Victron meldet: Alarm: Low battery voltage - JK BMS

Aus meiner Sicht ist das BMS auch da um den Wechselrichter zu steuern und dient nicht ausschließlich dem Schutz des Akkus.

Ich habe zwei Akku die als Master-Slave miteinander verbunden sind. Jeder Akku kann mit 150A geladen und entladen werden. DC-Seitig sind sie am Wechselrichter parallel angeschlossen. Somit kann der WR mit 300A laden und entladen, logisch soweit?

Wenn nun ein Akku ausfällt, dann erkennt dies des Master-BMS und meldet dem Wechselrichter nicht mehr 300A sondern nur 150A Lade/Entladestrom. Das BMS steuert also den WR um zwei Schutzfunktion zu erfüllen. 1. das der Ladestrom für den verbleibenden Akku reduziert wird und 2. um nicht komplett beide Akkus zu trennen und somit keine Ausfallsicherheit im System existiert.
Machen die BMS'e alles richtig dann steuern sie also den WR so das das Gesamtsystem aus WR + 2x Akkus höhere Ausfallsicherheit hat..

Das BMS meldet ebenso die Ladespannung die der Wechselrichter zu benutzen hat. Wenn die Akkus voll geladen wurden, das Balancing beendet wurde, also alls Parameter die nur das BMS kennen kann, wird das BMS nach einer eingestellten Zeitspanne dem Wechselrichter melden das dieser in den Float-Mode umzuschalten hat. Das BMS meldet nun dem WR die eingestellte Floatspannung (kleiner als Ladespannung). Auch hier steuert das BMS den Wechselrichter und das NICHT auf Grund eines Fehlers oder einer Schutzfunktion.

Das BMS wird individuell je nach Akkus konfiguriert. Funktionieren diese korrekt so könnte man theoretisch verschiedene Akkus und verschieden BMS'e verdrahten und alles würde sauber funktionieren, weil jedes BMS für sich exakt auf die Gegebenheiten seines Akkussystems konfiguriert ist. Diese Aufgabe an den Wechselrichter zu delegieren ist thecnisch/ökonomisch garnicht möglich noch sinnvoll.

Das es heutzutage nicht so geht liegt einfach nur an der sehr schlechten Qualität der Software in den BMS'en und Wechselrichter. Insofern hast du recht wenn du sagst "machen aber viele falsch!". Selbst BMS'e von namhaften Herstellern kennen nur 2 Modis: es läuft oder ich schalte ab weil ich in Grenzen hinein geladen habe. Dh. Abschaltbedinungen sind sowas wie Überstrom, Überspannungen an Zellen,Übertemperaturen usw. Das ist dann tatsächlich nur eine Schutzfunktion und keine Steuerungsfunktion.

Dises Verhalten sagt aber nichts darüber aus wie ein BMS sinnvoller Weise funktionieren sollte. Und ich meine: gute BMS'e müssen den Wechselrichter steuern und gleichzeitig den Akku schützen können.

Wenn ich mir die Steilheit beim Entladen anschaue (Kurve wurde mit EVE 304Ah Zelle und 40A Last gemessen): Den Wechselrichter 2.8V-3V einstellen und BMS bei 2.7-2.8V abschalten lassen. Ob man da eher den oberen oder unteren Bereich nimmt mag jeder für sich entscheiden.

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so würde ich es auch machen. Wenn man die Batterie in dieser Jahreszeit noch ganz voll bekommt, ist die Kapazität zu gering. Wenn man unter 3V bei 40A Entladen muss, ist die Batterie ebesfalls zu klein. Wenn die Kapazität passt, ist es völlig egal ob bei 3V oder 2,7V die Entladung abgestellt wird.

So nun macht die Victron-Batterie Kombi genau das was ich Anfangs wollte. :ok_hand:

Ja alle Einstellungen im BMS waren korrekt und es lag allein an zu strengen Einstellungen im Victron bzw. Victron ESS.

Gestern habe ich die Werte so korrigiert das das ESS bis 44,8V heruntergeht. Da ich nicht weiss welche Werte nun zählen, die im Wechselrichter Menu oder im ESS Assistenten, habe ich die Voltzahl im Wechselrichtermenu noch niedriger gesetzt als im ESS.



Danach habe ich versucht die Batterie einfach auf mal auf 0% SOC herunterzuquälen. Und da meine beiden größeren Kinder ihre Hochleistungs PCs laufen hatten sogar nicht besonder schonend, sondern die letzten 5% dauerhaft mit mehr als 40A, am Ende sogar fast 50A.

