Wärmepumpe oder Split

Hi Leute,

ich bin hier seit einigen Monaten aktiv, zuerst nur wegen einer PV Anlage, dann wegen Splitklima Geräten und zuletzt aufgrund fragen der Dachdämmung. Unser im letzten Jahr gekauftes Haus mit BJ 1978 Bedarfsgerecht zu modernisieren ist dann doch ein größeres Thema als zuletzt angenommen.

Das wir nun unser Dach modernisieren werden wirft wieder alles durcheinander. Danke erstmal an alle die mir auf dem Weg mit Tips zur Seite gestanden haben.

Zur Ausgangslage: Das große Problem für uns war zunächst die Hitze im Kinderzimmer. Beide Kinderzimmer sind klein (9 und 12qm) liegen direkt unter dem Süddach. Deshalb hatten wir zuerst überlegt Klimaanlagen einzubauen. Da wir nun aber das Dach wahrscheinlich auf 0,14 W/(m2K) dämmen werden, wird das Hitzeproblem schon abgemildert werden. Zudem können wir die PV Anlage auf Höhe der Kinderzimmer aufstellen, so dass keine direkten Sonnenstrahlen mehr auf die Ziegel treffen, was ein aufwärmen der Zimmer weiter verhindert.

Eventuell reicht das schon, die Zimmer im Sommer ausreichend kühl zu halten.

Damit käme dann eine Luft Wasser Wärmepumpe wieder ins Spiel. Wir haben Niedertemperatur Heizkörper im Haus installiert, die laut kurzer Internetrecherche mit einer Wärmepumpe klarkommen sollten.

Zudem sollte die Förderung durch durch Bafa und IFB einfacher sein als mit einer Splitklima Anlage.

Die Kosten liegen bei ab 13.000€ etwas höher als die Installation von Splitklima Geräten. Dafür ist auch gleich die Warmwasser bereitung mit gelöst.

Meine Fragen dazu: Wir wollen die PV Anlage erstmal ohne speicher aufstellen.

In einem Video hat Andreas Schmitz erwähnt, dass sich das Warmwasser auch als eine Art Speicher nutzen lässt indem tagsüber bei Sonnenschein das Brauchwasser erwärmt wird und erst später genutzt wird. Ist das möglich? (würde aber wahrscheinlich keinen großen Unterschied machen)

Meine Schwiegereltern haben eine Wärmepumpe. Da dauert es erst ein paar Minuten bis das Wasser zum Duschen ausreichend warm wird. Ist das heutzutage immer noch so?

Ich benötige morgens zwischen 6-7 Uhr aus medizinischen Gründen 60° heißes Wassers. Ist das mit einer Wärmepumpe möglich?

Die Abwärme der Ölheizung sorgt im Keller für ein gutes Klima. Ohne diese Wärme befürchten wir das sich schimmel ausbreiten könnte, zumal wir den Keller zum Wäsche trocknen nutzen. Strahlt eine Wärmepumpe auch solch eine Abwärme aus?

Soweit erstmal zu den Überlegungen zur Wärmepumpe. Schreibt gerne eure Gedanken dazu. Auch wenn ich mit einer meiner Annahmen eurer Meinung nach komplett daneben liegen sollte.

Das ist wohl eher die Frage einer (stillgelegten?) Zirkulation, so daß das warme Wasser erst mal aus dem Keller in den n-ten Stock muß. Fürs WW hat man so oder so einen Speicher. Schau fürs WW ggf. auch mal nach Brauchwasserwärmepumpen, damit kannst Du dem Keller Wärme und Feuchtigkeit! entziehen, was in Verbindung mit der Wäsche ggf. hilfreich ist. Soviel teure Abwärme wie ein altertümlicher Ölbrenner hat keine moderne Heizung. Ggf. macht auch ein Raumlufttrockner Sinn. In unserem RMH bin ich wegen sehr geringem Heizbedarf dabei von Gas auf zwei Splitklima Anlagen + noch zu sehen Restversorgung zweier Räume umzustellen. WW wird seit etwas 2 Monaten mit einer BWWP gemacht.

Wieviel Wasser mit 60 Grad brauchst Du? Ggf. mit einem Mini-DLE an einem Waschbecken ausreichend? Mit den Leitungsverlusten wird es sonst schon etwas eng.

1 „Gefällt mir“

Ich würde schätzen 1-2 Liter heißes Wasser benötige ich. Soviel um ein Handtuch unter dem Wasserhahn nass zu bekommen.

