Bezüglich der hier m.E. falsch aufgegriffenen Lüfterthematik: Ich habe einen 12k. Werde auch etwas mit den Lüftern machen. Aber nicht, weil die eingebauten Lüfter es nicht schaffen das Ding zu kühlen, sondern weil man mit einem konstanten geringen Luftstrom bei den massiven Kühlrippen es wohl hinbekommt, das die internen, leider nicht sehr leisen Lüfter, so gut wie nie anspringen müssen. Ist eine reine akustische Massnahme. Bei den kleinen habe ich keine Erfahrungswerte. Aber auch Victron hat in der Beziehung ja nicht unwesentliche Probleme und musste auch ein Nachrüstbauteil herausbringen, weil die MP2 so unfassbar laut werden und unangenehm brummen.
Ist leider Schade, dass manche Personen im Forum relativ unreflektiert irgendwelche Schlagzeilen in die Welt werfen... Immer wieder...
Bezüglich Stromverbrauch von Victron zu Deye: Das wurde in verschiedensten Threads unfassbar intensiv Diskutiert. Ich selbst habe da auch mal diverseste Infos zusammen getragen aus meinem Betrieb. Meine Erkenntnis aus der ganzen Sache war: Der Deye ist VIEL effizienter im Betrieb. Die Effektivität schlägt den Victron um mindestens 10% weniger Wandlungsverluste aufgrund genau der Tatsache, dass der große Ringkern fehlt. Ich persönlich denke, dass am Ende des Jahres kein großer Unterschied zwischen den Systemen sein würde, wenn man die Gesamteffizienz berechnen könnte. Der Deye hat mehr Standby, der Victron ist deutlich ineffizienter.... Es suche sich jeder aus was ihm wichtiger ist...
Bezüglich Reparaturen. In einem Video hat der gute MrMining mal so eine Kiste aufgemacht und den deutschen Vertrieb besucht. Fazit: Ordentlich aufgebaut, Ersatzteile aller Hauptkomponenten vorhanden und leicht tauschbar. Sollte also passen. Und es ist für mein Empfinden ein Trugschluss darauf zu setzen das der Victron länger hält weil ein Ringkern drin ist. Ja, der Ringkern wird vielleicht nicht sterben, aber der Funktioniert nunmal nicht ohne die ganze Elektronikperipherie. Und das ist immer der Schwachpunkt. Ich sehe da für beide Seiten keinen Vorteil.
Zum Thema Flexibilität usw. hatte ich in Deinem anderen Thread ja schon was gesagt. Ja, es ist nett das auf dem Cerbo auch ne Node Red Instanz laufen kann. Aber eben auch nur Node Red. Wenn jemand wie viele hier eh schon eine andere Plattform nutzen wird m.E. der ganze Cerbo überflüssig. Ich möchte das das System einfach macht was es soll und wenn ich manuell eingreifen möchte mache ich das über bereits vorhandene Plattformen. Die Komplexität des VenusOS ist da in meinen Augen eher hinderlich. Aber auch das muss jeder für sich bewerten. Gibt auch Leute die durch einen Cerbo das erste mal in Kontakt mit solchen Möglichkeiten und Systemen kommen. Aber auch die stellen dann schnell fest, das es eben mehr benötigt als eine NodeRed Instanz und einen MQTT Broker der nicht sonderlich intuitiv ist um spezielle Regelungen sinnvoll abzubilden. Dann wird eh auf Home Assistant oder dergleichen umgeschwenkt sofern man mehr möchte. Und dann ist das ganze Cerbo/Venus System eigentlich obsolet.
Die Nicht wirklich triviale Konfiguration so eines Venus OS wurde ja schon Thematisiert. Kann man sich ein gutes Bild von machen wenn man sich mal entsprechende Tutorials anschaut. Es ist halt nicht so komfortabel, dass man ein 70 Euro Kabel für die Ersteinrichtung benötigt wenn man keinen Cerbo kaufen möchte für 250,- euro sondern einen Raspi nutzen möchte. Das Kabel wird in dem Fall sogar permanent benötigt für die Kommunikation. Ersteinrichtung über ein PC-Tool. Dann noch Assistenten einrichten... Für einen Anfänger ist es nicht sonderlich leicht sich durch die verschiedenen Konfigurations- und Logikschichten zu wühlen. (Ve.Configure, Assistent im VE.Configure, Konsole des Venus... Und dann die diversen Einstellungen im Venus damit das Ding halbwegs vernünftige Infos ausgibt). Natürlich wird jemand sagen, der das jetzt schon mal gemacht und verstanden hat: Ist doch ganz einfach. Aber der Weg dahin ist wirklich nicht sooo einfach.
Bezüglich der LS-Diskussion: Ich persönlich höre jetzt hier wieder das erste mal von so einer Thematik... Ehrlichgesagt weis ich nicht was ich davon schon wieder halten soll. Wieder ein Thema von irgendwo ausgekramt? Es gibt Hybrid-WR mittlerweile wie Sand am Meer... Alle nutzen entsprechend effiziente Schaltnetzteile. Nur eben Victron nicht... Schaltnetzteile sind in allen Leistungsklassen seit einigen Jahren feste Größe in allen möglichen Installationen. Und jetzt ist das ein Thema bei LS-Schaltern die die Leitung absichern sollen?! Ich werde mich um das Thema jedenfalls nicht weiter bemühen... 