Ich habs nicht mitbekommen aber auf 0% ist er nicht ganz runtergegangen bzw. wurden die minimalen 44,8V wohl knapp vorher erreicht. Womit die Frage welche Werte nun zählen wohl die ESS Einstellungen gewonnen haben.

War das jetzt schlimm und ich habe meine nagelneue Batterie sinnlos um Jahre altern lassen? Die Spannung ist mit minmal 44,8V / 16 = 2,8V pro Zelle eingestellt.

Das ist weit entfernt von den 2,5V die für eine entladene LFP immer noch als normal und ungefährlich gelten. Zelldrift war zwar am Ende schon größer als 0,1V aber noch im Rahmen. Und wäre das anders gewesen dann hätte das BMS ja bei, immer noch unkritischen, 2,65V einer Zelle abgeschaltet.

Jeder darf seine Batterie gerne nur von 20-80% im Schongang betreiben aber dafür ist mir der Invest dann doch zu schade um ihn nur sehr begrenzt zu nutzen.

Die Tibber Strompreisdifferenz in 24h ist im Moment nicht wirklich so dolle aber 20% Unterschied im Preis sind auch jetzt da. Daher lasse ich die Batterie jetzt in den günstigsten Stunden laden (Steuerung durch EVCC) und vor allem in den teuersten Stunden entladen.

Bei einem geschätzten Wirkungsgrad von 80% lohnt es sich zumindest für die Netzentlastung. Sobald der Elektriker am Victron einen separaten Zähler angeschlossen hat ist die reale Effizienz aus Laden und Entladen das erste was ich prüfe. Und dann kann man besser planen ab welcher Differenz es sich lohnt oder nicht.

Am Tag wird natürlich auch ein bischen aus der PV geladen wenn denn mal die Wolken etwas heller werden. Was für ein gruseliger November.

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Also ich würde der Batterie immer 1..5% Rest-SOC gönnen, gar nicht wegen der Lebensdauer, sondern als "Reserve". Dein System hat auf den 48V auch einen Eigenverbrauch. Sollte der Victron mal kaputt gehen oder sonstwie aussteigen, würde ich vermeiden wollen, dass die Batterie 48h später aufgrund des Eigenverbrauchs durch das BMS komplett abgeschaltet wird. Dann isses unter Umständen sehr mühsam, das System wieder hochzubekommen (zusätzliches 48V-Netzteil, ...)
Deshalb würde ich echt schon bei 3,0V/Zelle abschalten.

Aber das ist dann auch jedem selbst überlassen.

Michael

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Diese Einstellungen sind erst einmal nur dafür da, dass das System komplett abschaltet wenn die geringste die angegebene Spannung erreicht wurde.

Wie tief dann der Multiplus entladen soll, wird dann zusätzlich eingestellt.
Ich habe meinen Multiplus in der hier gezeigten Config auch so niedrig eingestellt. Aber dann in den Einstellungen soll er deutlich höher abschalten. Da kann man einen min. SOC angeben. Diese Einstellung hat dann mit den Configs überhaupt nichts zutun.

Ich bin nicht sicher ob ich Dich richtig verstanden habe aber war deine Aussage das Du in den Victron ESS Einstellungen beim SoC Mindeswert Entladung einen so hohen Wert eingestellt hast das die konfigurierte Abschaltspannung in den ESS Einstellungen keine Rolle spielt?

Niemand hat bestritten das es die SoC Mindeswert Entladung Einstellung gibt, aber die Meinung der Meisten hier war das die SoC Angabe eben sehr unsicher ist und man sich keinesfalls darauf verlassen kann. Am Ende zählen nur die Spannungen der Einzelzellen bzw. die Gesamtspannung.

Ich möchte von meinen gekauften und versprochenen 15,46 kWh möglichst 15 kWh nutzen. Wieviel wirklich in Wechselrichter + Batterie rein- und vor allem rausgeht kann ich aber erst mit einem Zwischenzähler messen.

Wenn dann herauskommt das ich zum Nutzen der 15 kWh bis 0% SoC Mindeswert Entladung gehen muss dann werde ich das tun solange ich den Strom brauche. Wenn nicht dann geht die Batterie ja auch bei eingestellten 0% eh nicht so weit runter.

Und mein Fazit nach wenigen Tagen mit der Batterie ist das die riesen Kapazität von 15 kWh keineswegs überdimensioniert ist. Eher im Gegenteil.

Das mag vielleicht für den Sommer stimmen aber ich will die Batterie ja auch im Winter nutzen um Strom aus preiswerten Tageszeiten in teure umzuschichten. Bei mehr als 15 kWh würde das dann mit nur einem Mulitplus und seiner begrenzten Ladeleistung dann aber keinen Sinn mehr machen. So brauch der wohl für 15 kWh laden ja schon min. 4 Stunden.

