Vorstellung Solaranlage mit angeschlossenen Fragen

Hallo Photonenhäscher,

dies ist die Vorstellung meiner Solaranlage. Im Anschluß werde ich ein paar Fragen stellen, entweder gleich hier oder in einer passenden Kategorie oder bereits vorhandener Themen.

kurz zu mir: Ich bin handwerklich vorgebildeter Dipl.-Ing. (FH) und gelernter DDR-Bürger (Pflichtfach Zweckentfremdung). Die Planung einer Solaranlage habe ich vor ca. anderthalb Jahren begonnen. Der Amtsschimmel hat mich in seiner Unfähigkeit Gesetze zu lesen ausgebremst. Nichtsdestotrotz besteht eine tatsächliche Platzknappheit welche Mehrplanung und -arbeit verursacht hat.

Mit der Anlage möchte ich möglichst viel Eigenbedarf abdecken, das Augenmerk liegt also auf den schlechtesten Bedingungen im Dezember und Januar. In den Monaten ist, je nach Statistik, durchschnittlich mit 2,5 bis 3 Sonnenstunden pro Tag zu rechnen. Die Anlage wird nicht an das Versorgungsnetzt angeschlossen.
Die Erhöhung der Versorgungssicherheit spielt auch eine Rolle.
Gekocht wird mit Gas, geheizt mit Gas und Holz. Wärmepumpen für Klimatisierung im Sommer und Heizen solange genug Sonne da ist, ist geplant.

Fakten und ein paar Zusatzinformationen der Reihe nach:
Photovoltaik (der Engpaß):

  • 2,7kWp aus 6 Module von Heckert mit je 450Wp in zwei Strängen auf einem geneigten Flachdach.
    Standort Sachsen, Ausrichtung auf Süd-Südost, ca. 10:30 Uhr, Neigung variabel, zur Zeit bei gut 30° fixiert. Die Module sind unbeschattet, außer bei sehr niedrigem Sonnenstand, dann bis maximal 9 Uhr (durch Laubbaum ohne Blätter).
    Aus baulichen, bäumlichen und rechtlichen Gründen kann ich sinnvoll kaum mehr installieren. Die rechtlichen Gründe sind lokal auf wenige hundert Häuser/Grundstücke begrenzt, eine Erörterung daher für andere Nutzer nicht sinnvoll. Zwei jeweils senkrecht angebrachte Module wären noch möglich, die bis ca. 11 Uhr von einem Nadelbaum beschattet wären. Optisch auch eine Zumutung.

Nachführung:
Gleich vorweg: Finanziell nicht sinnvoll, wenn man stattdessen mehr Module verbauen kann. Bezogen auf die Gesamtkosten der Anlage und weil nicht mehr Platz vorhanden ist, doch sinnvoll, falls selbst für Eigenbauverhältnisse relativ preiswert umgesetzt.
Veränderlich ist/wird die Neigung von knapp 30° bis 78°, eine motorisierte Verstellung ist aber noch nicht fertig. Eine Drehung um die Hochachse habe ich wegen Beschaffungsschwierigkeiten zurückgestellt, das Untergestell ist für die Nachrüstung geeignet ausgeführt.
Das Untergestell ist berechnet auf Steifigkeit und Festigkeit, bezogen auf die Auslegungsbelastbarkeit der Module (laut Hersteller) mit Sicherheitsfaktor 2. Bezogen auf die höchste gemessene Spitzenwindgeschwindigkeit in der Gegend beträgt der Sicherheitsfaktor 4. Nicht gerechnet auf Resonanz aber die ist Dank hoher Steifigkeit vermutlich unproblematisch. Berechnung auf Torsion nur überschlagen unter der Annahme maximaler Wind nur auf einer Ecke.
Dachstuhl verstärkt, berechnet.
Eine Vorstellung kann ich später machen.

