Heizstab jedoch braucht das schneller auf.

ja ist klar dass das 1:1 jedoch da wir uns im Übergang befinden liefert die PV ja schon.
(500W sind schnell zusammen, selbst bei kleiner PV)
Der Trick wuerde darin bestehen eine sinnvolle Steuerung zu bauen.
z.b. erst wenn der Akku voll ist springt der Heizstab mit einer PWM genau mit dem PV überschuss ein.
Die Speicherung der WP waere ja nur wenn ein Pufferspeicher vorhanden ist, bzw. je nach Speichermasse des Gebäudes /Fussbodens.

Mit Speicherung meinte ich einen Akku. Aber auch ein Pufferspeicher kann dazu dienen. Auch hier, jeglicher Überschuss einer PV-Anlage kann dann z.B. so verwendet werden:
Akku ist 15kWh (damit wir mit was rechnen).
Wenn Akku 100%, dann WP ein mit Minimum für eine Stunde. Kann die WP 500W el. minimum gehen dann ca. 2000-2500W in einen Heizungspuffer.
Wenn Akku 95%, dann WP immer noch an für eine Stunde. Also wieder 2-2,5KW in den Puffer.
Wenn Akku pfff 50% (das ist die Vorhaltung für nachts), dann WP aus.

z.b. erst wenn der Akku voll ist springt der Heizstab mit einer PWM genau mit dem PV überschuss ein.

Wird nicht gut klappen, oder halt wie oben von mir mit ein wenig Akkunutzung, sonst hast du bei jeder Wolke einen Abbruch. Aber prinzipiell ja.

ja ist klar dass das 1:1 jedoch da wir uns im Übergang befinden liefert die PV ja schon.

Hängt massiv von der Größe der PV ab. Für den einen ist es Duplo, für den Anderen….
Und es geht eher darum wenn die WP sowieso schon da ist. Dann doch lieber nutzen mit höherem Wirkungsgrad.

Und zu guter Letzt. Das sind sehr viele Stunden. Wenn der Wärmebedarf unter der untersten Modulationsgrenze liegt. Das hängt sehr von der Außentemperatur ab und was das Haus benötigt. Der eine muss bei 10°C außen schon heizen. Andere erst bei 15°C. Wenn das dann nur 500W Wärmebedarf sind oder drunter, ich glaube bei unter 500W für eine ganze Wohnung, da sprechen wir von vielleicht 100W für einen Raum. Da macht man (absurderweise!) den Fernseher an. Oder ne Glühbirne. Oder kocht ne halbe Stunde.

Hi,

@KrisT

Ich komme auch aus der Pfalz, unser EFH hat eine ähnliche Heizlast (über Heiz.report gemacht) und ich würde am liebsten auch eine Lambda als Ersatz für unsere alte Ölheizung nehmen. Wollen wir uns mal austauschen? Klingt als hätten wir ähnliche Vorstellungen/Fragestellungen.

Gruß Björn

Hallo Björn,

Klar doch uns gerne.

Ich hab gestern die Auftragsbestätigung für meine lambda eu10 unterschrieben. Ich will sie im September installieren lassen. Bis dahin nutze ich noch gerne unsere Solarthermie. Die wird nämlich dann (leider) stillgelegt mit Einbau der Wärmepumpe.

Lambda hat übrigens ausgerechnet, dass bivalenz für die 10er vei -5 grad und die größer Lambda hätte dann -10 oder -1+ gehabt. Daher hab ich mich dann für die EU10 entschieden

So weit bin ich (leider) noch nicht. Laut Heiz.report ist der Bivalenzpunkt bei mir auch bei -5 Grad. Modulieren kann sie bis 12 Grad AT. Das passt meiner Meinung eigentlich ganz gut. Laut der Simulation hier arbeitet sie mit unseren Klimadaten auch effizient (JAZ 4,6 bei 55 Grad VL @-10 NAT). Hast du einen Heizungsbauer vor Ort gefunden? Darf ich fragen wie hoch dein Angebot war? Nutzt du Hygienespeicher als Kombispeicher? Sorry für die vielen Fragen aber ich bin noch bei vielen Details nicht sicher.

