Victron meldet: Alarm: Low battery voltage - JK BMS

Warum hast Du so einen riesen unterschied zwischen Shut-Down mit 43,2 V und low restart mit 48,8 V?

Was macht eigentlich der PowerAssist?

Wenn es wichtig ist das mit die Batterie immer langsamer entlädt je leerer sie ist wie kann ich das einstellen?

Ich hab irgendwo in den Einstellungen was von Ladestufen gesehen aber leider keine Entladestufen bei denen man eine reduzierte Leistung im unteren Bereich definieren könnte.

Ich habe meinen Multiplus 2 erst seit gestern und zwar genau den gleichen wie du hast. Ich habe einfach mal aus Spaß den Multiplus zum messen des SOC mit angeschlossen, denn ich habe einen Shunt direkt an der Batterie hängen.

Tatsächlich weichen der SOC vom Shunt und vom Multiplus ab. Der SOC wird bei beiden richtig sein, beim Multiplus habe ich da nichts angepasst und der hat definitiv noch keinen vollen Speicher gesehen, höchstens 30% SOC.
Aber es sieht so aus als stimmt der SOC vom Multiplus, wenn man zumindest die gemessene Batterie-Spannung vom Multiplus mit der vom Shunt vergleicht.
Die Spannung und dadurch auch der SOC wird vom Multiplus etwas höher gemessen als vom Shunt.

Ich denke der Multiplus misst nicht so genau wie der Shunt. Da bei mir zwischen Shunt und Batterie keine Verbraucher sind, auch nicht parallel. Der Multiplus ist parallel zu den Ladereglern, dem Cerbo usw... angeschlossen. Da ist es normal wenn der Multiplus etwas anderes misst, denn nur Minus wird direkt an der Batterie angeschlossen.

Ich finde 5% auch sehr niedrig. Ich würde mindestens 10% nehmen. Ich selbst nehme sogar 20%. Sowas wie Cerbo, Shunt usw... brauchen auch Energie und da geht die Spannung bei leerem Speicher mit 20% schon gerne von 18% runter.
Nur minimal falsch gemessen oder minimale Abweichungen der einzelnen Zellen und schon ist hier und da eine Tiefenentladen. Oder das BMS schaltet alles ab und dein System ist komplett offline.

Für die Lebenszeit soll das ja auch nicht so gut sein, wenn man so tief runter geht.

Braucht man in der Regel nur wenn man via Generator lädt und diesen nicht überlasten möchte. Wie der PA genau arbeitet weiss ich nicht.

Ich will das das System erst abschaltet wenn es wirklich unten ankommt (im Netzersatzbetrieb) und dann wieder erst auf ein sinnvolles Level füllt. Bringt nichts wenn dann gleich wieder abschalten muss.

Also den Strom anhand der Spannung regel bei mir das BMS sowohl richtung voll wie auch leer. Stichwort CCL DCL (charge current limit und Discharge current limit)

Vergess die Idee aus der Spannung den SOC ableiten zu wollen. Das funktioniert sehr schlecht/ungenau, weil die Lade/entladekurve nur an den Endpunkten eine notwendige Steigung hat. Sofern der MP noch keine Ladeschlussspannung (100%SOC) gesehen hat ist die SOC Anzeige wenn dann nur rein zufällig richtig.
Der SOC wird in der Regel durch die entnommene Energie berechnet (über Strom und Spannungsmessung über die Zeit), daher braucht es den 100% voll reset und das Wissen über die aktuelle Kapazität des Akkus.

Deswegen hatte ich doch geschrieben, dass es trotzdem ganz gut aussieht im Vergleich zur Spannung und des SOC. Beides wird vom Multiplus minimal höher gemessen. Demnach haut das ja auch ganz gut hin das der Multiplus etwas mehr SOC anzeigt als der SmartShunt.
Auch aus dem von dir genannten Grund habe ich extra erwähnt, dass der Multiplus definitiv noch keinen vollen Speicher gesehen hat und trotzdem bisher relativ gut den SOC berechnet.

