Vergleich Wärmepumpe ./. IR-Heizung

Hallo

Interesant. Ich habe einen 600L Schichtspeicher für Heizung incl. WW und einen 4,5m² Röhrenkollektor. Seit Einbau der WW Solaranlage habe ich im Sommer nicht einmal zuheizen müssen. I.d.r. habe ich von März bis Oktober keine Kosten für Brauchasser. Es kommt seltenst vor, dass ich nicht genug Wärme für ein Wannenbad im Speicher habe, aber Duschen ging immer (Badewanne möchte im Sommer eh niemand rein). Musst du tatsächlich noch viel zuheizen?

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Hab gerade noch das Auswertungsvideo nach angeblich einem Jahr gefunden, richtig überzeugt bin ich leider immer noch nicht, da irgendwas mit den Daten nicht so recht stimmt.

https://youtu.be/it36TMcvY-I?si=RP6M83X4OpKdC3tV

Na ja, Wenn der IR an der Decke hängt, dauert es sehr sehr lange bis die Wärme deine Füße wärmt. An der Wand etwas besser, aber auch nicht wirklich. Heizungen strahlen zwar auch ab, aber weniger, da sorgt die Konvektion dafür, dass die Wärme sich verteilt, also die "Verluste" durch Abstrahlung an die Wand dahinter geringer. Gibt leider etliche IR Verkäufervideos auf YT, die alles mögliche Versprechen. Wer unglücklich ist damit gibt es selten zu, wie bei vielen Themen, reden es sich meist noch schön. Aber egal, muss halt jeder sein eigenen Erfahrungen mit machen.

Hi, hatte auch bis vor kurzem einen ST Anlage, jetzt auf PV gewechselt. Hatte aber verschiedene Gründe warum. Sehe aber jetzt, wie viel kWh (2,5) ich nur mit der WP benötige um das WW pro Tag bereitzustellen was ich verbrauche. (WM und GS sind auch am WW dran) Da war ich doch erstaunt.
Was mich mal interessieren würde, wie warm war dein Puffer so über den Sommer und wie im Oktober jetzt?

Gefühlt hat aber die ST die Heizung bis in den Oktober/November schon noch ordentlich unterstützt, jetzt wo ich ausschließlich mit der WP fahre, läuft die schon häufiger. Bisher konnte ich nur per Handsteuerung die PV Überschüsse per WP/Heizstab in den Puffer bringen. Da bin ich aber nicht so ganz zufrieden denn die WP muss auch in Zeiten ohne PV an gehen. Da besteht noch ordentlich potential möglichst viel PV in den Puffer zu bekommen, wenn der nun mal schon da ist.

Wieder so ein Video, wo einem suggeriert wird, IR-Heizung wäre super günstig im Verbrauch. 80 Euro im Monat in einem Altbau an Heizkosten. Lohnt sich selbst dann noch, wenn der Strom 1 Euro kostet, so wird im Video behauptet. Diese typische Idee, IR könnte auf zauberhafte Weise Wärme produzieren.

Auf 70m² wurden 4130 W verbaut. Heizperiode wurde nur mit 140 Tagen kalkuliert, finde ich deutlich zu kurz. In der Regel wird von Oktober - April geheizt, das macht etwas über 200 Tage. Geheizt wird angeblich nur 4 Stunden täglich, was ein Unsinn. Und das auch noch im Altbau.

Also rechnen die 140 Tage * 4h * 4130 W = 2313 kWh. Bei 40 Cent/kWh wären es dann 925 Euro im Monat, macht 77 Euro im Jahr.

Jetzt sieht man natürlich schon sofort, dass da was gewaltig nicht stimmen kann. Welche 70m² Altbauwohnung hat einen Heizbedarf von 2313 kWh im Jahr? Das wären ja gerade mal 33 kWh/m²/a. Also besser, wie Neubau nach hohem Dämmstandard.

Erwartbar bei so einem Altbau sind eher 150-300 kWh/m²/a. Da ist man dann schnell bei 700 Euro im Monat.