Wandlung:

  • 2 Victron bluesolar MPPT 150/35
  • 3 Victron MultiPlus II 48/3000/35

Akkumulator:

  • LiFePO, 16 Zellen Eve MB31 314ah Grade A noch in der Verpackung
  • BMS noch nicht vorhanden
  • Isolationsmaterial (Keramikfaserpappier und anderes) im Lieferrückstand
    Zukünftig verbaut in einem alten Wasserboiler mit Gas-/Rauchabzug. Die Notwendigkeit ergibt sich aus dem Fehlen eines Raums der als ausreichend feuerfest angesehen werden kann.
    Eine Vorstellung kann ich später machen.

sonstiges:

  • energieelektrische Verkabelung (48V und 230V) weitgehend vorhanden
  • steuerelektrische Verkabelung nicht vorhanden
  • Sicherungen für MultiPlus 63A (Eingang) und 16A (Ausgang), 40A für die MPPTs und 150A für die Batterie. Alles unter Berücksichtigung von DC-Spannungsbereichen.
  • Blitzschutz: Das Haus hat keinen Blitzschutz im Sinne irgendeiner Vorschrift (aber einen Blitzableiter an einem ehemaligen Antennenmast). Abstände zur Anlage werden eingehalten. Daher ist der Blitzschutz für die Anlage nicht vorgeschrieben. Unter Abwägung aller Umstände (Kosten, Wahrscheinlichkeit, möglicher Schaden) erscheint ein Blitzschutz im eigentlichen Sinne nicht sinnvoll. Die Solarmodule werden zukünftig aber bei Gewitter durch einem (EM-)Blitzsensor flachgelegt und von den MPPTs getrennt.

Planung und Realität:
Ursprünglich sollte ein MultiPlus das Haus versorgen und gelegentlich bei Bedarf mit zwei weiteren Drehstrom bereitstellen (für Werkzeugmaschinen). Für das Haus würde so auch Redundanz bereitstehen. Nun habe ich schon herausgefunden, so einfach wird das nicht, weil man im Drehstrombetrieb nicht einfach zwei Wechselrichter abschalten und nur noch einen betreiben kann. Ob ich den Drehstrom nun dauerhaft laufen lasse oder sich doch noch eine praktikable Lösung mit "ständiger" Änderung der Einstellung eines MultiPlus finden läßt, wird sich zeigen. Wobei die Verlustleistung von den MP2 auch deutlich gesenkt werden kann, wenn nicht gebraucht. Insofern ist dauerhafter Drehstrom wohl nicht so nachteilig, wie anfangs gedacht.
Ich habe schon einiges im Forum gelesen, inbesondere über BMS, 48V-Verkabelung und Batteriebau. Was BMS angeht bin ich aber etwas überfordert und in die Steuerung bin ich gerade erst eingestiegen. Sind die Einstellungen tatsächlich paßwortgeschützt? Davon hatte ich fast ein Jahr lang, seit ich die Victrons ins Auge gefaßt hatte, nichts gelesen.

Fragen(-Komplexe):
Zwei drängen sich mir, auch in zeitlicher Hinsicht, auf:

  1. Ich brauche noch ein BMS. Kann mir jemand eine Empfehlung geben, eine Auswahl oder eine Auswahl mit zu vermeidenden BMS? Die Auswahl ist groß und teilweise unübersichtlich. Es sollte für 150A sein, es muß nicht viel mehr können als für Sicherheit und Lebensdauer der Batterie zu sorgen, Ladestand wäre nett (brauche ich zwingend einen Shunt?). Kommunikation mit den Wechselrichtern ist optional. Nebenbedingung: Ich möchte keine Funkkommunikation, zumindest soll sie deaktivierbar, besser stillegbar sein.
    Ich war schon versucht einfach irgendein BMS mit den Zellen mitzubestellen, aber die 150A-er sind ausverkauft.

  2. Was brauche ich noch für die Steuerung (und Einstellung)?

  • Brauche ich ein VE-direct-zu-USB-Interface-Kabel? Die MPPTs habe ich mittels Drehschalter auf LiFePO gestellt. Macht den Rest nicht ohnehin das BMS?
  • Brauche ich ein MK3? Ein Rapsberry Pi kann als GX-Gerät benutzt werden, habe ich gelesen, von Victron freigegeben. Aber ist das nur für Einstellungen und Auswertung geeignet oder ist damit auch Drehstrombetrieb möglich? (Es könnte sein, daß dafür höhere Echtzeitfähigkeiten gebraucht werden, denke ich mir.)
  • Die von Victron vorgesehenen RJ45-Kabel sind UTP, UTP ist ohne Schirm. Im Forum scheiden sich die Geister, ob man da auf keinen Fall sparen sollte oder ob es nichtblaue Kabel auch tun. Hat sich da eine Ansicht verdichtet?
  • Was habe ich übersehen? RJ45-Abschlußwiderstände?