Gruß Björn

Die Berechnung von der firma lambda waren -5 Grad. Mir dem Tool hier liege ich bei -9,5 grad.

Nein kein Hygienespeicher. Der Heizungsbauer meinte bei unserem 4 personenhaushalt auch keine Problem mit legionellen.

Hab mich für 300 Liter Brauchwasser entschieden + vorgabe lambda war 300 liter Pufferspeicher. Hab genug platz im keller und 2 Komponenten find ich besser als eine.

Preis: 35.500 Euro (ludwigshafen)

Wenn du noch ein Jahr Zeit hast oder zumindest bis Oktober nach der installation kann ich auch einen Erfahrungsbericht geben. Hab aber gutes Gefühl beim ausgewählten Heizungsbauer.

Moin!

Erstmal ein riesiges Lob für dieses Tool! Ich bin zwar relativ neu hier, aber als DIY-Bastler, der sich gerade massiv in die Optimierung seiner Anlage reinkniet, finde ich solche Initiativen absolut großartig. Genau diese Transparenz fehlt in der Praxis oft.

Ich schreibe dir vor allem wegen deines offenen TODO-Punkts:

[?] Pufferspeicher einbinden -> Takten könnte damit reduziert werden (Simulation schwierig, da eher auf Makroebene...)

Hier kann ich dir vielleicht mit exakten Praxis- und Telemetriedaten aushelfen!

Mein Setup: Ich betreibe eine Mitsubishi Ecodan (FTC6) an einem 800L Schichtspeicher mit autarker Oventrop Regumaq FriWa. Die gesamte Datenaufzeichnung und Steuerung übernimmt bei mir Home Assistant über den Procon A1M Adapter via Modbus TCP.

Meine Erfahrung zum Thema "Takten durch Pufferspeicher reduzieren": Theoretisch stimmt das zu 100 %. Die Speichermasse fängt die (oft zu hohe) Minimalleistung der Inverter-Wärmepumpen in der Übergangszeit auf. Die Praxis-Falle: Die Software der Wärmepumpen macht das oft zunichte. Ich hatte extrem mit dem "Whirlpool-Effekt" zu kämpfen. Wenn die WP abschaltet, zwingt die Firmware die Umwälzpumpe oft in einen Dauer-Schnüffelmodus (20 L/min), um die Wassertemperatur im Rohr zu fühlen. Das hat mir stetig die hart erarbeitete Schichtung im 800L-Puffer zerstört, was sofort wieder zu Kurztakten ("Inverter-Panik") führte.

Mein aktuelles Experiment (Hardware-Hack in Arbeit): Wir haben die finale Lösung noch nicht zu 100 % in Stein gemeißelt, sind aber schon sehr weit: Um die Maschine physisch zu beruhigen, habe ich den originalen Rücklauffühler der FTC6-Platine testweise aus dem internen Rohr gezogen und in eine tiefe Tauchhülse des Puffers verlegt. Die erste Beobachtung: Die Mitsubishi misst jetzt nicht mehr das sofort abkühlende Totwasser im Rohr, sondern die gewaltige thermische Masse des Speichers. Erste Logs von heute zeigen, dass der Kompressor viel tiefer moduliert (20-30 Hz) und das panische Kurztakten zu verschwinden scheint. Die Abschalthysterese übergehe ich parallel hart per Shelly (IN1) über Home Assistant. Ob das in allen Jahreszeiten das perfekte Setup bleibt, evaluiere ich gerade.

Mein Angebot für deinen Simulator: Da ich dieses System über Home Assistant minütlich logge, habe ich exakte CSV-Exporte (Vorlauf, Rücklauf, Durchfluss, Kompressor-Frequenz, Puffer-Temp) von meinen ursprünglichen Takt-Problemen und den aktuellen Experimenten mit der Puffermasse.

Wenn du echte Praxiswerte brauchst, um zu kalibrieren, wie sich die Minimalleistung (und das Taktrisiko) verhält, wenn eine reale Puffermasse im Spiel ist, stelle ich dir meine CSV-Daten extrem gerne zur Verfügung. Sag einfach Bescheid, ob das für deine Makroebenen-Simulation hilfreich wäre!