Ansonsten achte ich nicht auf den SOC des Multiplus. Da wie bereits geschrieben der Shunt näher dran hängt und die Ströme von Cerbo usw... mit messen kann, was der Multiplus definitiv nicht können kann, so wie ich das angeschlossen habe.

Aber mal Hand aufs Herz. Wie willst du sonst den SOC messen als ihn von der Spannung ableiten zu lassen?
Klar als Mensch kann man das nicht sagen, aber die Geräte nehmen doch auch nur die Spannung als Referenz her und dann halt den Strom der fließt.

Ich habe den Vergleich mit dem SOC nur angesprochen, da ich verwundert bin, dass der doch relativ gut stimmt. Mein SmartShunt ist auch von Victron und der lag Anfangs voll daneben, der hat wirklich ersteinmal den vollen Speicher gebraucht um zu stimmen.
Das war der Grund warum ich das alles geschrieben habe, da der Multiplus das bereits jetzt schon ziemlich richtig anzeigt.

Aber egal, das tut ja nichts zur Sache. Mir ging es eher um das Thema hier und da der Beitragsersteller auch einen Multiplus hat, wollte ich ihn lediglich auf diese möglichen Ungenauigkeiten hinweisen.

btw.: Wer weiß, vielleicht hat der Multiplus sich auch die Infos vom Shunt genommen. Die hängen ja beide im gleichen Victronsystem. Denn mich wundert wirklich das der so gut bisher ist.

Zum Thema Smart Shunt kann ich nur auf die Erfahrungen anderer User z. B. den Andy von der Off-Grid Garage (Youtube) verweisen.

In einem seiner letzten Videos hat er mal nach Wochen ohne 100% Ladung die Anzeige vom Smart.-Shunt und verschiedener BMS verglichen.

Ergebnis war das die verbreitete Annnahme der Smart-Shunt wäre viel genauer als die BMS ein Irrtum ist. Alle liegen mal mehr mal weniger zu niedrig oder zu hoch.

also ich habe meinen SmartShunt von Victron seit über einem Jahr.

Im letzten Winter gab es wirklich nur wenige Tage im Winter bei denen mein Speicher über 50% SOC gekommen ist.

Allerdings lief der vorher schon einige Zeit und ich habe ihn immer wieder auf 100% anpassen müssen. Oftmals ging er dann immer nur bis 98% hoch und die Laderegler auf Float.
Ich habe dann eine Zeitlang immer wieder den Shunt in so einem Moment auf 100% gesetzt und dann eines Tages war alles super.
Auch den kompletten Winter durch.

Aber ja natürlich ein BMS ist da deutlich genauer, das hängt ja genau an den Batterien dran.
Ich habe aber den Multiplus mit dem Shunt verglichen.

Auch spielt es eine Rolle wo man den Shunt anbringt. Der sollte direkt nach dem BMS kommen bzw. nach dem Speicher.
Das tut halt der Multiplus nur mit dem Minus, aber nicht mit dem Plus.

Ich habe einige fertige Batterien mit eingebauten BMS, ich habe keine Möglichkeit auf diese BMS zuzugreifen. Demnach gibt es hier bei mir keinen Vergleich zwischen BMS und Shunt.

Das Problem ist halt, dass scheinbar der Multiplus seine eigenen gemessenen SOC werte nimmt.
Ich habe zwar den Shunt als Batteriewächter im Victron-System eingetragen, aber es sieht trotzdem so aus als geht der Multiplus von den Daten aus die er selbst misst.
Sollte ich mit dieser Annahme richtig liegen, ist der Vergleich mit BMS eh egal und ich habe lediglich von meiner Erfahrung berichtet das mein Shunt genauer misst als der Multiplus.

Das mag ein Sache des Wordings sein. Der SOC wird eben nicht gemessen. Er wird berechnet (das meinst Du wohl mit Ableiten) über die Energie (Leistung über Zeit), die der Speicher abgibt bzw aufgeladen wird. Das problematische daran ist die Strommessung (nicht die Spannung), da diese meist (speziell bei kleinen Strömen) ungenau ist.