Dein Beitrag habe ich in einem Texteditor geschrieben, weil die Forensoftware mir das Eingabefeld mit einem Hinweistext verdeckt. Mal sehen, was dabei rauskommt.

sind nett, haben aber mit „Augenmerk auf Dezember“ oder „Versorgungssicherheit“ leider mal gar nichts zu tun. Dafür müsstest du das Komma in der Leistung rausnehmen.Der Akku ist da dann auch sehr ausreichend dimensioniert.

Wie hoch ist denn aktuell dein Stromverbrauch?

Oliver

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Erst einmal. Danke, dass Du uns Deine Pläne darstellst.

Habe den Eindruck, dass Du sehr enttäuscht sein wirst, wenn Du Anlage wie beschrieben aufbaust.

Einerseits sagst Du, dass Du möglichst viel Eigenbedarf abdecken willst. Hört sich also so an, als ob Du nicht alles per Solar abdecken kannst.

Andererseits schreibst Du, dass die Anlage nicht an das Versorgungsnetz angeschlossen wird. Wie soll das gehen, wenn Du nicht 100% selbst erzeugst? Eine 3-phasige Anlage bei nur 2,7 kWp? Kann mir nicht vorstellen wie das funktionieren soll. Oder meinst Du 27 kWp?

Woher hast Du 2,5 bis 3 Sonnenstunden pro Tag im Dezember und Januar? Und was erhoffst Dur Dir für einen Ertrag?

Ich war persönlich bei meiner ersten Anlage absolut begeistert, was diese im Sommer bringt und komplett enttäuscht, was im Winter vom Oktober bis Februar so passiert.

Schau mal bei dem Planungstool von Andreas was Du erwarten kannst: PVTool Rechner - Akkudoktor Forum

Die vertikale Verstellung (Neigungswinkel) wird Dir zwar etwas bringen, aber nicht sehr viel. Kannst Du im Tool ausprobieren, in dem Du unterschiedliche Winkel eingibst und Dir die entsprechenden Monate anschaust.

Welche BMS Du auswählst ist Glaubenssache. Derzeit ist allerdings das JK Inverter BMS bei Victron State-of-the-Art. 150 Ampere ist alllerdings eine Ansage. Das erfordert dicke Kabel und eine gute Absicherung. Wofür brauchst Du soviel?

Bzgl. VE-direct-zu-USB-Interface-Kabel: Ja, Du kannst darauf verzichten, wenn Du die Werte der MPPTs nicht im VenusOS darstellen willst und diese lokal nur über die Spannungen konfigurieren willst. Andererseits kann das VenusOS die MPPTs nur damit steuern. Wäre wichtig, wenn Dein Akku voll ist und Du wirklich OffGrid hast. Fatal wäre, wenn die Victron MPPTs im Sommer bei vollem Akku noch weiter den Akku laden wollen.

An Deiner Stelle würde ich erst mal mit einem Multiplus starten und schauen, wieviel Ertrag Du hinbekommst und was Du verbrauchst.

Noch besser wäre es allerdings, wenn Du zuerst einmal ein Balkonkraftwerk mit 2 kWp aufgebaut hättest. Das kostet wenig und dann hast Du die Erfahrung, was die Sonne wirklich bringt.