Wir haben auf eine Multi-Split-Klimaanlage+Brauchwasserpumpe gesetzt.

Ähnliches Szenario: Haus von 1964 kleine “Kinderzimmer” unterm Dach mit Südausrichtung und im Sommer gefühlt 40° drinnen….trotz PV-Anlage auf dem Dach….die hält bei uns nix an Hitze ab.

Bei uns würde allerdings nix mit “niedertemperatur” funktionieren, dafür ist unsere Dämmung zu schlecht. Wir brauchten bei der Ölheizung definitiv eine Vorlauftemperatur >55°.

Lösung war wie gesagt eine hochwertige Multi-Split-Klimaanlage (5 Innengeräte) sowie Brauchwasserwärmepumpe sowie eine IR-Heizung fürs Bad (die sich schnell automatisch wieder ausschaltet, wenn keiner mehr drin ist) …wir haben dafür die Ölheizung ganz rausgeschmissen.
Die ganze Aktion (Einbau, Entsorgung ect.) hat uns aufgrund der Förderung <15.000€ für alles neu gekostet. (Brauchwasserpumpen gelten bei einem Komplettumstieg als Umfeldmaßnahme und sind dann förderfähig, damit man weiterhin ne Chance auf Warmwasser hat)

Nachteil: Selbst die besten Klimageräte im Flüstermodus machen Geräusche (ungewohnt!) aber wir haben die Möglichkeit mit Holzöfen die ganz kalten Tage mit einer angenehmen Wärme behaglich zu gestalten.

Das erschien mir für unser Setup die richtige Wahl.

Bei 60° heißes Wasser um 6Uhr am Morgen über eine Brauchwasserwärmepumpe, müßtest du den häufig vorinstallierten Heizstab manuell ansteuern können.
Da reicht also “SG Ready”-Anbindung meines Wissens nicht. Aber dafür gibts viele technische Lösungen je System.
Wobei ein handelsüblicher Wasserkocher mit einstellbarer Temperatur wäre für diesen ganz speziellen Usecase bestimmt effizienter. ^^

Ja klar, zur Not ginge es auch mit einem wasserkocher. Daran sollte es nicht scheitern. Mache ich bei meinen schwiegereltern ja auch so.

Genau so ein setting wie bei dir, schwebte mir Bis zuletzt auch vor. Warmwasser durch Pumpe, Heizung durch Klima und in Küche und Bad bei Bedarf IR Heizungen.

Einen Kamin haben wir auch, der zur Not einspringen könnte.

Der Vorteil bei einer LWWP wären die Heizkörper die schon installiert sind und die bei einer Klima nicht unnütz in den Räumen rumstehen müssten.

Was ich noch nicht auf der Pfanne hatte, sind die Einbaukosten der LWWP. Sind die höher als bei einem Klimagerät, wenn bei einer LWWP die Außenluft genutzt wird?

Beim heizen mit der Klima käme da natürlich noch die Kosten für eine brauchwasser Wärmepumpe hinzu.

Wie tut sie das, lasst ihr die Brandschutztür des Heizkellers offen?

Das können bei 6kg Trockenwäsche aber schon mal gut 3-3,5L Wasser sein die irgendwie aus der Luft wieder raus müssen, wie ist das Lüften gelöst? Gerade weil du das Thema Schimmel angesprochen hast.

Nein das tut sie bei richtiger Ausführung nicht. Alles was du an Wärme im Keller spürst sind Verluste die man dort eigentlich gar nicht haben will. Es sei denn man schmeißt bewusst selbst einen Heizkörper im Keller an oder entfernt jegliche Isolation an den Heizrohren um mit den Verlusten den Keller zu heizen - was ich persönlich als ziemlich unsinnig empfinde.

Da käme doch aber auch ein Wasserkocher oder Untertisch-Boiler in Frage.

Was genau meinst du damit, dass das Wasser ein paar Minuten braucht bis es warm aus dem Hahn kommt oder bis der Speicher durch die WP aufgeheizt ist? Kennst du den Systemaufbau bei deinen Schwiegereltern? Gibt es dort evtl. eine Hygienestation?