Das die Bude viel Wärme braucht, sieht man ja schon an der Vorauszahlung für Gas, die angeblich bei 280 Euro pro Monat liegt. Rechnen wir mal mit 10 Euro Grundgebühr und 14 ct/kWh, sind das 3240 Euro Verbrauchskosten im Jahr, macht das rund 23000 kWh Gas. Rechnet man mal 20 % für Verluste ab, sind es 18400 kWh. Da sind wir dann auch bei den 262 kWh/m²/a, wie für einen Altbau typisch.

Wenn man den Wert mal zu Grunde legt, und mal noch etwas abrechnet, weil man bei Strahlungswärme etwas in der Temperatur runter kann, braucht man immer noch 15000 kWh Strom. Macht dann 6000 Euro im Jahr und keine 925 Euro. Faktor 6,5 daneben. Es sei denn, es wird erklärt, wie diese IR-Heizung mit Faktor 6,5 weniger Wärmemenge die Wohnung trotzdem warm bekommt. Dafür müsste die Innentemperatur aller Räume bei vielleicht 5-10 Grad liegen und nur die IR-Strahlung macht dann das Gefühl von 21 Grad.

Im Sommer ist der Speicher immer zwischen 65 und 85 Grad. Teilweise geht die ST Anlage ab dem frühen Nachmittag in Stillstand, weil ich die Wärme nicht mehr abnehmen kann. Im März und Oktober liege ich eher bei 50-60 Grad. GS hängt auch bei mir am WW. (4 Personen davon 3 Damen mit langen Haaren) Backup wäre ein Heizstab, welchen ich bisher nur zum testen in Betrieb hatte.

Jetzt, im Winter fahre ich mit Ochsner WP bis ca. 50 Grad. Gesteuert über Shelly mit Temperaturfühler.

@win Ja, diese Berechnungen hatte ich auch schon durch und bin nicht hingekommen. Im 2. Video wird zumindest zugegeben, das der geplante Verbrauch nicht hin kam, auch der sanfte Hinweis, das der Besitzer öfter mal ausgeschaltet hat ? lässt was erahnen. Das mit den angeblich nur 4 Stunden heizen hatte man mal in einem anderen Video erklärt, angeblich ist das nur die Summe der geringen Erhaltungsaufheizung, um die Temperatur zu halten. ?

Selbstverständlich funktioniert das. Ist letztlich eine Frage der Leistung. Wir haben für unsere 240 m2 aus 1972 in 25 Jahren im unrenovierten Zustand nie mehr als 26.000 kWh Strom benötigt. Später, nach Renovierungen, etwa die Hälfte. Zuletzt im Schnitt etwa 12.000 kWh. Letzten Winter ca. 10.000 kWh. Vorteil war immer, keine Wartungskosten und keinen Raumverlust wg. der Heizung zu haben.

Ich würde vermuten, das gerade im Sommer ein Brauchwasser-Solar System keine Zusatzheizung benötigt. Natürlich könnte ein Durchlauferhitzer eine Ergänzung sein. Diesen Sommer habe ich den bisherigen elektrischen Boiler durch Warmwasser-Wärmepumpe (WWWP) ersetzt. Es benötigt im Schnitt bisher 1/4 der elektrischen Leistung des bisherigen Boilers. Vielleicht eine Alternative.

Kommt drauf an, ob mehrere Personen morgens duschen. Die Sonne kommt erst 10:00 und heizt dann langsam das brauchwasser hoch. Der Speicher kommt morgens mit 30 bis 35 grad an. Wenn man abends duscht ist alles in ordnung der speicher ist da meist auf 70 grad. Für morgens könnte ein durchlauferhitzer, der die Energie aus Akku bezieht, die Temperatur soweit anheben, wie es für die Menge Wasser benötigt wird. Im augenblich schaltet morgens die ölheizung zu, heizt den kompletten speicher von 35 grad auf 45 grad.

Verstehe. Eine WP würde die 10 Grad mit einem Viertel der Leistung des Heizstabes über Nacht problemlos leisten können. Vermutlich sogar eine noch höhere Temperatur. Das würde also auch Akku Kapazität einsparen. Unsere WWWP wärmt bis 55 °C.