Der Jahresverbrauch liegt um die 2200kWh, mußte erst nachschauen weil ich es nicht mehr wußte. Ich hatte in der Planungsphase ausgerechnet mit 2,7kWp und drei Sonnenstunden pro Tag auskommen zu können (zumindest mit Nachführung oder wenigstens steil stehend). Natürlich ist das ein Durchschnitt den auch der überdimensionierte Akku nicht wegbügeln kann (und nie sollte). 2200/365/2,7 < 3

Der Januar ist hier übrigens etwas schlechter als der Dezember, laut Statistik. Und er hatte in der Vergangenheit den höchsten Strombedarf. 230/31/2,7 < 3

Insofern und generell, doch, Dezember/Januar ist das Maß der Dinge, selbst wenn ich dort unterversorgt bin weil ich nicht mehr installieren kann, denn ich möchte möglichst den Eigenbedarf decken. Der Überschuß im Juli interessiert mich so gut wie gar nicht. Und natürlich ist die Versorgungssicherheit erhöht, wenn man eine Anlage hat die Strom liefert, wenn das Netz ausfällt.

Der Akku ist nur so groß geworden, weil ein viel kleinerer bei weitem nicht viel weniger kostet. Zumindest keiner den ich gefunden hätte.

OK, also keine OffGrid-Anlage. Die Anlage wird an das Netz des Betreibers angeschlossen.

Bei nur 2,7 kWp und 2200 kWh Jahresverbrauch wirst Du von Oktober bis Februar einiges aus dem Netz nehmen müssen. Da hilft auch ein überdimensionierter Akku nicht.

3-Phasig und 150A scheint mir bei der Dimensioniertung absolut übertrieben. Du hast ja den Netzanschluss Deines Betreibers und kannst die wenigen Zeiten bei denen Du 3-Phasen brauchst mit dem Netzanschluss gut hinbekommen. Wir haben in DE saldierende Stromzähler, so dass es auch nichts ausmacht, wenn andere Phasen etwas brauchen.

Bedenke. Eine 3-Phasige Anlage braucht wesentlich mehr Grundverbrauch, was gerade vom Oktober bis Februar ein großer Nachteil ist. Insbesondere bei nur 2,7 kWp wird da viel vom Ertrag drauf gehen.

Im Sommer wirst Du zu viel Ertrag haben. Und im Winter viel zu wenig.

Hallo wihz,

ich rechne schon damit, daß es nicht so gut wird wie berechnet. Was die Sache mit der Versorgung und dem Netzanschluß angeht, das soll laufen wie bei all den anderen, die hier solche Anlagen diskutieren, durch Umschalten.

Keiner meiner jetzigen Drehstromverbraucher hat 2,7kW, außer dem 6kW-Saunaofen. Wenn ich will, dann betreibe ich den aus dem Akku.

Woher ich die ursprüngliche Aussage mit den 3 Stunden und der Januar hat die wenigste Sonne habe, weiß ich nicht mehr aber ich habe mir viele MB Daten vom Wetterdienst runtergeladen für Sonne und Wind der letzten Jahrzehnte. Ich wollte einen Simulator programmieren, der unter anderem ermittelt, wie viele Tage im Jahr ein Akku der Größe a kWh, bei b Wp c kWh Verbrauch … und g° Neigung leer gewesen wäre für ein beliebige Jahr für das Daten vorliegen. Habe es dann aber gelassen. Die Daten sind leider teilweise korrupt, was die Anzahl der Trennzeichen angeht. Das tool und was Du sonst noch angeregt hast schaue ich mir gleich an.

Mit Schlechtwetterbedingungen habe ich mich auch befaßt. Mir wurde schnell klar, wie manche Anbieter von Solartrackern täuschen was das angeht.

Der Winkel macht einen erheblichen Unterschied bei Sonnenschein. Nicht die letzten paar Grad Richtung 90° zur Sonne aber um so mehr unter 45° zur Sonne. Bei schlechten Bedingungen ist es nahezu egal, da ist flach sogar besser. Aber eben besser von sehr wenig.

Batteriekabel liegt hier mit 70mm², für Wechselrichter 50mm² (bewußt größer als nötig, wegen der Klemmenproblematik bei Victron die ich mir angelesen habe, damit selbst ein erhöhter Übergangswiderstand in der Pressung des Rohrkabelschuhs klein genug ist und überhaupt wegen des Spannungsabfalls bei 48V). Absicherung ist über eine N00 in einem Lasttrennschalter.