Ich persönlich würde an dem Gedanken weiter festhalten. Unser Dach ist 2019 neu gekommen und gerade jetzt sind wir dabei im Obergeschoss alle Räume mit einer Splitklima zu versehen. Ob gedämmt oder nicht, die Raumtemperatur wird sich über die Zeit integrieren wenn es wochenlang tagsüber sehr warm ist und eine sog. tropische Nacht die Andere jagt. Ein großer Faktor ist dabei natürlich auch das Lüftungsverhalten und das Schließen von Rollläden um Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Aber unterm Strich, aus unserer Erfahrung, es kann alles noch so gut vorbereitet und/oder gedämmt sein, die Raumtemperatur versucht sich dennoch mit der Außentemperatur zu homogenisieren.

Und an der Stelle hätte ich jetzt auch gesagt, da die Kernaufgabe das Kühlen im Sommer ist, ihr über eine PV Anlage verfügt und im Sommer Strom im Überfluss vorhanden ist, muss man bei der Klima ja nicht das A+++ Gerät nehmen sondern kann stumpf nach Preis gehen. Eine zweifach Multisplit für die beiden Kinderzimmer und die Sache wäre durch.

Meine Meinung :slightly_smiling_face:

Bei einer zweifach multisplit nur für die Kinderzimmer ist aber das Heizproblem noch nicht gelöst.

Wenn wir wirklich die Kinderzimmer klimatisieren, nehmen wir gleich das große Paket mit insgesamt 5IG und drei Außengeräten und haben das Heizproblem gelöst. Deswegen tendiere ich auch zu dieser Lösung. So wie ich das bis jetzt verstanden habe, würden wir nur die Brauchwasserwärmepumpe einsparen, wenn wir eine Wärmepumpe einbauen würden.

Was ich noch nicht auf der Pfanne hatte, sind die Einbaukosten der LWWP. Sind die höher als bei einem Klimagerät, wenn bei einer LWWP die Außenluft genutzt wird?

Oh, ich denke das kommt vor allem auch auf die Qualität der Rohre, Heizkörper ect. an.
Klimageräte sind wohl Wartungsärmer, da sie ein geschlossenes System darstellen. Ist ja in dem Moment alles neu und aufeinander abgestimmt. Und ich trau mich auch eher dran, an einer Klimaanlage dinge zu reparieren anstatt bei einer LWWP.
Eigene Wartungsfähigkeit wird ggf. in den nächsten Dekaden mit komplexen Dynamiken in der Welt noch mal ein wichtiger Punkt….

Bei der LLWP steigen die Einbaukosten mit der Stockwerkanzahl/Leitungsweg Innen zu Außengerät ect. Bei den ganzen Variablen trau ich mich nicht eine Pauschalaussage über Einbaukosten hier fallen zu lassen. :wink:

Beim hydraulischen Abgleich vs. Kondensatleitung-verlegung will ich auch nicht sagen, was davon Fehleranfälliger ist.

Bei mir haben folgende Argumente gegen eine LWWP gesprochen:
-Unsere Rohre&Heizkörper sind uralt. Da wären bestimmt noch erheblich Zusatzkosten aus uns zu gekommen (Das ist bei euren Heizkörpern ja ggf. nicht der Fall).
-Die Heizkörper verbrauchen bei uns Zimmerplatz, den wir gerne nutzen würden, in dem wir sie rausschmeißen können.
-Allergene/Schwüle im Haus werden durch LLWP gesenkt.
-Die “Kinderzimmer” werden im Sommer kühl
-Warmwasseraufbereitung ist in der Kombi LLWP&BWWP effizienter als bei LWWP alone.
-Kellerplatzbedarf ist mit LLWP&BWWP geringer als mit LWWP.
-Kosten LLWP&BWWP sind geringer als mit LWWP.

Nur die Komforteinbuße wegen Lüftungsgeräuschen wäre für mich ein klarer Punkt für die LWWP. der wäre mir aber keine 10.000€ wert gewesen, die diese Lösung bei uns wohl mehr gekostet hätte.

ich habe bei meinen Schwiegereltern mich ausgetobt. Die haben inkl. Einliegerwohnung 300qm Wohnfläche. Etwa 2/3 des Hauses hat Fußbodenheizung. Der Rest hat Heizkörper.