Liegt der nächtliche Temperatursturz am abendlichen Duschen? Sonst würde ich mich über die Isolierung des Speichers wundern. 50% Verlust über Nacht wäre doch arg viel.

das braucht Leistung, 2kW

meine Rechnung dazu
bei deltaT 5 und Sparkopf 6 Liter/min

Kaltwasser Warmwasser deltaT flow Liter/min 1 2 6 8 10 12
P/kW 5 40 35 2,44 4,88 14,65 19,53 24,42 29,30
8 40 32 2,23 4,47 13,40 17,86 22,33 26,79
10 40 30 2,09 4,19 12,56 16,74 20,93 25,12
15 40 25 1,74 3,49 10,47 13,95 17,44 20,93
18 40 22 1,53 3,07 9,21 12,28 15,35 18,42
20 40 20 1,40 2,79 8,37 11,16 13,95 16,74
25 40 15 1,05 2,09 6,28 8,37 10,47 12,56
35 40 5 0,35 0,70 2,09 2,79 3,49 4,19

Ich erlaube mir mal auf dieses alte - eingeschlafene - Thema zu antworten, da mich die Thematik gerade beschäftigt.

Ich bin erst jetzt darüber gestolpert und habe mir das video im 1. post auch komplett angesehen.

Ich finde das video sehr interssant und denke, man sollte sich nicht daran stören. Die Einordnung der Aussagen ist nat. immer zwangsläufig auch mit dem Blickwinkel und der Erwartungshaltung der jeweiligen Person verbunden - der “Kontext”.

Der Prof der da dir IR Heizungen “bewirbt” macht es ja vor folgendem Hintergrund:

  • Neubau von Mehrparteienobjekten für Investoren
  • Wohneinheiten sollen vermietet werden
  • Objekte sollen in Massivbauweise erreichtet werden - Kühlung soll konstruktiv bedingt nicht nötig sein
  • Objekte sollen mittels PV weitgehend energieautark sein (wenn die PV liefert…)
  • Mieter sollen “All In” Tarife Miete inkl. Strom / Heizung erhalten

Bei den Voraussetzungen ist eine Beheizung mittels IR Heizung wohl die MIT ABSTAND billigste Möglichkeit einen Neubau mit einer Heizanlage auszustatten. Es fallen dann real za beinahe nur die Heizungsteile direkt an (also Heizplatten, Thermostate, Drähte) - die Montage der Zuleitungen / Elektrik geht ja bei Neubau zu fast 100% “mit” mit der ohnehin nötigen Installation.

Also was die Erreichtung angeht, kommt da keine andere Heizanlage auch nur annähern ran denke ich. Im Ergebnis kann dann trotz extrem “billiger” Heizung jeder Raum einzeln geregelt werden und erzeugt eine behagliche Wärme - soweit also alles gut.

Dann kommen wir zur Instandhaltung:

  • Da das Objekt an viele unterschiedliche Parteilen vermietet wird, ist eine zuverlässige Heizung wichtig. Was die Zuverlässigkeit betrifft - dürfte so eine IR Heizung wohl alles andere schlagen.
  • Wenn nun aber ein Stromausfall ist, fallen ohne “Insel / Notstrom” ohnehin alle Heizungen aus, da ist keine besser oder schlechter. Egal welche Primärenergie die hat. (also solche, die bei so einem Bau in Frage kommen wie alternativ WP)
  • Wenn man eine zentrale Wärmepumpe installiert, dann ist bei einem Ausfall das gesamte Haus = alle Parteien betroffen und die Zeit drängt für eine Raparatur. Es ist ein “Spezialist” nötig (wie im Grunde für Öl / Gas aber auch) um sie wieder in Gang zu bekommen - ggfs. müssen Teile beschafft werden etc. Je nach Schadensursache kann aber bis zur Reparatur der Heizstab der Anlage weiterheizen - was dann nur am höheren Stromverbrauch spürbar wäre.
  • Wenn die Anlage ihre Lebensdauer erreicht hat - muss sie teuer ersetzt werden (aber nat. nicht so teuer wie am Anfang die gesamte Anlage war - obwohl: bis dahin…)
  • “Hydraulische Systeme” sind i.d.R. praktisch nicht völlig wartungsfrei und vergleichsweise gibt es ungleich mehr “Stellen” die Fehler verursachen können. Bei den IR Heizungen gibt es da nicht viel… Und wenn doch, dann fällt halt mal EINE Heizung in EINEM Raum bei EINER Partei aus - was den selbst für diesen Mieter nicht direkt eine Katastrophe sein wird.
  • Man kann es drehen und wenden wie man will: Es gibt einerseits bei einem hydraulischem System generell und andererseits bei einer Wärmepumpe speziell viel mehr Möglichkeiten für Fehler und Schäden. (Aber auch so ein System kann mit Glück 20 Jahre OHNE jedes Problem laufen…) Aber was nicht da ist, kann halt gar nicht kaputt gehen. Da braucht es kein Glück.