Was das Laden durch die MPPTs bei vollem Akku angeht, das sollten die nicht, falls die LiFePO-Einstellung der MPPTs korrekt ist. Außerdem ist das BMS davor. Und mir war so, als hätte ich von einer (PWM?-)Kommunikation auf der 48V-Leitung zwischen Wechselrichter und MPPT gelesen. Irgendwie kommen die beiden auch miteinander klar, wenn gar kein Akku im Spiel ist. Der MPPT läuft nicht Amok. Aber das ist ein anderer Fall.

Aber wenn ich Kommunikation will, dann mit je einem VE-direct-zu-USB-Interface-Kabel pro MPPT, richtig?

Ein Balkonkraftwerk zu vorübergehend auf einem Flachdach anbringen oder im Schatten einer Fichte? Das ist eher nicht die Lösung. Welche Erkenntnis könnte ich gewinnen, die mich die jetzige Anlage nicht aufbauen lassen würde? Daß mehr Module besser wären weiß ich schon von Anfang an. Dennoch danke.

Die Solaranlage inklusive Wechselrichtern und allem wird zu keinem Zeitpunkt ans Netzt angeschlossen. Du, wihz, bist hier doch schon ein Jahr länger angemeldet als ich mitlese und solltest diesen Ansatz schon mal mitbekommen haben.

3-Phasig mit 150A könnte ich unterschreiten, wenn ich kleinere Wechselrichter verbaue. Welche wären das? Rhetorische Frage. Dann hätte ich aber zu wenig Leistung für manchen 230V-Verbraucher. Ich könnte einen 3000er und zwei kleinere Wechselrichter verbauen. Wechselrichter welches Anbieters kann man so kombinieren? Rhetorische Frage. Oder geht es nur um die Sicherung? In dem Fall …? Rhetorische Frage.

Der Einwand, ich könnte den 3-phasigen Verbrauch aus dem Netz nehmen ist berechtigt. Es gibt zwei Gründe warum ich das nicht tue, beide tun nicht wirklich etwas zur Sache.

Ansonsten steht es Dir frei den Inhalt meiner Beiträge mit eigenen Worten so wiederzugeben als würdest Du meinen mir etwas mitteilen zu müssen. Sinnvoll ist es aber nicht.

Der Tab mit dem tool ist leider abgekakt. Ich tippe mal auf clientseitige Berechnung mittels Javascript. Immerhin ist meine Kiste nicht stehengeblieben.

Na ja, andere sammeln Kronkorken o.ä. Jeder kann und darf seinem Hobby frönen, wie er möchte.

Technisch ist das Verhältnis von 2,7kWp zu 2200kWh Stromverbrauch halt maximal ungünstig, und ein Victron-3-Phasensystem mit 16kWh-Akku völliger Overkill. Daran ändern auch widerstandsoptimierte Crimpungen und Pv-Module-Drehvorrichtungen nichts. Aber des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

Über das Thema „Umschaltinsel“ wurde inzwischen so oft diskutiert, da gibt es nichts mehr zu sagen. Ob du die Anlage anmeldest, ist deine Entscheidung, die möglichen Konsequenzen eingeschlossen.

Oliver

Es war von zwei Gründen die Rede den Drehstrom nicht ausschließlich dem Netz zu entnehmen, statt dem Netz und der Solaranlage. Was würde sich an der Anmeldeüberlegung ändern, wenn ich nur einen Wechselrichter hätte? Nichts. Ich habe auch Gründe genannt, warum es nicht weniger und warum es nicht mehr als 2700Wp sind. Worin liegt der Bedarf Gründe zu erfinden die den genannten auch noch widersprechen?

Auch OliverSo hat Schwierigkeiten das Geschriebene zu lesen und zu verstehen oder zu akzeptieren, in jedem einzelnen Punkt den er anspricht. Ebenso dabei, aus den von ihm selbst genannten Fakten die Konsequenzen zu ziehen.

Bin kein Hellseher. Du hast nicht geschrieben, dass Du doch den Netzanschluss nutzen willst und zwischen diesem und der Solaranlage hin- und herschalten willst. Warten bis der Akku voll wird und Da wirst Du zwischen Oktober und Februar alle paar Tage umschalten müssen. Für mich vollkommen unpraktikabel bei der geringen Solarleistung.