Wir haben 2 Wärmepumpen getrennt installiert: https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/201595501_-aquarea-lt-5-kw-generation-j-wh-mdc05j3e5-panasonic.html?gclid=EAIaIQobChMIgpHKtvHujwMVbV9BAh0PQRaiEAQYASABEgJ1KfD_BwE&utm_campaign=SEM-DE-WEB-CVR-SHOPPING-22718333683&utm_medium=cpc&utm_source=google

Der Heizkreis der Fußbodenheizungen mit einer separaten Wärmepumpe
Der Rest (Heizkörper und 300l Brauchwasserspeicher) mit der zweiten Wärmepumpe

Durch die Trennung zwischen den Heizkreisen hat man die Vorlauftemperaturen ebenfalls perfekt getrennt.

Wir haben (Haus ist 20 Jahre alt) eine mehr oder weniger mininmalinvasive Methode durchgeführt. An den Heizkörpern sind separat einschaltbare PC-Lüfter montiert (für die Nebenräume wie Waschküche usw.). Da funktioniert die Wärmeabgabe trotz. 45° Vorlauftemperatur gut.

Wenn du eine größere Maßnahme planst, würde ich Fußböden etc raus reissen und Fußbodenheizung einbauen, solange es gefördert wird.

Meine Schwiegereltern haben 30kWp PV mit 14kWh Batteriespeicher. Über das Jahr haben sie einen Strom-Gesamtverbrauch von 11.900kWh gehabt, von denen 3.750kWh aus dem Netz kamen.

@Titanican

Ich habe gerade überprüft. Unsere Heizkörper sind mittlerweile 15-20Jahre über ihrer Lebensdauer.

Tatsächlich tendiere ich bereits wieder stark zu den Klimaanlagen. Die Heizkörper sind nun kein Argument mehr.

Die LWWP würde sehr viel teurer kommen. Eine Brauchwasser Wärmepumpe wäre auch zu empfehlen, wenn man eine Lwwp hat. Wir können das Haus kühlen was sicherlich auch trotz neuer Dämmung mal nötig sein wird. Für mich spricht gerade gar nichts mehr für die LWWP. Nun habe ich mir diese Option aber mal näher angeschaut und weiß, warum ich sie verwerfe.

1 „Gefällt mir“

Eventuell einfach eine kleine pro/contra Liste machen wobei auch ich jetzt schon den Eindruck habe, dass mehr für die Splitklimas spricht als für eine zentrale Wärmepumpe.

Für die Splitklimas spricht:

  • aktive Kühlung (die in den kommenden Jahren sicher mehr und mehr an Bedeutung gewinnen wird)
  • Einzelraumregelung möglich (LWWP möchte da aus Effizienzgründen eher gern konstant hohen Durchfluss was bedeutet dass quasi alle Heizkörper offen sein müssen was wiederrum in Räumen die keine 20- oder 21°C brauchen reinste Verschwendung ist)
  • Ein Defekt stellt nicht gleich das ganze Haus kalt
  • In Kombination mit einer Brauchwasserwärmepumpe auch hier der Vorteil, wenn an der “Heizung” also einem Klimagerät ein Defekt vorliegt gibts immer noch warmes Wasser)
  • kein aufwändiger, und wenn man es nicht selber kann teurer, hydraulischer Abgleich
  • durch Luft- Luft Prinzip effizienter als beim Mediumwechsel von Luft auf Wasser
  • keine, oder vernachlässigbare, Rohrverluste

Herausforderungen bei Splitklimas:

  • Ordentliche Auslegung notwendig. Am besten eine Heizlastberechnung mit aktuellem Gebäudezustand durchführen und dann sehen dass man ggfs. bei Norm-Aussentemperatur noch ausreichend Leistung hat um die Räume warm zu bekommen. Das kann gleichzeitig bedeuten dass die Geräte für den größten Teil der Heizperiode massiv überdimensioniert sind. Da muss man m.E. etwas abwägen oder man hat ein kleines Backup in Form von Kamin oder eben für die paar Tage Heizlüftern.
  • Da fehlt mir noch Erfahrung aber möglicherweise könnten Abtauvorgänge eine Herausforderug werden jenachdem wie weit der/die Raum/Räume dann abkühlen

Ich kann nach der Inbetriebnahme unseres ersten Monosplitklimageräts für´s Wohnzimmer nur sagen: Hammer! Aktuell werden im EG rund 58m² (druch offene Türen) mit ~140Watt auf 22 - 22,5°C beheizt. Das ist m.E. unschlagbar. Allerdings habe ich für das Wohnzimmer bewusst ein Gerät gewählt was A+++ für´s Heizen hat.