Verbrauchskosten:

Hier sind die IF Heizungen natürlich “echte Spaßbremsen” :see_no_evil_monkey:

Der Stromverbrauch ist “wie aus einer anderen Zeit” und nicht annähernd ”passend” für das Jahr 2025 oder 2023 von wo das Thema stammt. JEDE Wärmepumpe läuft hier ungleich sparsamer - wobei die im Video angesprochene Schwierigkeit der korrekten Auslegung, Montag, Einstellung nat. stimmt. Aber vermutlich kann man nur schwer so viel falsch machen, dass eine WP nicht ungleich effiezienter heizt;) Die müsste dann schon zu 100% auf Heizstab laufen - dann wäre es möglich;)

Also was den Verbauch betrifft, so ist die IR Heizung ein Vielfaches schlechter als alle anderen Heizformen wie die verschiedenen Wärmepumpen - aber auch Gas und vermutlich sogar Öl?

Darum geht es aber in dessen Betrachtungsweise nicht: Denn da geht es in erster Linie mal um die fix kalkulierbaren Kosten. Und da schneidet die Erreichtung von so einer IR Heizung nat. unglaublich gut ab. Bei den laufenden Instandhaltungskosten ebenso: Keine Wartung nötig. Bleibt der Verbrauch: Wenn sich das am Ende rechnet, weil die Realisierung und Instandhaltung so viel billiger ist - nun dann gewinnt das eben;)

Also was im Bestand für den Eigenheimbesitzer völliger Wahnsinn wäre - ist dann eben in dem speziellen Fall plausibel und nachvollziehbar.

Er sagt das auch wortwörtlich im Video: “Lieber clever verschwenden - als dumm sparen” :winking_face_with_tongue:

Und er sagt auch sinngemäß: Das ist nicht wirklich als umweltfreundliche Lösung konzipiert, sondern als maximal kosteneffiziente. Durch die PV wird es dann aber (mehr oder weniger) dennoch umweltfreundlich.

Vom tatsächlichen Umweltaspekt aus betrachtet ist es nat. Wahnsinn, wenn man mit voller Absicht eine Heizanlage neu erreichtet - die ein vielfaches der elektrischen Energie verheizt, wie eigentlich nötig / möglich.

Meiner Ansicht nacht “passt” das Video aber, wenn man die IR Heizung einfach durch LLWP - Split Klima ersetzt. Dann treffen die ganzen Vorteile zur LWWP (großteils) ebenfalls zu, speziell wenn man es tw. selber installiert.

Generell komme ich aktuell immer mehr von der Wirtschaftlichkeit der LWWP ab, das “Gesamtsystem” ist hier denke ich insgesamt im Vergleich zu LLW? einfach zu “umfangreich” und verliert an zu vielen Stellen Energie, als das es mit LLWP gleichziehen könnte.