Das kann man in Venus einstellen, irgendein BMS oder der MPII ist alles möglich. Ich habe bei mir meinen Shunt als SOC Quelle und BatteryAggregator als DVCC Steuerung eingestellt. Den Shunt nutze ich nur, weil der stabiler funktioniert als Software die über USB Ihre Daten bekommt.und sich auch mal aufhängt.

Naja also ich dachte jetzt nicht das wir jetzt so genau sein müssen. SOC ist SOC und Spannung ist Spannung. Da gibt es nichts zu diskutieren wie was ermittelt wird. Ist ja auch OffTopic.

Deswegen habe ich mich für einen von Victron entschieden. Die Dinger kosten doch ein bisschen was und zwischen Speicher und dem Shunt steckt kein Verbraucher, egal ob am Plus oder Minus.
Höchstens die Balancer und die eingebauten BMS, das wars.

Nach über einem Jahr kann ich mich nicht beklagen. Ich bin sogar erstaunt wie genau der ist.

Im Multiplus kann man das aber nicht einstellen.

Im System vom Cerbo zeigt er mir den SOC vom Shunt an, weil ich das so eingestellt habe. Aber wenn ich mir die ganzen Daten so anschaue, sieht es so aus als nimmt der Multiplus dennoch seine eigene Werte.
Kann mich aber auch täuschen nach nicht mal 24 Stunden mi dem Multiplus.

Der Punkt ist das viele Einsteiger eben den SOC als Grenzen nutzen, weil Sie nicht wissen, dass der komplett daneben liegen kann. Von daher sollte man da schon wissen was man tut. Es kommt eben schnell zu Verwirrungen, wenn der SOC bei 50% liegt, die Spannung sich aber schon im Abschaltbereich befindet.
Bei NMC kann man ja tatsächlich (meist) den SOC direkt von der Spannung ableiten, ist bei LFP eben nicht so. Damit schließen wir das Thema dann aber auch.

Richtig - aber der Cerbo ist ja Quasi das "Gehirn". Bei mir ist es definitiv so, das der SOC den der Cerbo anzeigt/im VRM angezeigt wird die Entladung stoppt, wenn er an der unteren ESS (ESS vorrausgesetzt) Grenze ankommt. Alternativ, wenn der SOC schon komplett daneben liegt, greift das BMS bremsend ein (sollte die Spannung schon zu weit gefallen sein).

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Also einen low shut down von 43,2 bei einem 16S ist schon extrem sprich die Batterie ist richtig leer. bei 2,8V je Zelle= 44,8V hat die Batterie noch 5%....

Ja na klar ist die dann richtig leer - wird aber ja auch nur im Extremfall angefahren. Im Regelbetrieb geht es nicht unter 15% SOC (wenn der SOC stimmt). Das BMS bremst den Entladestrom zusätzlich schon früher und Alarme kommen auch - dann muss man halt selber reagieren. Wie gesagt nur im Netzausfall Szenario. Das ich da komplett überraschend hinlaufe ist auch höchst unwahrscheinlich, da 4 (demnächst 6) Packs a 15kWh dranhängen.

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Ich hatte das selbe Problem. Alarm bei 30% SoC > abschalten des MP2. Gelöst wie folgt:
Wechselrichter:


Der Alarm kam aber tatsächlich aus dem ESS des Assistenten:

Hier war die shutdown voltage auf 52V. Ich hab das auf 46V bei allen Stromabnahmen reduziert und das war's dann.

Wenn ein BMS am laufen ist, sollte dieses eigentlich die Werte im MP2 überschreiben was aber definitiv bei diesem Assistenten nicht der Fall ist, zumindest nicht für die Alarmfunktion.
Ich bin auf niedriege Werte gegangen, weil das eigentlich steuernde System das BMS ist.