Ja für mich ist das Thema LWWP durch. Die Heizkörper in unserem Haus haben ihr Lebensende rein rechnerisch bereits vor 20 Jahren erreicht. Die effiziente weiternutzung der alten Heizkörper ist also alles andere als ein Selbstläufer.

Es werden also die Klimaanlagen. Für das Warmwasser wird es dann wohl eine brauchwasser Wärmepumpe.

Aber die wird erst kommen, die Ölheizung kaputt ist.

Solange wollen wir, zumindest bis die frisch gefüllten Tanks leer sind, die Ölheizung weiter betreiben. Zumal wir auch noch keine Lösung für Küche und die beiden Badezimmer haben. Evtl eine kleine IR Heizung. Habt ihr dafür noch eine Idee?

Zumindest bei uns kommt im nächsten Jahr ein Innengerät in die Küche/Esszimmer, die Räumlichkeit ist aber auch dank Durchbruch 28m² groß.

Das Bad im Erdgeschoss hat bei uns nur 3,3m² das ist viel zu klein für ein eigenes IG, ich denke da werden wir erst mal wie bisher mit Heizlüfter weiter machen. Hatte auch überlegt ein IR Paneel an die Decke zu bringen, aber die sind alle ungeregelt bzw. wenn dann nur eine Zweipunktregelung: Volle Leistung oder Aus. Da müsste man dann m.E. erst wieder mit einer Leistungsregelung (temperaturabhängige Wellenpaketsteuerung) anfangen und um die zu besorgen/zu bauen hab ich im Mom. keine Zeit.

Bad OG hat 17m² da kommt ein Innengerät einer eigenen Monosplit rein, analog zum Wohnzimmer mit maximaler Effizienz da das Bad halt mehr beheizt werden muss als die Küche oder das Büro.

Der Komfort bei LLWP ist allerdings deutlich geringer als bei FBH (egal, welcher Energieträger): Teilweise deutlich ungleiche Wärmeverteilung, Lüftergeräusche, teilweise Überheizung von Räumen, teilweise sehr frickelige Einstellung.

Chat GPT ist in der Heizlastberechnung mittlerweile auch schon erstaunlich gut.
Man muss halt möglichst akkurate Daten liefern und wissen wie man sie deutet.
Und dann kann man auch ganz gut mal für die kältesten 5-10 Tage im Jahr berechnen wie viel Reserve noch da ist.

Abtauvorgänge sind kein Problem wenn die Isolierung nicht katastrophal schlecht ist.
Wenn der Raum sehr schlecht isoliert ist oder nur Stundenweise beheizt wird, dann fällt die Temperatur im Abtauzyklus natürlich ab und das ist tatsächlich auch spürbar.

Was Abtauzyklen angeht würde ich als Negativpunkt eher die Geräuschentwicklung nennen.
Generell ist die Geräuschkulisse bei Split-Klimas immer ein Nachteil und das ist vermutlich individuell ob man damit gut klarkommt oder ob es einen stört.
An das konstante Lüftergeräusch hab ich mich gut gewöhnt und es stört mich nicht.
Die Abtauvorgänge werden aber vermutlich immer nervig bleiben.

Das schöne bei Klima zum Heizen aber ist ja; man kann mit einem Raum anfangen und dann entscheiden und weitermachen.
Oder halt auch nicht weitermachen. Und macht man nicht weiter, hat man ja immer noch was zum Kühlen und kann nen Teil vom Haus zuheizen.

Kommt auf das Gesamtkonzept und die Raumgrößen an.
Wir wollten unsere beiden Badezimmer auch erst mir IR machen.
Haben allerdings im angrenzenden Flur keine Heizung.
Am Ende haben wir uns für eine 2er Multisplit für das Badezimmer entschieden weil man bei höherer durchgängiger Badezimmertemperatur mit Infrarot am Ende sonst elektrisch den Flur mitgeheizt hätte. Und auf “immer rechtzeitig” die Heizung andrehen hat keiner Lust.
Da will man mal in Ruhe aufn Pott, da hat man ja keine Lust, dass es kalt ist :smiley:
Gibt hier viele, die Heizen das Bad ja wirklich nur sehr gezielt ordentlich warm zum Duschen.
Und ansonsten hält das Bad die Temperatur auch durch Abwärme von Nebenräumen einigermaßen.
Da ist Infrarot natürlich komplett perfekt geeignet.
Raumgrößen sind halt immer ein Thema.
Ob sich Klimageräte in kleinen Räumen wirklich lohnen dürfte immer eine schwierige Frage sein.