Ich persönlich sehe es ähnlich, wie wenn man eine wassergeführte Standheizung im (Verbrenner) Auto mit einer Luftstandheizung vergleicht. Obwohl in dem Beispiel beide Benzin oder Diesel verbrennen, sind die Verluste bei der wassergeführten Heizung so hoch, dass die nicht nur ungleich mehr Zeit zur Erwärmung benötigt, sie verbraucht auch sehr viel mehr Energie. Sowohl elektrisch, als auch Krafstoff. Es wird bei der Wasserheizung einfach viel zu viel Energie in den Leitungswegen, bei der Wandlung (Wärmetauscher Autoheizung) usw. verschwendet. (Tw. wird auch der Motor mitgeheizt usw.)

Die Luftheizung hingegen basiert auf dem selben Prinzip und verbrennt Benzin / Diesel, erwärmt damit aber direkt die Luft und benötigt deshalb viel weniger Energie, heizt dennoch schneller auf usw. Sie erwärmt eben nur das was man erwärmen will: Den Innenraum.

Ähnlich sehe ich es im Vergleich LWWP vs. LLWP:

Durch das hydraulische System gibt es einfach viele Punkte, an denen Energie verloren geht bzw. nicht nutzbar ist. Klar, die geht dann tw. zb. in den Keller - das wird aber am Ende keinen messbaren Nutzen für den Verbauch im EG haben - wenn der Keller nicht beheizt wird etc.

Je mehr ich mich damit beschäftige, um so besser schneiden die LLWP ab…

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Bei der Erkenntnis zu LLWP sind ja viele hier bereits angelangt. (Icke oock...)

Ich kann mich schwach erinnern, dass ein Repräsentant eines Heizungsherstellers (ich meine, es war jemand von Buderus) auf irgendeinem Altbau Forum in Hamburg vor 4 oder 5 Jahren mal folgenden Satz gegenüber Fachpublikum rausgehauen hat:

...."Sie müssen sich damit abfinden, dass es irgendwann nach 2045 im NEUBAU keine wassergeführten Heizungen mehr geben wird." rumms...:bomb::collision:

Habe ich in der Form bisher nicht wieder gehört ( vermute, er wurde anschließend geteert, gefedert und unehrenhaft entlassen....)


Die LWWP ist bei Passiv Energie Häusern oder Energie Plus Häusern bereits heute nicht zu empfehlen.
Die Einbaukosten sind viel zu hoch im Vergleich zu Klimasplit oder IR , etc.pp Und der Effizienz-Vorteil kann bei den geringen (wenn überhaupt) Wärmeverlusten überhaupt nicht zum Tragen kommen.

Einziger aber signifikanter "Nachteil" Klimasplit: man muss die Luftbewegung, die notwendig für die Wärmeverteilung ist, ertragen können. Aber da kann man dann ja über elektrische Flächenheizung nachdenken.

Wird sich schon einruckeln.....

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Der Punkt ist der: Wenn ich in einem Hochhaus mit 40 Parteien in jede Wohnung 6 IR-Heizungen anbringen lasse mit Kosten von 2000€ ist das nicht vergleichbar mit einer wasserführenden Heizung für geschätzte 10 000€ für diese Wohnung (weil das Verteilsystem und der Kessel etc. mitberechnet werden muss) oder mit Klimasplitlösungen für 10000€. Also ja, will man günstig was bauen, ist die IR-Heizung spitze. Beim Verbrauch ist das dann wieder egal, zahlt ja der Mieter….Ob der nun 5000kWh Stom oder mit Klimasplit nur 1000kWh Strom bezahlt: Wen kümmert? Auf die 40 Objekte bezogen:

5000kWh x40 = 200 000kWh zu 30ct = ca. 60 000€ p.a.
1000kWh
x 40 = 40 000kWh zu 30ct = ca. 12 000€ p.a.

Investitionskosten: 400 000€ zu 24 000€.
Kosten nach 10 Jahren: 600 000€ Strom
Kosten nach 10 Jahren: 120 000€ Strom

So kann man nun eine geringe Miete verlangen. Und der Nutzer ist “selber schuld” wenn er zuviele Heizkosten hat mit IR. Dafür wird dann halt die 5-fache Menge Strom verballert.