Im Cerbo kann ich jetzt problemlos Werte von 5% / 10% .... 30% einstellen, alles wird exakt angefahren

Das ist aus meiner Sicht ein Fehler! Das BMS ist nicht da um den WR oder die Ladung zu steuern, es ist die letzte Instanz den Akku zu schützen! Der WR sollte abschalten, bevor das BMS Alarm auslöst und selbst abschaltet! Machen leider viele falsch! So hat man nur noch eine Sicherheitsbarriere (das BMS), ansonsten hätte man 2. Wenn der WR eine Fehlfunktion hat und nicht abschaltet, kann immer noch das BMS als letzte Instanz abschalten.

42V ist m.E. auch deutlich zu niedrig, das ist kurz vor der Tiefentladung und da ist praktisch 0 - 0,5% SoC. Wenn da noch irgendeine andere Last dranhängt, ist er praktisch sofort tiefentladen. Bei 3 V sind es noch 10% SoC, bei 2,8V ca. 5% - das wäre aus meiner Sicht der tiefste Wert, der noch halbwegs vertretbar ist.

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ähm, wenn man bei Victron ein ESS einrichtet, dann ist das sozusagen genau die gleiche Sicherheitsvorrichtung als das BMS des Speichers.

Ich dachte auch zuerst so wie du, nur nachdem ich ständig Alarme angezeigt bekommen habe, weil durch den Entladestrom die Spannung gerne mal absackt.

Daher sind diese Einstellungen die du hier ein paar Kommentare weiter oben findest, nur für die Sicherheit für den Speicher. Aber ja, 42V ist definitiv zu wenig.
Ich finde man sollte Werte nehmen die knapp über denen vom BMS liegen, damit das BMS nicht vorher eingreift.

Ansonsten kann man z.B. den Multiplus nochmal zusätzlich einstellen bis zu wieviel SOC er runter gehen darf.

Ich habe auch sehr niedrige Werte in der config des Multiplus und trotzdem habe ich dann den Multiplus so eingestellt, das er nicht mehr als 20% entläd.

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schau mal die Daten von deinem BMS. 42V wirkt auf mich etwas wenig. Da sollte dein BMS doch schon längst abgeschalten haben, oder?

Ich würde sagen der WR sollte bei einer höheren Spannung als das BMS abschalten. Es geht ja darum, dass bei 0 PV Ertrag das BMS nicht abschaltet und dann die ganze DC-Seite ohne Energie ist und alles abschaltet.

Da würde ich mitgehen. Nimmt man 2.7 oder bisserl höher für WR und 2.5-2.7 (je nach Datenblatt) für das BMS. Ich habe beides auf 2.7 aktuell, aber werde das wohl leicht anpassen.

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Ich verstehe immer noch nicht, warum ihr auf der ersten Seite in der Konfig den Haken für Batteriemonitor nicht raus macht. Den internen Batteriemonitor braucht ihr nicht, weil er nur auf Gesamtspannung funktioniert, und für Bleispeicher gedacht war. Ihr habt doch ein BMS, warum lasst ihr das nicht seine Arbeit machen?

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Hast schon recht 42V ist zu niedrig ... werde das wohl auf 44V stellen. Es ist aber definitiv so, dass das BMS das steuernde System ist (>Einstellungen>Systemsetup>Batteriewächter), da es den SoC an den Cerbo liefert. Meine Einstellungen im BMS könnten zu einer Minimalentladung von 5% führen, wenn ich nicht im Cerbo einen höheren Wert einstelle In dieser dunklen Zeit steht das bei mir auf 30% weil der Akku eh nicht voll wird.
Die Einstellungen im MP2 sind in dieser Konfiguration eine Maßnahme, die das schlimmste verhindern soll, wenn das BMS ausfällt.
Dreht man diese Betrachtung um, dann führt das zu dem hier beschriebenen Problem.

PS: Woher hast du so genaue Werte für den SoC bei 42V? Messung, Erfahrung oder eine Tabelle (die mich sehr intressieren würde)?