Der Winkel macht einen erheblichen Unterschied bei Sonnenschein. Nicht die letzten paar Grad Richtung 90° zur Sonne aber um so mehr unter 45° zur Sonne.

“erheblich”? Woher hast Du diese Erkenntnis?

Du hast von der Änderung der horizontaler Ausrichtung, also Azimuth gesprochen. Die zu ändern bringt je nach Jahreszeit etwas, aber vermutlich nicht so viel wir Du Dir vorstellst. Kannst Du mit den PV-Ertragstools aber leicht testen und siehst auch die Auswirkung bei den entsprechenden Monaten. Der Sonnenstand wechselt ja nicht stündlich oder täglich, daher macht die Anpassung nur alle paar Monate einen Sinn.

Rate Dir dringend Dir vorher mal einen der Ertragsrechner wie das PV-Tool, PVGIS oder ähnliches zu verwenden. Das ist eigentlich das erste, was man macht, bevor man die Auslegung festlegt.

Deinen 3-phasigen Ansatz sehe ich bei den Randbedingungen als sinnlos an. Wenn Du das als Hobby so aufbauen willst. Kein Problem. Dass solltest Du aber auch bei anderen Komponenten wir z.B. VE-Direct-Anschlüssen nicht sparen.

Ärgere mich bei Deinen nicht sehr netten Äußerungen Dir überhaupt geantwortet zu haben. Na ja, lege ich als Lehrgeld ab. Bye.

Sind die Fragen beantwortet? Statt dessen wird unaufgefordert über eine Sinnhaftigkeit der vorgestellten Anlage sinniert. Und wenn darauf vom TE reagiert wird, die “Anregungen” zurückgewiesen werden, auch noch beleidigt sein. Tsss

So wenig, wie wir halt alle im Dezember/Januar unter sonst optimalen Bedingungen ernten können, sind diese beiden Monate IHMO für den übers ganze Jahr betrachteten Autarkiegrad nicht sonderlich relevant. Aber was Du mit Blick auf Dezember/Januar machst, wird Dir natürlich auch im März und Oktober helfen, wo vermutlich Deine Nachführung unterm Strich (Jahressicht) mehr bringt. Frag mich, ob man im Dez/Januar ggf. den Multiplus+Akku schlafen lassen sollte und mit einem Hoymiles was bastelt, wenn man in den zwei Monaten wirklich das Optimum rausholen will. Daß Du als Ingenieur auch nen Multiplus und 16 kWh Akku haben willst und nicht nen schnöden fertigen Plug&Play Akku kann ich auch gut nachvollziehen. Manche Dinge macht man halt, weil man es kann :wink: (Beliebte Antwort auf die Frage, warum man einen Marathon läuft ;-))

Ich habe in dem Thema auch mal rumgewühlt. Mit einer Winter- und einer Sommerstellung (26 Grad Differenz) war der maximale verlust (wenn ich mich recht erinnere) 5%.

Wers nachschauen will: der Verlust bei 13 grad Schiefstellung.

Und falls gerade jemand mitliest, der eine Diplomarbeit über die Theorie der Sender-Empfänger Kommunikation schreibt: Volltreffer.

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2,7 kWp - das passt für eine kleine Gartenanlage, aber nicht zur Versorgung eines Hauses. Wir haben seit 1 Jahr 4 Module (knapp 2 kWp) auf einer Gartenhütte, die wir im Dachstudio für IT, Router, TV etc. nutzen. Dazu einen kleinen 2,6 kWh Akku (24V 8S 105Ah LFP). Das reicht uns meist für März - Anf. November - dazwischen wird es sehr eng! Die durchschnittlichen 2-3 Sonnenstunden sehe ich hier im Nov. und Dez. definitiv nicht - da hast Du auch mal ne ganze Woche Dunkelflaute! Und wenn dann noch 2 Wochen Schee liegen ist zappenduster.

Und je mehr und je größere Wechselrichter du anschließt, desto mehr Leerlaufverluste hast Du! Unser 15 kW Deye nimmt sich so seine 100W im Betrieb, je nach Modus zwischen 50 und 150W! Ein einphasiger Victron ist da deutlich sparsamer, wenn Du mit 2000W z.B. auskommst.