Und zu Neubau: Da wäre eine zentrale Lüftungsanlage mit Beheizung durch Wärmepumpe ideal. Also in den Räumen oben Lüftungsschlitze die es ermöglichen damit zu heizen. Das sollte, wenn clever ausgeführt, nicht teurer sein, man hat eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Austausch der Luft innerhalb der Wohnung. Idealerweise noch mit der Nutzung der Abluft also direkt 2 Leitungen durchs Haus, einmal rein einmal raus mit Wärmerückgewinnung.

IR ist meiner Meinung nach nur an zentralen Stellen für wohlbefinden für Leute die viel Strahlungswärme wollen wichtig. Da reicht dann aber auch ne Glühbirne.

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“Nicht zu empfehlen” ist denke ich “relativ”…

Der Prof sagt das denke ich auch irgendwo im Video: (sinngemäß) “Der Großteil unserer Investitionen wird nicht von Logik bestimmt”

Also wenn man lieber mit einem BEV fährt - dann sollte man das auch tun. Selbst wenn es sich ev. nicht (ganz?) rechnet…

Wenn man lieber über seine HK - aber dennoch mit WP heizen will, dann ist alleine deshalb schon die zb. LWWP im Vorteil…

Aber im Beispiel mit den Investoren zählt das nicht, denn:

und

Das interessiert dann halt nicht. Wenn nur die Kosten zählen.

Also die Vorstellung, dass eine Wärmepumpe immer “günstiger” ist - die ist halt objektiv betrachtet einfach nicht richtig, dass bedeutet aber keinesfalls, dass es Sinn macht 2025 reine Stromheizungen einzubauen

:wink:

Es gab öfters in den letzten 50 Jahren diese Idee, direktelektrisch zu heizen, die dann auch vielfach umgesetzt wurden, ob nun Nachtspeicheröfen, elektrische Fußbodenheizung oder elektrische Heizkörper.

Die meisten bereuen so eine Umsetzung. Geködert wurden die fast immer durch günstige Baukosten. Hatte vor Jahren mal mit jemanden gesprochen, der eine 80 m² Eigentumswohnung hatte. Stromverbrauch im Jahr 8000 kWh. Das war zur Zeit, als wg. des Krieges die kWh 50 ct/kWh gekostet hat. Also hat er dann 4000 Euro im Jahr bezahlt.

Derzeit wird ja viel darüber gesprochen, billiger zu bauen. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass jede Menge Häuser entstehen, die direktelektrisch beheizt werden und wo die Mieter dann ordentlich zahlen müssen, fände ich das eine sehr ungünstige Entwicklung. Da geht der Interessenskonflikt stark zu Lasten der Mieter.

Eine Split-Klima würde sich in wenigen Jahren amortisieren. In obigen Beispiel: Der Kollege hätte mit einer Splitanlagen 3000 Euro im Jahr einsparen können. Zumindest in dem teuren Jahr. Bei dem jetzigen Strompreis wären es 8000 kWh * 0,25 = 2000 Euro, also 1500 Euro Einsparung im Jahr durch Split Klima. Auch da hätte man eine Installation für 10.000 Euro in 7 Jahren wieder drin.

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@win Genau! Wir hier in Schweden sagen, dass sich eine Klimasplit innerhalb von einem Jahr amortisiert. Also eine Nordic zu den “normalen” Installationkosten, die je nach Region bei ca 2.200 bis 2.400 Euro liegen. Also Gerät inkl Arbeitskosten.

In Deutschland sind wohl die Kosten für die Klimasplit höher, aber dafür der Strom auch teurer.

Jetzt, wo wir auch mal warme Sommer bekommen, wollen insbesondere ältere Menschen eine Kühlung. Aus meiner Sicht für Ältere nicht nur Komfort, sondern auch ein gesundheitliche Erleichterung (Herz-Kreislauf).

Auch in Verbindung mit LWWP wird die Klimasplit zunehmend beliebter. In der Übergangszeit schnell und flexibel, im Sommer die Kühlung.

Klimasplit ist im Grunde ein No brainer; insbesondere in Verbindung mit PV.