Ich stelle keinen SOC im ESS ein und du hast das scheinbar auch nicht gemacht. Lieber die Spannung nehmen. Der SOC wird nur errechnet. Die Spannung ist fakt und unterschreitet deine Batterie eine gewisse Spannung, wird sie tiefenentladen und ist hinüber.
Das Problem hierbei ist, dass beim entladen die Spannung ein gutes Stück abfällt. Bist du bei 4% SOC, dann ist normal die Spannung schon so extrem niedrig, dass deine Zellen kaputt gehen wenn plötzlich 4000W im Haus gebraucht werden und aus dem Speicher gezogen werden sollen.

Deswegen enthalte ich mich ab jetzt hier, am Ende heißt es noch wir haben dir diese Ideen in den Kopf gesetzt und sind schuld das dein Speicher nach kurzer Zeit kaputt gegangen ist.

Den Speicher auf 2% Kapazität runter zu ziehen um mit den 98% das Haus zu versorgen ist....naja gelinde ausgedrückt: Nicht wirklich schlau.
Ich schätze mal du hast einen LiFePo. Wenn ja, dann wirst du keine lange Freude an deinem Speicher haben, Lass nur eine Zelle minimal abweichen und zwar minimal weniger als die anderen und deine Zelle ist bei 2% Füllstand der ganzen Batterie kaputt, sollten bei den erwähnten 4% SOC keine höhen Entladeströme mehr fließen.

Aber darauf wurdest du eigentlich hier schon mehrfach hingewiesen und trotzdem willst du das Risiko eingehen deinen Speicher so weit zu entladen?
Sorry aber auf dieser Basis meine Aussage zu dem "nicht wirklich schlau".

Erst mit einem Zwischenzähler?
Dein Multiplus hat die Möglichkeit als Shunt zu dienen. Da hast du deinen Zwischenzähler für die lade- und entladeströme.

Auch mit dem Winter und dem laden und entladen:
Die Frage ist auch wie oft man eine Chance hat den Speicher günstig zu laden. So zum Beispiel zahlst du drauf wenn du den Speicher bei 0,30 € lädst und bei 0,35€ entlädst.

Bitte nicht als persönlichen Angriff sehen. Es ist lediglich eine Warnung. Aber ich habe auch das Gefühl wir drehen uns hier im Kreis und du willst die wirklich hier vielen gute und sehr wichtigen Argumente nicht akzeptieren.
Bitte gehe nochmal in dich, erkundige dich ganz genau wie sich die Lebensdauer einer Zelle bei den jeweiligen Spannungen verhält.
Auch mal schauen wie sich die Spannung eines Speichers beim laden und entladen verhält.

Ansonsten alles gute dir und ich hoffe für dich, dass du noch lange Freude an deinem Speicher haben wirst.

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Ihr dreht euch im Kreis. Macht den Haken bei Batteriemonitor in der VE Konfig raus. Diese war nur für Bleibatterien gedacht. Und die Entladetiefe über SOC könnt ihr euch bei euren China BMS auch schenken, weil die SOC Berechnung nach eine paar Zyklen ohne Vollladung weit entfernt von der Realität ist.
Ich kenne jetzt das JK BMS nicht, aber die meisten BMS mit Kommunikation zum WR haben eine Einstellung "Min Vcell discharge" die den Wechselrichter bei erreichen die Entladung stoppen lässt ohne zu trennen. Das ist die einzig sinnvolle Einstellung.

Das ist das Gleiche, als ob du mit einem Motorrad die volle Breite zwischen den Kantsteinen der Straße abzüglich 10cm nutzen willst. Würde ich nicht machen...

Du hast sicherlich auch den Preisunterschied für 0,75kWh berechnet. Kommen da mehr als 10Cent raus?

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Natürlich will ich den realen Wirkungsgrad inkl. des Eigenverbrauchs des Multiplus extern und unabhängig messen. Also ganz simpel messen was geht an AC in Richtung Multiplus + Batterie und was geht raus. Dividieren und raus kommt der für mich relevante Wirkungsgrad.

Und natürlich ist mir klar das ein laden bei geringen Preisen und entladen bei hohen Preise nur (wirtschaftlich) sinnvoll ist wenn die Differenz der Preise min. so hoch ist das sie die Wirkungsgradverluste ausgleicht.

Reale Daten: Heute Nacht um 3-4 Uhr für 32,5 Cent/kWh eingespeichert und heute Morgen bei 39,8 Cent/kWh entladen. 32,5/39,8= 0,81.