Hängt denke ich auch stark von den Installationskosten ab.
Bei uns sind es 200€ Heizkostenunterschied (Prognose) im Jahr wenn die Bäder bei 22°C gehalten werden. (konstant)
Da lohnt sich Klima eigentlich so gut wie nicht.

Da aber das ganze Haus bei uns jetzt Split-Geräte bekommen hat und aktuell noch bekommt ham wir uns halt gedacht ob da jetzt 12 oder 13 Außengeräte neben dem Haus stehen ist auch scheißegal :smiley:

Das sehe ich nicht so. Mit einem Mix aus FBH, standard Heizkörpern Typ33 und mehreren Räumen mit LLWP kann ich keinerlei Einbußen im Konfort feststellen. Woher soll eine ungleiche Wärmeverteilung kommen? Jeder Raum hat seine eigene Split und wer schon aus Brandschutzgründen nicht den ganzen Tach alle Türen auf lässt der hat in seinen Räumen dann auch genau die Temperatur die er eingestellt hat.

Ich sehe mit der FBH sogar eher noch die Trägheit als Nachteil. Zugegeben, auf warmem Fußboden zu laufen ist auch für uns angenehm. Aber, auf starke Temperaturschwankungen bei der Außentemperatur und damit dem Heizbedarf kann die Slit an der Stelle wesentlich schneller reagieren. Gerade wenn es draußen wieder wärmer wird überheizt die FBH eher und man ist geneigt die teure thermische Energie dann raus zu lüften.

Die Lüftergeräusche sind da das kann man nicht abstreiten. Allerdings, zumindest bei unseren Geräten, fallen die nicht mehr ins Gewicht als das Rauschen der Heizungsrohre wobei beides absolut gesehen auf sehr leisem Niveau stattfindet.

Einzig das Thema mit der frickeligen Einstellung kann ich bestätigen. Allerdings sind diese Einstellungen im Idealfall einmal zu tätigen.

Kurzum, ich würde keine der Beheizungsarten verteufeln wollen. Jede hat so ihre Vor- und Nachteile. Das mit Split weniger Komfort vorhanden ist bestreite ich allerdings.

@leon596

Ich habe mir mal deinen Tipp mit chatgpt zu Herzen genommen und folgendes eingegeben:

Wir wohnen in einem endreihenhaus in Hamburg Rahlstedt mit 105qm Wohnfläche.
Die Außenwand ist ca 12cm dick. Die Innenwand ca 13 cm. Insgesamt mit Fenster ist die Wand ca 36cm dick.
Alle Fenster des Hauses sind aus dem Jahr 1978 und Doppelverglast, sowie ca 1,26m x 1m groß, solange ich nichts anderes dazu schreibe.
Über allen Fenster befinden sich Außenrollos mit gedämmten Rollokästen.
Das Haus hat ein 42qm großes Wohnzimmer das durch eine halbe Wand mit dem Flur verbunden ist.
Das Wohnzimmer hat ein 1,4m x 3m großes Fenster und daneben eine Tür zum Garten hin mit einem 70cm x 1,9m Glaseinsatz. Die Wände vom Wohnzimmer gehen nach Süden und nach Osten. Vom Flur geht eine 12qm Größe Küche mit Fenster nach Norden sowie ein 3qm großes Bad mit einem 30cm x 30cm großen Fenster ab. Küche und Bad haben Außenwände nach Norden. Der Flur hat Außenwände nach Osten und ca 15 qm. Von ihm geht eine Wendeltreppe in den ersten Stock. Dort befinden sich ein Schlafzimmer mit 17qm und einem Fenster nach Osten. 70% der Decke und 95% der Wand nach Norden sind Dachschrägen. Das Schlafzimmer hat eine Außenwand nach Osten. Das Kinderzimmer 1 hat 12qm und ca 50% der Decke sind Dachschrägen. Es hat ein Fenster nach Osten. Außenwände nach Osten sowie Süden. 60% der Außenwand nach Süden besteht aus Dachschrägen. Kinderzimmer 2 hat 8qm. Die Decke besteht zu 70% aus Dachschrägen. Es hat ein Dachfenster mit ca 40cm x 80cm sowie eine Außenwand nach Süden, die zu 60% aus Dachschrägen besteht. Zwischen Kinderzimmer 1 und Schlafzimmer befindet sich ein 10qm großes Badezimmer mit einem Fenster nach Osten. Es hat eine Außenwand nach Osten. Vom ersten Stock führt eine Wendeltreppe zum 20qm wohndachboden. Der Wohndachboden hat einen kleinen Spitzboden und ein Fenster nach Osten. Eine Wand zeigt nach Osten. Die Wände nach Süden und Norden sind zu 80% Dachschrägen.
Die oberste Geschossdecke und die kellerdecke sind nicht gedämmt. Das Dach ist insgesamt 120qm groß (Hälfte des Daches ist ein Süddach die andere Hälfte ist ein norddach. Es soll noch nach GEG gedämmt werden, also einen U-Wert von 0,24 erhalten.
Die gesamte Westseite des Hauses ist direkt mit dem angrenzenden Reihenhaus verbunden. Lüftung passiert über die Fenster es sollen aber im Wohnzimmer, Schlaf- und Kinderzimmer sowie auf dem wohndachboden Klimaanlagen zum heizen und kühlen eingebaut werden. Solltemperatur 19 - 20° Das Haus wurde 1978 gebaut und hat laut Energieverbrauchsausweis einen primärEnergiebedarf von 153 kWh m2/a
Das Wohnzimmer soll durch eine Singlesplit Anlage klimatisiert werden.
Das Schlafzimmer und der wohndachboden solle durch eine multisplit betrieben werden.
Die beiden Kinderzimmer sollen durch eine multisplit betrieben werden.
Wir haben einen Wärmebedarf von ca 10800kWh.
Im Sommer soll die Klimaanlage die Zimmer auf 22° kühlen. Im Winter auf ca 19-20° heizen.
Unser Dach ist insgesamt 120qm groß, 60qm davon sind nach Süden ausgerichtet und hat eine Neigung von 45°.
Kannst du anhand dieser Daten die Heizlast der einzelnen Zimmer berechnen?