Mehr rechnet sich aus meiner Sicht bei so einer kleinen Anlage auch nicht. Ein 3phasiger WR wäre also absoluter Overkill.

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Drehen / Anstellwinkel:

Man braucht ja “nur” 30° zur Sonne oder besser auszurichten. Für die kritischen Wintertage reicht es, wenn man den Anstellwinkel fix montiert.. Mein 75° aufgestelltes Panel ist im Winter recht gut, auch wenn mir so 55-60° lieber wäre. Der größere gewinn wäre in einer geneigten Nachführung zu erwarten, aber dann haut mich der vermieter raus :smiley:

Speicher 15kWh hätte ich auch gerne, würde ich mit meinen 600W SO und 1200W SW auch mal voll bekommen. Halt nicht immer und nicht in 1 Tag (nicht mal meine aktuellen 6kWh), dafür reichts dann über ne größere Regenwolke

Läßt sich das ganze als USV-Anlage anmelden? Von was die geladen wird ist ja dann erstmal egal …

Ich habe geschrieben, die Anlage wird nicht ans Netz angeschlossen. Du behauptest sie würde doch angeschlossen werden. Welche Rolle spielt es da was ich schreibe?
Du stellst deine widersprechende Behauptung als Schlußfolgerung dessen dar, was ich geschrieben habe obwohl sich das nicht zwingend daraus ergibt. Darauf habe ich reagiert und meine Einschätzung geäußert, daß dir die Möglichkeiten, wie man das machen kann, doch schon mal über den Weg gelaufen sein müßten.

Die Erheblichkeit des Einflusses des Winkels ergibt sich schon aus dem Verlauf der Sinus- oder Kosinusfunktion wie ich bereits andeutete. Allein die Änderung der projizierten Fläche reicht schon aus meine Aussage zu begründen. Ob horizontal oder vertikal spielt dafür grundsätzlich keine Rolle. Vertikal ist das Potential natürlich größer, weil sie der Sonnenstand in einem größeren Bereich ändern kann. Da meine Augenmerk aber auf der Zeit des niedrigen Sonnenstandes liegt, bin ich froh, daß in der Zeit die horizontale Verstellung ähnlich viel Potential hat und in Betrieb gehen wird, obwohl die andere Achse erst später folgt.

Bei einem 50° steilen Schrägdach Richtung Süden wäre ich nicht auf die Idee gekommen etwas anderes als dachparallel zu montieren. Dann wäre auf der gleichen Grundfläche auch mehr Dachfläche.

Zumindest liegt der Sinn ansonsten in etwas anderem begründet als im Sonnenstand. Ich werde meine Anlage beispielsweise bei Sturm flachlegen, auch wenn sie sturmfest ist, auch bei Gewitter damit sie nicht der höchste Punkt ist.

Das Ding steht und ich habe vorher. Und was das "Hobby" angeht, die Alternative wäre was? Es beruflich zu machen? Der Sinn der Aussage ist welcher?

Ich denke, vielen hier fällt die nicht optimale Bemessung der Dinge im Gegensatz zu den Ansprüchen auf.
Einerseits wird die Anlage “nie ans Netz angeschlossen”, andererseits willst Du mit 2.7 kWp (die ich ebenfalls habe) sogar mit Drehstromanschluss “möglichst autark” sein - sogar im Tal der Tränen (Winter). Das dann eben mit 3 Multiplussen, die natürlich jeder auch wieder Leistung ziehen.
Das mag im Sommer funktionieren, im Winter sehe ich da schwarz… oder zumindest düster ^^

Die Ausrichtung / Nachführung der Platten bringt eine prozentual kleine Steigerung, die Gesamtdimensionierung sehe ich als deutlich nicht ausreichend.
Und ich glaube, das ist es auch, was viele dir zu verstehen geben woll(t)en.

Wenn man nach Hilfe fragt, sollte man auch Hilfe - zumindeskt konzeptionell - annehmen wollen, selbst wenn diese nicht ganz den eigenen Vorstellungen entspricht.

Sonnige Grüße vom Nachtwind

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