Lohnt sich also wahrscheinlich nicht wirklich aber ich trage altruistisch zum Ausgleich des Über-Minderangebots bei. Aber wie gesagt ich brauche den realen Wirkungsgrad um das wirklich beurteilen zu können. Erstmal mache ich das deshalb damit der Kram auch was tut und nicht einfach nur rumsteht :crazy_face:

Und zur Transparenz: Eine Abschreibung des MP2 bzw. Batterie ist ganz bewust in diese Kalkulation nicht mit einberechnet. Milchmädchen Begründung: MP2 Speicher und Batterie sind für den PV Überschuss angeschafft und "eh da Kosten". Die Nutzung im Winter kommt oben drauf und eine erhöhte "Abnutzung" innerhalb einer realistischen Nutzungsdauer der Batterie halte ich für irrelevant.

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Tatsächlich hatte ich auch ausversehen diesen Hacken gesetzt und bisher die config noch nicht neu in den Multiplus geladen.

Trotzdem stimmt meine Anzeige, daran kann es also nicht liegen. Selbst wenn ich als Batteriemonitor den Multiplus nehme, ist die Anzeige bei mir richtig.

lohnt sich definitiv nicht und die Abnutzung ist definitiv nicht irrelevant.

Das ist wie wenn du beim Auto sagst: Ich berechne für die laufenden Kosten nur Sprit, Steuern, Versicherung, Reparaturen. Die Wartung wie z.B. Ölwechsel halte ich für Irrelevant.

Du darfst nie vergessen: Die offizielle Lebensdauer von diesen LiFePo liegt meistens anhand der Restkapazität. Ich glaube bei 80% Restkapazität ist eine solche Batterie offiziell am Ende ihrer Lebensdauer.

Deine Anzeige stimmt so lange, wie du regelmässig eine Volladung machst. Bzw, gehe ich mal davon aus, dass du in der Remote Control nicht den Multi als Batteriemonitor angegeben hast.
Hast du den Hacken gesetzt, dann reagiert der Multi auf die Werte im Multi, die Werte vom BMS und die SOC Einstellung in der Remote Control.
Was soll das denn bringen?

Ich sage nicht das es Sinn macht. Ich sage nur, dass diese Einstellung nichts mit dem Problem hier zutun hat.

Naja, die 20% Verlust Lade/Entladen gehen ja nicht verloren, sie werden nur in Wärme gewandelt. Die man ja im Winter brauchen kann.

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Also Speicher und Multiplus möchte ich nicht unbedingt neben mir im Wohnzimmer stehen haben :smiley:

Nein Spaß bei Seite.
Bei mir bringt diese Wärme rein NULL. Da meine Anlage in einem unbeheizten Nebengebäude steht.

Gehe ich von einem "Ölwechselinterval" von 6000 Vollladezyklen aus und lade ich die Batteie jeden Tag einmal ganz voll und wieder leer dann wäre also nach ~ 16,8 Jahren die Batterie nur noch bei 80%. Ich gehe schwer davon aus das ich dann eine Batterie mit höherer Kapazität für einen Bruchteil kaufen kann.

Wenn ich diesen Werten nicht traue kann ich mir Pi*Daumen alles mögliche "errechnen" aber was am Ende stimmt bleibt vor allem eine Glaubenssache.

Mein Glauben an die LFP Resilenz ist stark und daher werde ich nicht so viel Rücksicht nehmen und Vorsichtig sein wie Andere. :slight_smile: Und sollte ich mich irren dann wird es nie Jemand erfahren ausser ich hab Lust darauf öffentlich meinem Irrglauben abzuschwören :slight_smile:

Kann auch gut sein das sich in 10 oder sogar 5 Jahren keiner mehr für LFP interessiert und andere Batteriechemien angesagt sind und man die Batterie freiwillig vorher duch ein X-fach besseres Modell ersetzt.

Thema Abwärmenutzung: Mein MP2 + Batterie steht im Heizungsraum innerhalb der geheizten Gebäudehülle. Da ist es schon spürbar wärmer als im Rest des Hauses. Wir haben eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Im Heizungsraum wird warme Luft abgesaugt, durch den Wärmetauscher gejagt, der Frischluft von Aussen erwärmt und in die Wohnräume pustet.

Also ja in meinen Fall wird die Abwärme von MP2 & Batterie definitiv genutzt. Trotzdem bleibt diese Abwärme natürlich eine Stromdirektheizung mit Wirkungsgrad 1:1. Das zu nutzen macht man natürlich nur weils eh anfällt.

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