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Der ist gut :laughing:

So nach dem Motto: Ok, die Kosten für die Split Anlage + insbesondere Montage sind in D zwar höher, aber dafür ist ja auf der anderen Seite auch der Strom teurer - das “Verhältnis” zueinander stimmt also wieder :+1:

Aber ob das dann jemanden tröstet :thinking: :see_no_evil_monkey:

Das ist eben der “Wahnsinn” in gewisser Weise: Wenn man mit Direktstrom vergleicht, dann ist hier der Unterschied einfach so eklatant - dass man insbesonder bei Nachrüstung im Altbau mit Direktstrom (ausgenommen nach Laufzeit sehr wenig genutzte Bereiche) einfach völlig daneben ist was die Verbrauchskosten betrifft…

In dem Video ist es eben eine ganz spezielle Situation, in der das rechnerisch wirklich funktionieren wird und plausibel ist.

Wäre etwa so, wie wenn jemand mit einem Geschäft ein Fahrzeug anschafft das er an die Kunden ausleiht - die den Sprit aber selber zahlen müssen. Zur Auswahl stehen:

  • Fahrzeug A: sehr sparsam im Verbrauch, kostet 100T€, jährliche Wartung nötig, Reparaturen voraussichtlich sehr teuer
  • Fahrzeug B: extrem hoher Verbrauch, kostet 25T€, keine Wartung, vermutlich keine Reparaturen, voraussichtlich höhere Lebensdauer

Was wird er wohl nehmen - wenn er selber nicht damit fährt und den Sprit jemand ander zahlt?

Letztlich wird man aber immer Situation (er)finden können, die auf bestimmte “Lösungen” mehr oder weniger maßgeschneidert sind.

Was nämlich im Video nicht oder nicht im gebotenen Umfang besprochen wird:

  • PV schön und gut, aber bei dem zu erwartenden geringen (oder keinen) Ertrag während mit den Stromfressern geheizt wird am Ende dann dennoch kaum relevant in dem Zusammenhang
  • die Wirkung bzw. Leistung der IR Heizungen wird meiner Ansicht nach zu übertrieben positiv dargestellt. “Schnell aufheizen” tun die Dinger denke ich nur, wenn ein Raum schon vorher durchwärmt ist und man sich dann idealerweise darunter stellt. Aber einen kalten Raum aufheizen macht denke ich eine LLWP besser / schneller.
  • auch wenn es im Video eh (mehr oder weniger) thematisiert wird: Völlig sinnfrei Strom verschwenden, nur weil es rechnerisch funktioniert, ist am Ende natürlich dennoch verrückt…Denn wenn schon bzgl. Stromverbrauch von Wärmepumpe für Heizung diskutiert wird und hier nochmal ungleich mehr Strom “verballert” wird (Faktor 4-5 im Schnitt zur WP?), dann ist das speziell im Hinblick auf Black out etc. nat. verrückt.

Natürlich ist der Verbrauch dann sehr spezifisch und von der Situation / Heizgewohntheit etc. abhängig. Aber wenn dann so ein “Direktstromheizer” ja zweifellos sehr schnell merkt, wie teuer das dann in der Praxis ist - dann wird der dazu tendieren, nicht “durchzuheizen”. Und wenn das dann abends nach der Arbeit viele so machen und ihre Heizungen fast zeitgleich voll aufdrehen, dann summiert sich das…

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Ist aber auch ein Punkt. Wenn du die Wohnungen vermieten würdest nur explizit an Bürgergeldempfänger (H4), bekommen die dann den Strom bezahlt. Also kann man da auch IR einbauen, Strom wird dann sowieso vom Amt bezahlt…. Legitimiert mit einer geringen Miete (weil man ja Geld für die Heizung gespart hat).

Ja, ist dann nat. im Hinblick auf Energiewende, Umweltschutz usw. völliger Irrsinn - aber passt gut in´s Gesamtbild wie mit dem Thema umgegangen wird und wäre somit wieder irgendwo plausibel…

Am Ende zählt dann immer Schein - wie so oft in vielen Bereichen…

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