Viele Grüße, Jörg

erst mal vielen Dank für das entwickeln und bereitstellen des Wärmepumpenrechners. Bin schon seit Tagen am rumspielen damit :smiley:

Mir ist was aufgefallen:
wenn ich die open-meteo daten von 14.05.25 bis 13.05.26 in dem Tool nutze, sinkt meine Gebäudeheizlast von 9,1 auf 5,7kW im Vergleich zu den Wetterdaten von Gesamt 2025.

Ich denke das ist etwas unrealistisch :man_shrugging:

Tut mir leid, sehe ich erst jetzt. Bitte wende dich an den Akkudoktor direkt. Ich habe das Tool nicht gemacht.

Hallo das sehe ich auch so bei mir andere CSV und der wert sinkt massive.

Kann des sein das der Rechner nicht mehr richtig sichtbar ist ?

Bei mir funktioniert alles korrekt mit der Darstellung.

Ich habe das Tool zum ersten Mal benutzt und ein großes Fragezeichen. Warum ist die Heizlast @ NAT indirekt propotional zur Heizgrenze? Eigentlich müsste das doch genau umgekehrt sein: Je niedriger die Heizgrenze, desto besser gedämmt und damit niedrigere Heizlast?
Die Heizlast scheint eine zentrale Rolle bei der Simulation zu spielen. Vielleicht habe ich auch die Möglichkeit übersehen, die tatsächliche Heizlast (Erfahrung oder berechnet) alternativ zum Jahresverbrauch anzugeben?

Je höher die Heizgrenze, um so mehr von deinem Jahresverbrauch verschiebt sich in wärmere Zeiten, insofern teilt sich dein Verbrauch dann eben anders auf, du brauchst nicht mehr so viel bei NAT.

Du musst glaube ich den Blickwinkel ändern, du schaust da von der falschen Seite her drauf.

olles Tool, genau was ich suche da eine Wärmepumpe ansteht und die Heizungsbauer mehr versuchen zu erraten als sich wirklich auch damit zu beschäftigen. Daher lieber selber berechnen

Ich habe jedoch entweder ein Fehler, oder ein Verständnissproblem mit dem Tool. Ich habe alle Eingaben gemacht. Mein Problem ist die Heizgrenze. Umso höher ich diese einstelle, umso bessere JAZ bzw. weniger Stromverbrauch erhalte ich. Beispiel ab 12Grad soll die Heizung ausgehen verbraucht mehr als ab 18 Grad. Genauso verbessert sich der JAZ umso höher die Heizgrenze. Theoretisch spare ich Stromkosten, wenn ich die Heizung bis 30 Grad Außentemperatur laufen lasse :slight_smile:

Wenn die Heizung bei deinem Gebäude schon bei 12 Grad ausgehen kann, muss die Jahreswärmemenge folglich an den kalten Tagen verballert worden sein, insofern muss dann die Heizleistung der Wärmepumpe höher sein.

Das die JAZ sich verbessert, ist auch genau dieses Phänomen, weil dann im kalten Winter weniger verbraucht wurde.

Die Auswirkungen auf die JAZ (Anteil Betriebsstunden im optimaleren Bereich) waren mir klar, aber dieser Blickwinkel hilft mir trotzdem weiter, danke dafür. Es bleibt dennoch verwirrend, solange die üblichen Heizlastberechnungen bei NAT erfolgen.
So ganz habe ich es auch noch nicht verinnerlicht, die Zahlen passen gefühlt nicht. Ich muss mal die CSV mit konkreten Daten meiner bis auf ca 2kW modulierenden Gasheizung (19kW, vorher 24kW Öl) vergleichen und bewerten. Lt. Simulator wäre eine 5kW WP noch fast überdimensioniert (43% Takt-Check) [10MWh, 18°C Heizgrenze = 3,9kW Heizlast bei -10°NAT]. Die 4kW Heizleistung brauche ich aber auch schon deutlich darüber.
-->keine weitere Erklärung nötig, da muss ich mich sowieso selbst mit beschätigen und drauf kommen.

Wie auch immer - toll, dass es das Tool gibt und die Eingabe der Heizlast kann als Vorschlag gesehen werden.