Ausgespuckt wurden folgende Ergebnisse:

Wohnzimmer 5,5
Schlafzimmer 2,2
Kinderzimmer 1 1,6
Kinderzimmer 2 1,05
Wohndachboden 1,7

Gesamtspitzen-Heizlast 12,1 kWh

Klingt das pkausobel?

Google meint für “heizlast nach der schweizer formel für 10800 kWh Wärmebedarf im Jahr in Hamburg”
5.14 kW, was mir vom Wert (und der Einheit) her deutlich plausibler vor kommt.

Auf die Schweizer Formel kann man sich recht gut verlassen, also so um 5kW. Normale Heizlastberechnung liegt meist deutlich drüber, aber eben auch weiter weg von realistischen Werten. Trotzdem nicht so weit weg mit den 12kW.

Es ist auch nicht günstig, bei so einer Anfrage Sätze zu schreiben mit “soll noch gedämmt werden”. Das verwirrt die KI nur, schreib doch einfach das, was du berechnen willst. Zur Heizlastberechnung ist auch irrelevant, ob du mit Singlesplit klimatisieren willst und auch, auf welche Werte du kühlen willst.

Was hingegen fehlt oder ich sehe es nicht: Die NAT. Ohne die kann man nichts vernünftig berechnen.

Und dann ist ja die Frage, auf welcher Basis überhaupt die Heizlastberechnung erfolgt. Es kann sein, dass die KI einfach nur deinen Wert von 153 kwh/(m²a) genommen hat. Das wird das eine ganz simple Rechnung, die aber wenig wert ist. Denn das, was im Energieausweis steht, stimmt nur selten. Fürs Wohnzimmer wären es 153 * 42 = 6300 kWh Heizbedarf. Wenn du das für jedes Zimmer machst, siehst du schon, dass das bei weitem nicht stimmig ist mit deinem Verbrauch. Mittlerweile wirst du ja auch neue Fenster haben, womit der alte Wert ja schon nicht mehr stimmen kann.

1 „Gefällt mir“

Neue Fenster haben wir nicht.

Ich habe meine Eingabe jetzt mal mit deinen Tipps angepasst.

Ergebnis:

Wohnzimmer 1,85kW

Küche 0,57kW

Bad (EG) 0,14kW

Schlafzimmer 0,60kW

Kinderzimmer 0,48kW

Kinderzimmer 0,13kW

Badezimmer (1. OG) 0,49kW

Wohndachboden 0,75kW

Flur 0,58kW

Gesamt 5,59 kW

Das ist nun schon nahe an den 5kW

2 „Gefällt mir“